DE2544325C2 - Vorrichtung zum Herstellen eines zylindrischen ringförmigen Werkstückes mit an seinem Innenumfang angeordneten Zähnen - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen eines zylindrischen ringförmigen Werkstückes mit an seinem Innenumfang angeordneten ZähnenInfo
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- B21J5/06—Methods for forging, hammering, or pressing; Special equipment or accessories therefor for performing particular operations
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Description
dadurch gekennzeichnet,
daß der Preßstempel (8) über seine formgebende Länge konstante Querschnittsform aufweist,
daß ein in der Stützmatrize (5) geführter und gegen Federdruck zurückschiebbarer Führungszylinder (7) in Flucht zum Preßstempel (8) angeordnet und zur radialen Führung mit diesem formschlüssig verbindbar ist und
daß der Preßstempel (8) über seine formgebende Länge konstante Querschnittsform aufweist,
daß ein in der Stützmatrize (5) geführter und gegen Federdruck zurückschiebbarer Führungszylinder (7) in Flucht zum Preßstempel (8) angeordnet und zur radialen Führung mit diesem formschlüssig verbindbar ist und
daß der Preßstempeldurchmesser (Rj) im Zahngrund
kleiner als der kleinste Innendurchmesser (R^)
des fertigen Werkstücks (1) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet,
daß der Preßstempel (8) eine Kernstange (8S^ aufweist, die in eine Ausnehmung (T A)des Führungszylinders
(7) eingreift.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen
eines zylindrischen ringförmigen Werkstückes mit an seinem Innenumfang angeordneten Zähnen, insbesondere
eines Kommutatorringes, der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.
Aus der GB-PS 6 77 779 ist bereits ein Verfahren zum Herstellen von Kommutatorringen aus Vollscheiben bekannt,
bei dem der scheibenförmige Rohling in ein napfförmiges Untergesenk eingelegt wird, dessen Umfangswände
die Außenform des fertigen Werkstücks bilden. Ein massiver Preßstempel, dessen Außenkontur der Innenform
des Kommutatorrings entspricht, wird mit hohem Druck auf den Rohling gepreßt, so daß dessen Material
in den zylindrischen profilierten Spalt zwischen der Außenwandung des Preßstempels und der Innenwandung
des Untergesenks fließt. Da der Preßstempe! die für Kommutatorringe notwendige komplizierte Außenkontur
mit hinterschnittenen Zähnen besitzt, ergeben sich beim Preßvorgang hohe Beanspruchungen der
Zähne und es treten Schwierigkeiten beim Lösen des Werkstückes vom Preßstempel auf, weil das Werkstückmaterial
im Grund der Zahnlücken des Preßstempels haftet. Zur Herstellung des fertigen Kommutatorringes
muß in einem besonderen Stanzvorgang der verbleibende Bodenrest des Rohlings vom Ringkörper getrennt
werden, was die Materialausbeute erheblich verringert.
Aus der US-PS 36 08 330 ist eine Vorrichtung zum
Herstellen eines Kommutaiorringcs ;ius Kupfer mit radialen
Innennuten bekannt, bei der von einem ringförmigen zylindrischen Rohling ausgegangen wird. Die
Vorrichtung enthalt eine Matrize, deren Außenkontur die äußere Form des fertigen Werkstückes bestimmt.
Diese Matrize liegt auf einer unteren Stützmatrize auf, die während eines Preßvorganges zumindest von einem
Teil des Preßstempels durchragt wird und den Preßstempel bei seiner Vorschubbewegung direkt führt
Durch eine in Axialrichtung abgestufte Ausbildung des Prcßstempels ergibt sich ein schrittweiser Fließvorgang
des Rohlings in radialer und in Umfangsrichtung. Da der Rohling ständig in engem Kontakt mit den Zähnen des
Preßstempels steht, unterliegen diese Zähne hohen Beanspruchungen, was einen .relativ frühzeitigen Verschleiß
oder Beschädigung zur Folge hat.
Aufgabe der Erfindung ist es, durch Verringerung der auf den Preßstempel beim Pressen und Lösen des Werkstückes
einwirkenden Beanspruchungen seine Lebensdauer zu verlängern und die Fertigungsproduktivität zu
steigern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird das Fließen und Verformen in einem einzigen Schritt durchgeführt, wodurch sich die
Herstellung der Werkstücke, insbesondere der eine kompliziert geformte Innenkontur aufweisenden Kommutatorringe,
vereinfacht. Während des Preßvorganges berührt der Rohling nicht den Grund der Zahnlücken
des Preßstempels, wodurch der Preßstempel in seinen empfindlichen Bereichen von dem hohen iVeßdruck geschützt
v.ird, was seine Lebensdauer erhöht und die Herstellung von Werkslücken mit hoher Präzision erjo
möglicht. Da während des Preßvorganges der Werkstoff des Rohlings praktisch nur in radialer bzw. in Umfangsrichtung
fließt und axiale plastische Verformungen nicht eintreten, wird auch ein Anhaften des verformten
Rohlings an den empfindlichen Bereichen der Preßstempcl-Verzahnung
praktisch ausgeschaltet.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Perspektivansicht eines fertigen Kommutatorringes;
Fig. 2 einen Rohling vordem Preßformen:
Fig. 3 einen Axialschnitt einer Preßformvorrichtung mit lose eingelegtem Rohling;
F i g. 4,5 Querschnitte IV-IV bzw. V-V in F i g. 3;
Fig. 6 die Vorrichtung nach Fig. 3 während eines
Preßformvorganges, wobei die Zahnform in einer Teilansicht dargestellt ist;
Fig. 7 einen Querschnitt VII-VII in !-"ig. 6;
Fig. 8 die Vorrichtung nach Fig. 3 am Ende des so Preßformvorganges,
Fig. 9 einen vergrößerten Ausschnitt des Rohlings mit den Fließerscheinungen beim Preßvorgang;
Fig. 10 einen vergrößerten Ausschnitt des Rohlings
bei Verwendung einer hohlzvlindrischen Matrize;
F i g. 11 einen vergrößerten Ausschnitt in F i g. 6 mit Darstellung der Zahnform in einer Teilansicht.
F i g. 11 einen vergrößerten Ausschnitt in F i g. 6 mit Darstellung der Zahnform in einer Teilansicht.
Fig. 1 zeigt einen Kommutatorring aus Kupfer mit
Zähnen (Schleifsegmentcn) 2 an seiner Innenwand. Die Zähne 2 entstehen durch Formen von Axialnuten 3 in
bo der Innenwand eines ringförmigen Rohlings 9, wobei
jede Axialnut 3 Nuten 3A in ihren Seitenwänden aufweist. Die Zähne 2 wechseln mit Wulsten 4 an der Außenfläche
des Kommutalorrings.
Gemäß Fig. 3 ist auf der Oberseite einer unteren
b5 Stützmalrize 5 mit Innenzähnen 54 eine Matrize 6 mit
Innennuten bA konzentrisch fest angeordnet. Die Innennuten
hA der Matrize 6 befinden sich radial außerhalb der Innenzähne HA der Stiiizmatrize 5.
liin Führungszylinder 7 ist unter l-'cdcrdruck in Richtung
des Pfeiles P in gleitender Passung zu den Innenzahnen SA der Stützmatri/.c 5 gehalten. Ein Preßstempel
8 weist Außenzähne SA von stoßkeilförmigem Querschnitt und eine Kernstange SB auf, die in eine
zylindrische Ausnehmung TA des Führungszylinders 7 eingreift. Der unbelastete Prcßste ':pel 8 ist über dem
Führungszylinder 7 mit einem Abstand g angeordnet, der kleiner als der Abstand g\ zwischen dem unteren
Ende der Kernstange 85 und dem Boden des H< hlraumes
7/4 Lx.
Der Radius R\ von der gemeinsamen Mittelachse zur
Spitze der Außenzähne SA des Preßsiempels 8 ist kleiner als der Radius Ri von der Mittelachse zum Boden
der Nuten 6,4 in der Matrize 6. Der Radius Rs von der
Achse zum Grund der Zahnlücken des Preßstempels 8 ist kleiner als der Radius /?4 der Matrize 5 von der Spitze
eines Zahns 5/4 zur Achse, der in etwa gleich dem Innenradius
/?ides Kommutators 1 ist.
Bei der beschriebenen Vorrichtung wird der Rohling
9 nach Fig. 2 in die Matrize 6 eingelegt, wobei sein Boden auf den Innenzähnen 5.4 der Stützmatrize 5 aufliegt.
Danach wird der Preßstempel 8 nach unten bewegt, wobei seine Kernst3nge SB in den Hohlraum 7.4 des
Führungszylinders 7 eindringt, bis der Spalt g zwischen dem Preßstempel 8 und dem Führungszylinder 7 Null
ist. Nach gegenseitiger Berührung bewegt sich die Kernstange SB zusammen mit dein Führungszylinder 7
gegen die auf diesen wirkende Federkraft P weiter nach abwärts (F i g. 6). Dabei dringen die Außenzähne SA des
Preßstempels 8 in die Innenwand des Rohlings 9 ein, dessen Material in den von der Matrize 6 und dem Preßstempel
8 begrenzten Raum fließt. Die bei der plastischen Verformung auftretenden Fließerscheinungen r>
des Rohlings sind in Fig. 9 gezeigt. Da der Radius R1,
(1. li. der Preßsiempcidurchmesscr im Zahngrund, kleiner
als der vorgewählte Radius R% d. h. als der kleinste
Innendurchmesser des fertigen Werkstücks I ist, verbleibt
am Grund der Zahnlücken des Preßstempeis 8 ein freier Zwischenraum 10. Der Rohling 9 wird von den
Preßslcmpel/ähnen SA plastisch in der Weise verformi.
dall ein Teil seines Materials in Richtung der Pfeile P, in den freien Zwischenraum 10 fließt, während ein anderer
Werkstoffteil in Richtung der Pfeile P2 in den Raum v>
zv. ischen der Spit/.e jedes Prellsteinpelzahiis 8.4 und der
Iniiennul 6.4 der Matrize 6 Hießt, ohne daß die Formen
übermaßig bebstet werden.
Das Prinzip der Erfindung soll noch anhand der F i g. lOerläutert werden. ^0
Der Raum 10 ist groß genug, daß der verdrängte Rohlings-Werkstoff den Preßstempel am lull seiner
Zähne SA nicht berührt. Daher wurden Druc:k- und Biegebeanspruchungen
im Fußbereich der Prcßstempel-/iihne SA vermieden und die An ,,itztcile der PreOstcm- ;
> pelzähne SA sind gegen Bruch geschützt.
Wie aus Fig. 11 in einzelnen ersichtlich, verbleibt
/wischen dem Radius R1 und dem Außenradius Rh des
Führungszylinders ein Spalt 1, der gröber ist als die Weile eider radialen plastischen Werkstoffverformung t>o
ist. Wenn die l'reßstempelzähne 8.4 gegen den Rohling
geprellt weiden, fließt Werkstoii in die Freirüume
entsprechend Jen l'ieilen /' Ivs ,im Li 1L- Wand der Inncn-
m und 111 Richtung der
Hohlräume bestimmt.
Während des Formvorganges wird der Führungszylinder 7 in der Stützmatrize 5 geführt und der Preßstempel
8 befindet sich im Eingriff mit dem Formzylinder 7, so daß der Spalt zwischen dtn zusammenwirkenden
Werkzeugteilen konstant bleibt und das Werkstück eine gleichmäßige Wandstärke erhält.
Wenn der Preßstempel 8 nach aufwärts herausgezogen wird, kommt er vom Führungszylinder 7 frei und es
bildet sich zwischen dem fertigen Werkstück und dem Preßstempel ein Freiraum, so daß das Werkstück beim
Herausziehen nicht beschädigt wird. Gleichzeitig mit dem Abziehen des Preßsiempels 8 wird der Führungszylinder 7 unter Federwirkung in seine Ausgangsstellung
nach oben getrieben. Sobald der Preßstempel 8 sich vom Fiihrungszylinder 7 gelöst hat, kann das fertige
Werkstück entnommen werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird der Rohling gleichzeitig nach innen und außen verformt.
Gemäß Fig. 10 kann diese plastische Verformung des
Rohlings auch nur entweder an der fnnenseite — oder an der Außenseite — erfolgen, wobei gleichgute Ergebnisse
erzielt werden.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können nicht nur Kommutatorringe, sondern auch komplexer
geformte Verzahnungen, z. B. Innen-Zahnkränze, hergestellt werden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
!iiilen <v>. dei \1
P'eiie /' n.u h Mi
hieihi Die Wcü
schen W ί-rksi' Ι
\ erh.ilints .Ie-.
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r Bodenraum übriirgerichteten plastientsprechend
dem /um Vol111r.cn der
Claims (1)
1. Vorrichtung zum Herstellen eines zylindrischen ringförmigen Werkstückes mit an seinem Innenumfang
angeordneten Zähnen, insbesondere eines Kommutatorringes, bestehend
— aus einem die Innenform der Werkstücke erzeugenden
außengezahnten Preßstempel,
— aus einer die Außenform der Werkstücke erzeugenden Matrize und
— aus einer weiteren, der Matrize in °reßrichtung
nachgeordneten innengezahnten Stützmatrize als Werkstückauflage, die eine radiale Preßstempelführung
darstellt,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2544325A DE2544325C2 (de) | 1975-10-03 | 1975-10-03 | Vorrichtung zum Herstellen eines zylindrischen ringförmigen Werkstückes mit an seinem Innenumfang angeordneten Zähnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2544325A DE2544325C2 (de) | 1975-10-03 | 1975-10-03 | Vorrichtung zum Herstellen eines zylindrischen ringförmigen Werkstückes mit an seinem Innenumfang angeordneten Zähnen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2544325A1 DE2544325A1 (de) | 1977-04-14 |
| DE2544325C2 true DE2544325C2 (de) | 1985-01-31 |
Family
ID=5958241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2544325A Expired DE2544325C2 (de) | 1975-10-03 | 1975-10-03 | Vorrichtung zum Herstellen eines zylindrischen ringförmigen Werkstückes mit an seinem Innenumfang angeordneten Zähnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2544325C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3823844A1 (de) * | 1988-07-14 | 1990-01-18 | Kautt & Bux Kg | Kommutator fuer elektrische maschinen und verfahren zu seiner herstellung |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1975
- 1975-10-03 DE DE2544325A patent/DE2544325C2/de not_active Expired
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| DE3823844A1 (de) * | 1988-07-14 | 1990-01-18 | Kautt & Bux Kg | Kommutator fuer elektrische maschinen und verfahren zu seiner herstellung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2544325A1 (de) | 1977-04-14 |
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Legal Events
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