DE25358C - Drehbare Bodenplatte bei Feuerungen - Google Patents
Drehbare Bodenplatte bei FeuerungenInfo
- Publication number
- DE25358C DE25358C DENDAT25358D DE25358DA DE25358C DE 25358 C DE25358 C DE 25358C DE NDAT25358 D DENDAT25358 D DE NDAT25358D DE 25358D A DE25358D A DE 25358DA DE 25358 C DE25358 C DE 25358C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fuel
- combustion
- furnaces
- base plate
- rotatable base
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23H—GRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
- F23H13/00—Grates not covered by any of groups F23H1/00-F23H11/00
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23H—GRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
- F23H2700/00—Grates characterised by special features or applications
- F23H2700/001—Grates specially adapted for steam boilers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Solid-Fuel Combustion (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Bei der in beiliegender Zeichnung in drei Beispielen dargestellten Feuerung findet die Verkokung
und Verbrennung des Brennmaterials in einem nur nach den Feuerzügen offenen Räume
statt und erfolgt die Zuführung der Verbrennungsluft oberhalb der brennenden Fläche. Die
Verbrennung geht daher abweichend von den bisherigen Feuerungsanlagen nur an der Oberfläche
vor sich. Die dem Brennmaterial entweichenden Gase müssen stets die brennende Fläche passiren, ehe sie sich mit der Verbrennungsluft
vereinigen. Infolge der hohen Temperatur, welche dieselben dadurch annehmen, wird eine sehr vollkommene Verbrennung herbeigeführt.
Der Luftzutritt ist ein viel gleichmäfsigerer als bei Rostfeuerungen und kann
bequem so regulirt werden, dafs keine unverbrannten Gase durch den Schornstein entweichen.
Die Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung zeigen eine solche Feuerung für einen Röhrenkessel,
die Fig. 3 und 4 für einen Flammrohrkessel und die Fig. 5, 6 und 7 eine Anordnung
als Innenfeuerung.
Das Brennmaterial B wird von oben in einen nur nach dem Feuerkanal offenen Brennraum A
ein- bezw. nachgefüllt und ruht dasselbe auf einer dichten, d. i. nicht mit Rostspalten versehenen
Platte /. Theils kann dasselbe auch von der Vorderwand g getragen werden, wenn
diese, wie in Fig. 1 und 3, schräg gestellt ist. α bezeichnet eine Oeffnung, durch welche Asche
und Schlacken in den Aschenfall gelangen, b ist die Eintrittsöffnung für die Verbrennungsluft,
c c sind Kanäle zu beiden Seiten des Brennraumes, d ist ein Kanal über der Gewölbedecke
des letzteren. Diese Kanäle C und d durchstreicht die Verbrennungsluft, wird darin vorgewärmt
und gelangt durch eine Anzahl in der Gewölbedecke angebrachter Oeffhungen in den
Brennraum A.
Soll die Feuerung in Betrieb gesetzt werden, so wird die Oeffnung α zum Aschenfall durch
Füllung mit Asche oder dergleichen so weit geschlossen, dafs nur noch ein geringer Luftzutritt
durch dieselbe erfolgen kann. Darauf werden Holzspäne vor dem Brennmaterial angezündet
und letzteres allmälig nachgefüllt. Ist die durch diese Art der Entzündung eingeleitete Verbrennung
auf der Oberfläche in hinreichendem Mafse erfolgt, so wird der Aschenfall vollkommen verstopft,
so dafs die auf dem angegebenen Wege vorgewärmte Verbrennungsluft dann nur von oben in den Brennraum treten kann.
Der Verbrennungsprocefs gestaltet sich nun folgendermafsen: Während der mit der Verbrennungsluft
zugeführte Sauerstoff an und vor der Oberfläche des Brennmaterials vollständig absorbirt wird, wirken die Wärmestrahlung und
Wärmeleitung auf die unteren bezw. hinteren Schichten des Brennmaterials und verursachen
dadurch eine trockene Destillation des letzteren. Die Destillationsproducte passiren die glühende
Schicht an der Oberfläche, erhitzen sich sehr stark und verbrennen vor derselben.
Alle den Verbrennungsprocefs störenden Einflüsse durch Aufwerfen von neuem Brennmaterial
und Zuführung von kalter Luft beim Oeffnen der sonst erforderlichen Feuerthüren werden
bei der beschriebenen Feuerung vollständig vermieden.
Die Vorrückung des von oben nachgefüllten Brennmaterials gegen den Brennraum vollzieht
sich in folgender Weise: Das Brennmaterial an der Oberfläche dehnt sich stärker ans als das
dahinter liegende, wird daher auch einen gröfseren Druck auf die Seitenwände des Brennraumes
ausüben und folglich eine stärkere Reibung zwischen sich und den Wänden hervorrufen,
als dies bei den kälteren Schichten der Fall ist. Letztere werden somit leichter nachfallen
als die brennende Schicht, und erst nachdem diese so weit verbrannt ist, dafs der Rückhalt
durch Reibung aufgehört hat, gegen den Brennraum vorrücken bezw. an die Oberfläche
treten, und zwar in dem Mafse, als die Verbrennung vor sich geht.
Die beschriebene Feuerung bildet eine Art Gasfeuerung, bei welcher die Entgasung des
Brennmaterials fast kostenfrei erfolgt, indem diejenige Wärme, welche bei anderen Feuerungen
von den Umfassungswänden des Entgasungsraumes absorbirt wird, fast vollständig an den
Brennstoff selbst abgegeben und zur Destillation benutzt wird.
Die Zuführung der Verbrennungsluft durch die Oeffhungen b und Kanäle c d kann nach
Erfordernifs durch entsprechende Stellung der Jalousiethür e oder in sonst geeigneter Weise
regulirt werden.
Uebrigens bedarf die Luft nicht nothwendigerweise der Vorwärmung und könnte dieselbe
daher auch auf anderem Wege als durch die Kanäle c Und d den Oeffhungen in der Gewölbedecke
zugeführt werden.
Um vorkommendenfalls das Brennmaterial schnell aus dem Feuerraum entfernen zu können,
ist die Bodenplatte/ beweglich angeordnet, und zwar am einfachsten um eine Achse drehbar,
so dafs dieselbe nach Lösung der Haltung derselben (Riegel, Hebel oder dergleichen) umklappt
und das Brennmaterial zum grofsen Theil selbstthätig aus dem Schacht und dem Brennraum
heraustreten läfst.
Allerdings wird durch die in der Oeffhung a liegende Aschen- und Schlackenschicht, sowie
bei der Anordnung mit drehbarer Platte / an den Seiten der letzteren leicht etwas Luft von
unten in die Kohlenschicht eindringen, doch kann dieser Umstand der Anlage nicht den
Charakter der rostlosen Feuerung nehmen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei Feuerungen die Anwendung einer um eine Achse drehbaren, nicht rostartig durchbrochenen Bodenplatte /.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25358C true DE25358C (de) |
Family
ID=301808
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25358D Active DE25358C (de) | Drehbare Bodenplatte bei Feuerungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25358C (de) |
-
0
- DE DENDAT25358D patent/DE25358C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0482306B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verfeuern von Holzschnitzeln und Holzspänen unter Bildung schadstoffarmer Abgase bei gleitend regelbarer Feuerungsleistung | |
| DE25358C (de) | Drehbare Bodenplatte bei Feuerungen | |
| AT397554B (de) | Vorrichtung zum verbrennen fester brennstoffe, insbesondere holz | |
| EP0352473A2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Elektroden aus Kohlenstoff | |
| DE3543424A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von gas | |
| DE82409C (de) | ||
| DE894742C (de) | Feuerungseinrichtung fuer feste Brennstoffe | |
| DE142845C (de) | ||
| DE138168C (de) | ||
| DE380765C (de) | Muldenrostfeuerung mit Verbindungskanaelen im Mauerwerk zwischen den Fuellschaechten und dem Verbrennungsraum | |
| DE16560C (de) | Neuerungen an Oefen zum Brennen von Thonwaaren, Kalk und Cement | |
| DE19987C (de) | Neuerungen in der Erzeugung von Wassergas und den dabei angewendeten Apparaten | |
| DE105065C (de) | ||
| DE26248C (de) | Mantelofen zur Gewinnung der Oxyde des Calciums, Bariums, Strontiums und Magnesiums und von reiner Kohlensäure oder Schwefelwasserstoffgas aus den entsprechenden Karbonaten Qder Pyriten | |
| DE126293C (de) | ||
| DE288806C (de) | ||
| DE74379C (de) | Feuerungsanlage | |
| DE74368C (de) | Feuerungsanlage mit nach unten schlagender Flamme | |
| DE19791C (de) | Konstruktion eines Blaudämpfofens, bei welchem das Garbrennen und Dämpfen mittelst Generatorgases bewirkt wird | |
| DE468252C (de) | Ziegelringofen mit doppelten Trennwaenden zwischen den Brennkammern und in verschiedenen Hoehen angeordneten Roststaeben | |
| DE43157C (de) | Neuerung an Füllöfen | |
| DE3546720C2 (en) | Natural draught furnace for heating boilers etc. | |
| DE86685C (de) | ||
| DE164571C (de) | ||
| DE503805C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Beheizung von Leichenverbrennungsoefen mit Leuchtgas und anderen gasfoermigen Brennstoffen |