DE2534940B2 - Thermoplastische Heißschmelzmasse - Google Patents

Thermoplastische Heißschmelzmasse

Info

Publication number
DE2534940B2
DE2534940B2 DE19752534940 DE2534940A DE2534940B2 DE 2534940 B2 DE2534940 B2 DE 2534940B2 DE 19752534940 DE19752534940 DE 19752534940 DE 2534940 A DE2534940 A DE 2534940A DE 2534940 B2 DE2534940 B2 DE 2534940B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
weight
hot melt
wax
urea
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19752534940
Other languages
English (en)
Other versions
DE2534940A1 (de
DE2534940C3 (de
Inventor
Fred Burow Euclid Ohio Speyer (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Northrop Grumman Space and Mission Systems Corp
Original Assignee
TRW Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TRW Inc filed Critical TRW Inc
Priority to DE19752534940 priority Critical patent/DE2534940C3/de
Publication of DE2534940A1 publication Critical patent/DE2534940A1/de
Publication of DE2534940B2 publication Critical patent/DE2534940B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2534940C3 publication Critical patent/DE2534940C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/20Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08L61/32Modified amine-aldehyde condensates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/40Chemically modified polycondensates
    • C08G12/44Chemically modified polycondensates by esterifying

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft thermoplastische Heißschmelzmassen mit überlegenen physikalischen Eigenschaften für das Gießen, Einkapseln, Strangpressen oder Spritzen.
Thermoplastische Heißschmelzmassen finden vielseitige technische Verwendung, z. B. in Klebverbindungen, für dekorative und Schutzüberzüge, zum Gießen, Einkapseln, zur Herstellung von Schichtgebilden und bei Formverfahren. Solche Heißschmelzmassen können aus nur einem einzigen Bestandteil, wie Wachs, z. B. Bienenwachs, einem Harz, z. B. CoI-lophonium, oder einem Polymerisat, z. B. Polystyrol, oder aus Mischungen der verschiedensten organischen Stoffe bestehen.
Heißschmelzmassen wurden auch zur Befestigung von Matrizen und als Modellmaterial zur Herstellung von Formen für den Investment- oder Präzisionsguß verwendet. Bei Verwendung auf diesen beiden Gebieten müssen die Heißschmelzmassen sehr spezifische Eigenschaftskombinationen aufweisen, welche sie von anderen Arten von Heißschmelzmassen scharf unterscheiden. Allgemein müssen sie sehr niedrige Schmelzviskositäten bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen, die mit ihrem Erweichungsbereich fast zusammenfallen, besitzen.
Bisher drehte sich der Stand der Technik in bezug auf eine Matrixbefestigung weitgehend um die Verwendung niedrigschmelzender Metallegierungen mit geregelten Schrumpfeigenschaften. Diese niedrigschmelzenden Legierungen erheben eine Matrix zur Halterung einer großen Vielzahl von Metallteilen zum Bohren, Schleifen oder Läppen, Walzen und Drehen. Bestimmte Metallegierungen, in denen Wismut oder Antimon enthalten sind, ergeben geschmolzene Metallegierungen, die sich bei der Erstarrung ausdehnen und somit ausgezeichnete Vervielfältigung und Reproduktion ergeben. Die Verwendung solcher Legierungen ist jedoch in gewisser Beziehung beschränkt. So bietet das Gewicht dieser Legierungen bei der Halterung großer Teile ein Bearbeitungsproblem und ihre hohen Kosten erfordern einen erfinderischen Aufwand, da jeglicher Verlust an der Legierung während der Bearbeitung einen wirtschaftlichen Nachteil bedeutet. Ferner sind durch Wismut-, Cadmium-, Blei- und Zinngehalte dieser Legierungen verursachte Verunreinigungen äußerst nachteilig für die Befestigung von Teilen von Düsenmaschinen, insbesondere vor solchen aus teuren Superlegierungen.
Damit eine Matrix ein wirksames Befestigungsma· terial für die Beschaufelung eines Strahltriebwerks bildet, muß das Material der Matrix, wie allgemeir anerkannt ist, bestimmte physikalische Eigenschafter besitzen. Einmal soll das Material eine etwa der vor Blei entsprechende Steifigkeit besitzen. Es soll vergießbar sein und eine Erstarrungszeit von etwa 2 Minuten besitzen. Das Schrumpfen und die Ausbildung von Hohlräumen soll ein Minimum betragen. Das Matrixmaterial muß 6 bis 8 Wochen abmessungsstabi sein und eine gute Verhaftung mit der Schaufel ergeben. Es muß verhältnismäßig ungiftig, billig und wieder verwendbar sein. Seine Lagerungsbeständigkeii soll mehr als 3 Monate betragen. Wenn es nacheinander vergossen wird, soll es gute Kohäsionseigenschaften zeigen. Es muß ohne Beschädigung der Teile leichi entfernbar sein. Es soll in Maschinenkühlmitteln, z. B. stark schwefelhaltigen ölen, bei Temperaturen vor 60° C nicht merklich löslich sein. Ferner soll das Befestigungsmaterial oder sein Rückstand für Teile odei Überzüge der Strahltriebwerksschaufel bis zu Temperaturen von etwa 1093° C nicht korrodierend sein, Gleich strenge Anforderungen bestehen für Massen, die sich als Modellmaterial zur Herstellung vor Investment- oder Präzisionsgußformen eignen. Wie dem Fachmann bekannt ist, wird bei der Herstellung der Form ein verlorenes Modell verwendet, das üblicherweise durch Spritzguß in einer Modellform erhalten wird. Nach Herstellung des Modells wird dieses anschließend mit aufeinanderfolgenden Schichten aus hochschmelzenden Teilchen überzogen, wobei zwisehen Schichten aus sehr feinkörnigen Teilchen und verhältnismäßig groben oder Stucco-Schichten abgewechselt wird. Wenn eine ausreichende Anzahl Schichten aufgebaut wurde, wird das verlorene odei Einwegmodell herausgebrannt oder mittels Wasserdampf im Autoklaven oder auf ähnliche Weise entfernt und zurück bleibt eine verhältnismäßig starre, jedoch immer noch ziemlich durchlässige Präzisionsgußform mit einer glatten Oberfläche.
Die Wahl eines geeigneten Modellmaterials ist füi die Gesamtherstellung der Präszisionsgußform vor wesentlicher Bedeutung. Einige der vielen Eigenschaften, die für jedes Modellmaterial beachtlich sind, sind:
(1) sein Aschegehalt,
(2) die Erzeugung einer geeigneten Oberflächenbeschaffenheit,
(3) Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Primärüberzug, sowie den in den verwendeten Aufschlämmungen enthaltenen Bindemitteln und Trägern,
(4) das Fehlen einer Gummibildung in der Spritzgußmaschine,
(5) eine niedrige Viskosität bei niedrigen Schmelztemperaturen,
(6) geeignete Festigkeit, und zwar sowohl Zug- als auch Schlagfestigkeit,
(7) eine geeignete Übergangstemperatur vom duktilen in den spröden Zustand,
(8) ein geeigneter Erstarrungs-Temperaturbereich, b5 (9) Oxidationsbeständigkeit,
(10) Benetzbarkeit,
(U) seine Naßfestigkeit oder Adhäsionskraft, so daß Modeile miteinander verbunden und das Model!
an einen geeigneten Gießtrichter angeschlossen werden kann,
(12) geeignete Wärnieausdehnungskoeffizienten und Schrumpfung,
(13) geeignete Härte,
(14) geeignete Erweichungstemperaturen,
(15) Ungültigkeit.
Außer den vorstehend aufgezählten physikalischen Eigenschaften soll das Modellmaterial aus wirtschaftlichen Gründen nach üblichen Wiedergewinnungsme- ι ο thoden regenerierbar sein und aus verhältnismäßig billigen, handelsüblichen Stoffen bestehen.
Die Erfindung erfüllt die vorstehend aufgeführten Bedingungen.
Die erfindungsgeniäße Heißschmelzmasse besteht aus dem durch Erwärmen von Mcaomethylolbarnstoff und mindestens einer flüssigen oder geschmolzenen Fettsäure mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen gebildeten Kondensat, einem Kohlenwasserstoffharz, einem Wachs und/oder einem anorganischen Füllstoff.
Die besonders bevorzugten Fettsäuren sind die mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen pro Molekül, z. B. ein Gemisch aus Palmitin-und Stearinsäure. Das Kohlenwasserstoffharz ist z. B. ein vernetztes Polyolefinharz, ein oder mehrere Vinylcopolymerisate, und das Wachs kann ein natürliches oder synthetisches sein.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Massen als Modellmaterial werden sie zweckmäßig mit einem Versteifungsmittel, z. B. Äthylzellulose, kombiniert.
Der Chemismus von Harnstoff-Formaldehydkondensationsprodukten ist im Lauf der Jahre ausgiebig erforscht worden. 21wei kristalline Verbindungen, nämlich Monomethylolharnstoff und Dimethylolharnstoff, wurden aus dem ReaktionsprodukE von Harnstoff mit Formaldehyd in einer alkalischen Lösung isoliert. Unter alkalischen Bedingungen bildet Monomethylolharnstoff beim Erhitzen wasserlösliche Kondensationsprodukte. Bei Dimethylolharnstoff erfolgt eine Vernetzung und man erhält ein unlösliches, unschmelzbares Produkt. Bei der Kondensation gemäß der Erfindung wird die Harnstoff-Formaldehydkondensationsreaktion durch Veresterung mit einer Fettsäure angehalten, so daß man einen bei Raumtemperatur starren Feststoff erhält, der bei erhöhten Temperaturen leicht in eine fließfähige Schmelze übergeht. Die Eigenschaften dieses harzartigen Reaktionsprodukts werden in gewünschte Weise durch die Kombination des Kondensationsprodukts mit dem Kohlenwasserstoffharz, dem Wachs und/oder Füllstoff variiert. Die Reaktion kann durch die Wahl solcher Harze erleichtert werden, die nach dem Schmelzen bei erhöhten Temperaturen als verträgliche Lösungsmittel dienen, in welchen die chemischen Reaktionsteilnehmer vor einer zu starken Vernetzung und sich daraus ergebenden Wärmehärtung einen Kettenabbruch erfahren.
Das Kondensat kann durch Zusatz von Harnstoff und Formaldehyd, die dann in der Wärme eine Reaktion eingehen, zu einer flüssigen oder geschmolzenen Fettsäure (vorzugsweise in einem geschmolzenen solvatisierenden Medium) hergestellt weden. Die zu einer Wärmehärtung führende Polymerisation des Kondensationsprodukts wird durch Veresterung der Methylolgruppe mit der Fettsäure sowie durch An-Wendung etwa äquimolarer Anteile an Fomaldehyd und Harnstoff blockiert.
Eine bevorzugte Zusammensetzung der Kondensatkomponente in erfindungsgemäßen Heißschmelzmassen sowohl für Befestigungszwecke als auch für Modellmaterial ist die folgende:
Fettsäuren 20 bis 100 Gewichtsteile
Formaldehyd (100%) 10 bis 30 Gewichtsteile
Harnstoff 20 bis 40 Gewichtsteile
Obwohl verschiedene Arten von Formaldehydlösungen zur Herstellung der erfindungsgemäßen Massen verwendet werden können, hat sich doch die Einführung von so wenig wie möglich flüchtigen Stoffen, z. B. Wasser, Alkohol od. dgl., als am günstigsten erwiesen und aus diesem Grund wird ein handelsübliches Konzentrat, im folgenden »85 %iges Konzentrat« genannt, bestehend aus einer klaren, farblosen, leicht viskosen Flüssigkeit, die 60% Formaldehyd und 25% Harnstoff in einem Molverhältnis von 4,8:1,0 enthält, bevorzugt. Es ist verhältnismäßig nicht-flüchtig und besitzt einen niedrigeren Dampfdruck als üblicherweise verwendete Formaldehydlösungen bei entsprechenden Temperaturen. Es verhält sich wie eine Mischung aus Methylolharnstoffen und Formaldehyd und enthält kein verharztes Material.
In dieses Konzentrat wird so viel zusätzlicher Harnstoff eingeführt, daß die Bildung des wärmehärtenden Dimethylolharnstoffpoiymerisationsprodukts blokkiert wird. Jeder wenig veraschende Harnstoff kann verwendet werden, z. B. der durch Sprühtrocknung in Form vom Mikrokriställchen erhaltene. Mikrokriställchen können ohne Verklumpfung bei hohen Raumfeuchtigkeiten gelagert werden und sind auch fein genug, um leicht in dem Formaldehyd-Harnstoffkonzentrat in Lösung zu gehen. Der Zusatz kleiner Mengen Wasser zu den Mikrokristallen vor ihrer Zugabe zu dem Konzentrat setzt die Lösungszeit herab. Wie vorstehend bemerkt, beträgt das Molverhältnis von Formaldehyd zu Harnstoff etwa 1:1. Unter dieser Bedingung entsteht überwiegend Monomethylolharnstoff. Jede Bildung von Dimethylolharnstoff kann durch Aufrechterhaltung eines basischen pH-Werts unterdrückt werden, weshalb es sich empfiehlt, kleinere Mengen eines alkalisch wirkenden Stoffs, z. B. Triäthylolamin, zuzugeben, um die Stabilität der Harnstoff-Formaldehydlösung vor ihrer Einbringung in die die Fettsäure enthaltende Schmelze zu verlängern. Der Zusatz von Alkohol, z. B. Methylalkohol, verlängert ebenfalls die Stabilitätszeit.
Der Polymerisationsgrad wird durch die Reaktionsfähigkeit der Fettsäure mit dem Harnstoff-Formaldehydreaktionsprodukt beeinflußt. Obwohl viele Arten von Fettsäuren verwendet werden können, sind doch gesättigte Fettsäuren, z. B. solche mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen (Stearin- oder Palmitinsäure) oder Mischungen derselben besonders bevorzugt. Binäre Mischungen aus Stearin- und Palmitinsäure, die nur kleine Mengen anderer Fettsäuren enthalten, können zur Erzielung bestimmter Bereiche der Schrumpfung, des Titers, des spezifischen Gewichts und der Härte verwendet werden. Sowohl Schmelzen für Befestigungen als auch Schmelzen für Modelle erfordern vorherbestimmte Schrumpfeigenschaften. Eine bevorzugte Zusammensetzung für Modellschmelzen erhält man bei Verwendung einer binären Mischung aus etwa 80 Gewichtsprozent Stearinsäure und 20 Gewichtsprozent Palmitinsäure. Für Schmelzen für Befestigungen beträgt das entsprechende bevorzugte Verhältnis von Stearinsäure zu Palmitinsäure 40 zu 60. In jedem Falle sollen etwa 4 Mol des Μοηυ-methylharnstoffs auf 1 Mol Fettsäuren, 2. B. das vor-
stehend erwähnte Gemisch aus Stearin- und Palmitinsäure, zur Anwendung kommen.
Die niedrige Schmelzviskosität und die gute mechanische Festigkeit in der Heißschinelzmasse erzielt man durch Vermischen mit dem Kohlenwasserstoffharz und dem Wachs. Die für Befestigungen bestimmten Schmelzen werden vorzugsweise durch Verwendung von Harzwachsen und dem Zusatz von flexiblen Polymerisaten und anorganischen Füllstoffen verbessert. Für Modellschmelzen eignen sich am besten als Zusatz Zellulosederivate und Petroleumwachse.
Geeignete Kohlenwasserstoff harze sind z. B. CoI-lophonium, Collophoniumester, Phenolharze, Terpen-Phenolharzs, Polyindene, Kumaron-Indenharze, Alkydharze u.dgl. Zur Verwendung in der Schmelze geeignete flexible Polymerisate sind z. B. Polyvinylacetat und Styrol-Butadienpolymerisat. Geeignete Wachse sind Candelillawachs, einige paraffinische und mikrokristalline Wachse, Amidwach^e, z. B. Fettsäureamide, Diiamide und deren Substitutionsprodukte, sowie Glycol- und Glycerin-Hydroxystearatwachse. Wenn eine Verunreinigung bei hoher Temperatur keine Rolle spielt, kann Kieselsäure als Füllstoff zugegeben werden.
Im Fall von Modellschmelzen kann man anstelle von oder zusätzlich zu den Fettsäuren Fettalkohole und Hydroxystearinsäure verwenden. Außer den bevorzugten Äthylzellulosederivaten kann auch Hydroxypropylzelliulose verwendet werden. Der Wachsbestandteil deir Modellschmelze kann ein paraffinisches und/oder ein mikrokristallines Wachs sowie fast jedes der kohlenwasserstofflöslichen synthetischen und natürlichen Wachse sein.
Für als Befestigungen dienende Schmelzen verwendet marii bevorzugt auf jeweils 100 Gewichtsteile des Kondensats folgende Bestandteile:
50-150 Teile eines Kohlenwasserstoffharzes
(z. B. ein vernetztes, polyolefinisches Harz)
5- 20 Teile eines flexiblen Polymerisats
10- 40 Teile Wachs
50-350 Teile anorganischer Füllstoff.
Im Fall der Modellschmelzen werden die folgenden Anteile auf jeweils 100 Gewichtsteile des Kondensats + Kohlenwasserstoffharz empfohlen:
1- 15 Teile Zellulosederivat (z. B. Äthylzellulose)
1- 40 Teile Wachs.
Die folgenden spezifischen Beispiele erläutern erfindungsgemiäße Zusammensetzungen.
Beispiel 1
Eine Heißschmeizmasse für eine Befestigung wurde aus vier Fraktionen hergestellt. Die erste Fraktion bestand aus 85 Gewichtsteilen Fettsäure und 110 Gewichtsteilen eines Kohlenwasserstoffharzes. Die Fettsäuren bestanden aus einem Gemisch von etw 53% Palmitinsäure, 42% Stearinsäure, 2,5% Myristinsäure, 2,0% Margarinsäure und 0,5% Pentadecylsäure. Das Kohlenwasserstoffharz stammte aus der Polymerisation der bei der Erdölkrackung angefallenen olefinischen Fraktionen, wobei die Olefinbindungen während der Polymerisation durch Vernetzung nahe vollständig aufgehoben wurden. Das Harz besaß einen Erweichungspunkt nach dem Kugel-und Ririgtest von 140° C, eine Schmelzviskosität von 1 Poise bei 222° C und eine Jodzahl von 33.
Die erste Fraktion wurde durch Zusammenschmelzen der Bestandteile bei etwa 177° C erhalten. Diese erste Fraktion wurde mit einer zweiten Fraktion vereinigt, die aus 20 Gewichtsteilen Harnstoff, 10 Gewichtsteilen Methylalkohol, 30 Gewichtsteilen des vorstehend genannten 85%igen Konzentrats und 5 Gewichtsteilen Triethanolamin bestand. Die zweite
ίο Fraktion wurde bei Raumtemperatur hergestellt und mit der ersten bei Temperaturen zwischen 149 und 121° C vereinigt.
Eine dritte Fraktion bestand aus einer Mischung von 10 Gewichtsteilen eines Vinylpolymerisats und 30 Gewichtsteilen Wachs. Das gewählte Polymerisat war ein Copolymerisat aus Äthylen und Vinylacetat mit einem Vinylacetatanteil von 18% und einem Schmelzindex von 500 g Durchfluß pro 10 Minuten, einem Erweichungspunkt nach dem Kugel- und Ringtest von 88 ° C, einer Shore-Härte von 79, einer Zugfestigkeit von 29,5 kg/cm2 und einem Elastizitätsmodul von 141 kg/cm2. Das verwendete Wachs war ein Hartwachs, z. B. Glyceryl-tri-12-hydroxystearat mit einem Schmelzpunkt von 87° C und einer Schmelzviskosität von 0,24 Poisen bei 93° C. Diese dritte Fraktion wurde mit den zuvor gemischten Fraktionen bei etwa 121° C vereinigt.
Die vierte Fraktion bestand aus einem Füllstoff, und zwar tafelförmigem Aluminiumoxyd mit einer Teilchengröße von unter 325 Mesh in einer Menge von 265 Gewichtsteilen. Wenn eine Metallverunreinigung bei hoher Temperatur nicht störend ist, können andere Füllstoffe, z. B. gefälltes Kaliumcarbonat, mit ähnlicher Teilchengröße verwendet werden. Die aus dem anorganischen Füllstoff bestehende Fraktion wurde bei Temperaturen von etwa 121 bis 93° C zugegeben und man ließ die ganze Schmelze erstarren. Die Gießtemperatur der Schmelze lag zwischen 77 und 82° C. Änderungen der Art und der Anteile der Bestandteile können natürlich die Eigenschaften und die Gießtemperatur verändern.
Beispiel 2
Diese Zusammensetzung soll als Schmelzmasse für ein Modell dienen. Eine erste Fraktion wurde aus 40 Gewichtsteilen Fettsäuren und 10 Gewichtsteilen Äthylzellulose unter Vereinigung dieser Bestandteile bei einer Temperatur von etwa 150 ° C hergestellt. Das gewählte Fettsäuregemisch war so, daß es eine
so Schrumpfung ergab, die auf diejenige der verwendeten Formen abgestimmt war. Das Fettsäuregemisch bestand aus etwa 75% Stearinsäure, 23% Palmitinsäure und 2% Myristinsäure.
Die Äthyllzellulose ergibt eine Versteifung des Modells und es erwies sich, daß sie auch eine Phasentrennung von wasserlöslichen und nicht-wasserlöslichen Bestandteilen während der Anfangsstadien der Harnstoff-Formaldehydkondensation verhinderte. Die bevorzugte Äthylzellulose besitzt einen Äthoxylgehalt zwischen 47,5 und 49,0%. Der Grad der Substitution von Äthoxylgruppen durch Anhydroglucoseeinheiten beträgt zwischen 2,42 und 2,53. Eine .liedrigviskose Äthylzellulose ist besonders bevorzugt. Der Zusatz von Antioxidationsmitteln kann zur Verhinderung einer Verschlechterung von Äthylzellulose enthaltenden Heißschmelzen bei hohen Temperaturen dienen. Ein solches Antioxidationsmittel ist BHT (2,6-ditert.-Butylparakresol).
Diese erste Fraktion versetzte man mit einer zweiten Fraktion, die 25 Gewichtsteile Harnstoff und 30 Gewichtsteile des 85%igen Konzentrats enthielt. Diese Fraktion kann auch noch kleine Mengen Wasser, Methanol oder alkalische Katalysatoren enthalten. Das Konzentrat wurde dem Harnstoff bei Raumtemperatur zugegeben und die Vereinigung mit der ersten Fraktion erfolgte bei einer Temperatur von etwa 93 bis 150° C zur Ingangsetzung der Kondensationsreaktion.
Schließlich wurde Wachs in einer Menge von 25 Gewichtsteilen bei einer Temperatur von 150 bis 93° C zugegeben. In dieser Zusammensetzung kann jedes mit Kohlenwasserstoff verträgliche Wachs verwendet werden. Das in diesem Beispiel verwendete Wachs enthielt nach der Ziegler-Polymerisation von hochreinem Äthylen erhaltene Alpha-Olefine. Dieser besondere Wachstyp besaß ein Maximum von 28% Kohlenwasserstoffketten mit 28 oder weniger Kohlenstoffatomen und eine Minimum von 72% Ketten mit 30 oder mehr Kohlenstoffatomen. Der Schmelzbereich dieses Wachses betrug zwischen 63 und 74° C. Die Viskosität bei 99° C betrug 8,0 bis 10,0 Zentistokes und das Material besaß einen Flammpunkt von 266° C.
Die Eigenschaften einer nach diesem Beispiel erhaltenen, für ein Modell geeigneten Zusammensetzung sind in der folgenden Tabelle angegeben:
Erweichungspunkt nach der Ball- und
-Ringmethode 62,2° C
Harie-Nadelpenetrometer
450 g/5 Sekundcn/25i:· C 0,7 mm
Durchbiegung (12,7 X 2,54 X 0,32 cm
Stab) 400 g/10 Sekunden/25 ° C 0,023 cm
Durchhängung (20,3 X 2,54 X 0,32 cm
Stab) (Og./48 Stunden/25 ° C) 0,030 cm
Spannungsbruch (12,7 X 2,54 X 0,64 cm
Stab) 7,6 cm Spannweite/0,0127 cm/
Sekunde 6,8 kg
Beispiel 3
Eine Befestigungsschmelzc mit einer Vergießtemperatur von 1 K) bis 127 0C wurde hergestellt. Die erste Fraktion bestand aus 85 Gewichtsteilen Fettsäuren und 130 Gewichtsteilen eines Kohlenwasserstotfhar-
ir> zes. Die zweite Fraktion enthielt 20 Gewichtsteile Harnstoff, 10 Gewichtsteile einer Wasser-Methanollösung, 30 Teile 85%iges Konzentrat und 5 Teile Triäthanolamin. Die dritte Fraktion bestand aus 20 Gewichtsteilen eines Äthylen-Vinylacetat-Copolymerisats. Eine vierte Fraktion bestand aus 310 Gewichtsteilen Aluminiumoxydpulver. Diese vier Fraktionen wurden wie in den vorhergehenden Beispielen zur Herstellung einer zufriedenstellenden Befestigungsschmelze vereinigt.
Natürlich werden die erfindungsgemäßen Heißschmelzmassen bei Verwendung als Befestigungsmaterial in üblicher Weise verwendet, indem bestimmte Stellen der vorher in einem Metall-Matrixkasten eingespannten Vorrichtung mit der geschmolzenen
jo Masse bedeckt werden, wobei die erstarrte Schmelze dann die Vorrichtung in dem Matrixkasten so festhält, daß er während der anschließenden mechanischer Bearbeitung geschützt ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    !.Thermoplastische Heißschmelzmasse, bestehend aus dem durch Erwärmen von Monomethylolhatrnstoff und mindestens einer flüssigen oder geschmolzenen Fettsäure mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen gebildeten Kondensat, einem Kohlenwasserstoffharz, einem Wachs und/oder einem anorganischen Füllstoff.
  2. 2. Thermoplastische Heißschmelzmasse nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,daß die Fettsäure(n) 16 bis 18 Kohlenstoffatome enthalten).
  3. 3. Thermoplastische Heißschmelzmasse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettsäure ein Gemisch aus Stearinsäure und PaI-mitinsäure ist.
DE19752534940 1975-08-05 1975-08-05 Thermoplastische Heißschmelzmasse Expired DE2534940C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752534940 DE2534940C3 (de) 1975-08-05 1975-08-05 Thermoplastische Heißschmelzmasse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752534940 DE2534940C3 (de) 1975-08-05 1975-08-05 Thermoplastische Heißschmelzmasse

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2534940A1 DE2534940A1 (de) 1977-02-10
DE2534940B2 true DE2534940B2 (de) 1978-08-03
DE2534940C3 DE2534940C3 (de) 1979-03-29

Family

ID=5953277

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752534940 Expired DE2534940C3 (de) 1975-08-05 1975-08-05 Thermoplastische Heißschmelzmasse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2534940C3 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE2534940A1 (de) 1977-02-10
DE2534940C3 (de) 1979-03-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69912813T2 (de) Material fuer selektiven materialabsatz verfahen
DE3850548T2 (de) Stabilisierte kristalline Polymerzusammensetzung.
DE2166252A1 (de) Spritzgiessfaehige feuerfeste materialmischung und verfahren zur herstellung von feuerfesten gegenstaenden aus dieser
US3921343A (en) Hot melt compositions
DE1794370A1 (de) Klebemasse
DE2727231C2 (de) Material für Gießereimodelle
DE1769420C3 (de) Stabile wässrige Polymerisatdispersion
DE2534940C3 (de) Thermoplastische Heißschmelzmasse
CH617952A5 (en) Use of a modified methylolurea resin as a thermoplastic hotmelt material
DE2322106A1 (de) Werkstoffe fuer wachsmodelle fuer die herstellung von praezisionsgussformen und verfahren zur herstellung der formen
DE1286042B (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungen neuer organischer Chrom-Komplexverbindungen
DE823642C (de) Masse zum Herstellen ausschmelzbarer oder ausbrennbarer Gussmodelle
DE2316393C2 (de) Verfahren zum Herstellen von verlorenen Gießereimodellen
DE69731759T2 (de) Wässrige mit gel gefüllte thermoplastische zusammensetzungen für muster und zugehörige verfahren
US4022727A (en) Thermoplastic resinoid hot melt compositions
DE2351466C2 (de) Verbesserte wärmeschmelzbare, hitzehärtbare, im Spritzgußverfahren verarbeitbare Zusammensetzung
DE888617C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polykondensaten
DE733760C (de) Verfahren zur Herstellung von giess- und schmelzbaren Polymerisaten
DE3130547A1 (de) Modellier- oder formmasse
DE2100232A1 (de) Zusätze für teilchenförmige, anorganische Gemische wie Formsand oder Ton
DE733574C (de) Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden aus Polymethacrylsaeuremethylestern
DE1470823C (de) Verfahren zur Herstellung von Formkorpern
DE2726795A1 (de) Verfahren zur herstellung homogener, thermoplastische polymere enthaltender stoffe in form von teilchen
DE668462C (de) Verpackungsmittel
CA1062844A (en) Hot melt compositions

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee