DE2531775C3 - Verfahren und Anordnung zur gesicherten Betriebsüberwachung bei Datenübertragung - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur gesicherten Betriebsüberwachung bei DatenübertragungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gesicherten Betriebsüberwachung bei der Übertragung von Daten
oder Signalen mit Quittung, gegebenenfalls unter Verwendung fehlererkennender Codes.
Um den Forderungen nach möglichst hoher signaltechnischer Sicherheit — beispielsweise bei der
Eisenbahn — gerecht zu werden, sind bereits besondere, völlig funktionssichere Digitalbausteine entwickelt
worden, wie z. B. das URTL-Schaltkreissystem und die
Magnetkern-Transistor-Technik-Bausteine. Solche Bausteine sind zwar funktionssicher, weisen jedoch den
Nachteil auf, daß bei ihnen infolge des sicherheitsbedingten hohen Aufwandes an Bauelementen Ausfallrate
und Stromverbrauch wesentlich höher sind als bei vergleichbaren weniger funktionssicheren Bausteinen,
so daß sie insbesondere bei tragbaren Geräten sowie allgemein bei Systemen mit sehr vielen Einzelbausteinen
kaum Anwendung finden.
Es ist bereits bekannt, bei aus nicht völlig funktionssicheren
Bausteinen aufgebauten Systemen zur Erhöhung
ίο der signaltechnischen Sicherheit die wichtigsten Funktionsketten
redundant auszubilden und einander entsprechende Ketten zwecks Feststellung von Betriebsfehlern an bestimmten Stellen miteinander zu vergleichen.
Dieses Verfahren ist jedoch verhältnismäßig aufwendig. Außerdem müssen die Vergleichseinrichtungen
selbst aus völlig funktionssicheren Bausteinen bestehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren der eingangs genannten Art die erforderliche
signaltechnische Sicherheit mit möglichst geringem Aufwand und ohne Verwendung von völlig funktionssicheren
Bausteinen zu erzielen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die zu übertragenden Daten oder Signale in einer
ersten und in einer dieser parallel geschalteten, ihr gleichen zweiten Aufbereitungseinrichtung aufbereitet
werden, daß dabei jeweils miterzeugte Quittungen von der ersten bzw. zweiten Aufbereitungseinrichtung einer
ersten bzw. zweiten Quittungsvergleichsschaltung zuge-
führt werden, daß lediglich von der ersten Aufbereitungseinrichtung
aufbereitete Daten oder Signale mittels eines Datengebers per Funk oder über eine
Leitung einem Datenempfänger übermittelt werden, daß die übermittelten Daten oder Signale beim
Datenempfänger in zwei gleichen, parallel geschalteten Auswerteeinrichtungen jeweils unter Abgabe einer
Quittung ausgewertet werden, daß jeweils nur die Quittung der ersten Auswerteeinrichtung der ersten und
der zweiten Quitlungsvergleichseinrichtung zugeleitet
wird und daß in den Quittungsvergleichseinrichtungen die den Aufbereitungseinrichtungen erzeugten Quittungen
jeweils mit der entsprechenden Quittung der Auswerteeinrichtung auf Übereinstimmung verglichen
werden.
Zweckmäßigerweise werden für verschiedene Daten bzw. Signale verschiedene Quittungen verwendet.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltungsform einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist vorgesehen, daß die zu übertragenden
so Daten oder Signale über einen gemeinsamen Anschluß einer ersten und zweiten Aufbereitungseinrichtung
zuführbar sind, daß nur die in der ersten Aufbereitungseinrichtung aufbereiteten Daten oder Signale über
einen Datengeber einem Datenempfänger übermittelbar sind, daß die jeweilige Quittung des Datenempfängers
zwecks Vergleichs mit den entsprechenden Quittungen der Aufbereitungseinrichtungen über einen
gemeinsamen Eingang zweier Datenempfangseinrichtungen wie diese zwei Quittungsvergleichseinrichtungen
zuführbar ist und daß das Vergleichsergebnis zwecks Anzeige oder Störungsmeldung an Ausgängen
der Quittungsvergleichseinrichtungen abnehmbar ist.
Vorzugsweise haben die Datenempfänger denselben Aufbau wie die Datenübermittler, so daß diese
Einrichtungen untereinander austauschbar sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben.
In F i g. 1 ist die einfache Form der Datenübertragung mit Quittung dargestellt, wie sie sich nur mit Hilfe völlig
funktionssicherer Bausteine mit der erforderlichen signaltechnischen Sicherheit durchführen '.äßt Die zu
übertragenden Daten gelangen über einen Anschluß 1 in ί>
eine Aufbereitungseinrichtung 2. Bei der Datenaufbereitung wird bereits die vom Datenempfänger zu
erwartende Quittung, die der individuellen Meldung entspricht, miterzeugt und direkt einer Quittungsvergleichsschaltung
7 zugeleitet. Die aufbereiteten Daten werden mittels eines Datengebers 3 per Funk oder
beispielsweise über einen Ausgangsanschluß 4 per Leitung einem Datenempfänger übermittelt. Die Quittung
des Datenempfängers wird über eine Datenempfangseinrichtung 6 mit Eingang 5 der Quittungsvergleichsschaltung
7 zugeführt, in der der Vergleich mit der direkt von der Aufbereitungseinrichtung 2 zugeleiteten
Quittung stattfindet Das Vergleichsergebnis läßt sich an einem Ausgang 8 abnehmen.
Fig. 2 zeigt den Fall, daß nicht völlig funktionssichere
Bausteine verwendet werden und daß die wichtigsten Funktionsketten zur Erhöhung der Funktionssicherheit
in untereinander vergleichbaren redundanten Ketten ausgebildet sind. Zur Datenaufbereitung und -Übermittlung
sind zwei identische Ketten bestehend aus je einer Aufbereitungseinrichtung 2 bzw. 2' und je einem
Datengeber 3 bzw. 3' vorgesehen. Beide Ketten werden in einer Vergleichseinrichtung 9 auf übereinstimmende
Funktion geprüft. Bei Abweichungen zwischen beiden Ketten sperrt die Vergleichseinrichtung mittels einer
Durchschalteinrichtung 10 die Übermittlung der Daten an den Datenempfänger. Bei positivem Ausgang des
Vergleichs werden die Daten dem Datenempfänger übermittelt. Die Quittung des Datenempfängers wird in
zwei identischen Ketten bestehend aus je einer Datenempfangseinrichtung 6 bzw. 6' und je einer
Quittungsvergleichseinrichtung 7 bzw. T einem Vergleich mit den entsprechenden direkten Quittungen der
Aufbereitungseinrichtungen 2 und 2' zugeleitet. Das Prüfungsergebnis beider Ketten wird in einer Ver- <to
gleichseinrichtung 9' auf Übereinstimmung geprüft und bei positivem Ausgang dieser Überprüfung über eine
Durchschalteinrichtung 10' und einem Ausgang 8 beispielsweise einer Anzeigevorrichtung zugeführt. Die
Vergleichseinrichtungen 9 und 9' müssen, da die redundante Art des Aufbaus hier keinen Sinn hätte, aus
völlig funktionssicheren Bausteinen aufgebaut sein.
Ein Vergleich mit einer in Fig.3 dargestellten Anordnung gemäß der Erfindung macht den Unterschied
im Aufwand deutlich.
Da hier kein Vergleich zwischen den einzelnen Ketten stattfindet, entfallen die Vergleichseinrichtungen
9 bzw. 9', die die schwachen Stellen dar Anordnung gemäß F i g. 2 sind. Die zu erwartende Quittung wird in
zwei getrennten Baugruppen gebildet und zwei getrennten Vergleichsschaltungen zugeleitet Der Vergleich
zwischen der zu erwartenden und der empfangenen Quittung wird in zwei getrennten Baugruppen
durchgeführt, so daß Funktionsstörungen in einer Kette
erkannt werden können. Auch die Anzeige wird über getrennte Ausgänge 8 bzw. 8' getrennt vorgenommen.
Das Wesen der Erfindung besteht mit anderen Worten darin, daß die Baugruppen zur Meldungsaufbereitung
und -auswertung sowie zur Quittungsaufbereitung und -auswertung in redundanten Ketten aufgebaut
werden, ohne auf besondere Bausteinsysteme zurückgreifen zu müssen; es wird nur eine Kette für die
Meldungs- bzw. Quittungsaufbereitung an den Funksender bzw. an die Übertragungsleitung angeschlossen,
andererseits werden beide Ketten für die Meldungsbzw, die Quittungsauswertung an den Funkempfänger
bzw. an die Übertragungsleitung angeschaltet Jede Meldung wird demnach in zwei Ketten aufbereitet,
jedoch nur von einer der Ketten ausgesendet. Empfangsseitig werden die Meldungen in zwei identischen
Ketten ausgewertet und zur Quittung aufbereitet, es wird aber nur die Quittung einer der beiden Ketten
des Meldeempfangsgerätes ausgesendet. Unter der Voraussetzung, daß in zwei identischen Ketten nicht
derselbe Fehler auftritt, kann das meldende Gerät feststellen, ob die empfangene Quittung mit der zu
erwartenden übereinstimmt. Dabei wird davon ausgegangen, daß für jede Meldung eine besondere, nur dieser
Meldung zugeordnete Quittung vorgesehen ist. Verläuft die Prüfung in beiden Ketten negativ, kann das
meldende Gerät auf eine Störung im quittierenden Gerät schließen und eine Störungsmeldung abgeben.
Verläuft die Prüfung nur in einer der beiden Ketten negativ, wird diese Kette eine Störungsmeldung
abgeben. Die Störungsmeldung kann auch mit einer Störungsanzeige gekoppelt sein. Das quittierende Gerät
empfängt die Störungsmeldung, wertet sie aus und verfährt entsprechend, indem es z. B. die Störung
anzeigt oder die Störungsmeldung weiterleitet. Das meldende und das quittierende Gerät sind vorzugsweise
gegeneinander austauschbar, d. h. das quittierende Gerät kann als meldendes Gerät arbeiten und
umgekehrt das meldende Gerät als quittierendes.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zur gesicherten Betriebsüberwachung bei der Übertragung von Daten oder Signalen
mit Quittung, gegebenenfalls unier Verwendung fehlererkennender Codes, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu übertragenden Daten oder Signale in einer ersten und in einer dieser parallel
geschalteten, ihr gleichen zweiten Aufbereitungseinrichtung aufbereitet werden, daß dabei jeweils
miterzeugte Quittungen von der ersten bzw. zweiten Aufbereitungseinrichtung einer ersten bzw. zweiten
Quittungsvergleichsschaltung zugeführt werden, daß lediglich von der ersten Aufbereitungseinrichtung
aufbereitete Daten oder Signale mittels eines Datengebers per Funk oder über eine Leitung einem
Datenempfänger übermittelt werden, dkß die
übermittelten Daten oder Signule beim Datenempfänger
in zwei gleichen, parallel geschalteten Auswerteeinrichtungen jeweils unter Abgabe einer
Quittung ausgewertet werden, daß jeweils nur die Quittung der ersten Auswerteeinrichtung der ersten
und der zweiten Quittungsvergleichseinrichtung zugeleitet wird und daß in den Quittungsvergleiqhseinrichtungen
die in den Aufbereitungseinrichtungen erzeugten Quittungen jeweils mit der entsprechenden
Quittung der Auswerteeinrichtung auf Übereinstimmung verglichen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für verschiedene Daten bzw. Signale
verschiedene Quittungen verwendet werden.
3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu übertragenden Daten oder Signale über einen Anschluß (1) einer ersten und einer zweiten
Aufbereitungseinrichtung (2 und 2') zuführbar sind, daß nur die in der ersten Aufbereitungseinrichtung
aufbereiteten Daten oder Signale über einen Ausgang (4) eines Datengebers (3) einem Datenempfänger
übermittelbar sind, daß die jeweilige Quittung des Datenempfängers zwecks Vergleichs mit den
entsprechenden Quittungen der Aufbereitungseinrichtungen über einen Eingang (5) zweier Datenempfangseinrichtungen
(6 und 6') wie diese zwei Quittungsvergleichseinrichtungen zuführbar ist und daß das Vergleichsergebnis an Ausgängen (8 und 8')
abnehmbar ist zwecks Anzeige oder Störungsmeldung (F ig. 3).
4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Datenempfänger und der Datenübermittler vorzugsweise denselben, im Anspruch 3 angegebenen
Aufbau haben.
Priority Applications (9)
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