DE2515103C3 - Aufblasbares Bruchband - Google Patents

Aufblasbares Bruchband

Info

Publication number
DE2515103C3
DE2515103C3 DE19752515103 DE2515103A DE2515103C3 DE 2515103 C3 DE2515103 C3 DE 2515103C3 DE 19752515103 DE19752515103 DE 19752515103 DE 2515103 A DE2515103 A DE 2515103A DE 2515103 C3 DE2515103 C3 DE 2515103C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
hernia
truss
inflatable
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19752515103
Other languages
English (en)
Other versions
DE2515103B2 (de
DE2515103A1 (de
Inventor
Ernst Melmer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19752515103 priority Critical patent/DE2515103C3/de
Publication of DE2515103A1 publication Critical patent/DE2515103A1/de
Publication of DE2515103B2 publication Critical patent/DE2515103B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2515103C3 publication Critical patent/DE2515103C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/01Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
    • A61F5/30Pressure pads
    • A61F5/34Pressure pads filled with air or liquid

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Bruchband, das zwecks Erzeugung und .Regulierung des erforderlichen Gegendrucks im Bereich des Bruches und auf einem Teil des Leibumfanges aufblasbar ist
Bei einer Hernie handelt es sich keineswegs um einen Bruch oder Riß der Bauchdecke, sondern vielmenr um eine mehr oder weniger starke Erschlaffung und Überdehnung des Leistengewebes und des Leistenkanals. Es liegt also eine fortgeschrittene Gewebeschwächung und -erschlaffung vor, mithin eine Funktionsschwäche der gesamten Leistengegend.
Bei vorhandener Bruchanlage oder bereits manife- Jo stern Bruchleiden ist die Bauchmuskulatur nicht mehr in der Lage, nach Ai t eines Schiingenmechanismus eine Verengung des Leistenkanais zu bt wirken und so dem je nach Anstrengung größer werdendem Eingeweidedruck standzuhalten. &
Um ein Nachaußendrängen der Eingeweide zu verhindern, muß mittels des Bruchbandes ein Gegendruck erzeugt werden, der größer ist als der Druck der Eingeweide, so daß dieser den Bruch sicher im Leib hält.
Dieser Gegendruck wird bei den herkömmlichen Bruchbändern durch eine statische, mechanische Kraft gegen den Leistenkanal erzeugt. Völlig starre Vorrichtungen wie beispielsweise ein Stahlbügel, der eng anliegend den Leistenkanal überdeckt, sind sowohl hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit, insbesondere bei Bewegungen des Benutzers, als auch hinsichtlich des Komforts für den Benutzer unbefriedigend. Auch das Federbruchband mit einem gegendruckerzeugenden Federsystem ändert kaum etwas an diesen Nachteilen. Das Elastikbruchband (Gegendruck durch ein elastisches Material) ist zwar in der Lage, sich den wechselnden Notwendigkeiten des Gegendruckes anzupassen. Um aber einen ausreichenden Gegendruck zu erzeugen, muß das Bruchband sehr straff angezogen werden. Hierdurch wird aber die Blutzirkulation ">' behindert, so daß das Bruchband nur kurze Zeit getragen werden kann, also mehr oder weniger untauglich ist.
Bekannt ist auch ein Bruchband in Form eines Gurtes mit zwei im Bereich des Bruches symmetrisch w ingeordneten, gemeinsam aufblasbaren Luftpolstern, zwischen denen ein ständiger Druckausgleich erfolgt (AT-PS 152 410).
Bei einem anderen bekannten Bruchband ist außer der Pelotte auch das Band selbst aufblasbar, wobei das h'> als aufblasbarer Schlauch ausgebildete Band mit der aufblasbaren Pelotte zum Zwecke des Druckausgleiches verbunden ist (DE-GM 17 81 895). Der auf den Körper wirkende Druck ist mittels einer Pumpe (z. B. Ballpumpe in der Hosentasche) bzw. eines Ablassventils regulierbar. Diese Bruchbänder sind zwar hinsichtlich der Druckübertragung anpassungsfähiger und angenehmer. Sie schließen jedoch gleichfalls ein Verrutschen bei bestimmten Bewegungen des Benutzers nicht aus.
Um dies zu vermeiden, wurde auch ein Bruchband entwickelt, das als Slip gearbeitet ist und vorn in Taschen anatomisch geformte Einsätze enthält (LE-OS 16 10 553). Bei diesen Einsätzen handelt es sich jedoch wieder um starre Körper.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bruchband der eingangs genannten Art zu schaffen, das die Vorteile der herkömmlichen Bruchbandarten vereinigt, und zwar sowohl einen ausreichenden Gegendruck erzeugt, als auch den Bewegungen des Körpers und damit der Leistengegend nachgibt, so daß an jeder Stelle, an der sich die Hernie befinden kann, auch der nötige Gegendruck herrscht, der die Hernie sicher im Leib hält.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Bruchband in an sich bekannter Weise in Slipform gearbeitet ist, daß die Slip-Vorderseite aus zwei luftundurchlässigen, mindestens eine aufblasbare Luftkammer einschließenden Lagen besteht, wovon die körperseitige Lage elastisch und die andere Lage möglichst wenig elasti- ch ist, und daß jede Luftkammer mit einem Ventil zum Ablassen oder Zuführen von Luft versehen ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren erläutert. Fig. 1 zeigt schraffiert das in Slip-Form gearbeitete Bruchband, dessen Vorderseite gemäß F i g. 2 aufblasbare Luftkammern enthält. F i g. 3 verdeutlicht den Aufbau der Slip-Vorderseite. Der ca. 1.5 mm starke Teil 1 besteht aus einem elastischen Material, das ähnlich wie ein Gummiband dem Körper 2 eng anliegt und jede Bewegung des Körpers mitmacht. Zwecks dieses Teil ist es, sowohl einen gleichmäßigen Grunddruck auszuüben, als auch 'ür einen guten körpergerechten Sitz zu garantieren, Es kann hierbei zum Beispiel auf das elastische Material zurückgegriffen werden, das zur Herstellung der Elastik-Bruchbänder verwendet wird. Aber auch jede andere elastische Faser ist geeignet, sofern sie auch eine hohe Elastizität und eine gute Verarbeitbarkeit besitzt. Ebenso muß sie pflegeleicht sein. An der vom Körper 2 abgewandten Seite ist der elastische Teil I mit einer dünnen, elastischen Gummischicht 3 versehen.
Darüber befindet sich nach außen hin eine Lage 5 aus Testern Material, das bei erhöhten Drücken nicht nachgeben darf, also einen hohen Elastizitätsmodul haben muß. Die Lage 5 ist an ihrer inneren Seite ebenfalls mit einer dünnen Gummischicht 6 versehen. Zwischen den Gummischichten 3 und 6 ist eine aufblasbare Luftkammer 4 eingeschlossen. Ihre Dicke ist nicht zu groß zu wählen. Zum einen soll das Bruchband vernünftige Ausmaße aufweisen, zum anderen muß der Gegendruck groß genug sein, so daß der Luftraum etwa eine Dicke von mindestens 5 mm bis maximal 10 mm aufweisen sollte. Bei 5 mm erhöht sich der Druck schon um ca. 25% wenn die Hernie sich nur um 1 mm bewegt. Bei 2 mm gar erhöht sich der Druck um 70%. Diese Druckerhöhung erfolgt aufgrund der Kompression der Luft in der Luftkammer 4, und zwar nach dem Boyle-Mariotte'schen Gesetz.
Außerdem kann der Druck in dieser Luftkammer noch erhöht werden, indem weitere Luft mit einem Pileusball hineingepumpt wird. Hierdurch kann ein
ausreichender Gegendruck gegen den Eingeweidedruck erzielt werden. Außerdem läßt sich der Druck leicht regulieren. Sollte z. B. durch körperliche Anstrengung der Eingeweidedruck stärker werden, so ließe sich leicht der Luftdruck im Bruchband durch Betätigung des Pileusball erhöhen. Falls es andererseits zu Behinderungen durch einen zu großen Gegendruck durch das Bruchband kommt, ließe sich auch der Gegendruck erniedrigen.
Durch die Konstruktion des Pileusballs ist gewährleistet, daß eine solche Druckveränderung nur von Seiten des Bruchleidenden vorgenommen werden kann und nicht etwa schon durch einen Stoß gegen einen Gegenstand oder in einem Menschengedränge auftreten kann.
Der Pileusball selbst ist durch ein Ventil 8 fest mit dem Bruchband verbunden und wird in eine Hosentasche geführt Die Zuleitung ist an dem Ventil in der äußeren Lage 5 des Bruchbandes angeschraubt, so daß es dem Bruchleidenden leicht möglich ist. Bruchband und Pileusball zu trennen, ohne daß dadurch die Funktion des Bruchbandes beeinflußt wird. Hierdurch isi das Bruchband auch für nicht hoseniragende Frauen bestens geeignet.
Die Größe des Bruchbandei richtet sich genau wie bei herkömmlichen Bruchbändern nach der Konfektionsgröße. Entscheidend ist dabei, daß das Bruchband genau angepaßt ist. Der erforderliche Gegendruck gegen den Eingeweidedruck läßt sich dann mit Hilfe des Pileusballs leicht einstellen, wie es schon oben beschrieben ist.
ιυ Aus Fig.2 ist eine Oberansicht des Bruchbandes ersichtlich, und zwar mit den seitlich angeordneten Ventilen 8.1 und 8.2 für die doppelseitige Ausführung des Bruchbandes. Für einseitig Bruchleidende ist natürlich auch eine einseitige Ausführung (eine Luftkammer) herstellbar.
Der Vorteil dieses neuartigen Bruchbandes besteht also in der besseren Paßform unü der besseren Druckregulierung, wodurch es sich den individuellen Bedürfnissen jedes Bruchleidenden, besonders den bei allen Bruchleidenden andersartigen Gf jndruckbedürfnissen, aufs beste anpaßt.
Hierza 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Bruchband, das zwecks Erzeugung und Regulierung des erforderlichen Gegendrucks im Bereich des Bruches und auf einem Teil des Leibumfanges aufblasbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß es in an sich bekannter Weise in Slipform gearbeitet ist, daß die Slipvorderseite aus zwei luftundurchlässigen, mindestens eine aufblasbare Luftkammer einschließenden Lagen besteht, wovon die körperseitige Lage elastisch und die andere Lage möglichst wenig elastisch ist, und daß jede Luftkammer mit einem Ventil zum Ablassen oder Zuführen von Luft versehen ist
    15
DE19752515103 1975-04-07 1975-04-07 Aufblasbares Bruchband Expired DE2515103C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752515103 DE2515103C3 (de) 1975-04-07 1975-04-07 Aufblasbares Bruchband

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752515103 DE2515103C3 (de) 1975-04-07 1975-04-07 Aufblasbares Bruchband

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2515103A1 DE2515103A1 (de) 1976-10-14
DE2515103B2 DE2515103B2 (de) 1978-04-27
DE2515103C3 true DE2515103C3 (de) 1979-04-05

Family

ID=5943248

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752515103 Expired DE2515103C3 (de) 1975-04-07 1975-04-07 Aufblasbares Bruchband

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2515103C3 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4275718A (en) * 1979-08-02 1981-06-30 Institute For Gravitational Strain Pathology, Inc. Pelvic device

Also Published As

Publication number Publication date
DE2515103B2 (de) 1978-04-27
DE2515103A1 (de) 1976-10-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102011018470B4 (de) Bandage und Elektrodensystem
EP0027172B1 (de) Bandage
WO2003075807A1 (de) Stützrahmen zur entlastung der wirbelsäule
DE1197192B (de) Vorrichtung zum Halten und Berichtigen der Statik der Wirbelsaeule, insbesondere Guertel
EP1284695B1 (de) Orthopädische schiene und orthopädisches kleidungsstück
EP1060718A1 (de) Bekleidungsstück und orthopädische Einrichtung dafür
DE2515103C3 (de) Aufblasbares Bruchband
DE69921385T2 (de) Atmungssynchronisiertes Sauerstoffzufuhrgerät
EP1147782B1 (de) Atemmaskenanordnung
DE3440638C2 (de)
AT410054B (de) Variierbare zonen-matratze
EP3432850B1 (de) Fitness-, beauty- oder wellnessvorrichtung
DE102014001854A1 (de) A P A (Aktive Präventive Aufrichtungshilfe) Eine Hilfe (Vorrichtung) zur aktiven Aufrichtung von Skoliosen
DE69310826T2 (de) Orthopädische Vorrichtung
DE1541285A1 (de) Orthopaedische Stuetzeinrichtung
LU506528B1 (de) Ein kardiologisch einstellbarer rehabilitationsgürtel
EP3742913B1 (de) Hose
DE647580C (de) Fusskissen
AT282813B (de) Orthopädische Stützeinrichtung
DE102010007113A1 (de) Stoffbezug für prothetische Körperteile
DE102024004431A1 (de) Schutzausrüstung zum Schutz bei Stürzen und Schutzelement zur Verwendung in einem Kleidungsstück zum Schutz bei Stürzen
AT151471B (de) Darmrohr für Spülungen.
DE202025105469U1 (de) Abnehmbare, umschaltbare Inversions-/Eversions-Korrektureinlage
DE111880C (de)
AT71766B (de) Bruchband.

Legal Events

Date Code Title Description
OF Willingness to grant licences before publication of examined application
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee