DE2514259A1 - Isolierstoffbauelement mit plattenfoermiger isolierstoffschicht fuer dach- und wandkonstruktionen - Google Patents
Isolierstoffbauelement mit plattenfoermiger isolierstoffschicht fuer dach- und wandkonstruktionenInfo
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Description
- Isolierstoffbauelement mit plattenförmiger Isolierstoffschicht für Dach- und Wandkonstruktionen Die Erfindung betrifft ein Isolierstoffbauelemellt nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Es ist bekannt, starre Gebäudeaußenseiten mit Isolierstoffschichten zu hinterlegens um die Wärmedämmung zu verkessern. Solche Isolierstoffschichten bestehen z.B. aus Kunststoffschaummaterialien oder aus Mineralfaserstoffen. Es ist auch bekannt, zwischen solchen Isolierstoffschichten und der Gebäudeaußenwand Belüfturgs kanäle vorzusehen, um Wasserdampf abzuleiten, bzw. zur die Wasserbildung zu verhindern (DT-PS 1 143 991). Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die bekannten Isolierstoffe selten allen Anforderungen genügen. Mineralfaserstoffe sind z.B. bei guten Verdampfungseigenschaften wasserdurchlässig und relativ instabil und verlieren bei starker Lüftung ihre gute Wärmedämmung. Kunststoffschaumplatten sind meist spröde, schrumpfen eine gewisse Zeit und sind relativ feuer- und hitzegefährdet.
- Auch sind die meisten Isolierstoffschichten nicht als Sichtfläche verwendbar. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, stabile Isolierstoffbeuelemente zu schaffen, die wasserabweisend sind, durch ansprechendes Aussehen auch für Sichtflächen verwendbar sind und eine elastische Oberfläche der Sichtfläche haben und auch bei Belüftung keine wesentlich verringerte Wärmedämmung haben.
- Die Erfindung besteht in der Anwendung der im Anspruch 1 aufgeführten Merkmale. Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird ein Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung beschrieben. Diese zeigt in Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Dach mit Lüftungskanälen Fig. 2 zwei Isolierstoffelernente mit überlappenden Trennftgen und einer Verbindung durch T-Stücke Fig. 3 eine perspektivische Ansicht gemäß Fig. 2 Fig. 4,5,6 ein T-Sticl sowie den Querschnitt beider Stirnseiten Fig. 7 eine Abwandung der in Fig. 1 dargestellten Anordnung Fig. 8,9 die Lonstruktion Lzw, die Abwicklung eines Abstandshalters Fig. 10 die perspektivische Ansicht eines Dachs in aufeinanderfolgenden Fertigungsabschnitten.
- In Fig. 1 ist auf Dachpfetten 1 aus Holz oder Metall eine starre Dachaußenhaut 2 aus flachen oder profilierten Tafeln aus Metall, Asbestzement oder dgl. befestigt, z.B. durch Nägel oder Schrauben 3. Unter dieser Dachaußenhaut 2 sind auf den Dachpfetten 1 Isolierstoffbauelemente 4 so verlegt, daß zwischen der Dachaußenhaut 1 und der durch die Isolierstoffbauelemente 4 gebildeten Schicht ein Lüftungsspalt 5 (bzw. Lüftungskanäle) gebildet wird.
- Zu diesem Zweck sind an den Verbindungsstellen von Dachpfetten und Dachaußenhaut Abstandshalter 6 vorgesehen, die einerseits mit Tragelementen 7 aus Hols oder Asbeststreifen für die Auflage der Dachaußenhaut 2 verbunden sind und andererseits lialtearme 8 aufwisen, die in die Isolierstoffschicht der Isolierstoffbauelemente 4 gesteckt sind. Diese ilaltearme 8 ragen soweit in die Isolierstoffschicht hinein, daß sie sich auf den Dachpfetten 1 abstützen. Der Abstandhalter 6 ist mit einer Auflagefläche 6a für die Isolierstoffschicht 4 versehen, so daß diese sicher eingeiclemmt ist. Das hat den Vorteil, daß die Isolierschicht nicht- von unten über den IIalter 6 gedrückt werden kann. Das könnte sonst z.B. durch Wind- oder Sogdruck (bei Verwendung in IIallen) geschehen. Auf der den Dachpfetten 1 zugewandten Seite sind die Isolierstoffbauelemente mit einer Dampfsperrschicht 9 versehen, die ein Eindringen von Dampf aus dem durch das Dach abgedeckten Raum R in die Isolierstoffschicht verhindert, die Stabilität er0i<>ht und zugleich eine Sichtfläche zunl Innenraum bewirkt, die keiner weiteren Abdeckung bedarf. Auf der der Dachaußenhaut zugewandten Seite ist die IsolieriDffschic]lt durch eine im wesentlichen wasserabweisende, wasserdampfdurchlässige Schicht 10 abgeschlossen, die zugleich ein Eindringen der Luftströmung aus dem Luftspalt 5 in die Isolierstoifscliicht verhindert.
- Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel hat sich als Isolierstoffschicht ein Material aus Mineralfasern, z.3. Steinwolle geringen Raumgewichts bewährt, das mit einer Dampfsperrschicht 9 aus Aluminiumfolie 9a und einer wasserabweisenden Schicht 10 aus einem Vliesstoff bedeckt war. Da die Dämpfsperrschicht 9 zugleich Sichtfläche sein soll, ist es erwünscht, daß sie gegenüber@äußeren partiellen Drücken elastisch reagiert. 'Iierfiir hat sicrl eine Dampfsperrschicht 9 aus einer folie 9a von 10 - 50/u1 insbesondere 25/u, als günstig erwiesen, die durch einen nichtspröden Kleber mit der Isolierschicht verbunden und durch ein oder mehrere Lackschichten hinsichtlich der Dampfsperrung verbessert wurde. Als Kleber ist ein Typ zu verwenden, mit de!m eine Elastizität der Unterlage für die Folie 9a erreicht wird, die in Verbindung mit der der dünnen Folie eigenen Elastizität in der Lage ist, die wesentlichen durch Handhabung auftretenden Eindrücke wieder auszugleichen. Bei sehr dünnen Folien ist es möglich, daß eine Dampfdiffusion auftritt. Zur Vermeidung des Effekts ist die Außenseite der Folie 9a mit ein oder sleilreren Lackschichten versehen; wohei als Lack vorzugsweise ein nach dem Erhärten nicht oder schwer entflammbarer Typ gewählt ist.
- Eine Beschichtung der dem Isolierstoff zugewandten Seite der Folie 9a mit Faserstoff oder dgl. verbessert die Stabilität und die Klebeverbindung. Diese Beschichtung ist in ihrer Dicke und Art auf den jeweils verwendeten Kleber und Isolierstoff abgestimmt. Nach dem Fertigstellen beider Schichten kann die gesamte Dampfsperrschicht 9 einer SichtlJellal-ldlung unterworfen, x.B.
- durch Walzen geprägt und/oder bemustert werden.
- In Fig. 2 ist die Konstruktion eines Isolierstoffbauelementes 4 dargestellt, bei dem durch überlappende Stirnseiten 11 erreicht wird, dnß der Wasserdampfdurchtritt aus dem Innenraum zwischen benachbarten Isolierstoffbauelementen 4 verringert wird Eine perspektivische Ansicht eines solchen Elementes zeigt Fig. 3.
- Zur Stabilisierung und zur Spaltabdeckung sind T-förmige Tragprofilstäbe 12 vorgesehen.
- Die Länge der Tragprofilstäbe 12 entspricht etwa der Kantunlänge der Isolierstoffbauelemente, doch sind die Stirnenden so ausgebildet, daß mehrere Stäbe zusammengesteckt werden können.
- In Fig. 4 ist die perspektivische Ansicht eines solchen TIagprofilstabes 12 dargestellt. Die Fig. 5 und 6 zeigen die ¼uerschnitte an den beiden Stirnenden.
- Fig. 7 zeigt eine Abwandlung der in Fig. i dargestellten Anordnung. Als Dachaußenhaut 2 wird gewelltes Material, z.B.
- Asbest verwendet. Während die Abstandhalter 6 mit den Wellentälern zusammenwirken, sind die Wellenberge mit den Dachpfetten t verschraubt.
- Wenn auch die besten Ergebnisse mit einem Isolierstoffmaterial aus Mineralfasern erzielt wurden, so können ähnliche Ergebnisse auch mit anderen Isolierstoffen erzielt werden. Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Anordnung ist die nahezu vollständige Hitze- und Feuerbeständigkeite Insbesondere bei der sogenannten schwebenden Dachkonstruktion kann daher das Dach nicht durch Wegfall der Unterlage vorzeitig zusammenbrechen. Dies wird noch durch die Wahl eines aus Metall gefertigten Abstandhalters 6 begünstigt. Fig. 8 zeigt die Eonstruktion eines Abstandhalters 6, bei dem die ilaltearme 8 aus dem Körper herausgesta:tizt und abgebogen sind.
- In Fig. 9 ist die Abwiclclung des Abstandhalters gemäß Fig. 8 dargestellt. Es ist ersichtlich, daß dieses Element mit geringen Verschnitt herstellbar ist. Schneiden, Stanzen, Biegen geschieht in einem Verfahrensabschnitt.
- Fig. 10 zeigt ein Dach in aufeinanderfolgenden Verfahrensabschnitten. Auf dem Binder sind Dachpfetten 1 aus Stahl befestigt (rechts in der Figur unbedeckt sichtbar). Etwa parallel zur Richtung der Binder liegen auf den Dachpfetten 1 die T-Tragprofilstäbe 12, die zur Stabilisierung und Lückenabdeckung der Isolierstoffbauelemente 4 dienen (die den-rechten Abschluß bildenden Elemente 4 sind vericürzt dargestellt). Auf den Isolierstoffbauelementen 4 sind die mit den Abstandhaltern 6 verbundenen Tragelemente 7 so angeordnet, daß die IIalteariae 8 in die Isolierschicht bis zur Dachpfette 1 eindringen. (Die rechts liegenden Tragelemente sind durchsichtig dargestellt.) Über den Tragelementen 7 ist die Dachaußenhaut angeordnet und durch die Abstandhalter 6 hindurch mit den Dachpfetten verbunden.
- Die Konstruktion kann in ähnlicher Weise auch für Wände el-folgen.
- Ferner ist die Konstruktion als unter Pfetten, Bindern oder ähnlichen Konstruktionen abgehängte Decke verwendbar.
Claims (18)
1. Isolierstoffbauelement mit einer plattenförmigen Isolierschicht
für die Hinterlegung bei Dach- und/oder Wandkonstruktionen, bei denen unter bzw.
hinter starren Außenwandungen Belüftungskanäle vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolierschicht () auf einer Seite mit einer Dempfsperrschicht (9) und auf
der anderen Seite mit einer im wesentlichen wasserundurchlassigen, dampfdurchlässigen
Diffusionsschicht (io) versehen ist, und daß zur Bildung der Belüftungskanäle (5)
Abstandhalter (6) vorgesehen sind, deren Haltearme (8) durch die Diffusionsschicht
(10) in die Isolierschicht (4) ragen.
2. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet.
daß die Isolierschicht (4) aus geschäumten Kunststoffen besteht.
3. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
daß die Isolierschicht (4) aus gebundenen oder ungebundenen Mineralfasern, insbesondere
Steinwolle, Asbestfasern oder geblähten Mineralien besteht.
4. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dampfsperrschicht (9) aus Aluminium 0>esteht.
5. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet
daß die Dampfsperrschicht aus einer Aluminiumfolie (9a einer Dicke kleiner als 50/u
besteht.
6. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet
daß die Aluminiumfolie (9a) mit ein oder mehreren Lackschichte (9b) beschichtet
ist.
7. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet.
daß als Lack ein im erhärteten Zustand schwer oder nicht entflammbares
Material verwendet wird.
8. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 5 - 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aluminiumfolie durch einen Kleber mit der Isolierschicht verbunden ist,
der nach dem Erhärten nachgiebig bleibt.
9. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet
daß die Dicke der Kleberschicht und die Dicke der Folie so bemessen sind, daß Eindrücke
der Dampfsperrschicht sich ausgleichen.
10. Isolierstoffbauelement nach einem der Ansprüche 1,5,6,7,8,9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dampfsperrschicht (9) auf der der Isolierschicht (4) zugewandten
Seite mit einer Schicht (9c) aus Fasersto£f versehen ist.
11. Isolierstoffbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichret
daß durch die Diffusionsschicht (10) Halteane (8) der -Abstandhalter (6) gesteckt
sind, deren Länge im wesentlichen gleich der Dicke der Isolierschicht (4) ist.
12. Isolierstoffbauelement nach Anspruch t0, dadurch gekennzeicE-net,
daß die Faserstoffschicht (9c) ein Bindemittel enthält.
13. Isolierstoffbauelement nach einem der Ansprüche 5 - 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dicke der Folie (9a), die Elastizität der Elebeschicht und
die Dichte des Isolierstoffes so aufeinander abgestimmt sind, daß eine möglichst
große Schallabsorbtion erzielt wird.
14. Abstandhalter für ein Isolierstoffbauelement nach Anspruch 1 und
11, dadurch gekennzeichnet; daß ein schellenartiger etwt
V-förmiger
Blechkörper vorgesehen ist, daß aus dem Blechkörper mehrere lialtearme (8) ausgestanzt
sind, und daß die Haltearme so abgebogen sind, daß sie sich in die der Schellenöffnung
abgewandte Richtung erstrecken.
15. Abstandhalter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstandhalter (6) eine Stützfläche (13) aufweist, die die Eindringtiefe der Haltearme
(8) begrenzt.
i6. Dach- oder Wandfläche mit Isolierstoffbaueler.ierten nach einem
der Ansprüche 1 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur @erbindung benachbarter Isolierstoffbauelemente
(4) T-Profilstäde vorgesehen sind.
17. Profilstab nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die T-Profilstäbe
aus Blech so gefalzt sind, daß an einer Stirnseite eine schmale T-förmige Öffnung
zur Aufnahme eines zusammengepreßten Stirnendes eines anderen Stabes auftritt.
18. Profilstab nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge des in die T-förmige Öffnung dringenden Stirnendes des jeweils anderen
Stabes so bemessen ist, daß die Knickbarkeit der verbundenen Stäbe für die auftretenden
Knickkräfte vermieden ist.
L e e r s e i t e
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752514259 DE2514259C2 (de) | 1975-04-01 | 1975-04-01 | Dachkonstruktion mit plattenförmigen Isolierstoffbauelementen sowie Abstandhalter für die Dachkonstruktion |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752514259 DE2514259C2 (de) | 1975-04-01 | 1975-04-01 | Dachkonstruktion mit plattenförmigen Isolierstoffbauelementen sowie Abstandhalter für die Dachkonstruktion |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2514259A1 true DE2514259A1 (de) | 1976-10-21 |
| DE2514259C2 DE2514259C2 (de) | 1987-04-09 |
Family
ID=5942863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752514259 Expired DE2514259C2 (de) | 1975-04-01 | 1975-04-01 | Dachkonstruktion mit plattenförmigen Isolierstoffbauelementen sowie Abstandhalter für die Dachkonstruktion |
Country Status (1)
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Legal Events
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