DE250956C - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63G—MERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
- A63G1/00—Roundabouts
- A63G1/34—Roundabouts with seats moving in an undulating track
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
20. März 1883
die Priorität
Es sind Karussells bekannt, bei denen die zur Aufnahme des Publikums dienenden Fahrzeuge
an bei ihrer Drehbewegung mit ihren Bahnen sich überschneidenden Tragbalken
hängen. Ebenfalls ist es nicht neu, den Gondeln von Karussells während ihrer Kreisbewegung
eine auf und ab gehende Bewegung zu erteilen; für letzteren Zweck hat man sich
auch behufs Erzielung einer nachgiebigen Verbindung zwischen der Antriebswelle und der
durch sie in Umdrehung versetzten Platte eines Kreuzgelenkes oder eines sogenannten
kardanischen Gelenkes bedient.
Diesen bekannten Volksbelustigungsapparaten oder Ringelspielen gegenüber besteht das Neue
des Karussells nach der vorliegenden Erfindung, bei welchem die das Publikum aufnehmenden
Fahrzeuge an bei ihrer Drehbewegung mit ihren Bahnen sich überschneidenden Tragbalken
hängen, darin, daß diese Tragbalken mit ihren Antriebswellen so verbunden sind, daß den an den Enden der Tragbalken hängenden
Fahrzeugen außer der Bewegung in kreisförmiger Bahn noch eine Auf- und Abwärtsbewegung
sowie eine Pendelbewegung, in tangentialer Richtung erteilt wird. Zu diesem
Zwecke wird jeder Tragbalken, an dessen freien Enden je ein zur Aufnahme des Publikums
dienendes Fahrzeug hängt, aus zwei übereinanderliegenden, nach Art eines Gelenkparallelogramms
miteinander verbundenen Gitterträgern gebildet und ist mit der ihn in Umdrehung
versetzenden Antriebswelle durch ein kardanisches Gelenk verbunden.
Zur Erzielung der tangentialen Pendelbewegung der Fahrstange während des Betriebes
des Karussells ist innerhalb der die Auf- und Abwärtsbewegung der Tragbalken hervorrufenden
schiefen Kreisbahn noch eine in sich geschlossene Wellenbahn von kleinerem Durchmesser
angeordnet.
Ein Karussell gemäß der Erfindung ist auf den Zeichnungen dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Draufsicht des Karussells mit seinen vor den Bahnsteigen stillgesetzten
Fahrzeugen zur Aufnahme von Fahrgästen, Fig. 2 eine Seitenansicht mit den Fahrzeugen
in anderer Stellung und ohne Bahnsteige, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch den Tragbalken
in größerem Maßstabe in seiner Verbindung mit der Antriebswelle und Fig. 4 eine
Draufsicht von Fig. 3. Fig. 5 zeigt einen der Fig. 3 entsprechenden Schnitt bei veränderter
Stellung der einzelnen Teile.
Von den beiden stehenden Antriebswellen a, b ist die Welle α länger als die Welle b und in
dem Gerüst c gelagert, die kurze Welle b dagegen in dem Bocke d. Beide Wellen erhalten
beispielsweise durch den auf dem Gerüst c befindlichen Motor e mittels der Zahnräder f
(Fig. 2) ihren Antrieb. Die Tragbalken g und h sind an den oberen Enden der Wellen α und b
befestigt und führen mit diesen gemeinsam eine Drehbewegung aus; jeder Balken besteht
aus zwei nach Art eines Gelenkparallelogramms miteinander verbundenen Gitterträgern, die
mittels des an sich bekannten kardanischen Gelenkes mit dem Rahmen i und durch diesen
mit dem Ende der Antriebswelle α bzw. b gelenkig
verbunden sind (Fig. 3, 4 und 5). Beide Träger g und h, die bei ihrer Drehbewegung
sich zeitweise mit ihren Enden übergreifen (Fig. 2), sind von übereinstimmender Anordnung
und verschieden hoch gelagert, so daß ein Zusammenstoß derselben ausgeschlossen ist.
An den Enden des Tragbalkens g hängen die Fahrzeuge k mittels der gelenkig angesetzten
Tragstücke /; an den Enden des Tragbalkens h sitzen mittels der Stützen m aufrecht die Fahrzeuge
/, die dadurch mit den Fahrzeugen k
etwa in gleiche Ebene kommen, wenn sich die ^Bahnen der Tragbalken überschneiden.
Die Fahrzeuge k und I sitzen starr an den
Tragstücken j bzw. Stützen m, so daß während der Drehung der Tragbalken ihr Hin-
und Herschwingen vermieden ist; dabei werden diese Tragstücke und Stützen durch die Gelenkparallelogrammverbindung
der Tragbalken stets in senkrechter Richtung gehalten. Unter den Trägern g und h sind konzentrisch zu
den Wellen α und b die geneigten Schienenkreisbahnen
η zur Aufnahme des Gewichts der Tragbalken mit ihren Fahrzeugen vermittels
der unter Einschaltung von in der Zeichnung weggelassenen Federn angeordneten Räder ο gelagert.
Die Tragbalken erhalten unter Vermittlung der Zapfen^ außen am Rahmen i eine Schaukelbewegung
derart, daß die an ihren Enden angeordneten Fahrzeuge abwechselnd gehoben und gesenkt werden, gleichzeitig aber auch
werden sie während der Schaukelbewegung der letzteren im Kreise herum mitgedreht. Um
den Fahrzeugen während ihrer in schräger Ebene erfolgenden kreisenden Bewegung noch
eine zu dieser Kreisbewegung tangentiale Pendelbewegung zu erteilen, werden die Rahmen i
durch ihre Verbindung mit den oberen Enden der Antriebswellen α bzw. b mittels der Zapfen
q in eine Schaukelbewegung quer zur Tragbalkenachse versetzt. Diese Schaukelbewegung
wird durch die mittels Federn an den Tragbalken befestigten Räder r hervorgerufen,
welche auf den gewellten Kreisschienen s laufen (Fig. 3, 4 und 5). Die Bahnsteige t, t
vermitteln den leichten Zutritt des Publikums. zu den Fahrzeugen (Fig. 1), wobei durch geeignete
Formgebung der Schienen s die Fahrzeuge an den Bahnsteigen horizontal zu stehen kommen.
Claims (3)
1. Karussell, bei dem die Fahrzeuge an mit ihren Bahnen sich überschneidenden
Tragbalken hängen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Tragbalken (g, h) mit ihren
Antriebswellen (a, b) so verbunden sind, daß den an den Enden der Tragbalken
hängenden Fahrzeugen (k) außer der Bewegung in kreisförmiger Bahn noch eine Auf-
und Abwärtsbewegung sowie eine Pendelbewegung in tangentialer Richtung erteilt wird.
2. Karussell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Tragbalken
für die Fahrzeuge aus zwei übereinanderliegenden, nach Art eines Gelenkparallelogramms
miteinander verbundenen Gitterträgern besteht und mit der ihn in Umdrehung versetzenden Antriebswelle (a, b)
durch ein kardanisches Gelenk (i, p, q, Fig. 4) verbunden ist.
3. Karussell nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der
die Auf- und Abwärtsbewegung der Tragbalken hervorrufenden schiefen Kreisbahn (n) noch eine in sich geschlossene Wellenbahn
fs) angeordnet ist, welche die tangentiale Pendelbewegung der an den Tragbalken
hängenden Fahrzeuge hervorruft.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB432728X | 1910-07-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250956C true DE250956C (de) |
Family
ID=8899441
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250956D Active DE250956C (de) | 1910-07-30 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250956C (de) |
| FR (1) | FR432728A (de) |
-
0
- DE DENDAT250956D patent/DE250956C/de active Active
-
1911
- 1911-07-28 FR FR432728A patent/FR432728A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR432728A (fr) | 1911-12-14 |
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