DE250874C - - Google Patents
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- DE250874C DE250874C DENDAT250874D DE250874DA DE250874C DE 250874 C DE250874 C DE 250874C DE NDAT250874 D DENDAT250874 D DE NDAT250874D DE 250874D A DE250874D A DE 250874DA DE 250874 C DE250874 C DE 250874C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B33/00—Sealing or packing boreholes or wells
- E21B33/02—Surface sealing or packing
- E21B33/03—Well heads; Setting-up thereof
- E21B33/06—Blow-out preventers, i.e. apparatus closing around a drill pipe, e.g. annular blow-out preventers
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind schon Versuche gemacht worden, die namentlich bei Bohrungen auf Erdöl, Erdgas
o. dgl. eintretenden Ausbrüche durch Absperren der Bohrrohre mittels Ventile, aufgelegter
Platten, Anbringung von Kammern am Bohrloch aufzuhalten, es ist aber nie gelungen,
die große Naturkraft, welche plötzlich auftretend sehr große Ausflußgeschwindigkeiten
zur Folge hat, einzudämmen, geschweige denn
ίο sie für eine praktische Verwendung so gefügig
zu machen, daß man sie ganz in der Hand hat und frei über sie verfügen kann.
Die Vorrichtung nach der Erfindung verfolgt nun den Zweck, bei Bohrungen den gewaltsamen
Ausbruch zu verhindern und die in dem Bohrloch aufsteigende Flüssigkeit, anstatt
sie gewaltsam austreten zu lassen, zu einem gleichmäßigen, geregelten Abfluß zu
bringen. Dabei wird auch das Herausreißen größerer Sandmassen durch die aufsteigende
Flüssigkeit vermieden, wodurch einem frühzeitigen Einstürzen der erbohrten Quelle oder
einem Verstopfen der Bohrlöcher vorgebeugt wird.
Der angestrebte Zweck wird dadurch erreicht, daß das aus dem Bohrloche infolge des
Ausbruchs unter hohem Drucke und unter großer Geschwindigkeit austretende Öl in seinem Drucke und seiner Geschwindigkeit vor
der Weiterleitung herabgesetzt wird. Hierdurch Wird erreicht, daß die Strömung des
Öles regelmäßig wird. Die Herabsetzung des Druckes und der Geschwindigkeit wird dadurch
erreicht, daß die in dem Bohrloche aufsteigende Flüssigkeit in Rohre mit größerem
Querschnitte tritt und von hier aus nach erfolgter Verminderung des Druckes und der
Geschwindigkeit weiterströmt. In diesen in bekannter Weise in die Leitung eingeschalteten
Räumen findet keine Ansammlung des Erdöles wie bisher statt, da durch diese Ansammlung
keine Verminderung des Druckes erfolgen würde. Bei der Vorrichtung geschieht vielmehr ein fortlaufendes Durchtreten des
Öles durch die Räume mit erweitertem Quer- 4^
schnitte in die anschließende Leitung. Letztere kann in derselben Richtung wie das Bohrloch,
also senkrecht,, verlaufen. Sie kann sich aber auch seitlich von dem erweiterten Rohre
abzweigen. Genügt die erzielte Entspannung noch nicht, so werden in dem Innern der
weiten Rohre noch Widerstände, z. B. Füllungen mit Kies oder Schottersteinen verschiedener
Größe, eingebaute Wände, welche die Flüssigkeit zu einem Zickzackweg zwingen,
oder andere Vorrichtungen angebracht, die zu weiterer Herabsetzung der Geschwindigkeit und
des Druckes der strömenden Flüssigkeit geeignet sind. Auch kann in das weitere Rohr
die Flüssigkeit von den beiden entgegengesetzten Enden eintreten, wobei der Stoß der
aufeinander prallenden Ströme diese entspannt.
Eine Ausführungsform nach der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt, wobei
Fig. ι einen Grundriß im Schnitt,
Fig. 2 einen Aufriß, teilweise im Schnitt, zeigt.
Das bekannte in dem Bohrloch befindliche Rohr ι erhält einen Aufsatz 3, in welchem ein
Schieber 2 eingebaut ist, mittels dessen das Rohr im Falle eines Ausbruches nach Entfernung
der etwa im Bohrloch befindlichen Bohr- und Schöpfzeuge geschlossen werden kann.
Die im Bohrloch hochsteigende Flüssigkeit tritt durch die Öffnungen 4 in den freien Raum 3 und das Rohr ein und wird von dort aus durch geeignete Vorrichtung (Schieber, Ventil) 5 oder 6 in den Widerstandskasten 24 oder 25 gleichzeitig oder hintereinander geleitet. An diesen Widerstandskästen sind die Ventile, Schieber oder Hähne 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 usw. angebracht, aus welchen einzeln oder in Gruppen die ausbrechende Flüssigkeit ausfließen kann. Die Widerstandskästen enthalten in ihrem Innern Widerstände, welche beliebig gewählt werden können, z. B. wie in Fig. ι bei 21 angedeutet, eine Füllung von grobem Schotter, Sand, Eisenabfällen oder, wie bei 22 angedeutet, gegeneinander versetzte Blechböden oder, wie bei 23 angedeutet, Platten mit gegeneinander versetzten Öffnungen o. dgl. Die Hauptsache ist, daß alle solche Füllungen der Flüssigkeit einen allmählich wachsenden Reibungswiderstand entgegensetzen, ferner daß sich an verschiedenen Stellen des Körpers in der Stromrichtung der Flüssigkeit regelbare Ausflußöffnungen befinden, durch welche die Flüssigkeit an beliebiger Stelle austreten kann, wobei durch entsprechendes öffnen der Verschlüsse der Widerstand so geregelt werden kann, daß die Flüssigkeit mit der gewünschten Geschwindigkeit abfließt, oder unmittelbar in einen Behälter abgedrückt wird.
Die im Bohrloch hochsteigende Flüssigkeit tritt durch die Öffnungen 4 in den freien Raum 3 und das Rohr ein und wird von dort aus durch geeignete Vorrichtung (Schieber, Ventil) 5 oder 6 in den Widerstandskasten 24 oder 25 gleichzeitig oder hintereinander geleitet. An diesen Widerstandskästen sind die Ventile, Schieber oder Hähne 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 usw. angebracht, aus welchen einzeln oder in Gruppen die ausbrechende Flüssigkeit ausfließen kann. Die Widerstandskästen enthalten in ihrem Innern Widerstände, welche beliebig gewählt werden können, z. B. wie in Fig. ι bei 21 angedeutet, eine Füllung von grobem Schotter, Sand, Eisenabfällen oder, wie bei 22 angedeutet, gegeneinander versetzte Blechböden oder, wie bei 23 angedeutet, Platten mit gegeneinander versetzten Öffnungen o. dgl. Die Hauptsache ist, daß alle solche Füllungen der Flüssigkeit einen allmählich wachsenden Reibungswiderstand entgegensetzen, ferner daß sich an verschiedenen Stellen des Körpers in der Stromrichtung der Flüssigkeit regelbare Ausflußöffnungen befinden, durch welche die Flüssigkeit an beliebiger Stelle austreten kann, wobei durch entsprechendes öffnen der Verschlüsse der Widerstand so geregelt werden kann, daß die Flüssigkeit mit der gewünschten Geschwindigkeit abfließt, oder unmittelbar in einen Behälter abgedrückt wird.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, können die Widerstandskörper parallel oder hintereinander
geschaltet sein, und zwar wäre beispielsweise eine Parallelschaltung dadurch zu erreichen,
daß Ventil, Hahn oder Schieber 5 und 6 geöffnet, 7 geschlossen, 8, 9, 10 und 12, 13, 14
geschlossen und 11 und 15 geöffnet werden; zur Hintereinanderschaltung dagegen kann
z. B. 6 und 7 offen, 5 geschlossen, 12, 13, 14,
15, 11, 10 und 9 geschlossen und 8 offen sein;
desgleichen kann auch nur ein Widerstandskörper jedoch in einer beliebigen Anzahl verwendet
werden.
Zum Ablassen der Gase und zum Mildern von Schlägen können ein oder mehrere Windkessel
26 mit Lufthahn 27 aufgesetzt werden.
Es können auch mehrere Widerstandskörper verwendet und beliebig parallel, hintereinander
oder wechselnd untereinander verbunden werden.
Die Körper, Ventile und Rohre können aus beliebigem Stoffe gebaut und wagerecht, senkrecht
oder in geneigter Lage ausgeführt werden.
Claims (6)
1. Aus einer weiten, an das Bohrrohr angeschlossenen Kammer bestehende Vorrichtung,
um bei Bohrungen Ausbrüche von Flüssigkeiten und Gasen zu verhüten, dadurch gekennzeichnet, daß die aufsteigenden
Flüssigkeiten und Gase durch Entspannungsräume weiter strömen.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Entspannungsraum ein Rohr mit größerem Durchmesser dient.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Entspannungsrohr mit seitlichen Ableitungen versehen ist.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Entspannungsrohr mit Reibungswiderständen ausgestattet ist (21, 22, 23).
5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß
die aus dem Bohrloch aufsteigende, in zwei Ströme geteilte Masse im Entspannungsrohr gegeneinander strömt.
6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Entspannungsräume zwei weitere Rohre (24, 25) dienen, die die Masse entweder
gleichzeitig oder nacheinander aufnehmen und abführen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250874C true DE250874C (de) |
Family
ID=509362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250874D Active DE250874C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250874C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2665760A (en) * | 1950-05-31 | 1954-01-12 | James F Hulsey | Pressure dissipating manifold for bringing in wells |
-
0
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2665760A (en) * | 1950-05-31 | 1954-01-12 | James F Hulsey | Pressure dissipating manifold for bringing in wells |
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