DE2507330B2 - Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung der Energie der Meereswellenbewegung in Nutzenergie - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung der Energie der Meereswellenbewegung in NutzenergieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Umwandlung der Energie der Meereswellenbewegung in Nutzenergie, bei dem die Meereswellen zur Vergrößerung ihrer Amplitude in einen
konvergierenden Kanal gelenkt werden, an dessen Ende sie durch eine unterhalb des normalen Wasserspiegels
liegende Öffnung in ein Gehäuse eintreten, wobei sie
einer Wanderwelle erzeugen, die ihre Energie an eine stehende Welle abgibt, diese dadurch in eine Auf- und
Abbewegung versetzt und oberhalb des Wasserspiegels einen pneumatischen Ober- und Unterdruck aufbaut,
welcher eine stromerzeugende Turbine antreibt.
Meereswellen stellen eine unbegrenzte Energiequelle dar, die mit geeigneten Mitteln genutzt werden könnte.
Die Wellen erzeugen am Ufer eine Brandung, die eine beträchtliche fföhc erreichen kann. Das Produkt des
Gewichtes der Meeresbrandung und der Wasserverdrängung stellt Arbeit und somit Energie dar, die Jl- nacii
Lage erhebliche Werte erreichen kann. Sie fäiit aber
nicht in einer verwertba jn Form an. Um diese
beträchtliche, praktisch unerschöpfliche Energiequelle ausnutzen zu können, muß die Energie umgewandelt
werden, beispielsweise mit Hilfe ei-ics Generators in
elektrischen Strom. Bei dem bekannten Verfahren der genannten Art (»Power Engineering«, September 1956,
Seiten 82 bis 84) wird eine einfach wirkende Turbine verwendet, die in ein ventilgeschaltetes Luftleitungssystem so eingebaut ist, daß die Luft der Turbine ständig
nur in einer Richtung zugeführt wird. Darüberhinaus
werden bei dieser Verfahrensweise zwei Kammern in Form eines doppelwandigen Zylinders vorgesehen,
durch den der Luftraum über der Wasseroberfläche in
to einen inneren zylindrischen Raum und einen äußeren Ringrau aufgeteilt wird, zwischen denen die Luft bei der
Kompression bzw. Expansion hin- und herströmt Das Ansteigen und Abfallen der Wellen innerhalb des
Gehäuses wird dadurch auf zwei Zyklushälften aufge
teilt, von denen die eine beim Ansteigen des
Wasserspiegels auf die in der inneren Kammer befindliche Luft einen Druck ausübt, während gleichzeitig der Luftdruck über der Wasseroberfläche in der
äußeren Ringkammer so weit gesenkt wird, daß ein
μ Unterdruck entsteht In der zweiten Zyklushälfte wird
dann umgekehrt verfahren, also der Luftdreck in der äußeren Ringkammer aufgrund der Wellenbewegung in
einen positiven, also Oberdruck verwandelt, während er
Luftdruck über dem Wasserspiegel in der inneren
Kammer sich in einen Unterdruck ändert Auf diese
Weise wird nach jeder Zyklushälfte der Luftstrom zwischen den Kammern umgekehrt und die an das
Luftleitungssystem angeschlossene Turbine entsprechend beaufschlagt Diese Verfahrensweise ist aufgrund
der erforderlichen Umsteuerung der Luft und des maschinentechnischen bzw. leitungstechnischen Aufwandes nicht befriedigend, da sie einen erheblichen
Kostenaufwand erfordert.
Bei einem anderen bekannten Verfafiren zur Ausnut
zung der Energie der Meereswellenbewegung (BE-PS
6 43 150) wird die in einem von den Wellen durchlaufenen Gehäuse befindliche Luft bei der Abwärtsbewegung der Welle komprimiert und durch ein Rückschlagventil ausgetrieben, während bei der Abwärtsbewegung
der Welle dieses Ventil wieder geschlossen wird. Der durch solche Ventile erforderliche apparatetechnische
Aufwand führt jedoch zu einer unangemessenen Kostensteigerung des Verfahrens und macht letzleres
darüberhinaus reparaturanfällig, da ein Versagen der
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, das Verfahren der eingangs genannten Art so abzuwandeln,
daß eine wesentliche Vereinfachung mit einer entsprechenden Kosteneinsparung erreicht wird, wobei dar-
überhinaus eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens geschaffen werden soll, die erheblich
weniger störungsanfällig ist als die bekannten Einrichtungen und mit einem überraschend hohen Wirkungsgrad arbeitet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäße dadurch gelöst, daß als Turbine eine doppeltwirkende, mit
viertelkreisförmig gekrümmten Leit· und Laufschaufeln versehene Turbine verwendet wird, die sowohl bei der
Verdrängung des Luftpolsters aus dem Gehäuse also
w) auch beim Einsaugen von Luft in das Gehäuse
angetrieben wird, wobei die Druckwirkung d'js durch
die Turbine hindurchgepreßten Lr-ftstroms durch eine
an sich bekannte konische Verjüngung des vor der Turbine befindlichen Gchäuscraums erhöht wird.
<>5 Zur Durchführung des Verfahrens dient eine mit einer
doppeltwirkenden Turbine versehen Vorrichtung, welche sich in einem rohrförmigen Körper des Gehäuses
befindet, an den sich in Richtung auf den Wasserspiegel
eine trichterförmige Erweiterung anschließt, wobei das
Gehäuse Ober ein Tor in seinem unteren Teil mit dem konvergierenden Kanal in Verbindung steht
Durch diese Verfahrensweise und den zur Durchführung
des Verfahrens benötigten relativ geringen ■>
apparatetechnischen Aufwand wird erreicht, daß jede in das Gehäuse eintretende Wanderwelle sich ungehindert
in dem Gehäuse ausbreiten und ihre Energie an eine stehende Wellt abgeben kann, welche in jeder
Bewegungsrichtung durch die Turbinenschaufeln der doppeltwirkenden Turbine hindurchgetrieben wird und
diese antreibt Hierzu ist nur eine einzige Kammer für die abwechselnde Erzeugung von Unterdruck- und
Oberdruckzuständen erforderlich, wobei jeglicher Rohrleitungs- und Ventilsteueraufwand für die Beaufschlagung
der Turbine entfällt
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielshalber näher erläutert. In
der Zeichnung zeigt
Fig. 1 den schematischen Aufbau einer Stromerzeugungsaniage
am Ufer,
F i g. 2 eine Längsschnittansicht des Gehäuse» mit der
darin befindlichen Turbine,
Fig.3 eine vergrößerte Längsschnittansicht der
Turbine und
F i g 4 eine schematische Darstellung der Anordnung der Turbinenschaufeln.
In den Fig. 1 und 2 ist eine an einem Ufer 1 aufgestellte Stromerzeugungsanlage dargestellt bei der
zur Erhöhung der Wellenwirkung, also zur Vergröße- Jo
rung der Wellenamplitude, ein Damm 2 mit einem trichterförmigen Grundriß vorgesehen ist, der zum
Wasser hin einen großen Einlaß aufweist welcher sich zum Ufer hin stetig verjüngt. Der durch den Damm 2
gebildete konvergierende Kanal 3 mündet über ein Tor 4 in eine zylindrische Druckkammer 5 einer trichterförmigen
Erweiterung 6. Oberhalb der Druckkammer 5 befindet sich eine doppeltwirkende Turbine 7, die mit
einem Generator 8 in Verbindung steht
Die in den konvergierenden Kanal 3 hineinlaufenden Wellen werden aufgrund des Umrisses des Dammes an
dessen Ende vor dem Tor 4 verstärkt und vergrößert Diese vergrößerten Wellen haben eine enorme
Druckenergic, um eine stehende Welle, die innerhalb
der Druckkammer 5 fluktuiert zu aktivieren. Diese stehende Welle wird in eine Brandung umgewandelt
und erzeugt innerhalb der Druckkammer 5 einen Oberbzw. Unterdruck, da die Kammer oberhalb der Turbine
7 über öffnungen 9 mit der Umgebungsluft in Verbindung steht.
Die Druckkammer ü wirkt wie eine große Kolbenkammer,
wobei die Wellenbrandung die Kolbenkopf bildet. Wenn also das Meerwasser durch die waagrechte
Bewegungskomponente der Welle in die Druckkammer gepumpt wird, bewirkt das in die Druckkammer
einströmende Wasser, das die stehende Welle innerhalb der Kammer die über ihr stehende Luftsäule verschiebt
Da sich der Durchmesser der Druckkammer 5 zur Turbine 7 hin düsenförmig verkleinert, wird die
Ausström- bzw. Einsauggeschwindigkeit der Luftsäule so stark vergrößert, daß die doppeltwirkende Turbine 7
als Luftturbine arbeiten kann.
Die Leitschaufeln IO und 11 sowie die Läuferschaufeln
12 (Fig.4) der Turbine 7 sind ν irrtelkreisförmig
gewölbt Diese Wölbung bewirkt eine Hrehung des
Turbinenläufers 13 (F i g. 3) mit hoher Geschwindigkeit,
wobei die Tangentialkraft durch nochmalige Verdichtung vergrößert wird.
Die Leistung bei Saugwirkung ist geringer als bei
Druckwirkung, kann aber durch geeignete Ausbildung der Läuferschaufeln 12 der Leistung bei Druckwirkung
angenähert werden. Zur Wirkungsgradbesserung ist eine Seite der Läuferschaufeln 12 poliert, die andere
sehr rauh. Die Leitschaufeln 10 und 11 sind einseitig
poliert
In Fig.3 ist die Turbinenanordnung von Fig. 2 in
einem größeren Maßstab dargestellt. An den rohrförmigen Körper 14 schließt sich das obere Ende der
Druckkammer 16 ?.n, die einen sich zur Turbine 17 hin verringerten Querschnitt aufweist. Durch die düsenförmige
Verkleinerung der Druckkammer 16 wird die oberhalb des Wasserspiegels auf- und abbev.cgte
Luftsäule durch die Turbine 17 hindurchgepreßt und über Öffnungen 26 nach außen geleitet, bzw. in
umgekehrter Richtung wieder eingesaugt, wie dies durch die Pfeile dargestellt ist, so daß die Turbinenwelle
stetig angetrieben wird und mit Hilfe des von ihr angetriebenen Generators 8 (F i g. 2) Strom erzeugt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:t. Verfahren zur Umwandlung der Energie der Meereswellenbewegung in Nutzenergie, bei dem die Meereswellen zur Vergrößerung ihrer Amplitude in einen konvergierenden Kanal gelenkt werden, an dessen Ende sie durch eine unterhalb des normalen Wasserspiegels liegende öffnung in ein Gehäuse eintreten, wobei sie eine Wanderwelle erzeugen, die ihre Energie an eine stehende Welle abgibt, diese dadurch in eine Auf- und Abbewegung versetzt und oberhalb des Wasserspiegels einen pneumatischen Ober- und Unterdruck aufbaut, welcher eine stromerzeugende Turbine antreibt, dadurch gekennzeichnet, daB als Turbine eine doppeltwirkende, mit viertelkreisförmig gekrümmten Leit- und Laufschaufeln versehene Turbine verwendet wird, die sowohl bei der Verdrängung des Luftpolsters aus dem Gehätbc als auch beim Einsaugen von Luft in das Gehäuse angetrieben wird, wobei die Druckwirkung des durch die Turbine hindurchgepreßten Luftstroms durch eine an sich bekannte konische Verjüngung des vor der Turbine befindlichen Gehäuseraums erhöht wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I. mit einem in Richtung auf ein Gehäuse konvergierenden Kanal, durch den Meereswellen in das Gehäuse lenkbar sind, in dem oberhalb des Wasserspiegels eine Turbine angeordnet ist, durch r!ic der durch die Wellenbewegung im Gehäuse erzeugte Luftstrom hindurchleitbar ist und die mit einem Generator s.jr Stromerzeugung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daB die Turbine (7,17) eine doppeltwirke! Je Turbine ist und in einem rohrförmigen Körper (14) des Gehäuses sitzt, an den sich in Richtung auf den Wasserspiegel eine trichterförmige Erweiterung (6) anschließt, und daß das Gehäuse über ein Tor (4) in seinem unteren Teil mit dem konvergierenden Kanal (3) in Verbindung steht
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