DE2507149B2 - Verfahren zur Herstellung einer Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Bildwandler- oder BildverstärkerröhreInfo
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Description
25
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1, wre es etwa bereits aus der US-PS 25 86 304 bekannt ist
Solche Bildwandler werden in der Regel zur Umsetzung unsichtbarer Bilder in solche, die sichtbar
sind, benutzt D-"zu werden im Wandler an einer
Fotokathode die sichtbar zu machenden Strahlen in ein Elektronenbild umgesetzt Nach Beschleunigung und
elektronenoptischer Behandlung weraen diese dann zur
Sichtbarmachung auf einem Ausöapgsleuchtschirm
abgebildet Dabei wird für die Fotokathode in der Rege! Cäsium (Cs) verwendet Bei den sog. Multialkalikathoden
wird aber auch Kalium (K) und Natrium (Na) benutzt Diese Alkalimetalle wirken bekanntlich schädlieh,
d. h. die Leuchtfähigkeit vermindernd, auf Leuchtstoffe ein, die im Ausgangsleuchtschirm verwendet
werden.
Bei der Herstellung von Bildwandlern, insbesondere sog. Röntgenbildverstärkern, gibt es Ausfälle wegen
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ist zurückführbar auf die schädliche Einwirkung der bei der Herstellung der Fotokathode benutzten Alkalimetalle.
Diese als Vergiftung bezeichnete Erscheinung entsteht nach herrschender Meinung dadurch, daß das
Alkalimetall den in der Regel im Ausgangsschirm verwendeten Zink-Cadmiumsulfid- Leuchtstoff
(ZnCdS: Akt) angreift und seine Leuchtfähigkeit zerstört. Als Aktivator »Akt« kommt etwa Silber oder
Kupfer in Betracht Das Alkalimetall zieht den Schwefel an sich und läßt die Metalle Zink und Cadmium zurück,
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ihrer dunklen Farbe die Abgabe des Lumineszenzlichtes behindern. Deshalb wurde versucht, Schutzmaßnahmen
zu treffen, wie sie etwa die in der CH-PS 3 16 948 beschriebenen sind. Dabei sollen Blenden verhindern,
daß aufgedampftes Alkalimetall den Ausgangsleuchtschirm erreicht Eine solche Vorrichtung stellt zweifellos
einen zusätzlichen komplizierten Aufwand dar. Es ist überdies notwendig, diese Vorrichtung nach Fertigstellung
der Röhre zu entfernen und den Montageansatz wieder dauerhaft vakuumdicht zu verschließen. Außerdem
tritt beim Kathodenbau sowie auch im fertigen Bildwandler noch ein Dampfdruckgleichgewicht des
Alkalimetall der Fotokathode ein, so daß steis
Alkalimetalldampf in der Röhre vorhanden ist
Aus der US-PS 25 86 304 ist ein Aufbau von Bildwandler- oder Bildverstärkerröhren mit einem
Ausgangsleuchtschirm und einer mit Alkalimetall, insbesondere mit Cäsium, aktivierten Fotokathode
bekannt, bei dem zunächst der gegen Alkalimetalle empfindliche Leuchtstoff des Aaisgangsleuchtschirms
zur Bildung eh.er Schut^chicht gegen Alkalimetalle mit
einem Metall bedampft und anschließend einer oxidierenden Atmosphäre ausgesetzt wird und bei dem erst
dann die Fotokathode formiert wird. Zum Konservieren des Leuchtstoffs werden aber Stoffe verwendet die
sonst in der Fotokathode nicht vorkommen, etwa /'uminium oder Chrom. Dafür müssen zusätzliche
Bedampfer vorgesehen werden. Außerdem sind besondere Behandlungsmittel, wie ein Glühofen oder ein
elektrolytisches Bad, zur Oxidation nötig, deren Einsatz zudem noch auf manche Leuchtstoffe schädlich wirk ^ η
kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Bildwandler- oder
Bildverstärkerröhre gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 anzugeben, bei dem der Ausgangsleuchtschirm
vor schädlichem Angriff durch Alkalimetalle der Fotokathode geschützt ist und der dafür
erforderliche Aufwand niedrig bleibt Diese Aufgabe wird eriindungsgemäß eurch die im kennzeichnenden
Teil dieses Anspruchs angegebenen Maßnahmen gelöst
Versuche, die zur Erfindung führten, haben gezeigt daß die schädliche Reaktion etwa von Cäsium, Kalium
und Natrium mit dem (ZnCd) S-Leuchtstoff des Ausgangsleuchtschirmes hauptsächlich dann eintritt
wenn längere Zeit, etwa 15 bis 20 min höhere Cäsium-Partialdrucke als 1333 · 10~2 Pa bei einer
Temperatur von 75 bis 2200C auf den Leuchtstoff einwirken.
Eine wirksame Schu-zschicht kann folgendermaßen
erhalten werden: Man bringt den Betrachtungsschirm in einem Rezipienten und heizt dor* bei e; em Druck von
etwa 1,33 · 10—♦ Pa (Hochvakuum) 7 Stunden lang bei
etwa 2700C aus. Dies erfolgt damit vorhandene
Verunreinigungen und Wasserhäute von den Oberflächen fortgeheizt werden und somit eine saubere
Oberfläche entsteht Der Druck nach dem Ausheizpro zeß im abgekühlten Rezipienten sollte etwa 1333 ■ 10-5
Pa betragen. Bei einer Temperatur von 75 bis 1000C
wird dann ein Cäsiumentwickler in Betrieb gesetzt Der dabei entstehende Partialdruck des Cäsiums sollte etwa
I333 ■ ΙΟ-4 Pa nicht überschreiten. Nach einer Einwirkungszeit
von 10 bis 15 min wird der Rezipient auf Raumtemperatur abgekühlt und belüftet So können
Schutzschichten auf dem Zink-Kadmium-(ZnCdS)-Leuchtstoff
erhalten werden, die in Bildwandlern dauerhaft beständige Leuchtschichten ergeben.
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eine Reaktion der atmosphärischen Bestandteile mit dem auf den Leuchtschirm und den dort vorhandenen
Leuchtstoffkörnern kondensiertes Cäsium aufquellen läßt, so daß eine kompakte Diffusionssperre erzeugt
wird, durch welche erneut auftreffendes Alkalimetall, wie etwa Cäsium, nicht mehr durchdrigen kann. Es ist
anzunehmen, daß das Cäsium mit dem Wasserdampf der Luft reagiert Die so entstandene Schicht ist temperaturbeständig
und hält auch Temperaturen oberhalb 3000C aus. Die optischen und die Lumineszenz-Eigenschaften
des Schirmes werden durch eine derartige Behandlung,
wie Messungen am Bildverstärker gezeigt haben, nicht
beeinflußt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren erläutert.
F i g. 1 ist schematisch der Schnitt durch einen Röntgenbildverstärker gezeichnet, dessen Ausgangsschirai
in erfindungsgemäßer Weise mit einer Schutzschicht versehen ist und
F i g. 2 eine Einrichtung zsr Anbringung der schützenden
Zwischenschicht.
In der F i g. 1 ist mit 1 ein vakuumdichter Kolben bezeichnet, in dem die Elemente eines elektronischen
Bildverstärkers untergebracht sind. Diese Elemente beginnen am einen Ende des Kolbens 1 mit einem
Eingangsschirm Z Dieser liegt hinter einem ""'ncangsfenster
3, welches den einen Abschluß des zy'-'Cerförmigen
Kolbens 1 darstellt. Auf den F;.nga"gsschirm
folgen dann Ringelektroden 4, 5 und 6 sowie eine Leuchtschicht 7, die auf die Eäektr -'->
6 zu mit einer dünnen Aiuiiäniumschicht» beleg", ist und die aui der
anderen Seite auf einem Träfe-.1· 9 aus 1,1 mm dickem
Glas liegt Dieser Schirm liegt an dem Fenster 3 gegenüberliegenden Ende des Kolbens 1.
Der Eingangsschirm 2 ist im Kolben 1 durch Stege fixiert, von denen in der Figur die mit 10 und 11
bezeichneten sichtbar sind. Sie reichen von der Wand des Kolbens 1 zum Träger 12 des Eingangsschirms 2.
Der Träger V2 ist mit einer Absorptionsschicht 13 aus Gold belegt Die Leuchtstoffschicht 14 besteht aus
Cäsiumjodid, das mit Nat/ium aktiviert ist (CsJ: Na).
Diese Schicht ist dann an ihrer den Elektroden 4 und 6 zugewandten Seite mit einer Fotokathodenschicht 15
bedeckt Diese besteht wie bei den bekannten
Bildverstärkern, die Mr Röntgenstrahlen empfindlich
sind, aus Cäsium-Antimon, dem man in der Regel die Formel SbCsi zuschreibt Diese Schicht kann aber auch
aus Antimon und mehreren Alkalimetallen, wie Natrium (Na) und Kalium (K), bestehen und formelmäßig z. B.
Sb(Na2K)CS oder SbK2Cs sein. Der Träger 12 und
damit auch die Schichten 13 bis 15 haben die Form einer den Forderungen der Elektronenoptik angepaßt gekrümmten
Kalotte. Sie wird in bekarnter Weise —ädurch hergestellt, daß nach fertiggestelltem Einbau
des Kolbens, d. h. nach dem Einbringen der Teile 2 bis 9, der Kolben 1 vakuumdicht geschlossen wird und daß
anschließend nach Ausheizen und Evakuieren die Schicht 15 auf die Leuchtschicht 14 aufgedampft wird.
Um bei dem vorstehend erwähnten Herstellen der Fotokathodenschicht 15 eine geschützte Leuchtschicht
7 des Ausgangsschirms zu haben, wird diese Schicht, die
auf dem Träger 9 ruht und mit der Aluminiumschicht 8, die 10-6 m stark ist, versehen wurde, in einen in F i g. 2
dargestellten Rezipienten 16 gebracht Dort wird mittels einer mit i7 angedeuteten Pumpe evakuiert, so daß sich
der auf Stützen, von denen die mit 17 und 18 bezeichneten dargestellt sind, liegende Leuchtschirm 7
entsprechend der. oben angegebenen Maßnahmen behandelt werden kann. Dazu wird zunächst der in der
Glocke 9 liegende Raum etwa durch eine in der Unterlage angebrachte, von der Stromquelle 2« aiü, nut
Energie versorgte, durch eine gestrichelte Heizspirale 20' angedeutete Heizung auf 2700C erwärmt, so daß der
oben beschriebene Ausheizvorgang st»«ifindet Nachdem
der Druck sich auf 1333 - 10~5 PA stabilisiert hat,
erfolgt ebenfalls mittels der Stromquelle 20 die Herzung des Verdampfers 21, auf welchem sich ein Schiffchen 22
mit einec Cäsiumquelle 23 befindet Dieses wird dann in
den Raum ^es Rezipienten 16 entlassen und entlang der
gestrichelten Linien 24 auch auf den Leuchtschirm bzw. die abdeckende Aluminiumschicht gelangen. Dort
diffuniert das Cäsium durch die dünne Schicht 8 hindurch in die Leuchtschicht 7 und umhüllt die
Leuchtstoffkörner. Nachdem 15 bis 20 min lang bedampft worden ist, wird die Heizung der Unterlage
wieder abgestellt und durch öffnen des Hahnes 25 bei
Raumtemperatur der Rezipient belüftet. Durch diesen Prozeß wird der Leuchtstoff so behandelt daß er in den
Kolben 1 eingebaut werden kann und gegen einen späteren Angriff durch Cäsium, Kalium und Natrium bei
der Herstellung der Schicht 15 geschützt ist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung einer Bildwandleruder
Bildverstärkerröhre mit einem Ausgangs-Ieuchtschirm und einer mit Alkalimetall, insbesondere
mit Cäsium, aktivierten Fotokathode, bei dem zunächst der gegen Alkalimetalle empfindliche
Leuchtstoff des Ausgangsleuchtschirms zur Bildung einer Schutzschicht gegen Alkalimetalle mit einem
Metall bedampft und anschließend einer oxidierenden Atmosphäre ausgesetzt wird und bei dem erst
dann die Fotokathode formiert wird, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Bedampfung des Leuchtstoffs Alkalimetall verwendet wird, daß die
Bedampfung in einem Rezipienten bei höchstens '5
1333 - 10-· PA und 70 bis 1000C durchgeführt wird
und daß dann der Rezipient belüftet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Leuchtstoff aktiviertes Zink-Cadmiumsulfid
und als Alkalimetall Cäsium verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752507149 DE2507149C3 (de) | 1975-02-19 | 1975-02-19 | Verfahren zur Herstellung einer Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752507149 DE2507149C3 (de) | 1975-02-19 | 1975-02-19 | Verfahren zur Herstellung einer Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2507149A1 DE2507149A1 (de) | 1976-09-02 |
| DE2507149B2 true DE2507149B2 (de) | 1979-06-13 |
| DE2507149C3 DE2507149C3 (de) | 1980-02-21 |
Family
ID=5939288
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752507149 Expired DE2507149C3 (de) | 1975-02-19 | 1975-02-19 | Verfahren zur Herstellung einer Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2507149C3 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2832141A1 (de) * | 1978-07-21 | 1980-01-31 | Siemens Ag | Verfahren zur herstellung von strahlenwandlerschirmen |
| DE3217405A1 (de) * | 1981-05-20 | 1982-12-09 | Naamloze Vennootschap Philips' Gloeilampenfabrieken, 5621 Eindhoven | Elektronenvervielfachungsstruktur, verfahren zum herstellen einer derartigen struktur und ihre anwendung in einer fotoelektrischen roehre |
-
1975
- 1975-02-19 DE DE19752507149 patent/DE2507149C3/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2832141A1 (de) * | 1978-07-21 | 1980-01-31 | Siemens Ag | Verfahren zur herstellung von strahlenwandlerschirmen |
| DE3217405A1 (de) * | 1981-05-20 | 1982-12-09 | Naamloze Vennootschap Philips' Gloeilampenfabrieken, 5621 Eindhoven | Elektronenvervielfachungsstruktur, verfahren zum herstellen einer derartigen struktur und ihre anwendung in einer fotoelektrischen roehre |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2507149C3 (de) | 1980-02-21 |
| DE2507149A1 (de) | 1976-09-02 |
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|---|---|---|---|
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