DE2507145B2 - Kreiselsichter - Google Patents
KreiselsichterInfo
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Description
Ei
RiI
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Die Erfindung betrifft einen Kreiselsichter mit einem seitlich geschlossenen Metallgehäuse, in dessen oberen
Gehäuseteil ein Ventilator mit einer Materialaufgabe und unterhalb des Ventilators ein mit Abstand von
einem Innenring umgebener Streuteller sowie in dessen unteren Gehäuseteil ein Trichter mit Grobkornaustrag
und im Gehäuseboden ein Feinkornaustrag vorgesehen sind, wobei der Innenring und der Trichter über
Jalousiebleche miteinander verbunden sind.
Die Schwierigkeiten, die bei derartigen bekannten Kreiselsichtern auftreten, liegen insbesondere darin, daß
sich feiner Kohlenstaub an der inneren Gehäusewandung des oberen Gehäuseteils absetzt und anbackt und
daß sich auf diese Weise nach einer gewissen Laufzeit des Sichters in diesen Bereichen eine derartig mächtige,
aus Kohlenstaub gebildete Schicht ergibt, daß der Wirkungsgrad des Kreiselsichters bis zum Nullwert
absinkt Der durch die Flügelräder des Ventilators angeregte Windstrom ist nicht mehr in der Lage,
zwischen Innenring und angehackter Kohlenstaubschicht seinen Weg in Richtung auf die Jalousiebleche zu
nehmen. Das gesamte Aufgabegut wird durch den Innenring sofort in den Trichter und anschließend in den
Grobkornaustrag geführt Eine Trennung von Feinkorn und Grobkorn kann nicht mehr stattfinden.
Zur Lösung dieses Problems ist bereits im oberen Gehäuseteil eines Kreiselsichters zwischen Außenwand
und Flügelrädern bzw. zwischen Außenwandung und Innenring der kreisförmigen Ausbildung eines Kreiselsichters
eine gummiartige Verkleidung aufgehängt worden. Der Vorteil einer solchen Einrichtung sollte
darin liegen, daß durch den durch den Ventilator erzeugten Luftstrom die aufgehängte gummiartige
Wand dauernd in Bewegung versetzt wird und sich auf diese Weise keine Ablagerungen bilden können. Hierbei
ist jedoch nicht berücksichtigt worden, daß sich der Kohlenstaub in den zwischen der aufgehängten Wand
und der äußeren Gehäusewand nicht durch den Luftstrom verwirbelten Bereichen absetzt und somit
nach gewisser Zeit auch dieser in sich beweglichen Wand die Möglichkeit genommen wird, sich in Richtung
auf die äußere Gehäusewand hin zu bewegen. Bei Einschränkung dieser Bewegungsmöglichkeit durch den
Luftstrom setzt sich Kohlenstaub auch wieder an dieser sogenannten Zwischenwand ab und der Wirkungsgrad
eines solchen Kreiselsichters strebt dem Nullwert entgegen, wie oben bereits beschrieben worden ist
Die genannten Kreiselsichter sind nur dann mit gutem Erfolg einzusetzen, wenn sie in regelmäßigen zeitlichen
Abständen stillgesetzt werden und die sich an den Außenwandungen bildenden Staubablagerungen, die
aufgrund ihrer geringen Größe und des ursprünglich in dem aufgegebenen Material enthaltenen Wassers
steinhart aneinanderbacken, von Hand beseitigt werden und somit den nötigen Raum für den vom Ventilator
geschaffenen Luftstrom schaffen. Diese Arbeiten sind sehr zeit- und kostenaufwendig und verhindern ein
kontinuierliches Einsetzen von Kreiselsichtern.
Nach der DE-PS 6 51 093 ist darüber hinaus ein Windsichter beschrieben, dessen aus Blech oder
beliebigen anderen Stoffen bestehendes Gehäuse in Schwingungen versetzt wird, wobei der Schwingungserreger
als um die lotrechte Mittelachse umlaufende Kurbel, unausgeglichene Schwungmasse oder dergleichen
ausgebildet wird.
Ein derartiges Schwingen des gesamten Sichters wird heute bereits durch die Ventilatoren erzielt, ohne daß
Ablagerungen, die bis zur Funklionslosigkeit eines Sichters führen, an den oben beschriebenen Stellen
verhindert werden können.
Demgegenüber ist die Aufgabe der Erfindung, einen Kreiselsichter zu schaffen, bei dem es möglich ist, ohne
Betriebsunterbrechung die Ablagerungen an den Außenwandungen zu kontrollieren und abzuklopfen, bei
dem also ein kontinuierliches, kostengünstiges und den Wirkungsgrad in bezug auf das Ausbringen von Grob-
und Feinkorn nicht änderndes Trennen des aufgegebenen Materials gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Kreiselsichter der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß der obere Gehäuseteil über seinen gesamten Umfang nebeneinander angeordnete, axial verlaufende
fensterartige Ausnehmungen und an der Innenwandung eine nachgiebige Schleißeinlage aufweist, und daß an
der Außenwandung Einrichtungen zur KJopf- oder
Vibrationseinwirkung auf die Schleißeinlage im Bereich der Ausnehmungen vorgesehen sind.
Es ist von besonderem Vorteil, wenn die Schleißeinlage aus Gummigurt oder einem ähnlich nachgiebigen ·>
Material besteht
Auch erweist es sich als besonders vorteilhaft, wenn
die Schleißeinlage an der Innenwandung radial in mehrere Abschnitte unterteilt ist, wobei sich ein
Abschnitt über mindestens zwei Ausnehmungen er- u> streckt
Besonders vorteilhaft ist es im Rahmen der Erfindung, wenn zum Einwirken auf die Schleißeinlage im Bereich
der Ausnehmungen mechanische, von Hand zu betätigende Mittel, vorzugsweise Klopfeinrichtungen, vorge- ι -sehen sind.
Der technische Fortschritt der Erfindung ist darin zu sehen, daß sich gegenüber den bekannten Kreiselsichtern bei der erfindungsgemäßen Einrichtung durch
Abtasten von außen her feststellen läßt, ob sich an den .?(>
Schleißeinlagen Ablagerungen gebildet haben oder nicht Die Schleißeinlage ist derart flexibel bzw.
nachgiebig auszuführen, daß eine Verspannung der Einlage durch Kohlenstaubablagerungen von Hand zu
spüren ist, welche durch Einwirken von außen, v>
beispielsweise durch mechanische von Hand zu betätigende Mittel, von der Innenwand abzulösen sind.
Weiterhin erweist es sich als technisch fortschrittlich, daß durch die Oberflächenausbildung eines als Schleißeinlage verwendeten Gummigurtes sich auf diesem eine s»
dünne Staubablagerung absetzt, die auch bei Klopfeinwirkungen von außen her bestehen bleibt, und somit
eine Schutzschicht bildet
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher «
erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Schnittzeichnung, in der schematisiert der
erfindungsgemäße Kreiselsichter dargestellt ist und
F i g. 2 eine perspektivische Darstellung des Gehäuses teilweise geschnitten. ίο
Wie aus F i g. 1 zu sehen ist, ist das Gehäuse 1 des
Kreiselsichters im wesentlichen durch das Trageisen 16 unterteilt in einen oberen Gehäuseteil 2 und einem
unteren Gehäuseteil 3. Der durch die Gehäuseoberfläche in den oberen Gehäuseteil 2 hineinragende r>
Ventilator 4 ist an einer Hohlwelle 5 angeordnet, die wiederum eine Riemenscheibe 9 aufweisend, über den
Motor 11, die Riemenscheibe 12 und den Riemen 10 angetrieben wird. An der Hohlwelle 5 des Ventilators 4
sind im Inneren des oberen Gehäuseteils 2 Flögelräder 7 angebracht, an deren Enden Flügelbleche 8 vorgesehen
sind. Durch die Hohlwelle 5 des Ventilators 4 ist ein feststehendes Einfüllrohr 6 für die Materialaufgabe
hindurchgeführt Unterhalb des Einfüllrohres 6 ist ein Streuteller 14 angeordnet, der von einem auf dem .«
Trageisen 16 gehaltenen Stützlager 15 getragen wird. Der Streuteller 14 wird in Abstand parallel zum
Gehäuse 1 von einem Innenring 13 umgeben. Im unteren Gehäuseteil 3 ist ein Trichter 17 mit einem
Grobkornaustrag 19 installiert, der über Jalousiebleche «)
18 mit dem Innenring 13 verbunden ist Im Boden des Gehäuses 1 ist ein Feinkornaustrag 20 angeordnet.
Wie aus F i g. 2 besonders deutlich hervorgeht, sind im oberen Gehäuseteil 2 über dessen Gesamtumfang
nebeneinander angeordnete, axial verlaufende fenster- M artige Ausnehmungen 21 vorgesehen. Die gesamte
Innenwandung des oberen Gehäuseteils 2 ist mit einer
Schleißeinlage 23 versehen. Da es sich in dem
beschriebenen und in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen bei der Schleißeinlage 23 um
Gummigurt handelt der im Vergleich zu reinem Gummi weniger nachgiebig ausgebildet ist, wird die Innenwandung des oberen Gehäuseteils 2 in einzelne Abschnitte
22 unterteilt In den einzelnen Abschnitten 22 überdeckt die Schleißeinlage 23 von innen her mindestens zwei,
oder wie aus Fig.2 hervorgeht, drei fensterartige
Ausnehmungen 21. Da die Schleißeinlage 23 mittels Flacheisenleisten 24 und Schrauben 25 fest an der
Innenwandung verspannt ist, ermöglicht die Größe des Abschnitts 22 über mindestens zwei fensterartige
Ausnehmungen 21 eine gewisse Flexibilität bzw. Nachgiebigkeit der Schleißeinlage 23, wenn durch die
fensterartigen Ausnehmungen 21 eine Schlag- oder Klopfeinwirkung auf die Schleißeinlage 23 ausgeübt
wird Es ist vorstellbar, daß bei Wahl eines nachgiebigeren Materials als der verwendete Gummigurt, beispielsweise ein ohne Textileiniagen ausgerüsteter Gummi
oder auch Kunststoff, jede einzelne Ausnehmung 21 mit einer Schleißeinlage 23 versehen ist d. h. die Anzahl der
Abschnitte 22 entspräche der Zahl der fensterartigen Ausnehmungen 21.
Wie weiterhin aus F i g. 1 zu entnehmen ist besteht die Möglichkeit die Klopf- oder Schlageinwirkung
durch die fensterartigen Ausnehmungen gegen die Schleißeinlage 23 nicht nur von Hand vorzunehmen,
sondern eine entsprechende Klopfeinrichtung 28, beispielsweise einen Rüttler oder einen Vibrator, auf
einer Trageschiene 26 um den Kreiselsichter herumlaufen zu lassen. Wie aus F i g. 1 hervorgeht könnte eine
derartige Vorrichtung beispielsweise auf Rollen 27 auf der Tragschiene 26 geführt werden und mit einem
eigenen Antrieb versehen sein, so daß ein durch einen ständigen Umlauf einer Klopfeinrichtung 28 kontinuierliches Einwirken des Kolbens 29 auf die Schleißeinlage
23 der um den Umfang des Kreiselsichters gleichmäßig
verteilten Ausnehmungen 21 stattfinden könnte.
Die Funktion des Kreiselsichters mit der erfindungsgemäßen Ausstattung ist folgende:
Das Rohmaterial wird durch das Einfüllrohr 6 aufgegeben, fällt auf den rotierenden Streuteller 14 und
wird gegen den Innenring 13 geschleudert Die durch den Ventilator 4 hervorgerufene Luftströmung sucht
ihren Weg zwischen der Außenwandung des oberen Behälterteils 2 und dem Innenring 13 durch die
Jalousiebleche 18, von wo der Luftstrom durch die Flügelräder wieder angesaugt wird, so daß ein ständiger
Kreislauf erstellt wird. Gegen die Strömung fällt das Grobkorn in den Trichter 17 und wird durch den
Grobkornaustrag 19 abgeführt. Das Feinkorn wird durch den Luftstrom mit gefördert und fällt außerhalb
des Innenrings 13 und Außenwandung, bzw. Schleißeinlage 23, in den unteren Gehäuseteil 3 und wird über
weitere nicht dargestellte Einrichtungen dem Feinkornaustrag 20 zugeführt Da dem aufgegebenen Material
eine gewisse Feuchtigkeit anhaftet, ist es ohne weiteres erklärlich, daß sich das staubförmige Material, mit seiner
großen Oberfläche für eine hohe Benetzbarkeit empfänglich, an den Außenwandungen absetzt Durch
ein in regelmäßigen Zeitabständen wiederholbares Abtraten und Abklopfen der Schleißeinlagen 23 wird
verhindert, daß es zu derartigen Ablagerungen kommt die durch Verringerung des Strömungsweges für den
Luftstrom den Wirkungsgrad eines Kreiselsichters verschlechtern.
Claims (7)
1. Kreiselsicbter mit einem seitlich geschlossenen
Metallgehäuse, in dessen oberen Gehäuseteil ein Ventilator mit einer Materialaufgabe und unterhalb
des Ventilators ein mit Abstand von einem Innenring umgebener Streuteller sowie in dessen unteren
Gehäuseteil ein Trichter mit Grobkornaustrag und im Gehäuseboden ein Feinkornaustrag vorgesehen
sind, wobei der Innenring und der Trichter über Jalousiebleche miteinander verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der obere Gehäuseteil (2) über seinen gesamten Umfang nebeneinander angeordnete, axial verlaufende fensterartige
Ausnehmungen (21) und an der Innenwandung eine nachgiebige Schleißeinlage (23) aufweist,
und daß an der Außenwandung Einrichtungen (28) zur Klopf- oder Vibrationseinwirkung auf die
Schleißeinlage (23) im Bereich der Ausnehmungen (21) vorgesehen sind.
2. Kreiselsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleißeinlage (23) aus
Gummigurt oder einem ähnlich nachgiebigen Material besteht
3. Kreiselsichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleißeinlage (23) an der
Innenwandung radial in mehrere Abschnitte (22) unterteilt ist, wobei sich ein Abschnitt (22) über
mindestens zwei Ausnehmungen (21) erstreckt
4. Kreiselsichter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Abschnitte (22)
der Schleißeinlage (23) über Flacheisenleisten (24) mit der Gehäusewandung verschraubt sind.
5. Kreiselsichter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einwirken auf die
Schleißeinlage (23) im Bereich der Ausnehmungen (21) mechanische, von Hand zu betätigende Mittel,
vorzugsweise Klopfeinrichtungen, vorgesehen sind.
6. Kreiselsichter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einwirken auf die
Schleißeinlage (23) im Bereich der Ausnehmungen (21) automatische Mittel wie Klopf- und Vibrationseinrichtungen (28) vorgesehen sind.
7. Kreiselsichter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die automatischen Einrichtungen
(28) über eine das Metallgehäuse (1) kreisförmig umgebende Tragschiene (26) verfahrbar ausgebildet
sind.
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