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Elektromotorisch angetriebenes gerät zum Schneiden von Gräsern, Hecken
und dergleichen Die vorliegende erfindung bezieht sich auf ein elektromotorisch
angetriebene Gerät zum Schneiden von Gräsern, iecken und dergleichen, das zwei übereinanderliegende
Schermesser enthält, von denen wenigstens eines angetrieben ist und gegenüber dem
anderen eine oszillierende Relativbewegung ausführt.
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Beim Gebrauch derartiger Geräte besteht einerseits ie Gefahr,.daß
die ßedienungsperson beispielsweise einen Finger versehentlich in den Schneidbereich
bringt, was zu erheblichen Verletzungen führen kann, und zum anderen können
Gegenstände
wie Steine, knorrige Äste etc. mit einer solchen Scherfestigkeit in den Schneidbereich
der Schermesser gelangen, daß der Antriebsmotor zum Stillstand kommt und dessen
Wicklung aufgrund dieses Kurzschlußzustandes beschädigt wird.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, elektromotorisch angetriebene Geräte
der im vorstehenden beschriebenen Art mit einer Sicherheitsvorrichtung auszustatten,
welche sowohl die Gefahr von Verletzungen der Bedienungsperson als auch eine vorzeitige
Beschädigung des Antriebsmotors weitestgehend ausschließt.
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Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß der den Drehpunkt
für das die oszillierende Bewegung ausführende Schermesser bildenden Lagerung mindestens
ein Federelement kraftschlüssig zugeordnet ist, das beim Auftreten eines bestimmten,
durch eine im Schneidbereich angreifende Kraft hervorgerufenen Widerstandsmoments
eine die Drehpunktsfunktion der Lagerung aufhebende Auslenkung erfährt.
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Sicherheitsvorrichtungen für elektromotorisch angetriebene Heckenscheren
sind insoweit bekannt, als diese ein unbeabsichtigtes Anschalten der Heckenschere
in Halte- oder Transportstellung vermeiden sollen. Zu diesem Zweck enthält die Heckenschere
zwei beidseits des Motoraggregats angeordnete Handgriffe, von denen jeder einen
Schalter aufweist, der beim Loslassen des Handgriffs automatisch den Stromkreis
öffnet, in dem die Schalter in Reihe zueinander und zum Antriebsmotor liegen (DT-AS
1 507 021).
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Abgesehen davon, daß solche, nur mit Zweihandbedienung in Tätigkeit
setzbare Heckenscheren an schwer zugänglichen Stellen nicht oder nur unzulänglich
einsetzbar sind, ist hierbei das Ansprechen der Sicherungsvorrichtung nicht wie
beim Gegenstand der Erfindung schnittgutbedingt.
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Sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit als auch in bezug auf den Aufwand
der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen,
die den Drehpunkt des beweglichen Schermessers bildende Lagerung durch eine Kugel
zu verwirklichen, die in der Bohrung eines Gehäuseteils untergebracht ist und in
eine konische Ansenkung des relativ zum feststehenden Gehäuseteil beweglichen Schermessers
eingreift, und daß das Federelement als Druckfeder ausgebildet ist, die schermesserseitig
auf die Kugel und im Bereich ihres anderen Endes auf einen Bolzen einwirkt, der
einen sich an einem Gegenlager des Gehäuseteils abstützenden bundförmigen Ansatz
oder auch einen geeigneten Sicherungsring enthält. Um dabei die Möglichkeit zu haben,
unterschiedliche Federkräfte zu erzielen, kann dem auf die Druckfeder einwirkenden
Bolzen im Bereich seines oberen Endes ein Hebelelement zugeordnet werden, das beispielsweise
eine manuelle Axialverschiebung des Bolzens und damit in Grenzen eine Änderung des
auf die Kugel ausgeübten Anpreßdrucks ermöglicht.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird ferner alternativ vorgeschlagen,
die den Drehpunkt des beweglichen Schermessers bildende Lagerung mit Hilfe eines
in einem am Schermesser vorgesehenen Lagerauge drehbar gelagerten Zapfens zu verwirklichen,
welcher über ein Federelement in Form eines Biege'stabs mit einem in einem Gehäuseteil
drehbar gelagerten, in seinem Zentrum einen Achsbolzen enthaltenden Aufnahmeteil
kraftsclüssi
verbunden ist. Um bei dieser Konzeption die Möglichkeit zu haben, die Sicherheitsvorrichtung
wahlweise unwirksam zu machen, enthält das Schermesser eine Bohrung zur Aufnahme
des mittels eines Hebels gegen die Kraft einer Riickstellfeder axial verschiebbaren
Achsbolzens, der im Einrastzustand dann die vom Biegestab unbeeinflußte Lagerstelle
für das oszillierende Schermesser bildet.
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Die Erfindung kann grundsätzlich sowohl bei Einzweckgeräten wie auch
bei Vor- oder Zusatzgeräten verwirklicht sein.
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Die Erfindung und deren Wirkungsweise werden im nachstehenden anhand
der Zeichnung, die zwei Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht, noch näher
erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 die Seitenansicht einer als Vorsatzgerät ausgebildeten
raschere im Schnitt, Fig. 2, Teilansichten des Vorsatzgeräts gemäß Fig. 1, 3 u.
4 ebenfalls im schnitt Fig. )fl Draufsichten auf die Schermesser, u.
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Fig. 7 die Seitenansicht eines Vorsatzgeräts mit konstruktiv anders
ausgeführter Sicherungsvorrichtung im Schnitt, Fig. 8 eine Draufsicht auf die Schermesser
einschließlich der in Fig. 1 längs A - B geschnittenen Lagerstelle.
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Wie Figur 1 zeigt, ist die als Vorsatzgerät ausgebildete Grasschere
mittels eines Spannrings 1 am zylindrischen Schaft 2 einer Antriebsmaschine 3 befestigt.
Die Spindel 4 der Antriebsmaschine treibt über eine Zweikantmitnahme 5 eine Hohlwelle
6 an, welche über ein Kugellager 7 in der Gehäusehälfte 8 des Vorsatzgeräts gelagert
ist. Die Hohlwelle 6 ist mit einem Exzenterstück 9' fest verbunden, das einen exzentrisch
angeordneten Zapfen 10 enthält, auf den ein Lager 11 aufgepreßt ist. Der Exzenterzapfen
10 greift in ein ovales Führungsstück 12 ein, das wiederum mit dem beweglichen Schermesser
13 eine Einheit bildet.
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In eine rechtwinklig zum Schermesser 13 verlaufenden, in der zweiten
Gehäusehälfte 14 befindlichen Bohrung 15 ist eine Druckfeder 16 eingelegt, welche
einmal eine Kugel 17 in eine konische Ansenkung 18 im beweglichen Schermesser 13,.
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und zum anderen einen Bolzen 19 in Richtung Gegenlager 20 drückt,
der dort iiber einen Sicherungsring 21 zur Anlage kommt.
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Bei eingeschalteter Antriebsmaschine bewegt nun der Exzenterzapfen
10 das Schermesser 13 um die von der Kugel 17 gebildete Achse. Vergleiche hierzu
insbesondere auch die Figuren 5 und £.
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Die Sicherheitsvorrichtung ist dabei drehmomentmäßig so eingestellt,
daß die bei normalem Schneidbetrieb, also beim Schneiden von Gras, Rasenkanten,
Hecken usw. auftretenden Kräfte nicht ausreichen, um die Kugel 17 aus ihrer Lage,
d. h. - aus der Ansenkung 18 herauszuheben. Erst bei größerem Widerstand, wie er
etwa auftritt, wenn die Bedienungsperson einen oder mehrere Finger zwischen die
Schneiden der Schermesser bringt, wird, wie den Figuren 3 und 4 zu entnehmen
ist,
die Kugel 17 über die schräge 22 der Ansenkung 18 gegen die Kraft der Feder 1 aus
ihrer Position heraus und nach oben gedrückt. Dies hat zur Folge, daß sich, wie
Figur 6 zeigt, das Schermesser 13 nunmehr frei um die vom Finger bzw. einem sonstigen
Gegenstand 23 gebildete Achse bewegen kann.
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Nach dem Abschalten der Antriebsmaschine und der Befreiung des oder
der Finger bzw. des betreffenden Gegenstandes wird nun das Schneidmesser 13 manuell
oder mittels einer geeigneten Vorrichtung wieder in seine Normallage gemäß Figur
5 gebracht. Der normale Schneidbetrieb kann daraufhin wieder aufgenommen werden.
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Sollen stärkere Materialien, wie Zweige entsprechender Stärke oder
kleine Äste geschnitten werden, so kann, wie die Figuren 1, 2 und 3 zeigen, durch
Niederdrücken des Hebels 24 die Federkraft in Grenzen beliebig verstärkt werden,
wodurch das Ausklinken der Kugel 17 aus der Ansenkung 18 entweder verzögert oder
erheblich erschwert wird. Dabei ist durch eine zweckmäßige Anordnung des Hebels
24 am Hals des Getriebes ein sicherer Schutz für die Bedienungsperson gewährleistet.
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Bei der durch die Figuren 7 und 8 veranschaulichten AusführungsvarianÜen
der Sicherungsvorrichtung enthält das bewegliche Schermesser 13 ein Lagerauge 25,
in welchem ein Zapfen 26 drehbar gelagert ist. Dieser Zapfen ist über einen Biegestab
27 mit einem als Lagerstück dienenden Aufnahmeteil 28 verbunden, beispielsweise
derart, daß der Biegestab in diesem Aufnahmeteil mittels einer Gewindemutter 29
befestigt ist. Das Aufnahmeteil 28 ist im Gehäuse 35 ebenfalls drehbar gelagert.
Im Zentrum des Aufnahmeteils 28 ist axial verschiebbar ein Bolzen 30 angeordnet,
der mittels einer
Feder 31 soweit nach oben gedrückt wird, bis ein
am Bolzen 30 angebrachter Sicherungsring 36 am Aufnahmeteil 28 anschlägt.
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Während des Schneidbetriebs - der Antrieb des Schermessers 13 entspricht
demjenigen gemäß Fig. 1 - wird nun das Schermesser 13 um die Achse des Bolzens 30
bewegt, wobei sich der Biegestab 27 Je nach seiner Dimensionierung und je nach dem,
welche Leistung vom Gerät aufgebracht werden muß, mehr oder weniger durchbiegt.
Das heißt, beim Schneiden beispielsweise von Gräsern gibt der Biege stab 27 nur
verhältnismäßig wenig nach, bei größerem Widerstand hingegen, wie er durch einen
starken Zweig oder durch den Finger der Bedienungsperson aufgebracht wird, nimmt
der Biegestab den gesamten Scherhub auf.
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Die Sicherheitsvorrichtung kann nun dadurch unwirksam gemacht werden,
daß der Hebel 32 beispielsweise manuell nach unten gedrückt wird, so daß der Bolzen
30 in die Bohrung 33 im gegenüber dem feststehenden Schermesser 34 beweglichen Schermesser
13 einrastet. Dadurch wird erreicht, daß die Bewegung des Schermessers 13 nunmehr
ausschließlich über diese stabile Lagerstelle und damit vom Biegestab 27 unbeeinflußt
erfolgt. In diesem Zustand eignet sich das Gerät insbesondere zum Schneiden von
ein relativ hohes Drehmoment bewirkenden Materialien, wie sie beispielsweise starke
Äste verkörpern. Nach Freigabe des Hebels 32 wird die Sicherheitsvorrichtung wieder
wirksam.
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- Patentanspruch -