DE2503401B2 - Differenzdruckwandler - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Differenzdruckwandler mit zwei nebeneinander angeordneten Tragkörpern,
einer zwischen den Tragkörpern gehaltenen elektrisch leitenden und nicht magnetischen Meßmembran, wobei
jeder Tragkörper eine Ausnehmung aufweist, die mit der Meßmembran eine Meßkammer seitlich von der
Meßmembran bildet, in der Meßspulen angeordnet sind, die eine Verschiebung bzw. Auslenkung der Meßmembran
nach Maßgabe des Wirbelstrominduktionsprinzips erfassen können, mit einer Oszillatorschaltung, welche
die Meßspulen mit Wechselspannungssignalen versorgt, und einer Meßschaltung, welche die Differenz zwischen
den in den Meßspulen fließenden Strömen bildet bzw. als Ausgangssignal erfaßt.
Ein derartiger Differenzdruckwandler ist aus der US-PS 32 38 479 bekannt und der Aufbau dieses
bekannten Differenzdruckwandlers ist in F i g. 1 in Schnittansicht veranschaulicht. Gemäß F i g. 1 ist eine
Membran 2 in der Mitte eines Gehäuses 1 angeordnet. Der Druck des zu messenden Strömungsmittels wird
dabei in zwei Kammern 31 und 32 eingeleitet, die durch die Membran 2 voneinander getrennt sind. Die
Membran 2 wird folglich durch den Druckunterschied zwischen den beiden Kammern ausgelenkt. Diese
Auslenkung wird durch Fühlspulen 41 und 42 nach dem Wirbelstromprinzip abgegriffen. Dieser bekannte
Wandler kennzeichnet sich dadurch, daß das Gehäuse 1, die Membran 2 sowie die Anker 51 und 52 der
Fühlspulen aus einem nichtmagnetischen Werkstoff bestehen, und daß der Wandler einen einfachen Aufbau
besitzt und in geringst möglichem Maß durch Temperaturänderungen beeinflußt wird.
Bei dieser bekannten Konstruktion ist jedoch ein Leckfluß elektrischer Ströme von den Fühlspulen
möglich, weil diese Spulen mit den zu messenden Strömungsmitteln unmittelbar in Berührung stehen.
Dieser Umstand ist jedoch im Hinblick auf die Sicherheit einer druckbeständigen und explosionssicheren
Konstruktion der Vorrichtung unerwünscht Wenn zudem ein übermäßiger Druck auf den Wandler
einwirkt, besteht eine Möglichkeit für eine Oberauslenkung der Membran 2, so daß in dieser eine bleibende
Verformung oder Spannung hervorgerufen werden kann. Wenn außerdem der Druckunterschied mit hoher
Genauigkeit gemessen werden soll, müssen gewisse Vorkehrungen getroffen, beispielsweise die Frequenz
des an die Fühlspulen angelegten Wechselstroms erhöht werden, da das Gehäuse 1, die Membran 2 und die
Anker 51 und 52 aus nichtmagnetischem Werkstoff bestehen. Kurz gesagt: Dieser bekannte Wandler eignet
sich in der Praxis nicht sehr zufriedenstellend für die Strömungsmessung in der Verfahrensindustrie.
Aus der FR-PS 15 53 013 ist ebenfalls ein Differenzdruckwandler mit zwei nebeneinander angeordneten
Tragkörpern bekannt, die zwischen sich eine Membran eingespannt halten, wobei jeder Tragkörper mit der
Membran eine Kammer bildet, und wobei auch jeder Tragkörper eine Ausnehmung aufweist Weiter ist ein
die Ausnehmung mit der mittleren Kammer verbindender Kanal und eine über der Ausnehmung jedes
Tragkörpers angeordnete Meßmembran vorhanden. Darüber hinaus sind Zuführungsleitungen vorgesehen,
um den Differenzdruck auf die Flächen der Meßmembran außerhalb der Ausnehmungen einwirken zu lassen
und sämtliche Kammern und Ausnehmungen bzw. Kanäle sind mit einem Dichtlfuid ausgefüllt.
Dieser bekannte Differenzdruckwandler arbeitet
jedoch nicht nach dem Wirbelstrom-Induktionsprinzip,
sondern es wird die Induktivität der zwei im äußeren Bereich der Tragkörper angeordneten Fühlspulen bei
einer Verschiebung der Meßmembran verändert Zu
diesem Zweck ist an den Meßmembranen ein bewegliches Ankerteil befestigt, welches in die Fühlspu-
len hinein bzw. aus diesen herausbewegt werden kann.
Bei dieser bekannten Konstruktion muß die Spannung der Meßmembran genau aufeinander abgestimmt
werden, damit im drucklosen Zustand die Ankerteile gleich weit in die jeweilige Fühlspule eingetaucht sind.
Dies bedeutete, daß dieser bekannte Differenzdruckwandler zumindest für genaue Messungen bei der
Herstellung genau abgeglichen werden muß. Darüber hinaus ist dieser bekannte Differenzdruckwandler aber
auch gegenüber einer einseitigen Temperaturbeeinflussung empfindlich.
Schließlich ist aus dem DE-Gbm 19 81612 ein
Druckwandler bekannt, um ein Drucksignal in ein entsprechendes elektrisches Signal umzuwandeln. Dieser
bekannte Druckwandler ist mit einer magnetisierbabo ren Membran ausgestattet, die mindestens eine
Druckkammer einseitig abschließt und zwischen zwei von magnetisierbarem Material umgebenen Spulen
angeordnet ist, deren Induktivität sie gemäß ihrer druckabhängigen Durchbiegung beeinflußt, wobei der
b5 Wandler an eine Speise-Gleichspannungsquelle angeschlossen
ist und das Ausgangssignal als druckabhängiges Gleichspannungssignal abgibt. Dieser bekannte Druckwandler ist dadurch gekenn-
zeichnet, daß das die Spulen umgebende magnetisierbar
re Material, zumindest insoweit als es zum Schließen des die Spulen durchsetzenden magnetischen Flusses nötig
ist, ein Material mit geringen Ummagnetisierungsverlusten ist, und daß eine Schaltungsanordnung zum
Zerhacken der Speise-Gleichspannung und zum Demodulieren der von den Spulen abgenommenen Signalwechselspannung
mit den übrigen Wandlerteilen zu einer Baueinheit zusammengefaßt ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besieht darin, den Differenzdruckwandler der eingangs definierten
Art derart zu verbessern, daß er bei hoher Ansprechempfindlichkeit gegen Umwelteinflüsse unempfindlich
ist
Ausgehend von dem Differenzdruckwandler der eingangs definierten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Meßspulen in Kerne aus magnetischem Material eingebettet sind, daß aus einem
magnetischen Werkstoff bestehende Abstandsstücke an Stellen angeordnet sind, durch welche die Magnetflüsse,
die durch die in den Meßspuien fließenden Ströme erzeugt werden, verlaufen, daß der magnetische
Werkstoff der Abstandsstücke und der der Kerne der Meßspulen entgegengesetzte temperaturabhängige
Eigenschaften besitzen, und daß eine Regelschaltung zur Konstantregelung der Summe der in den Meßspulen
fließenden Ströme vorgesehen ist
Durch die Kombination dieser Merkmale wird ein Differenzdruckwandler erhalten, der einerseits eine
sehr hohe Ansprechempfindlichkeit besitzt, jedoch dabei gleichzeitig unempfindlich ist gegenüber Umwelteinflüssen
wie beispielsweise Temperaturschwankungen oder gegenüber Veränderungen innerhalb der
elektronischen auswertenden Schaltung. Mit anderen Worten läßt sich der jeweils herrschende Differenzdruck
mit sehr hoher Genauigkeit feststellen und zwar unabhängig von irgendwelchen Einflüssen wie beispielsweise
einer Frequenzänderung des die Fühlspulen speisenden Oszillators.
Im einzelnen kann die Erfindung dadurch noch eine vorteilhafte Weiterbildung erfahren, daß die Frequenz
des Ausgangssignals des Oszillators im Bereich der Resonanzfrequenz der Meßspulen liegt
Wie später noch gezeigt werden soll, nimmt die Ansprechempfindlichkeit mit einer Erhöhung der
Frequenz insgesamt zu, doch ist ein stabiler Bereich um die Resonanzfrequenz der Fühlspule vorhanden, in
welchem sich die Ansprechempfindlichkeit bei Änderungen der Frequenz nicht ändert
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Hinweis auf die Zeichnungen
und im Vergleich zum stand der Technik näher erläutert. Es zeigt:
F i g. 1 eine Schnittansicht eines Wandlers, gemäß dem Stand der Technik,
F i g. 2A und 2B in Aufsicht bzw. im Schnitt längs der Linie IIB-IlB in Fig.2A die Konstruktionsmerkmale
des hier vorgeschlagenen Wandlers,
F i g. 3 ein Schaltbild eines elektrischen Schaltkreises für die Vorrichtung,
F i g. 4 eine schematische Darstellung der Arbeitsweise
des Wandlers bei der Messung der Auslenkung bzw. des Ausschlags der Meßmembran,
F i g. 5 ein schematisches Schaltbild eines dem Schaltkreis gemäß F i g. 3 äquivalenten Schaltkreises,
F i g. 6 ein Ersatzschaltbild der verwendeten Fühlspule,
F i β. 7 ein Schaltbild eines Schaltkreises für den
Wandler,
Fig. 8A bis 8C graphische Darstellungen des Frequenzgangs der Admittanzen Y\ und YI der im
Schaltkreis gemäß Fig.7 verwendeten Fühlspulen, wobei F i g. 8A die Änderungen der Werte von K1 und
Y2, Fig. 8B die Änderungen des Werts von V1- Y2 und
Fig.8C die Änderungen des Werts von d(Yy- Y2)IUf
zeigt,
F i g. 9 eine Ansprechempfindlichkeit/Frequenz-Kennlinie
des Schaltkreises gemäß F i g. 7 und
F i g. 10 eine schematische Darstellung der Geometrie
der Fühlspule mit der Kennlinie gemäß F i g. 9.
Gemäß Fig.2A und 2B weist der Wandler eine Meßmembran 10 in Form einer flachen Scheibe aus
einem Werkstoff wie Berylliumkupfer mit hoher elektrischer Leitfähigkeit und mechanischer Festigkeit,
zwei Dichtmembranen 21 und 22 jeweils in Form einer flachen, korrosionsbeständigen Metallscheibe mit einer
Dicke von etwa 0,1 mm sowie zwei Tragkörper 31 und 32 auf, weiche die Meßmembran 10 und die Dichtmembranen
21 und 22 haltern. In den Tragkörpern 31 und 32 sind Meß- bzw. Fühlspulen 41 bzw. 42 in der Weise
angeordnet, daß jede Spulenfläche der Meßmembran 10 über einen schmalen Spalt hinweg zugewandt ist Mit 51
und 52 sind Gehäuseteile und mit 71 und 72 Zuleitungen bezeichnet.
Die Tragkörper 31 und 32 weisen umfangsmäßig verlaufende erhabene Abschnitte 33 bzw. 34 auf, wobei
die Meßmembran 10 zwischen diese erhabenen Abschnitte 33 und 34 eingesetzt und mittels einer
Schraube 30 zwischen den Tragkörpern 31 und 32 verspannt ist. Bei dieser Konstruktion ist der Innenraum
zwischen den Tragkörpern 31 und 32 durch die Meßmembran 10 in zwei Kammern unterteilt. An den
anderen Seiten besitzen die Tragkörper 31 und 32 vertiefte bzw. konkave Flächen 35 bzw. 36, welche den
Flächen der Dichtmembranen 21 bzw. 22 angepaßt sind, wenn letztere ausgelenkt werden. Die Dichtmembranen
21 und 22 bedecken die konkaven Flächen 35 bzw. 36 und sind an deren Umfangsrändern 37 bzw. 38 durch
Schweißen, Löten o. dgl. befestigt. Infolgedessen wird der zwischen dem Tragkörper 31 und dem Gehäuseteil
51 festgelegte Innenraum durch die Dichtmembran 21 in zwei Kammern 23 und 24 unterteilt. Die konkave Fläche
35 dient dabei als Stütz- oder Anlagefläche für die Dichtmembran 21. Bei Anlegung eines übermäßig
hohen Drucks kommt die Dichtmembran mit der konkaven Fläche in Berührung, wodurch eine übermäßige
Auslenkung der Meßmembran 10 verhindert wird. Der zwischen dem Tragkörper 32 und dem Gehäuseteil
52 gebildete Innenraum ist dagegen durch die Dichtmembran 22 in zwei Kammern 25 und 26
unterteilt. Hierbei dient die konkave Fläche 36 als Stützoder Anlagefläche für die Dichtmembran 22. Im
Tragkörper 31 ist eine Druckübertragungsbohrung 27 ausgebildet, deren Mündung ein vorbestimmtes Stück
von der Meßspule 41 entfernt liegt. Über diese Bohrung stehen die Kammern 11 und 23 zu beiden Seiten des
Tragkörpers 31 in Verbindung miteinander. Eine andere, im Tragkörper 32 ausgebildete Druckübertragungsbohrung
28 liegt mit ihrer Mündung ebenfalls ein vorbestimmtes Stück von der Fühlspule 42 entfernt, und
über diese Bohrung sind die Kammern 12 und 25 zu bellen Seiten des Tragkörpers 32 miteinander verbunden.
Der Abstand von der Fühlspule zur Mündung der Bohrung hängt von der Größe der Fühlspule und von
dem letztere durchfließenden Strom ab. Die Kammer 11, die Bohrung 27, die Kammern 23 und 12, die Bohrung
28 und die Kammer 25 sind mit einem nichtkompressiblen
Dichtfluidum gefüllt. Der eine der Dichtmembranen beaufschlagende Druck wird daher über das
Dichtfluidum genauestens auf die eine Seite der Meßmembran übertragen. Das Gesamtvolumen der mit s
dem Dichtfluidum gefüllten Räume ist sehr klein, da sowohl die Meßmembran als auch die Dichtmembranen
aus flachen Scheiben bestehen, so daß die Volumina der Kammern 11, 12, 23 und 25 äußerst klein gehalten
werden können. Die Volumenänderung des Dichtflui- ι ο dums infolge von Temperaturänderungen wird nahezu
gleichmäßig von der Dichtmembranen 21 und 22 aufgenommen. Aus diesem Grund kann der Einfluß
einer Volumenänderung des Dichtfluidums weitgehend vermindert werden.
Die Fühlspulen 41 und 42 sind auf Kerne bzw. Anker 43 bzw. 44 aus einem magnetischen Werkstoff, wie
rostfreiem Stahl z. B. Ferrit aufgewickelt. Die Anker sind dabei mit Hilfe von Schrauben 47 bzw. 48 und
Abstandstücken 45 bzw. 46 etwa im Zentrum des betreffenden Tragkörpers 31 bzw. 32 angeordnet. Im
Fall einer Funkenbildung an der Fühlspule 41 und 42 infolge eines Kurzschlusses oder einer anderen Störung
wird die Funkenenergie über die Bohrungen 27 und 28, das Dichtfluidum innerhalb der Kammern 23 und 25
sowie die Dichtmembranen 21 und 22 nach außen abgeleitet. Aber auch in diesem Fall wird der größte Teil
der Energie auf dem langen Weg von den Bohrungen zu den Dichtmembranen vernichtet, wodurch die Explosionssicherheit
der Vorrichtung erhöht wird. Vorzugs- jo weise bestehen die Abstandstücke 45 und 46 aus einem
magnetischen Material, dessen temperaturabhängige Eigenschaften, wie linearer Ausdehnungskoeffinzient,
denen des magnetischen Werkstoffs, welcher die Kerne 43 und 44 bildet, entgegengesetzt sind. Dies ist insofern
vorteilhaft, als sich dabei die Änderungen der Eigenschaften der Abstandstücke und der Kerne
aufgrund von Temperaturänderungen gegenseitig aufheben und der Einfluß von Temperaturänderungen auf
die Messung verringert werden kann.
Die Gehäuseteile 51 und 52 sind am Umfang mit erhabenen Abschnitten 53 und 54 versehen, welche
gegen die zugeordnete Fläche des betreffenden Tragkörpers 31 bzw. 32 andrücken und mit Hilfe von
Schrauben 61 und Muttern 62 derart an den Tragkörpern befestigt sind, daß sie sich an die
Dichtmembranen 21 bzw. 22 anlegen. Der Gehäuseteil 51 und die Dichtmembran 21 bilden somit eine
geschlossene Kammer. Ebenso bilden auch der Gehäuseteil 52 und die Dichtmeinbrari 22 eine geschlossene
Kammer 26. Die Gehäuseteile 51 und 52 sind mit Druckübertragungsbohrungen 55 bzw. 56 versehen,
welche zu den Kammern 24 bzw. 26 führen.
Der vorstehend beschriebene Wandler arbeitet wie folgt: Der über die Druckübertragungsbohrungen 55
und 56 in die Kammern 24 und 26 eingeleitete Druck beaufschlagt die Dichtmembranen 21 und 22 und wird
von hier über das Dichtfluidum zu den Kammern 11 und 12 übertragen. Die Meßmembran wird dabei über ein
dem Druckunterschied entsprechendes Stück zu der Kammer hin ausgelenkt in welcher der Druck niedriger
ist Dies bedeutet daß die Meßmembran 10 ausgelenkt wird, bis die auf sie durch den Druckunterschied
ausgeübte Kraft gleich der in der Meßmembran infolge ihrer Auslenkung erzeugten Kraft wird. Diese Auslenkung
wird durch die Fühlspulen 41 und 42 als Induktivitätsänderung festgestellt wobei ein dem
Differenzdruck oder Druckunterschied entsprechendes Elektrisches Signal erzeugt wird.
F i g. 3 ist ein Schaltbild eines die Fühlspulen 41 und 42 einschließenden elektrischen Schaltkreises, welcher mit
hoher Genauigkeit (z. B. mit einer Fehlerquote von unter 0,1%) den Ausschlag (z. B. 0,1 mm bei maximalem
Druckunterschied) der Meßmembran zu messen vermag. Der Schaltkreis kann außerdem mit niedriger
Leistung betrieben werden, so daß er sich für industrielle Meßzwecke eignet. Der Schaltkreis gemäß
F i g. 3 enthält die Fühlspulen 41 und 42 gemäß F i g. 2, Dioden Di bis Dfc, Kondensatoren Ci bis C3, Widerstände
R] und /?2, Verstärker A\ und A2, einen Oszillator
OSC zur Lieferung eines Wechselstromsignals zu den Fühlspulen 41 und 42, eine Bezugsspannungsquelle Er
und eine Ausgangsklemme To. Die Dioden O3 bis Dt
bilden eine Meßbrücke. Die Reihenschaltung aus den Fühlspulen 41 und 42 ist zwischen die Stromspeiseklemmen
a und b der Meßbrücke geschaltet. Eine Parallelschaltung aus dem Kondensator C2 und dem
Widerstand R2 ist zwischen die elektrischen Meßklemmen
/und g der Meßbrücke geschaltet Der Oszillator OSC arbeitet mit der Ausgangsspannung des Verstärkers
A2, wobei die eine Ausgangsklemme O\ des
Oszillators an die Verzweigung zwischen den Fühlspulen 41 und 42 und seine andere Ausgangsklemme O2
über den Kondensator Ci und die Diode Di an die
elektrische Meßklemme /der Meßbrücke angeschlossen ist. Eine Reihenschaltung aus der Diode D2 und dem
Kondensator G ist parallel zur Diode Di geschaltet, und
der Widerstand R\ ist parallel zum Kondensator C\ geschaltet Die eine Eingangsklemme des Verstärkers
A\ ist mit der Meßklemme guer Meßbrücke verbunden
während seine andere Eingangsklemme an deren Meßklemme / angeschlossen ist Die eine Eingangsklemme des Verstärkers Ai ist mit der Verzweigung
zwischen Kondensator Ci, Diode Dt und Widerstand R\
verbunden, während seine andere Eingangsklemme an die Bezugsspannungsquelle Er angeschlossen ist.
Der beschriebene Schaltkreis arbeitet wie folgt: Wenn an die Fühlspulen 41 und 42 ein Wechselstromsignal
angelegt wird, entsprechen die Größen der in diesen Spulen fließenden Ströme den Spulenadmittanzen
Yi bzw. Y2. Infolgedessen wird gemäß Fig.4 ein
Fluß Φ um die Spulen 41 und 42 herum erzeugt, welcher in der aus einem elektrisch leitenden Werkstoff
bestehenden Meßmembran 10 einen Wirbelstrom induziert Der Wirbelstrom erzeugt dabei einen anderen
magnetischen Fluß Φ', welcher dem Fluß Φ entgegengesetzt ist Die resultierende Verringerung des Flusses Φ
entspricht genau der Auslenkung bzw. dem Ausschlag der Meßmembran 10. Diese Flußänderung entspricht
der Änderung der differentieiien Admittanzkomponente der beiden Fühlspulen 41 und 42
Die in den Spulen 411 und 42 fließenden Ströme
ändern sich differentiell, wenn sich die Admittanzkomponenten dieser Spulen entsprechend der Auslenkung
der Meßmembran differentiell ändern. In diesem
Zusammenhang sei eine Halbperiode betrachtet während welcher der Oszillatorausgang O\ positiv und dei
Ausgang O2 negativ ist Während dieser Halbperiode
fließt der Strom U der Spule 41 über die Diode Ds, der
Widerstand Ri (Kondensator C2), die Diode Dz und der
Kondensator C3, während der Strom I2 der Spule 42
über die Diode D4, den Widerstand R\ (Kondensator Ci)
die Diode D2 und den Kondensator Cb fließt Währenc dieser Halbperiode wird daher eine dem in dei
Fühlspuie 41 fließenden Strom /1 entsprechende
Spannung im Kondensator Ci und eine der Summe dei
in den Rihlspulen 41 und 42 flici3enden Ströme /ι und I2
entsprechende Spannung im Kondensator C1 gespeichert.
Während der nächsten Halbperiode, während welcher der Os/Jllatorausgang O\ negativ und der
Ausgang O2 positiv ist, fließt der Strom l\ über den
Kondensator Cj, die Diode D1 und die Diode Dj,
während der Strom I2 über den Kondensator Cj, die
Diode Du den Widerstand R2 (Kondensator C2) und die
Diode Db fließt. In dieser Halbperiode wird daher eine
dem Strom I2 der Spule 42 entsprechende Spannung im
Kondensator C2 gespeichert. Während der gesamten
Periode wird daher eine dem Unterschied zwischen den in den Spulen 41 und 42 fließenden Strömen /, und I2
entsprechende Spannung im Kondensator C2 gespeichert,
während eine der Summe der Ströme A und I2
entsprechende Spannung im Kondensator G gespeichert wird.
F i g. 5 veranschaulicht ein Ersatzschallbild des Schaltkreises gemäß F i g. 3, in welchem K1 die
Admittanz bzw. den Scheinwiderstand der im wesentlichen aus der Fühlspule 41 bestehenden Schaltung und
Y2 die Admittanz der im wesentlichen aus der Fühlspule
42 bestehenden Schaltung bedeuten. Gemäß Fig. 6 besteht die Admittanz Ki(K2) aus der Induktivität L0,
dem Widerstand Ru und der Streukapazität Cu der
Fühlspule 41 (42), wobei die Werte dieser einzelnen Elemente von der Zahl der Windungen der Fühlspule,
der Dicke des Spulendrahts, der Form der Spule, der Form und dem Werkstoff der Spulenkörper usw.
abhängen.
Im Ersatzschaltkreis von F i g. 5 gelten die folgenden
Bedingunger:
/„
I (V1 4
Γ V1
Γ V1
Π V1 ),\
V = die Spannung des Wcchselstromsignals vom
Oszillator OSC
I = den Strom des Wechselstromsignals vom
Oszillator OSCund
/0 = den Ausgangsstrom
/0 = den Ausgangsstrom
bedeuten.
In Gleichung (4) ist der Ausgangsstrom /0 dem Unterschied zwischen den Admittanzen Ki und Y2 bzw.
dem Verhältnis Vi - Y2/ Y\ + K2 proportional, vorausgesetzt
daß die Spannung V oder die Stromstärke / des Oszillators OSC konstant gehalten wird. Im Schaltkreis
gemäß F i g. 3 sind das Eingangssignal des Verstärkers Ai die Bezugsspannung Er und die im Kondensator G
gespeicherte Spannung er, welche der Summe der Ströme /1 und k entspricht. Die Stromquelle für den
Oszillator OSC wird so geregelt, daß e/und Er gleich
einem vorgegebenen Wert sind. Die Summe der in den Fühlspulen 41 und 42 fließenden Ströme wird daher
konstant gehalten. Der Ausgangsstrom I0 entspricht
daher der Änderung der Admittanzen Y\ und Yi.
Im folgenden sei angenommen, daß der Ausgangsstrom /0 Null beträgt (Nullpunkt) und die Admittanzen
Ki und Y2 gleich sind (d. h. Yo), wenn sich die
Meßmembran 10 in einem Gleichgewichtszustand befindet. Wenn dann Adnittanzänderungen Δ Y\ und
Δ Y2 infolge von Störungen dieses Zustands auftreten
und sich die Admittanz des einen Stromkreises von Y\ auf K() + 4Ki und diejenige des anderen Stromkreises
von K2 auf Υα + Δ Y2 ändert, lassen sich Gleichungen (1)
und (4) wie folgt umschreiben:
Γ<2 V11 4 I V1 4 I V:I
/„ - 1 ( ι ν,
I Y2)
Durch Weglassuny von V" in uieichung (5) und (6)
ergibt sich /oals
/(I)1-I V2)
" " 2V11 f I), + I V2 ' '
" " 2V11 f I), + I V2 ' '
Bei einer Auslenkung der Meßmembran 10 erfolgen gemäß Gleichung (7) die Admittanzänderungen Δ Y\ und
ZlK2 differentiell und gleichartig. Im Fall von
Δ Ki =-Δ Y2 = Δ Y läßt sich Gleichung (7) daher wie
folgt umschreiben:
I V
V1,
Dies zeigt, daß der Ausgangsstrom I0 genau den
Admittanzänderungen der Fühlspulen 41 und 42, d. h. der Auslenkung der Meßmembran 10 entspricht. Da das
Ausgangssignal dem Admittanzunterschied entspricht, läßt sich die Linearität verbessern.
Gemäß Gleichung (7) ändern sich die Admittanzen Δ Ki und Δ Y2 mit Temperaturänderungen, was zu einer
Änderung des Nullpunkts des Ausgangssignals und mithin zu einem Nullpunktfehler führt. Es sei angenommen,
daß die Admittanzänderungen infolge von Temperaturänderungen Δ Kn und Δ Y2\ entsprechen und
ausreichend kleiner sind als die Admittanzänderung Δ Υ entsprechend der Auslenkung der Meßmembran. Wenn
dann gilt, ,4 Ki 1 = m/1 K und Δ Y2\ = n Δ K(mit m, n<
1), wird der Ausgangsstrom für die Nullpunktsverschiebung anhand von Gleichung (7) als
/(Hl IV-H I >')
2 In 4- in I V 4 η IV
erhalten.
Da2 K0S>m4 K, DK, π4 Kgilt
Uvr. =
I V " "2Yn
η I V
Der durch Temperaturänderung verursachte relative Fehler läßt sich daher anhand von Gleichungen (8) und
(9) wie folgt bestimmen:
Relativer Fehler =
I V - π
"2Vn
Vn
I V
(10)
Gleichung (10) zeigt, daß der relative Fehler infolge von Temperaturänderung auf Null reduziert werden
kann, indem die Werte der Admittanzänderungen Δ Vn
und/l V2i einander gleich gemacht werden (d. h. m = nin
Gleichung (10)), selbst wenn diese Admittanzänderungen eine beträchtliche Größe besitzen.
F i g. 7 veranschaulicht einen elektrischen Schaltkreis, welcher grundsätzlich dem Schaltkreis gemäß Fig. 3
entspricht, weshalb in den Fig. 3 und 7 einander entsprechende Schaltkreiselemente mit den gleichen
Bezugsziffern bezeichnet sind. Der Oszillator OSCwird
durch einen Rückkopplungs-Oszillator mit einem Transistor Tr und einem Transformator Γ gebildet, und
er schwingt auf der Resonanzfrequenz eines Abstimmkreises mit einer Ausgangsspule nO\ und einem
Kondensator C5, während die Schwingungsamplitude von der in einem Kondensator G gespeicherten
Spannung abhängt. Bei diesem Schaltkreis ist die Schwingfrequenz des Oszillators OSC etwa auf die den
Fühlspulen 41 und 42 eigenen Resonanzfrequenzen festgelegt, so daß die Meß-Ansprechempfindlichkeit
erhöht und die Nullpunktabweichung infolge von Frequenzabweichungen des Oszillators ausgeschaltet
wird. Dieses Merkmal ist nachstehend noch näher erläutert.
F i g. 8A veranschaulicht den Frequenzgang bzw. die Frequenzabhängigkeit der Admitlanzen der durch den
Oszillator OSCangesteuerten Fühlspulen 41 i:nd 42. In
Fig.8A bedeutet K0 die Admittanz der Fühlspulen 41
und 42 bei in ihrer Mittelstellung (d. h. in der Gleichgewichtsstellung) stehender Meßmembran 10. In
diesem Zustand sind die Admittanzen der beiden Fühlspulen nahezu gleich, wobei eine Resonanzcharakteristik
mit der Resonanzfrequenz /ö erzielt wird. Die Symbole Vi und V2 geben die Admittanzen der
Fühlspulen 41 und 42 für den Fall an, daß die Meßmembran 10 ausgelenkt ist. Die Kennlinien der
beiden Admittanzen Vi und V2 weichen dabei in den mit
den Pfeilen /ei bzw. ki bezeichneten Richtungen
geringfügig von der Kennlinie V0 ab. Infolgedessen weichen auch ihre Resonanzfrequenzen nach f\ bzw. Z2
etwas von /Ό ab.
F i g. 8B zeigt den Frequenzgang der Differenzadmittanz (Vi-V2) bei ausgelenkter Meßmembran 10,
während F i g. 8C einen Frequenzgang zeigt, wie er durch Differenzieren der Differenzadmittanz (Vi — V2)
gegenüber der Frequenz /"erhalten wird.
Wie aus den Fig. 8B und 8C hervorgeht, wird die
Differenzadmittanz (Vi- V2) der Fühlspulen 41 und 42
bei Frequenzen im Bereich der Resonanzfrequenz /"oder
Spulen 41 und 42, insbesondere bei h und k am größten,
und die differenzierte Admittanz d( V1 — V2)/d/schneidet
die Frequenzachse bei Frequenzen /3 und /4, bei denen
d( Vi — V2) den Wert Null annimmt.
Eine Erhöhung des Werts ( Vi- V2) zeigt, daß sich —
wie in Gleichung (4) veranschaulicht — der Ausgangsstrom k erhöht und sich die Ansprechempfindlichkeit
ebenfalls vergrößert. Der bei Null oder nahe bei Null liegende Wert von d(V|—V^/d/" zeigt, daß die
Empfindlichkeitsänderung bei Änderungen der Frequenz Null oder nahezu Null beträgt.
Fig. 9 veranschaulicht die Kennlinie der Ansprechempfindlichkeit in Abhängigkeit von der Frequenz des
Schaltkreises insgesamt. Diese Kennlinie wurde aufgrund von Versuchen erhalten, bei denen Fühlspulen der
Form gemäß Fig. 10 verwendet wurden. Gemäß Fig. 10 beträgt der Abstand vom Ende der Fühlspule
zur Meßmembran 0,45 mm, und die Eingangsauslenkung der Meßmembran beträgt 0,25 mm.
Wie aus F i g. 9 hervorgeht, nimmt die Ansprechempfindlichkeit mit einer Erhöhung der Frequenz insgesamt
zu, doch ist ein stabiler Bereich um die Resonanzfrequenz /ö der Fühlspule herum vorhanden, in welchem
sich die Ansprechempfindlichkeit bei Änderungen der Frequenz nicht ändert. In diesem Bereich bleiben der
Nullpunkt des Ausgangssignals und der Wert der Meßspanne unverändert, auch wenn sich die Frequenz
um einen geringen Betrag ändert.
Der Schaltkreis gemäß Fig. 7 verwendet einen einfachen selbsterregten Oszillator mit einem Transformator
T. Bei Verwendung eines solchen einfachen Oszillators sind allerdings Frequenzänderungen oder
-abweichungen des Ausgangssignals unvermeidbar.
Wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform können durch Wahl der Schwingfrequenz des Oszillators
OSC so daß sie im Bereich der Resonanzfrequenz der Fühlspule liegt, die Meßempfindlichkeit und die
Stabilität erhöht werden, während gleichzeitig der Nulllpunkt und der Meßbereich unverändert bleiben,
auch wenn die Schwingfrequenz des Oszillators geringfügig abweicht.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist die Meßmembran 10 zwischen den beiden Tragkörpern
31 und 32 gehaltert, d. h. verspannt, wobei die Halterung durch Verbindung der Tragkörper mittels
der Schraube 30 erfolgt. Wahlweise kann die Meßmembran 10 aber auch durch Schweißen o. dgl. an den
Tragkörpern 31, 32 befestigt sein. Obgleich bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform vier Bohrungen
27 und 28 vorgesehen sind, über welche die Kammern zu beiden Seiten der Tragkörper 31, 32
miteinander in Verbindung stehen, können jedoch auch weniger oder mehr als vier Bohrungen vorgesehen sein.
Ilici/u 4 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Differenzdruckwandler mit zwei nebeneinander angeordneten Tragkörpern, einer zwischen den
Tragkörpern gehaltenen elektrisch leitenden und nicht magnetischen Meßmembran, wobei jeder
Tragkörper eine Ausnehmung aufweist, die mit der Meßmembran eine Meßkammer seitlich von der
Meßmembran bildet, in der Meßspulen angeordnet sind, die eine Verschiebung bzw. Auslenkung der
Meßmembran nach Maßgabe des Wirbelstrominduktionsprinzips erfassen können, mit einer Oszillatorschaltung,
weiche die Meßspulen mit Wechselspannungssignalen versorgt, und einer Meßschaltung,
welche die Differenz zwischen den in den Meßspulen fließenden Strömen bildet bzw. als
Ausgangssignal erfaßt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßspulen (41, 42) in Kerne (43,44) aus magnetischem Material eingebettet sind,
daß aus einem magnetischen Werkstoff bestehende Abstandsstücke (45, 46) an Stellen angeordnet sind,
durch welche die Magnetflüsse, die durch die in den Meßspulen (41, 42) fließenden Ströme erzeugt
werden, verlaufen, daß der magnetische Werkstoff der Abstandsstücke (45, 46) und der der Kerne (43,
44) der Meßspulen (41, 42) entgegengesetzte temperaturabhängige Eigenschaften besitzen, daß
eine Regelschaltung (Ci, En A2) zur Konstantregelung
der Summe der in den Meßspulen (41, 42) fließenden Ströme vorgesehen ist.
2. Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz des Ausgangssignals des
Oszillators im Bereich der Resonanzfrequenz der Meßspulen liegt.
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