DE2502575C3 - Ventilkorb für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Ventilkorb für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft einen Ventilkorb für Brennkraftmaschinen, welcher im Betrieb seines ventiltellerseitigen
Sitzes im Zylinderkopf, mit entsprechenden Gegenflächen im Zylinderkopf zusammenwirkend, an
seinem Ende eine zylinderförmige und daran anschließend eine kegelförmige Gestalt hat, wobei in seiner
Zylinderfläche eine Nut vorgesehen ist, in welcher ein sich an der Gegenfläche des Zylinderkopfes unter
Spannung abstützender Dichtungsring vorgesehen ist.
Vcntilkörbe dieser Art (CH-PS 4 58 833) müssen bei
ihrer Montage mit dem zylinderförmigcn. die Ventilsitzl'lache
tragenden Ende voraus in die mit den entsprechenden Gegenflächen versehene Öffnung des
Zylinderkopfcs eingeführt werden. Dabei verschwindet naturgemäß am Anfang des Vorganges die Nut aus dem
Blickfeld des Bedienungsmannes, der den weiteren [jnschubvorgcing blind durchführen muß. ohne im
Bereich der Nut helfend eingreifen zu können. Der sich unter Spannung nach außen abstützende Dichtungsring,
der im expandierten Zustand größer als die Nut ist, beispielsweise ein offener kolbenringartiger Ring, neigt
da/u, sich mit seinen aus der Nut herausragenden Teilen,
beispielsweise seinen Enden /wischen dem Ventilkorb und den Gegenllächen der Zvlinderkopföffnung ein/uklemmen.
Der Bedienungsmann ist mangels Eingriffs moylichkeit auf mehrfaches langwieriges Probieren und
auf sein Glück angewiesen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Ventilkorb der eingangs genannten Art zu
schaffen, der ein störungsfreies Einsetzen ohne Beschädigung
des Dichtungsringes ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst.
daß die Nut die Kegelfläche des Korbes derart begrenzt, daß dort der Außendurchmesser der Nut in dem Maß
größer als ihr durch die Zylinderfläche bestimmter Außendurchmesser ist. daß auf dem gesamten Dichtungsringumfang
jeweils mindestens ein Teil der im eingebauten Zustand des Ventilkorbes der Kegelfläche
zugewandten Stirnfläche des Dichtungsringes in jeder La<?e seines entspannten Zustandes eine Anlage an der
ihm gegenüberliegenden Nutfläche findet.
Die beim Einschubvorgang den Ring seitlich erfassende und vorantreibende, an die Kegelfläche angrenzende
Seitenwand der Nut ist also etwas größer als die gegenüberliegende von der Zylinderfläche begrenzte
Nutwand und gewährleistet daher aufgrund ihres größeren Außendurchmessers eine Abstützung auch der
aus der Nut herausragenden Ringteile. Der Ring kann daher über seine volle Länge gestützt werden, so daß ein
Einklemmen vermieden wird. Der Einsetzvorgang kann blind durchgeführt werden und ermöglicht schon beim
ersten Versuch den gewünschten Erfolg.
Der erfindungsgemäße Ventilkorb ist weiterhin vorteilhaft dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsfläche
des Dichtungsringes an ihren Rändern symmetrisch zur Mittelachse des Ringes angeordnete Fasen
aufweist und nur an der zylindrischen Gegenfläche anliegt.
Die Fasen ermöglichen zum einen ein besseres Gleiten des Ringes auf der kegelstumpfförmigcn
Gegenfläche des Zylinderkopfes und schränken zum anderen die zur äußeren Anlage kommende Umfangsfläche
des Ringes in axialer Richtung so weit ein. daß der Ring mit seiner Umfangsfläche nur auf der zylindrischen
Gegenfläche anliegt und nicht auf der geringfügig in dl·* Nut hereinragenden kegelförmigen Kegelfläche. Dadurch
wird eine Be^ hädigung des Ringes an der Kante
zwischen Kegelfläche und Zylinderfläche vermieden.
Schließlich ist der erfindungsgemäße Ventilkorb vorteilhaft dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelfläche
Sitzfläche ist. Auf diese Weise wird eine insbesondere unter Gesichtspunkten des Ein- und
Ausbaues optimale Abstützung des Ventilkorbes im Zylinderkopf gewährleistet.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel den unteren Teil eines erfindungsgemäßen Ventilkorbes im
Schnitt.
Der Ventilkerb I ist in dem Zylinderkopf 2 eingebaut. Das nicht dargestellte Ventil wird in den Innenraum 3
des Ventilkorbes eingesetzt.
Das untere als Sit/. 4 in dem Zylinderkopf 2 dienende
Ende des Ventilkorbes 1 weist einen kegelförmigen Teil 5 und einen zylinderförmigcn Teil 6 auf.
In einer Nut 7. die im Bereich des Sitzes 4 vorgesehen
ist. ist ein Dichtungsring 8 angeordnet. Vorzugsweise sind die äußeren oberen und unteren Kanten des
Dichtungsringes 8. die zwischen den oberen und unteren waagerechten Begrenzungsflächen des Ringes und
seiner Umfangsfläche gebildet sind, bei 11 ahpcfast.
Die Innenflache 10 des Ringes 8 umgibt den Grund
der Nut 7. E'n geringer Zwischenraum 12 ist /wischen dem zylindrischen Teil des Ventilkorbes 1 und dem
Zylinderkopf vorgesehen.
Der Dichtungsring 8 verhindert das Entweichen von Gasen durch den Zwischenraum 12 hindurch. Die
kegelstumpffönnige Sitzfläche 5 zwischen dem Ventilkorb
1 und dem Zylinderkopf 2 kann mit Oberflächenfehlern behaftet sein, so daß an dieser Stelle die
Dichtheit nicht sichergestellt ist und die Gase dann durch den Zwischenraum 12 entweichen könnten, so
'■f
daß die Gefahr einer schnellen Beschädigung des Zylinderkopfes besteht
Die Nut 7 aes Ringes 8 ist im zylinderförmigen und
kegelförmigen Bereich so angeordnet daß die radiale Abmessung D der oberen waagerechten flachen Wand
der Nut 7 größer als die radiale Abmessung J der unteren Wand der Nut ist. Die Nut 7 bildet somit tine
kontinuierliche Abstützung für den Ring 8 und insbesondere für die Enden dieses Ringes.
Diese Anordnung erweist sich bei dem Einbau des Venlilkorbes in den Zylinderkopf als besonders
vorteilhaft. Der den Enden des Ringes gegenüberliegende Ringteü kann z. B. am Grund der Nut anliegen. In
diesem Fall ragen — wenn diese Anordnung nicht vorliegt — die Enden des Ringes im entspannten
Zustand in radialer Richtung vollkommen nach außen aus der Nut heraus. Bei der Moniage (reffen die Enden
des Ringes dun· auf die kegelförmige Wandung des Gehäuses, so daü eine Verklemmung enisteht und das
sachgemäße Einsetzen der Enden des Ringes in die Nul
verhindert wird. Der Einbau des Ventilkorbes in den Zylinderkopf des Motors ist auf diese Weise wesentlich
erschwert und sogar wegen der Biegung der Enden des Ringes praktisch unmöglich.
Es ist außerdem von Vorteil, den Ring 8 an den Rändern seiner äußeren Fläche 9 beiderseitig abzufasen.
und /war sowohl im Bereich der oberen Fläche des Ringes als auch im Bereich der unteren Fläche
desselben. Der Dichtungsring stützt sich dann tatsächlich ausschließlich an der zylinderförmigen Wandung 6>
üb. Hinzu kommt, daß diese Abstützung dann in bezug auf die mittlere waagerechte Fbene des Ringes 8
symmetrisch ist. Auf diese Weise w >rd die Verformung des Ringes durch Verwendung bei dem Einbau des
Ventilkorbes in den Zylinderkopf vermieden.
Erfindungsgemäß ausgebildet wird der Einbau des
Ventilkorbes in den Zylinderkopf des Motors besonders zufriedenstellend vorgenommen. Die erzielte Dichtheit
zwischen dem Ventilkorb und dem Zylinderkopf ist in diesem Fall einwandfrei. Die Auspuffgase strömen dann
tatsächlich nur im Inneren 3 des Ventilkorbes und nicht
mehr in dem Zwischenraum 12 zwischen dem
Ventilkorb und dem Zylinderkopf.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Ventilkorb für Brennkraftmaschinen, welcher im Bereich seines ventiltellerseitigen Sitzes im
Zylinderkopf, mit entsprechenden Gegenflächen im Zylinderkopf zusammenwirkend, an seinem Ende
eine zylinderförmige und daran anschließend eine kegelförmige Gestalt hat. wobei in seiner Zylinderflache
eine Nut vorgesehen ist, in welcher ein sich an der Gegenfläche des Zylinderkopfes unter Spannung
abstützender Dichtungsring vorgesehen ist. dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (7)
die Kugelfläche (5) des Korbes (1) derart begrenzt, daß dort der Außendurchmesser der Nut in dem
Maß größer als ihr durch die Zylinderfläche (6) bestimmter Außendurchmesser ist, daß auf dem
gesamten Dichtungsringumfang jeweils mindestens ein Teil der im eingebauten Zustand des Ventilkorbes
der Kegelfäche zugewandten Stirnfläche des Dichtungsringes in jeder Lage seines entspannten
Zustandes eine Anlage an der ihm gegenüberliegenden Nutfläche findet.
2. Ventilkorb nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsfläche (9) des Dichtungsringes
(8) an ihren Rändern symmetrisch zur Mittelachse des Ringes angeordnete Fasen (11)
aufweist und nur an der zylindrischen Gegenfläche (6) anliegt.
3. Ventilkorb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelfläche (5) Sitzfläche
ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7402899A FR2259233B1 (de) | 1974-01-29 | 1974-01-29 | |
| FR7402899 | 1974-01-29 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2502575A1 DE2502575A1 (de) | 1975-07-31 |
| DE2502575B2 DE2502575B2 (de) | 1976-09-30 |
| DE2502575C3 true DE2502575C3 (de) | 1977-05-12 |
Family
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