DE247984A - - Google Patents

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DE247984A
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Elften=exemplar
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247984 -KLASSE 85 c. GRUPPE
LUCIEN LINDEN in BRÜSSEL.
erweiternden Klärraum aufweist.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Dezember 1910 ab.
Wasserreinigungsvorrichtungen, bei denen das Wasser in ein von unten nach oben sich erweiterndes Klärbecken eingeleitet wird und die im Wasser vorhandenen Sinkstoffe nach unten fallen, während das nach oben steigende Wasser Filter durchströmt, welche die Schwebestoffe zurückhalten, sind bekannt. Auch ist es bekannt, Prellflächen an dem Wassereinlauf anzuordnen, welche die Trennung der festen
ίο Sinkstoffe von den im Wasser noch vorhandenen Schwebestoffen begünstigen. Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung in der besonderen Anordnung der Prellflächen in dem eigenartig ausgebildeten Wassereinlauf raum, wodurch ein sicheres Abscheiden der Sinkstoffe zusammen mit einer allmählichen Verlangsamung der Geschwindigkeit des von den Sinkstoffen abgetrennten Wasserstromes erzielt wird. Die neue Vorrichtung ist besonders zur Behandlung größerer Mengen von Abwässern geeignet, kann jedoch auch zur Reinigung anderer Flüssigkeiten benutzt werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι einen Vertikalschnitt einer solchen Vorrichtung, während Fig. 2 eine Draufsicht auf dieselbe und Fig. 3 eine andere Ausführungsform darstellt.
Der Klärbehälter wird durch die schräge Wand P P' und die Filterplatte V in zwei Abteilungen 1 und 2 geteilt, deren Größe verschieden ist. Die Wand PP' reicht bis zur Oberfläche der Flüssigkeit. Ihr Abstand von der Gefäßwand A B nimmt nach unten zu. Senkrechte, parallel zueinander liegende Platten R sind zwischen den Wandungen A B und P P' angeordnet. Diese Platten haben gleiche Höhe; ihr Abstand von der Wand A B ist gleichbleibend, während der Abstand von der Wand P P' zunimmt.
Die letzte der Platten R kann zur Vermeidung eines Wiederaufsteigens des Schlammes, welcher über A B hinabrutscht, mit einer schrägen Verlängerung versehen sein.
Der Boden des Behälters hat in bekannter Weise trichterartige Vertiefungen CDE und EFG, welche durch eine senkrechte Wand N voneinander getrennt sind, zu dem Zweck, den auf der Wand A B niedergleitenden Schlamm in der ersten Vertiefung zuiückzuhalten. Der Abstand B P' muß zweckmäßig gleich groß öder kleiner als der Abstand P N und dieser wieder kleiner als P' H sein. Am Boden der Vertiefungen befinden sich Entleerungsschieber D und F, über welchen in bekannter Weise Dächer O angeordnet sind, um ein Wiederaufsteigen des Schlammes während der Entleerung zu vermeiden.
Im oberen Teil der Abteilung 2 liegen Abflußrinnen S, welche in bekannter Weise Filter-
material enthalten können und in die Sammelrinne K münden. V und V sind gelochte Bleche zum Zurückhalten der Schwebestoffe.
Eine Verteilungsrinne W (Fig. i) verteilt die zu behandelnde Flüssigkeit über den ganzen Umfang des Behälters.
Wenn die zu behandelnde Flüssigkeit zwei oder mehrere Behälter nacheinander durchströmen muß, kann die Grube so, wie in ίο Fig. 3 angedeutet ist, eingerichtet sein. Der Boden ist dann geneigt.
Auf dem Boden einer Seitengrube 3 (Fig. 3) ist eine Pumpe 4 angebracht, welche mittels eines Dreiweghahnes entweder den am Boden abgelagerten Schlamm oder die Flüssigkeit an der Oberfläche mittels seiner bei 6 angelenkten Leitung 5 mit Schwimmer 7 absaugen kann. Die so abgesaugte Flüssigkeit wird am Eingang der Klärbehälter zurückgeführt, um mehrmals behandelt zu werden.
Der Schlamm kann zum Ausfaulen in der Grube gelassen werden. Eine Lüftungsvorrichtung 8 gestattet das Austreten der Gase.
Die Schlammgrube kann auch in Abteilungen 9 und 10 (Fig. 3) getrennt werden, um eventuell den in dem ersten Behälter angesammelten Schlamm von den des zweiten Behälters zu trennen.
Der zu behandelnden Flüssigkeit können
entweder am Anfang oder im Laufe des Verfahrens Chemikalien zugesetzt werden, entweder um die Fällung zu beschleunigen, oder um die Flüssigkeit zu sterilisieren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere von Abwasser, bestehend aus einem in mehrere Abteilungen geteilten Behälter, der einerseits einen von oben nach unten sich erweiternden Einlaufraum und andererseits einen nach oben sich erweiternden Klärraum sowie Prellplatten zum Zurückhalten der Schwimm- und Schwebestoffe aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrecht und parallel angeordneten Prellplatten (R) im Innern der ersten nach unten geneigten Abteilung (1) des Behälters derart angeordnet sind, daß ihre Enden von der unteren Wandung (A B) dieser Abteilung gleich weit entfernt sind, von der oberen Wand (P P') dagegen nach dem Innern des Behälters zu sich allmählich weiter entfernen, so daß das in die erste Abteilung eintretende Wasser durch die Prellplatten in zwei Ströme geteilt wird, von denen der obere Strom eine der Querschnittszunahme entsprechende Verlangsamung erfährt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.

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