DE247451C - - Google Patents

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DE247451C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/08Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Darstellung von Ammoniak durch Einwirkenlassen von Stickstoff (oder einem Gemisch von Stickstoff und Kohlenwasserstoff) und Wasserdampf auf ein Gemisch von Kohle ^ und Salzen oder Oxyden der Alkalien oder Erdalkalien.
Das neue Verfahren bestelltem Gegensatz zu den bekannten Verfahren der gleichen Gattung im wesentlichen darin, daß auf das in dichten, nicht porösen Stücken zur Verwendung gelangende Gemisch von kieselsäure- und tonerdefreier Kohle und Alkali- oder Erdalkalisalzen oder Oxyden Stickstoff (oder ein Gemisch von Stickstoff und Naphthalin) und Wasserdampf abwechselnd zur Einwirkung kommen, wodurch eine Reaktion nur jeweils an der Oberfläche dieser Stücke auftritt und so mehrmals an dem gleichen Material ausge-
ao führt werden kann.
! Zweck und Wirkung ^dieses Verfahrens ist es,
in dem Gemisch eine schichtweise Cyanidbildung hervorzurufen und jede so gebildete Cyanidschicht jedesmal durch Wasserdampf zu zersetzen, um Ammoniakgas zu erhalten.
f Zu diesem Zweck wird z. B. ein Gemisch von Bariumkarbonat oder Bariumoxyd mit Kohlenstoff oder Graphit von großer Dichte unter Zusatz eines Bindemittels, wie Teer, unter starkem Druck, zweckmäßig mittels hydraulischer Pressung, komprimiert. Auf diese Weise wird eine dichte und homogene, nicht poröse Masse erzielt. Diese Masse wird zu Stücken beliebiger Form geformt oder einfach zerkleinert, dann in eine Retorte o. dgl. eingebracht und nun abwechselnd der Einwirkung eines Stickstoffstromes und eines Wasserdampfstromes ausgesetzt. Der Stromwechsel kann in sehr kurzen Abständen erfolgen; ein Zwischenraum von wenigen Minuten genügt schon, um ein Resultat zu erzielen. Bei der praktischen Ausführung wird der Stromwechsel etwa alle 5 oder 6 Minuten vorgenommen und das Verfahren etwa 4 Tage lang bei einer Temperatur von annähernd 900° C. fortgeführt. Die durch den raschen Stromwechsel erzeugte Gleichmäßigkeit der Temperatur der Masse ist als ein Vorteil gegenüber den bekannten Verfahren anzusehen, bei denen große Tempearaturschwankungen auftreten, die mit einem beträchtlichen Mehraufwand an Wärmeenergie verbunden sind; gleichzeitig ergibt das neue Verfahren eine bessere Ausbeute.
Mittels des beschriebenen Verfahrens wird auf der Oberfläche der Barytkohlenstücke zuerst eine Cyanidhaut erzeugt, die dann unter der Einwirkung des Wasserdampf es sich zersetzt und Ammoniak liefert. Der Wechsel in der Einwirkung von Stickstoff und Wasserdampf wird so lange fortgesetzt, bis die Barytkohlenstücke ihren Kohlenstoff vollständig verloren haben, da nur dieser flüchtig ist und sich bei jeder Operation in Kohlenoxyd verwandelt.
Eine Ausführungsform des neuen Verfahrens besteht darin, dem Stickstoff Naphthalindämpfe beizumischen; es wurde festgestellt, daß Naphthalin im Gemisch mit Stickstoff die Karbo-
nate oder Oxyde in Cyanide verwandelt, ohne Kohlenstoff abzulagern.
Im Gegensatz zu den älteren Verfahren gelangen bei dem neuen Verfahren nur harte, reine graphitische Kohlen zur Verwendung, und zwar in Form von nicht porösen Preßstücken. Hierdurch wird jede Bildung von Silikaten oder Tonerdeverbindungen, desgleichen jeglicher Verlust und die Notwendigkeit
ίο einer Regenerierung von Karbonat oder Oxyd vermieden. Das Reaktionsmaterial wird bei jeder Operation nur an seiner Oberfläche angegriffen, während bei porösem Material die Cyanidbildung in der ganzen Masse gleichzeitig auftritt, so daß diese sofort ihren Zusammenhang verliert und zu Staub zerfällt, der dann von Stickstoff1 nur schwer durchdrungen und angegriffen werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch : Verfahren zur Herstellung von Ammoniak aus Alkali- oder Erdalkalicyaniden durch Einwirkenlassen von Stickstoff oder einem Gemisch von Stickstoff und Kohlenwasserstoff und Wasserdampf auf ein Gemisch von kieselsäure- oder tonerdefreier Kohle und Salzen oder Oxyden der Alkalien oder Erdalkalien, dadurch gekennzeichnet, daß auf das in dichten, nicht porösen Stücken zur Verwendung gelangende Gemisch Stickstoff oder ein Gemisch von Stickstoff und 30, Naphthalin und Wasserdampf abwechselnd zur Einwirkuug kommen, wodurch eine Reaktion nur jeweils an der Oberfläche dieser Stücke auftritt und so mehrmals an dem gleichen Material ausgeführt werden kann.
    BETXIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEr.nl.
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