DE246716C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B5/00—Making pig-iron in the blast furnace
- C21B5/02—Making special pig-iron, e.g. by applying additives, e.g. oxides of other metals
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C7/00—Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Anwendung elektrischer Energie hat die elektrothermische Darstellung von hochsiliciumhaltigem
Ferrosilicium ermöglicht.
Diese Darstellung hat neue Probleme gestellt, welche einerseits die Berücksichtigung gewisser
Eigenschaften des Ferrosiliciums bedingen, die dessen industrielle Darstellung und dessen Verkauf
erschweren, und anderseits auf die Konstruktion der öfen sowie auf die Ausführung
der Abstichmulden Bezug haben, wie aus folgendem hervorgeht:
Infolge der hohen Temperatur des abgestochenen Ferrosiliciums ist es bis jetzt nicht
gelungen, widerstandsfähige Materialien für die Abstichmulden aufzufinden, und ist wohl allgemein
das Abstechen in Kohlenmulden eingeführt, die aus Elektrodenkohle, Kohlenziegeln
oder aus Teerkohlen und Graphitgemischen hergestellt werden. Die Abstichmulden werden
bei Verwendung solcher Substanzen zu teuer, auch ist deren Haltbarkeit sehr beschränkt; die
Kohlen, die infolge der Wärmeübertragung durch die Abstiche glühend werden, brennen
nach und nach an der Luft ab und die Angriffsfläche für das Metall wird vergrößert, so
daß auch beim Heben der Abstiche Elektrodenstücke mechanisch mitgerissen werden; hierdurch
wird die Zerstörung noch beschleunigt. Eine weitere Eigenschaft des Ferrosiliciums
ist der bekannte Zerfall dieses Produktes, wenn dessen Siliciumgehalt eine gewisse Höhe erreicht.
So z. B. zerfällt fast ausnahmslos das Ferrosilicium, dessen Siliciumgehalt zwischen 48 und
70 Prozent und zwischen 30 und 40 Prozent liegt. Ferrosilicium, das über 70 Prozent Silicium
enthält, ist in der Regel haltbar, es sind jedoch auch zuweilen Zerfallerscheinungen konstatiert
worden.
Es ist bis jetzt nicht gelungen, diesem Zerfall des Ferrosiliciums durch betriebstechnische Vervollkommnung
des Schmelzprozesses vorzubeugen, wiewohl das Ferrosilicium, welches aus reinen Materialien hergestellt wird, in der Regel
weniger zum Zerfall neigt, als solches aus unreinen Materialien. Es wurde dagegen indirekt
versucht, den Zerfall hinzuhalten, und zur Zeit wird das Ferrosilicium, welches zum Zerfall
neigt, in der Regel mit einer Paraffinschicht überzogen, indem es nach dem Abstich in ein
heißes Paraffinbad eingetaucht wird.
. Die Ursachen des Zerfalles des Ferrosiliciums sind bis heute noch nicht geklärt, wiewohl von
verschiedenen Seiten eingehende Studien gemacht worden sind. Es sei hierbei insbesondere
auf die Publikation in der Zeitschrift für Elektrochemie Bd. 16, Nr. 17, S. 735, betreffend
Geldbuch des British Government Board über Darstellung, Gebrauch und Verfrachtung von
Ferrosilicium, hingewiesen.
Diese Eigenschaften, verbunden mit der den Zerfall begleitenden Entwicklung giftiger Gase,
haben die Eisenbahnverwaltungen und die Reedereien veranlaßt, strenge Vorschriften für
den Transport dieser Produkte zu erlassen, die den Handel erschweren.
Außerdem sind zur Zeit verschiedene ofenbautechnische Schwierigkeiten noch nicht behoben.
Insbesondere neigen die mit elektrischen
öfen hergestellten Legierungen zu Durchbrüchen, welche Störungen im Betriebe veranlassen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun eine Behebung der hier angeführten Schwierigkeiten,
indem das feuerflüssige Ferrosilicium aus dem elektrischen Ofen in Wasser oder eine wässerige
Lösung abgestochen wird. Hierdurch ist zunächst die Schwierigkeit des Materials für die
ίο Abstichmulden beseitigt. Außerdem kann durch
entsprechenden Anbau der Abstichmulden am Ofenkörper Kühlung der Sohle und der gefährdeten
Ofenwände erreicht werden, wodurch Durchbrüche vermieden werden. Ferner haben
Versuche erwiesen, daß das in Wasser abgestochene und plötzlich abgekühlte Ferrosilicium
kompakt bleibt und nicht zerfällt, was darauf beruht, daß durch das plötzliche Abkühlen des
feuerflüssigen Ferrosiliciums, die faserige Kristallisation gehindert wird und dasselbe eine
mikrokristallinische Struktur annimmt.
Verwendet man anstatt reinen Wassers angesäuertes Wasser, so ist es möglich, vollkommen
blankes Metall zu erhalten. Es kann ferner unter Umständen von Vorteil sein, alkalische
Lösungen oder Salzlösungen zu verwenden, wenn die chemische Zusammensetzung der Flüssigkeit, in die man absticht, auf die Kristallisation
oder auf die Erhärtung des Produktes Einfluß hat, oder wenn unter besonderen Verhältnissen wünschenswert ist, den Siedepunkt
und das spezifische Gewicht der Flüssigkeit zu erhöhen.
In Fig. ι und 2 sind zwei Ausführungsbeispiele des elektrischen Ofens und der Abstichmulde
dargestellt, die zur Verwirklichung des neuen Abstichverfahrens verwendet werden
können.
In Fig. ι gelangt das feuerflüssige Ferrosilicium
aus dem elektrischen Ofen 0 durch die Abstichschnauze α in das Abstichgefäß g, in
welchem sich die Flüssigkeit f befindet.
h bezeichnet den Eintrittshahn und I den
Austrittshahn für diese Flüssigkeit.
Im Abstichgefäß g befindet sich ein Sieb s, welches mittels der Hebevorrichtung k die Herausnahme
des abgestochenen Gutes ermöglicht.
In Fig. 2 gelangt das feuerflüssige Ferrosilicium aus dem elektrischen Ofen 0, ähnlich
wie in Fig. 1, durch die Abstichschnauze a in
das Abstichgefäß g, welches in diesem Falle den ganzen Ofen umgibt. Hierbei wird mittels des
Flüssigkeitszuflusses h und des Flüssigkeitsabflusses / der Spiegel der Flüssigkeit so gestellt,
daß die unteren, durch Durchbräche am meisten gefährdeten Teile des Ofens 0 von der Flüssigkeit
bespült werden bzw. in die Flüssigkeit hineintauchen.
Als Wasserzufluß kann selbstverständlich in beiden Fällen das Betriebswasser für die Abkühlung
des Ofens oder der Elektroden verwendet werden. Auch kann hierbei die Entnahme des abgestochenen Gutes entweder mittels
Siebes durch mechanische Einrichtungen oder von Hand erfolgen.
Claims (2)
1. Abstichverfahren für Ferrosilicium, dadurch gekennzeichnet, daß die feuerflüssige
Metallmasse in Wasser oder in eine wässerige Lösung abgestochen wird.
2. Elektrischer Ofen zur Ausführung des Verfahrens gemäß Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die unterhalb der Abstichzone gelegenen Teile des Ofenkörpers
in die zum Abschrecken des Ferrosiliciums dienende Flüssigkeit eintauchen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE246716C true DE246716C (de) |
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Family Applications (1)
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