DE2452176C - Klemmvorrichtung an Schneid- oder , Spleißverbindungseinrichtung für gummierte Kordgewebebahnen - Google Patents

Klemmvorrichtung an Schneid- oder , Spleißverbindungseinrichtung für gummierte Kordgewebebahnen

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Publication number
DE2452176C
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DE
Germany
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clamping
wall part
cord fabric
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English (en)
Inventor
Rolf 2000 Hamburg DE; Krebs Gerd 2100 Hamburg Peters
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Phoenix AG
Original Assignee
Phoenix AG

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Klemmvorrichtung an Schneid- oder Spleißverbindungseinrichtungen für gummierte Kordgewebebahnen, wobei die Klemmvorrichtung aus einer Stützplatte und einem Klemmbalken mit daran angeordneten Kiemmitteln besteht.
Bei der Herstellung von Kfz-Luftreifen werden Gewebebahnen verwendet, die parallel laufende Fadeneinlagen aus Textil oder Stahl aufweisen. Derartige mit Kautschukmischungen beschichtete Kordgewebebahnen werden schräg zur Fadenrichtung geschnitten und anschließend zu einer langen Bahn zusammengefügt. In dieser Bahn liegen die Kordfäden entsprechend der gewünschten Reifenkonstruktion in einem mehr oder weniger spitzen Winkel zur Längsrichtung.
Das Schneiden derartiger Kordgewebebahnen muß mit außerordentlicher Sorgfalt durchgeführt werden, damit eine maschinelle Aneinanderfügung der geschnittenen Kordgewebebahnteile ohne jede Unregelmäßigkeit möglich ist. Dabei dürfen die Kordfaden untereinander weder eine Spreizung noch eine Anhäufung aufweisen. Weiterhin muß der Schnitt außerordentlich gerade geführt werden, um eine störungsfreie Herstellung von Reifenrohlingen zu ermöglichen. Geringe Abweichungen können bereits zu Kraftschwankungen im fertigen Reifen führen.
Zum Schneiden derartiger Bahnen werden bekannte Einrichtungen mit bekannten Klemmvorrichtungen verwendet.
Letztere bestehen aus einer Unterlage über die die mit Kautschuk beschichtete Bahn geführt wird und
ίο einem Klemmbalken, der die Bahn fest auf die Unterlage preßt, damit ein glatter Schnitt durchgeführt werden kann. Der Schnitt wird dicht an der Klemmvorrichtung durchgeführt, damit ein Verziehen beim Schneiden weitgehend unmöglich gemacht wird. Die steigende Anforderung an die Reifenqualität kann aber schon dadurch beeinträchtigt werden, daß an der Unterlage oder im Klemmbalken geringfügige Durchbiegungen eintreten, so daß ein äußerst genauer Schnitt nicht mehr mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist Wegen der hohen Schnittkraft ist ein unvorhersehbares Verziehen der Bahn nicht mit Sicherheit ausgeschlossen.
Zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten ist es bereits bekanntgeworden, den Klemmbalken mit nebeneinan der angeordneten Elektromagneten zu versehen, die einer Durchbiegung entgegenwirken und bei Stahlkordgewebeeinlagen eine zusätzliche Fixierung ermöglichen. Diese Einrichtungen haben jedoch mit Rücksicht auf die hohen Präzisionsanforderungen immer noch nicht die erforderliche hohe Sicherheit und hohe Genauigkeit beim Klemm- und Schneidevorgang gewährleistet Bti der Herstellung von Spleißverbindung, bei denen Kordgewebebahnen mit ihren Stirnseiten gegeneinander gepreßt und anschließend unter der
& Konfektionsklebrigkeit aneinander gehaftet werden, treten ähnliche Schwierigkeiten auf, die einer Verbesserung bedürfen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei der eingangs umrissenen Klemmvorrichtung eine Gestaltung bei dem
Klemmittel am Klemmbalken zu schaffen, die eine hohe Sicherheit beim Klemmen und benneiden und eine
ebenso hohe Genauigkeit bei diesen Vorgängen ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß
vorgesehen, daß der Klemmbalken an seiner Klemmpreßseite ein Hohlprofil aus elastischem Kunststoff, mit hohem Ε-Modul, insbesondere von ca. 800 trägt, das aus einem Bodenwandteil und einem Preßwandteil besteht, wobei die beiden Wandteile an den äußeren Rändern mit nach innen abgewinkelten und scharniergelenkartig ausgestalteten Seitenwandteilen verbunden sind.
Als elastischer Kunststoff ist für dieses Hohlprofil Polyurethan wie Polyester- oder Polyätherurethan bevorzugt, weil diese einen hohen Ε-Modul von ca. 800 zulassen und ohne weiteres die erforderlichen Verformungen über äußerst lange Zeit zulassen. Dieses Material gestattet bei einem hohen Ε-Modul viele Millionen Lastwechsel bei unveränderten Eigenschaften. Es sind auch andere Kunststoffe geeignet, wenn sie annähernd gleiche physikalische Eigenschaften bei verhältnismäßig großer Härte besitzen. Die Härte soll wegen der Klemmwirkung mindestens 80°, vorzugsweise jedoch über 90° Shore A betragen. Die V-förmigen, nach innen geknickten Wandteile, die den Bodenwand teil und den Preßwandteil miteinander verbinden, sind mit den äußeren Rändern verbunden, damit beim Einblasen der Preßluft eine gleichmäßige Streckung des Profils möglich ist, ohne daß dabei das Preßwandteil
verformt wird. Die gelenkartigen Übergänge zu den Seitenwandteilen sind mit einer verringerten Wandstärke ausgebildet. Dadurch erfolgt die Verformung infolge des erhöhten Luftdruckes nahezu ausschließlich in diesen Zonen des Hohlprofils. Durch den Verformungs-Vorgang mittels Preßluft oder einem anderen Druckmittel wird das Preßwandteil gleichmäßig in allen Zonen auf die Kordgewebebahn gepreßt Unebenheiten in der Gewebebahn oder in der Stützplatte können dabei in keiner Weise zu einer Störung führen. Im eingeklemmten Zustand kann eine vorzugsfreie Förderung samt Unterlage erfolgen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, daß die gelenkartig verjüngten Enden der SeitenwandteUe gleichzeitig als Stützfläche is im Streckzustand ausgebildet sind. Hierdurch wird ein Streckzustand möglich, in dem eine genaue Streckweite festgelegt ist. In diesem Zustand ist das Hohlprofil einer besonders starken Belastung aussetzbar, weil es sich in sich selbst abstützt Wesentlich ist ferner, daß infolge der Verformung in den Gelenken und der V-förmigen Gestaltung der Seitenwandteile ein erheblicher Anpreßdruck bei verhältnismäßig geringen Innenluftdrjck möglich ist
Ein anderes Merkmal der Erfindung sieht vor, daß die Wandstärke des Bodenwandteils auf die Arbeitsweise der Vorrichtung abgestimmt ist Die Wandstärke kann beispielsweise verhältnismäßig dick sein im Verhältnis zu den übrigen Wandteilen. Dadurch wird es möglich, daß die äußeren Ränder des Preßwandteils mit größerer Kraft aufsetzen als die Mittelzone. Dadurch kann z. B. beim Herstellen von Spleißverbindungen zunächst ein Zusammenhalten der Ränder des zu schließenden Gewebes bewirkt werden, bevor der Preßvorgang einsetzt.
Bei verhältnismäßig dünner Preßwandstärke legt sich zunächst die Mittelzone des Preßwandteils an, bevor die Ränder zur Anlage kommen. Dies bewirkt eine besonders schonende Anpressung der Kordgewebebahnen. Es ist zweckmäßig, daß das Hohlprofil im spannungsfreien Zustand zusammengefaltet gestaltet ist.
Ein weiteres Merkmal des Erfindungsgedankens sieht vor, daß die äußeren Ränder des Bodenwandteils als Halterungsrippe ausgebildet sind. Durch derartig überstehende Ränder wird eine Befestigung am Klemmbalken besonders einfach.
Diese Leisten lassen nämlich ein einfaches Einspannen ohne jede weitere Befestigungsart zu. Durch diese Befestigungsart ist außerdem das Hohlprofil auf einfache Weise seiner Länge nach in den Klemmbalken einschiebbar. Die zum Aufnehmen der Preßluftleitung vorgesehenen Bohrungen können vorher an den dafür vorgesehenen Stellen angebracht werden. Die Enden des Hohlprofüs können über den Klemmbalken etwas hinausragen und einfach durch Zusammenpressen luftdicht verschlossen werden. Auch dies vereinfacht die Anwendung eines derartigen Hohlprofils.
Weiterhin kann die Außenhalterung des Bodenwandteils als Abstreifleiste ausgebildet sein. Diese Abstreifleiste ist nützlich, wenn infolge der Konfektionsklebrigkeit die Möglichkeit besteht daß die Kordgewebebahn an dem Hohlprofil klebt wenn der Einklemmvorgang des Kordgewebes aufgehoben wird.
Die Erfindung wird an Hand den Fig. 1—3 beispielsweise beschrieben. Die Abbildungen zeigen Querschnitte durch den Klemmbalken, das Hohlprofil, die Kordgewebebahn und die Stützpfatte in verschiedenen Streckzuständen des Hohlprofils.
Der oberhalb der Stützplatte 1 liegende Klemmbalken 2 trägt an seiner Unterseite ein .vohlprofil 3. Dieses ist in der Lage, die Kordgewebebt.in 4 auf die Stützplatte 1 zu pressen. In diesem Zustand kann nicht nur ein Schnitt sondern auch ein Vorschub erfolgen. Der wesentliche Teil des Erfindungsgedankens ist die Anordnung und Gestaltung des Hohlprofils 3. Es besteht aus einem Bodenwandteil 5, den Seitenwandteilen 6 und 7 und dem Preßwandteil 8. Die Seitenwandteile 6 und 7 zeigen einen nach innen reichenden V-förmigen Querschnitt Sie besitzen gelenkartige Übergänge 9, 10 und 11, deren Wandstärke verjüngt ausgebildet ist Wird das Hohlprofil 3 durch die Leitung 12 unter Druck gesetzt, so erfolgt die Verformung fast ausschließlich in diesen gelenkartigen Obergängen.
An den Enden ist das Profil durch Zusammenfügen in den flachen Zustand, wie in F i g. 1 dargestellt ist geschlossen. Die Seitenwandteile 6 und 7 besitzen an den Enden Stützflächen 13, 14, 15 und 16, die beim Strecken der Seitenwandteile 3 und 4 eine festgelegte Endstellung bewirken. Durch das Aufblasen des Hohlprofüs 3 wird das Preßwandteil 8 auf die Kordbahn 4 gepreßt, so daß diese fest auf der Unterlage 1 liegt Zur Befestigung des Hohlprofils dient der äußere Rand 17 des Bodenwandteils 5. Diese greift in eine Metalleiste 18, die gleichzeitig in Richtung der Profilverformung verlängert ist Durch die Kante 19 kann auf diese Weise ein am Preßwandteil 8 angeklebtes Kordgewebe abgestreift werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

1 Patentansprüche:
1. Klemmvorrichtung an Schneid- oder Spleißverbindungseinrichtungen für gummierte Kordgewebebahnen, bestehend aus einer Stützplatte und einem Klemmbalken mit daran angeordneten Klemmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmbalken (2) an seiner Klemmpreßseite ein Hohlprofil (3) aus elastischem Kunststoff mit hohem £-Modu!, insbesondere von ca. 800 trägt, das aus einem Bodenwandteil (5) und einem Preßwandteil (8) besteht, wobei die beiden Wandteile an den äußeren Rändern mit nach innen abgewinkelten und scharniergelenkartig ausgestalteten Seitenwandteilen (6,7) verbunden sind.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkartigen Übergänge (9, 10, 11) mit verjüngter Wandstärke ausgebildet sind.
3. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkartigen verjüngteis Enden der Seitenwandteile als Stützflächen im Streckzustand ausgebildet sind.
4. Klemmvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke des Preßwandteils (8) auf die Arbeitsweise der Vorrichtung abgestimmt ist.
5. Klemmvorrichtung nach Jen Ansprüchen 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das Hohlprofil (3) im spannungsfreien Zustand zusammengefaltet gestaltet ist.
6. Klemmvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Ränder (17) des Bodenwaaiteils Is Halterungsrippen ausgebildet sind.
7. Klemmvorrichtung nach c5-n Ansprüchen 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhalterungen des Bodenwandteils als Abstreifleiste (19) ausgebildet sind.
8. Klemmvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen (14, 15) im zusammengefalteten Zustand luftdicht abschließen.

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