DE2452176C - Klemmvorrichtung an Schneid- oder , Spleißverbindungseinrichtung für gummierte Kordgewebebahnen - Google Patents
Klemmvorrichtung an Schneid- oder , Spleißverbindungseinrichtung für gummierte KordgewebebahnenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Klemmvorrichtung an Schneid- oder Spleißverbindungseinrichtungen
für gummierte Kordgewebebahnen, wobei die Klemmvorrichtung aus einer Stützplatte und einem Klemmbalken mit daran angeordneten Kiemmitteln besteht.
Bei der Herstellung von Kfz-Luftreifen werden Gewebebahnen verwendet, die parallel laufende Fadeneinlagen aus Textil oder Stahl aufweisen. Derartige mit
Kautschukmischungen beschichtete Kordgewebebahnen werden schräg zur Fadenrichtung geschnitten und
anschließend zu einer langen Bahn zusammengefügt. In dieser Bahn liegen die Kordfäden entsprechend der
gewünschten Reifenkonstruktion in einem mehr oder weniger spitzen Winkel zur Längsrichtung.
Das Schneiden derartiger Kordgewebebahnen muß
mit außerordentlicher Sorgfalt durchgeführt werden, damit eine maschinelle Aneinanderfügung der geschnittenen Kordgewebebahnteile ohne jede Unregelmäßigkeit möglich ist. Dabei dürfen die Kordfaden untereinander weder eine Spreizung noch eine Anhäufung
aufweisen. Weiterhin muß der Schnitt außerordentlich
gerade geführt werden, um eine störungsfreie Herstellung von Reifenrohlingen zu ermöglichen. Geringe
Abweichungen können bereits zu Kraftschwankungen im fertigen Reifen führen.
Zum Schneiden derartiger Bahnen werden bekannte Einrichtungen mit bekannten Klemmvorrichtungen
verwendet.
Letztere bestehen aus einer Unterlage über die die
mit Kautschuk beschichtete Bahn geführt wird und
ίο einem Klemmbalken, der die Bahn fest auf die
Unterlage preßt, damit ein glatter Schnitt durchgeführt werden kann. Der Schnitt wird dicht an der Klemmvorrichtung durchgeführt, damit ein Verziehen beim
Schneiden weitgehend unmöglich gemacht wird. Die
steigende Anforderung an die Reifenqualität kann aber
schon dadurch beeinträchtigt werden, daß an der Unterlage oder im Klemmbalken geringfügige Durchbiegungen eintreten, so daß ein äußerst genauer Schnitt
nicht mehr mit ausreichender Sicherheit gewährleistet
ist Wegen der hohen Schnittkraft ist ein unvorhersehbares Verziehen der Bahn nicht mit Sicherheit
ausgeschlossen.
Zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten ist es bereits bekanntgeworden, den Klemmbalken mit nebeneinan
der angeordneten Elektromagneten zu versehen, die
einer Durchbiegung entgegenwirken und bei Stahlkordgewebeeinlagen eine zusätzliche Fixierung ermöglichen. Diese Einrichtungen haben jedoch mit Rücksicht
auf die hohen Präzisionsanforderungen immer noch
nicht die erforderliche hohe Sicherheit und hohe
Genauigkeit beim Klemm- und Schneidevorgang gewährleistet Bti der Herstellung von Spleißverbindung, bei denen Kordgewebebahnen mit ihren Stirnseiten gegeneinander gepreßt und anschließend unter der
& Konfektionsklebrigkeit aneinander gehaftet werden,
treten ähnliche Schwierigkeiten auf, die einer Verbesserung bedürfen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei der eingangs
umrissenen Klemmvorrichtung eine Gestaltung bei dem
ebenso hohe Genauigkeit bei diesen Vorgängen
ermöglicht.
vorgesehen, daß der Klemmbalken an seiner Klemmpreßseite ein Hohlprofil aus elastischem Kunststoff, mit
hohem Ε-Modul, insbesondere von ca. 800 trägt, das aus einem Bodenwandteil und einem Preßwandteil besteht,
wobei die beiden Wandteile an den äußeren Rändern
mit nach innen abgewinkelten und scharniergelenkartig
ausgestalteten Seitenwandteilen verbunden sind.
Als elastischer Kunststoff ist für dieses Hohlprofil Polyurethan wie Polyester- oder Polyätherurethan
bevorzugt, weil diese einen hohen Ε-Modul von ca. 800
zulassen und ohne weiteres die erforderlichen Verformungen über äußerst lange Zeit zulassen. Dieses
Material gestattet bei einem hohen Ε-Modul viele Millionen Lastwechsel bei unveränderten Eigenschaften. Es sind auch andere Kunststoffe geeignet, wenn sie
annähernd gleiche physikalische Eigenschaften bei verhältnismäßig großer Härte besitzen. Die Härte soll
wegen der Klemmwirkung mindestens 80°, vorzugsweise jedoch über 90° Shore A betragen. Die V-förmigen,
nach innen geknickten Wandteile, die den Bodenwand
teil und den Preßwandteil miteinander verbinden, sind
mit den äußeren Rändern verbunden, damit beim Einblasen der Preßluft eine gleichmäßige Streckung des
Profils möglich ist, ohne daß dabei das Preßwandteil
verformt wird. Die gelenkartigen Übergänge zu den Seitenwandteilen sind mit einer verringerten Wandstärke
ausgebildet. Dadurch erfolgt die Verformung infolge des erhöhten Luftdruckes nahezu ausschließlich in
diesen Zonen des Hohlprofils. Durch den Verformungs-Vorgang mittels Preßluft oder einem anderen Druckmittel
wird das Preßwandteil gleichmäßig in allen Zonen auf die Kordgewebebahn gepreßt Unebenheiten in der
Gewebebahn oder in der Stützplatte können dabei in keiner Weise zu einer Störung führen. Im eingeklemmten
Zustand kann eine vorzugsfreie Förderung samt Unterlage erfolgen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, daß die gelenkartig verjüngten
Enden der SeitenwandteUe gleichzeitig als Stützfläche is
im Streckzustand ausgebildet sind. Hierdurch wird ein Streckzustand möglich, in dem eine genaue Streckweite
festgelegt ist. In diesem Zustand ist das Hohlprofil einer besonders starken Belastung aussetzbar, weil es sich in
sich selbst abstützt Wesentlich ist ferner, daß infolge der Verformung in den Gelenken und der V-förmigen
Gestaltung der Seitenwandteile ein erheblicher Anpreßdruck bei verhältnismäßig geringen Innenluftdrjck
möglich ist
Ein anderes Merkmal der Erfindung sieht vor, daß die Wandstärke des Bodenwandteils auf die Arbeitsweise
der Vorrichtung abgestimmt ist Die Wandstärke kann beispielsweise verhältnismäßig dick sein im Verhältnis
zu den übrigen Wandteilen. Dadurch wird es möglich, daß die äußeren Ränder des Preßwandteils mit größerer
Kraft aufsetzen als die Mittelzone. Dadurch kann z. B.
beim Herstellen von Spleißverbindungen zunächst ein Zusammenhalten der Ränder des zu schließenden
Gewebes bewirkt werden, bevor der Preßvorgang einsetzt.
Bei verhältnismäßig dünner Preßwandstärke legt sich zunächst die Mittelzone des Preßwandteils an, bevor die
Ränder zur Anlage kommen. Dies bewirkt eine besonders schonende Anpressung der Kordgewebebahnen.
Es ist zweckmäßig, daß das Hohlprofil im spannungsfreien Zustand zusammengefaltet gestaltet
ist.
Ein weiteres Merkmal des Erfindungsgedankens sieht vor, daß die äußeren Ränder des Bodenwandteils als
Halterungsrippe ausgebildet sind. Durch derartig überstehende Ränder wird eine Befestigung am
Klemmbalken besonders einfach.
Diese Leisten lassen nämlich ein einfaches Einspannen ohne jede weitere Befestigungsart zu. Durch diese
Befestigungsart ist außerdem das Hohlprofil auf einfache Weise seiner Länge nach in den Klemmbalken
einschiebbar. Die zum Aufnehmen der Preßluftleitung vorgesehenen Bohrungen können vorher an den dafür
vorgesehenen Stellen angebracht werden. Die Enden des Hohlprofüs können über den Klemmbalken etwas
hinausragen und einfach durch Zusammenpressen luftdicht verschlossen werden. Auch dies vereinfacht die
Anwendung eines derartigen Hohlprofils.
Weiterhin kann die Außenhalterung des Bodenwandteils als Abstreifleiste ausgebildet sein. Diese Abstreifleiste
ist nützlich, wenn infolge der Konfektionsklebrigkeit die Möglichkeit besteht daß die Kordgewebebahn
an dem Hohlprofil klebt wenn der Einklemmvorgang des Kordgewebes aufgehoben wird.
Die Erfindung wird an Hand den Fig. 1—3 beispielsweise beschrieben. Die Abbildungen zeigen
Querschnitte durch den Klemmbalken, das Hohlprofil, die Kordgewebebahn und die Stützpfatte in verschiedenen
Streckzuständen des Hohlprofils.
Der oberhalb der Stützplatte 1 liegende Klemmbalken 2 trägt an seiner Unterseite ein .vohlprofil 3. Dieses
ist in der Lage, die Kordgewebebt.in 4 auf die
Stützplatte 1 zu pressen. In diesem Zustand kann nicht nur ein Schnitt sondern auch ein Vorschub erfolgen.
Der wesentliche Teil des Erfindungsgedankens ist die Anordnung und Gestaltung des Hohlprofils 3. Es besteht
aus einem Bodenwandteil 5, den Seitenwandteilen 6 und 7 und dem Preßwandteil 8. Die Seitenwandteile 6 und 7
zeigen einen nach innen reichenden V-förmigen Querschnitt Sie besitzen gelenkartige Übergänge 9, 10
und 11, deren Wandstärke verjüngt ausgebildet ist Wird
das Hohlprofil 3 durch die Leitung 12 unter Druck gesetzt, so erfolgt die Verformung fast ausschließlich in
diesen gelenkartigen Obergängen.
An den Enden ist das Profil durch Zusammenfügen in den flachen Zustand, wie in F i g. 1 dargestellt ist
geschlossen. Die Seitenwandteile 6 und 7 besitzen an den Enden Stützflächen 13, 14, 15 und 16, die beim
Strecken der Seitenwandteile 3 und 4 eine festgelegte Endstellung bewirken. Durch das Aufblasen des
Hohlprofüs 3 wird das Preßwandteil 8 auf die Kordbahn 4 gepreßt, so daß diese fest auf der Unterlage 1 liegt Zur
Befestigung des Hohlprofils dient der äußere Rand 17 des Bodenwandteils 5. Diese greift in eine Metalleiste
18, die gleichzeitig in Richtung der Profilverformung verlängert ist Durch die Kante 19 kann auf diese Weise
ein am Preßwandteil 8 angeklebtes Kordgewebe abgestreift werden.
Claims (8)
1. Klemmvorrichtung an Schneid- oder Spleißverbindungseinrichtungen für gummierte Kordgewebebahnen, bestehend aus einer Stützplatte und einem
Klemmbalken mit daran angeordneten Klemmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmbalken (2) an seiner Klemmpreßseite ein Hohlprofil
(3) aus elastischem Kunststoff mit hohem £-Modu!, insbesondere von ca. 800 trägt, das aus einem
Bodenwandteil (5) und einem Preßwandteil (8) besteht, wobei die beiden Wandteile an den äußeren
Rändern mit nach innen abgewinkelten und scharniergelenkartig ausgestalteten Seitenwandteilen (6,7) verbunden sind.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkartigen Übergänge
(9, 10, 11) mit verjüngter Wandstärke ausgebildet sind.
3. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkartigen
verjüngteis Enden der Seitenwandteile als Stützflächen im Streckzustand ausgebildet sind.
4. Klemmvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke des Preßwandteils (8) auf die Arbeitsweise der Vorrichtung abgestimmt ist.
5. Klemmvorrichtung nach Jen Ansprüchen 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das Hohlprofil (3) im spannungsfreien Zustand zusammengefaltet gestaltet ist.
6. Klemmvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Ränder
(17) des Bodenwaaiteils Is Halterungsrippen ausgebildet sind.
7. Klemmvorrichtung nach c5-n Ansprüchen 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhalterungen des Bodenwandteils als Abstreifleiste (19)
ausgebildet sind.
8. Klemmvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen (14, 15) im zusammengefalteten Zustand luftdicht abschließen.
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