DE243795C - - Google Patents
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- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
243795 KLASSE 6 b. GRUPPE
OTT & CO. G. μ. β. H. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Juli 1910 ab.
Zum Zweck der Überführung der Stärke in •Zucker für die Gewinnung von Hefe und
Alkohol aus stärkehaltigen Pflanzensamen dient der sogenannte Vormaischbottich. In ihm
wird das gequetschte Getreide mit einem Zusatz von Grünmalz versehen und dort die Umwandlung
der Stärke in gärungsfähigen Zucker herbeigeführt.
' Nach der üblichen Arbeitsweise wird das
' Nach der üblichen Arbeitsweise wird das
ίο Getreide dem Vormaischbottich in gequetschtem
Zustande zugeführt. Nach Vollendung der Verzuckerung kommt das Maischgut aus dem Vormaischbottich in den Läuterbottich, und es
erfolgt dort die Trennung der aufgelösten verzuckerten Masse von den sogenannten Trebern.
Bekannt ist, daß die Verzuckerung um so besser gelingt, je vollkommener die Auflösung
der Getreidekörner erfolgt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein neuer Vormaischbottich, der den erheblichen
Vorteil bietet, daß die Anwendung eines besonderen Läuterbottichs entfällt und gleichzeitig
eine denkbar feine Verteilung des Maischgutes erfolgt. Die gärungsfähige Würze kann
direkt aus diesem Maischbottich abgelassen werden. Dabei vollzieht sich der Verzuckerungsprozeß
viel rascher als bei den bekannten Verfahren, und die Schwierigkeit des Abläuterns
kommt vollständig in Wegfall; man zieht vielmehr aus dem neuen Bottich direkt eine kläre, gärfähige Lösung ab. Die Ausbeute
an gärfähigem Zucker wird ganz erheblich gesteigert. Bisher blieben auch bei Anwendung
der modernsten Einrichtungen stets einige Prozente des gärfähigen Maischgutes in den Tre-
bern stecken und gingen hierdurch für den Gärprozeß verloren. Wenn auch eine wirtschaftliche
Ausnutzung dieser dem Gärprozeß entzogenen Anteile durch Verfütterung der Treber noch möglich war, so war doch diese
Verwertung natürlich viel weniger einträglich wie die bestimmungsgemäße Umwandlung der
Stärke in Alkohol bzw. Hefe.
Bei Anwendung der neuen Einrichtung bleiben in den Trebern nur verhältnismäßig
sehr geringe Anteile des gärungsfähigen Maischgutes zurück, und es gelingt deshalb, wirtschaftlich
erheblich bessere Resultate zu erzielen.
Abweichend von allen bisherigen Verfahren wird das Getreide nicht mehr in gequetschtem
oder gebrochenem Zustande verwandt, sondern es wird mit Hilfe einer besonderen Einrichtung
so fein wie möglich geschnitten, und dieses fein geschnittene Maischgut kommt dann in
den neuen Vormaischbottich, wo es weiter bearbeitet wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform
dargestellt, und zwar in Fig. ι in einem senkrechten Schnitt,
Fig. 2 in einer Draufsicht auf den Innenzylinder,
Fig. 2 in einer Draufsicht auf den Innenzylinder,
Fig. 3 in einem Schnitt der Fig. .2 und in
Fig. 4 in einem Detail.
Fig. 4 in einem Detail.
In der beiliegenden Zeichnung bedeutet a den gesamten Vormaischbottich, innerhalb
dessen sich ein runder Zylinder b befindet,
der einen vollkommen abgeschlossenen Raum im Maischbottich α herstellt. Innerhalb dieses
Zylinders b befindet sich ein Rührwerk c mit zwei Flügeln d und e, welche um 90° gegeneinander
versetzt und in Fig. 4 in größerer Darstellung besonders dargestellt sind. Am Boden des Zylinders befinden sich verschiedene
Ablaßventile f. Die Wand des Innenzylinders b ist mit raspelartig hervortretenden
ίο Spitzen und kleinen öffnungen versehen, wie
dies aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht.
Die Wirkung der Einrichtung ist die folgende :
Die Maische wird in den Innenzylinder b eingeführt und dann das Rührwerk in Tätigkeit
gesetzt. Hierdurch wird die dicke Maischflüssigkeit gegen die raspelartig ausgebildete
Innenwand geschleudert und eine denkbar feine Zerteilung des Maischgutes herbeigeführt.
Durch die in der Wand des Zylinders b enthaltenen feinen Öffnungen gelangt das feine
Mehl unter der Wirkung der Zentrifugalkraft in den Außenzylinder a, woselbst sich eine
milchartige Masse ansammelt. Die Hülsen dagegen lagern sich der größten Menge nach im
Innern des Zylinders ab.
Nachdem eine möglichst feine Verteilung des Maischgutes erfolgt ist, wird sofort die
Verzuckerung eingeleitet; dies geschieht dadurch, daß in den Innenzylinder etwas gequetschtes
Malz gebracht und die Temperatur entsprechend bis etwa 50° C. gesteigert wird.
Das Malz führt unter diesen Bedingungen die Verzuckerung der gesamten vorhandenen
Stärke herbei, und nachdem dies geschehen ist, wird durch die am Boden befindlichen Ventile
die verzuckerte Maische abgelassen und in den Gärbottich übergeführt.
Es sind mehrere Ablaßventile vorhanden, um die Maische an der Stelle abziehen zu
können, wo sich keine Hülsen befinden.
Es ist schon vorgeschlagen worden, Zerkleinerungsvorrichtungen für Maische anzuwenden,
die raspelartig gelochte Bleche aufweisen; diese ältere Einrichtung hat jedoch mit dem
vorliegenden Erfindungsgegenstande nichts zu tun, weil es sich nicht um einen geschlossenen,
die volle Höhe des Maischgefäßes aufweisenden Zylinder handelt, sondern um eine Einrichtung,
bei welcher mehrere gelochte, mit scharfen Schneiden versehene, verhältnismäßig niedrige
Bleche auf einem gemeinsamen Bodenring befestigt sind. Es ist aus diesem Grunde vollständig
ausgeschlossen, mit Hilfe der älteren Einrichtung die im Behälter α befindliche Gesamtmasse
in zwei vollständig getrennte Schichten zu teilen, derart, daß die Treber im Innern
des geschlossenen Zylinders liegen bleiben und die feinen Stärkemehlahteile durch die öffnungen
des Zylinders durchtreten und den Außenraum einnehmen. Gerade auf die Herstellung
zweier solcher Schichten bezieht sich aber die vorliegende Einrichtung.
Jedenfalls wird durch die älteren Angaben kein Vormaischbottich bekanntgegeben, der
sich dadurch kennzeichnet, daß ein vollständig geschlossener, raspelartig ausgestatteter Innenzylinder
in einem regulären Bottich sitzt.
Es sind weiter bereits Vorrichtungen zum Naßmahlen von Malz, Getreide u. dgl. bekannt,
die sich aber von dem Erfindungsgegenstande prinzipiell dadurch unterscheiden, daß sie auf
die Erhaltung der Hülsen ganz besonderes Gewicht legen, während nach der vorliegenden
Erfindung die möglichste Zerkleinerung der Hülsen Voraussetzung für ein gutes Funktionieren
der gesamten Einrichtung ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vormaischbottich, bei welchem zum Zweck der Zerkleinerung der Maischmaterialien eine Rührvorrichtung die Maische gegen Siebe treibt, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Bottichs ein den Bottichraum in zwei getrennte Teile scheidender Zylinder eingesetzt ist, auf dessen Innenwand raspelartig hervortretende Spitzen mit kleinen Öffnungen vorhanden sind, gegen welche das Rührwerk das Maischgut schleudert, wobei die feineren Teile (Stärke) in den Ringraum gelangen, während die gröberen Teile (Treber) zurückgehalten werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE243795C true DE243795C (de) |
Family
ID=502893
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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