DE2431540C2 - Schaltungsanordnung zum Schutz einer elektrischen Maschine gegen zu hohe Erwärmung mit einer Simulationseinrichtung - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Schutz einer elektrischen Maschine gegen zu hohe Erwärmung mit einer SimulationseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Schutz einer elektrischen Maschine gegen zu
hohe Erwärmung mit einer Simulationseinrichtung mit einem Strommeßgerät, in welchem eine dem gemessenen
Strom proportionale elektrische Größe gebildet und einem Quadrier- und Integriergerät zugeführt wird,
sowie mit einer Einrichtung zur Berücksichtigung von Korrekturwerten.
Durch die DE-OS 22 45 605 ist eine Schaltungsanordnung
zur Überwachung der Erwärmung von stromdurchflossenen Schützlingen bekanntgeworden, mit der
ohne großen Aufwand die thermische Zeitkonstante elektrisch nachgebildet werden soll. Gemäß dieser bekannten
Anordnung werden einem Vor-Rückwärts-Zähler Impulse zugeführt, deren Frequenz dem quadratischen
Wert des Motorstromes entspricht. Der quadratische Wert wird in einem Spannungsfrequenzumformer
erzeugt, während der Vor-Rückwärts-Zähler als Integriergerät dient. Die erzeugten Impulse werden dem
Vorwärtszähleingang zugeleitet. Es ist weiterhin ein Generator vorgesehen, dessen Impulsfrequenz dem
Wert der Motorströme entspricht, von dem ab die Überwachung des Motors gewünscht wird. Diese Impulse
werden dem Rückwärtszähleingang zugeleitet. Ihre Frequenz bleibt konstant Sobald an dem Ausgang
des Zählers, der zur Anpassung an die thermische Zeilkonstante
ein- oder mehrstufig sein kann und somit der Wärmekapazität angepaßt werden kann, ein Impuls gelangt
wird der Motorstrom abgeschaltet und hierdurch eine unzulässige Erwärmung vermieden.
Diese bekannte Überwachungseinrichtung eignet sich jedoch nicht für elektrische Maschinen mit Läufern
sehr kleiner Masse, die für einen schnellen Hochlauf konstruiert sind. Bei der geringen Wärmekapazität des
Läufers ist mit diesen bekannten Schutzeinrichtungen ein wirksamer Schutz gegen thermische Überlastung
nicht erreichbar. Sie führt auch zu einer Abschaltung der Maschine.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Schaltungsanordnung zum Schutz gegen eine zu hohe Erwärmung
der Läufer elektrischer Maschinen mit geringem Schwungmoment zu schaffen, welche dazu erlaubt die
Läufertemperatur so zu beeinflussen, daß die maximal zulässige Temperatur überhaupt nicht überschritten
wird und somit eine Abschaltung der elektrischen Maschine infolge Überlastung nicht erfolgt.
Diese Aufgabe wird bei einer Schaltungsanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch dessen
kennzeichnende Merkmale gelöst.
Durch die Begrenzung des Motorstromes wird cue Läufertemperatur so beeinflußt, daß die maximal zulässige
Temperatur überhaupt nicht überschritten wird und somit eine Abschaltung der elektrischen Maschine
infolge Überlastung nicht erfolgt, da überhaupt keine thermische Überlastung der Maschine infolge der Beeinflussung
des Belastungsstromes erfolgt
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist im Integriergerät ein Bauelement (z.B. Widerstand R5)
vorgesehen, in welchem eine der Zeit proportionale Größe, die der Wärmeabfuhr vom Läufer proportional
ist, gebildet wird, und diese wird von dem Integralwert J/'2 ■ Λ subtrahiert wird, womit ein der Temperatur des
Motors proportionaler Wert ifml am Ausgang des Integriergerätes
ansteht. Das Integriergiied allein würde, da es lediglich eine der dem Motor zugeführten Wärmemenge
proportionale Größe ermittelt, jedoch nicht die Abstrahlung und die Wärmeflüsse durch die Rotation
des Läufers berücksichtigt einen zu hohen Temperaturwert angeben. Aus diesem Grund ist das zusätzliche
Bauelement, welches die Wärmeabfuhr aus dem Läufer simuliert, vorgesehen.
Durch die DE-AS 12 55 184 ist ein Verfahren und eine
Einrichtung zur Regelung der Vorschubgeschwindigkeit einer durch einen Elektromotor angetriebenen
Vorschubeinrichtung in Abhängigkeit von der Belastung des Antriebsmotors der zugehörigen Arbeitsmaschine
gekanntgeworden. Bei dieser bekannten Anordnung wird also in Abhängigkeit von der Belastung der
nachgeschalteten Arbeitsmaschine, z. B. eines Steinbrechers, die Geschwindigkeit eines Förderbandes und damit
die zugeführte Menge derart beeinflußt, daß eine Überlastung des Steinbrechers vermieden wird. Eine
Schutzschaltung, die in Abhängigkeit von einem Simulationsmodell für die Erwärmung des Antriebsmotor:, und
in Abhängigkeit von der ermittelten Temperatur arbeitel, enthält diese bekannte Anordnung nicht.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß zu dem Produkt des Quadrates der dem Strom-
wert proportionalen Meßgröße und der Zeit eine der Temperatur des Gehäuses des Motors proportionale
Meßgröße, welche in einem an dem Motorgehäuse angebrachten, mit dem Integriergerät elektrisch verbundenen
Meßfühler ermittelt wird, hinzuaddiert wird. Durch diesen zusätzlichen Meßfühler wird die Temperatur
der den Läufer des Motors abkü'uienden Kühlluft berücksichtigt, da in diesem speziellen Falle die Gehäusetemperatur
und die Umgebungstemperatur, und damit die Kühllufttemperatur, in etwa übereinstimmen.
Die Einführung dieser zusätzlichen Meßgröße erlaubt es, den Motor bei niedrigerer Umgebungstemperatur
höher zu belasten, als bei höherer Umgebungstemperatur, ohne daß die Läufertemperatur einen unzulässig
großen Wert annehmen würde.
Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus dem im folgenden
beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild der Anordnung nach der Erfindung und
Fig.2 die Schaltung des Integriergliedes und des Wärmeabfuhrsimulationsbauelementes.
In den in der Zeichnung dargestellten Schaltungen ist
jeweils mit 1 der Motor, mit 2 das Strommeßgerät, mit 3
das Multipliziergerät, mit 4 das Integriergerät, mit 5 das
Bauelement für die Simulation der Wärmeabfuhr aus dem Läufer, mit 6 ein am Motorgehäuse angebrachter
Temperaturmeßfühler, mit 7 ein Sollwertgeber für den maximalen Temperaturwert des Läufers und mit 8 ein
Temperaturvergleichsglied bezeichnet Weiter bedeutet 9 einen Stromregler, 10 ein von dem Stromregler gesteuertes
Stellglied, 11 einen Drehzahlregler, 12 einen Tachometergenerator und schließlich 13 einen Drehzahlsollwertgeber.
Wie aus der Schaltung hervorgeht, ist das Strommeßgerät als Stromwandler ausgebildet und mit dem Multipliziergerät
3 elektrisch verbunden. Das Multipliziergerät ist ein Hallgenerator, dem eine Erregerspule gegenübersteht,
die vom gleichen Strom durchflossen ist, der auch das Hallelement erregt. Am Ausgang des Hallgenerators
entsteht dann eine dem Quadrat des Stromes proportionale elektrische Größe, die über eine Verbindungsleitung
34 dem Integriergerät 4 zugeführt wird. Dieses besteht, wie aus Fig.2 zu entnehmen ist, im
wesentlichen aus einem Aufladekondensator C und einem vorgeschalteten Widerstand R 4. Als Bauelement 5
für die Simulation der Wärmeabfuhr dient ein dem Kondensator C parallel geschalteter Widerstand R 5, der
entsprechend der Wärmeabfuhr des Läufers dimensioniert ist Weiterhin ist das Integriergerät mit dem am
Motorgehäuse 1 angeordneten Meßfühler 6 über eine Leitung 64 verbunden, der ebenfalls eine elektrische
Größe, die der Gehäusetemperatur proportional ist, in das Integriergerät eingibt, wodurch die Kühllufttemperatur
berücksichtigt wird. Am Ausgang des integriergerätes steht dann eine elektrische Größe an, die der Läufertemperatur
proportional ist Dieser Wert wird über eine Verbindungsleitung 58 dem Temperaturvergleichsglicd
8 zugeführt. Am zweiten Eingang dieses Gerätes bo
wird ebenfalls als elektrische Größe ein der zulässigen Läufertemperatur entsprechender, in einem Temperatursollwertgeber
7 erzeugter Wert zugeführt und in dem Temperaturvergleichsgerät 8 mit dem simulierten
Temperatur-Istwert verglichen. Bei Erreichen der maxi- b5 mal zulässigen Temperatur steht damit am Temperaturvergleichsgerät
8 kein Ausgangssignal an. In diesem Falle wird in dem mit dem Temperaturvergleichsgerät
elektrisch verbundenen Stromregler 9, welcher mit einem Stellglied 10 elektrisch verbunden ist, das auf diesen
wirkende Ausgangssignal so geändert, daß das Stellglied eine Spannung liefert, weiche durch den Motor nur
noch einen Strom der Größe treibt, der der normalerweise
abgeleiteten Wärmemenge entspricht Dies dürfte im allgemeinen der Nennstrom sein. Bei voller Ausschöpfung
der Überlastbarkeit des Motors ist dann anschließend noch ein Betrieb mit dem Nennstrom möglich.
Es muß also nicht wie bei konventionellen Motorschutzeinrichtungen bei Erreichen der Läufergrenztemperatur
abgeschaltet werden. Nach einer betriebsbedingten Abschaltung des Motors kann dieser sich wieder
abkühlen und es steht bei dem nächsten Arbeitsspiel wieder die volle Dynamik des Motors zur Verfügung.
In dem Blockschaltbild ist weiterhin ein Drehzahlregier
11, der mit einem Sollwertgeber 13 elektrisch verbunden ist, und ein mit dem Motor gekuppelter Tachometerdynamo
12, der mit dem zweiten Eingang des Drehzahlreglers verbunden ist, eingezeichnet. Bei einer
Differenz von Drehzahlsollwert und Drehzahlistwert wirkt der Drehzahlregler in üblicher Weise über den
Stromregler 9 auf das Stellglied 10 und erhöht bzw. vermindert die Drehzahl des Motors.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zum Schutz einer elektrischen
Maschine gegen zu hohe Erwärmung mit einer Simulationseinrichtung mit einem Strommeßgerät,
in welchem eine dem gemessenen Stromwert proportionale elektrische Größe gebildet und einem
Quadrier- und Integriergerät zugeführt wird, sowie mit einer Einrichtung zur Berücksichtigung von
Korrekturwerten, gekennzeichnet durch die Anwendung für den Betrieb einer elektrischen
Maschine mit kleiner Läufermasse im Kurzzeitbetrieb, welche aus einer Stromquelle über eine Regelvorrichtung
mit einem Stromregler als Strombegrenzungseinrichtung gespeist wird, daß der Ausgang
des Integriergerätes (4) mit einem Temperaturvergleichsgerät (8) elektrisch verbunden ist, dessen
zweitem Eingang eine elektrische Größe zugeführt wird, die der bei Motornennstrom und Nenndrehzahl
im Läufer maximal zulässigen Temperatur i?eff
proportional ist und daß der Ausgang des Temperaturvergleichsgliedes (8) mit dem Stromregler der
Regelvorrichtung elektrisch derart verbunden ist, daß bei Übereinstimmung der Werte Λπ/ der Motortemperatur
und #eff der Stromwert für den Motor auf den Motornennstrom begrenzt wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß im Integriergerät (4) ein
Bauelement (5, Widerstand R 5) vorgesehen ist, in welchem eine der Zeit proportionale Größe, die der
Wärmeabfuhr vom Läufer proportional ist, gebildet wird, und dieser Wert von dem Integral wert J i2 ■ dt
subtrahiert wird, womit ein der Temperatur des Motors proportionaler Wert «?/n/am Ausgang des Integriergerätes
(4) ansteht
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Produkt des Quadrates
der dem Stromwert proportionalen Meßgröße und der Zeit eine der Temperatur des Gehäuses
des Motors proportionale Meßgröße, welche in einem an dem Motorgehäuse angebrachten, mit dem
Integriergerät (4) elektrisch verbundenen Meßfühler (6) ermittelt wird, hinzuaddiert wird.
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