DE2430480C2 - Fernsprechhandapparat - Google Patents
FernsprechhandapparatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Fernsprechhandapparat mit einer mittels einer am Apparategehäuse vorgesehenen Betätigungseinrichtung betätigbaren Unterbrechereinrichtung zum Ein- und Ausschalten der
Sprechkapsel.
Die bekannten Fernsprechhandapparate sind dergestalt ausgebildet, daß ein hantclförmiges Apparategehäuse in seinen beiden Endbereichen die Sprechkapsel
und die Hörkapsel aufnimmt, so daß jederzeit gesprochen und auch gehört werden kann. Als Nachteilig wird
oftmals empfunden, daß das Mikrofon nicht abschaltbar ist, um zu vermeiden, daß der Gesprächspartner im
Räume erzeugte und oftmals unerwünschte Nebengeräusche mithört und zum anderen der Sprechende
selbst nicht in der Lage ist, das Mikrofon zu unterbrechen, um einerseits über den Hörer mit dem Gesprächspartner in Verbindung zu stehen und zum anderen Weisungen an dritte Personen zu geben, die vom
Gesprächspartner nicht mitgehört werden sollen. Letzteres ist in den meisten Fällen nur durch Abdecken der
Sprechkapsel von Hand möglich, was aber häufig dazu führt, daß mit dieser Hand keine andere Tätigkeit —
beispielsweise Mitschreiben u. dgl. — möglich ist.
Es ist bekannt, Fernsprechhandapparate mit Sprechtasten zu versehen, bei deren Betätigung erst das Mikrofon an den Sprechkreis angeschaltet wird. Um dies
zu ermöglichen, ist ein tragbarer Fernsprechhandapparat dergestalt ausgebildet, daß alle zu seiner Bedienung
erforderlichen Elemente in dem Handapparat angeordnet sind und dieser Handapparat ohne zusätzliches
Traggestell betriebsfähig ist. Bei diesem tragbaren Fernsprecher in Gestalt eines Handapparates, dessen
Gehäuse neben der Sprechkapsel und der Hörkapsel auch alle zur Bedienung erforderlichen Schaltglieder
trägt und in dessen Griffteil zwei Schalter angeordnet sind, von denen der eine den Stromkreis der Hörkapsel
und der andere den Stromkreis der Sprechkapsel einzuschalten vermag, ist für jeden der Schalter ein eige-
nes Bedienungselement vorgesehen, von denen das den Stromkreis der Sprechkapsel beeinflussende Bedienungselement bei seiner Betätigung das den Stromkreis
der Hörkapsel beeinflussende Bedienungselement mechanisch bewegt Aufgrund dieser konstruktiven Aus
bildung entfällt das bei tragbaren Fernsprechern sonst übliche kastenförmige Traggestell für den Handapparat
Darüber hinaus ist ein Handapparat fuk Fernsprech
Stationen bekanntgeworden, mit dem es dem Teilnehmer, selbst wenn er schwerhörig ist, möglich ist, in einfacher Weise eine Anpassung der Lautstärke eines ankommenden Gesprächs an seine persönlichen Bedürfnisse herbeizuführen. Um dies zu erreichen, ist in dem
Handapparat ein Transistorverstärker eingebaut, wobei dieser Transistorverstärker samt einem Verstärkungsregler im Hörteil des Handapparates untergebracht ist, wobei das als Rändelscheibe ausgebildete
Bedienungsorgan des Verstärkungsreglers am Außen-
mantel des Hörerteils nahe der Abdeckkappe für die Hörkapsel so angeordnet wird, daß es um eine zur
Achse der Abdeckkappe im wesentlichen parallele Achse verstellbar ist Bei dieser bekannten Ausführungsform eines Fernsprechhandapparates ist nur eine
Anpassung der Lautstärke eines ankommenden Gesprächs an die persönlichen Bedürfnisse des Sprechenden möglich. Ein Ein- und Ausschalten der Sprechkapsel ist nicht möglich. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Fernsprechhandapparat zu
schaffen, mit dem es unter Verwendung einer in seiner Konstruktion einfachen und in jeden handelsüblichen
Handapparat nachträglich cinbaubaren Einrichtung möglich ist, im Bedarfsfalle die Sprechkapsel ein- oder
auszuschalten.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Fernsprechhandapparat der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen, der gemäß der Erfindung in der Weise ausgebildet ist, daß die Unterbrechereinrichtung zwischen
dem Kontaktpunkt und der Sprechkapsel und der im
Apparategehäuse angeordneten Kontaktzunge angeordnete Unterbrechereinrichtung aus einem auf der
Kontaktzunge geführten Unterbrecherplatte aus isolierendem Werkstoff besteht, die über einen Steuerstab
mit einem auf der Außenseite des Apparategehäuses
angeordneten Betätigungsschieber verbunden ist
Die Unterbrecherplatte kann schuhartig ausgebildet und auf der Kontaktzunge für die Sprechkapsel verschieblich gestaltet sein. Darüber hinaus besteht auch
die Möglichkeit, eine Kontaktzunge für die Sprechkap
sei zu verwenden, deren Längsränder führungsartig
umgebördelt sind, so daß die seitlichen Randabschnitte
der Unterbrecherplatte in diesen Führungen gehalten
sind.
möglicht das jederzeitige Unterbrechen der Sprechkapsel während eines Gespräches zum Zwecke der
Weitergabe von Weisungen, die der Gesprächspartner nicht mithören soll, und zum anderen um zu vermeiden,
daß der Gesprächspartner unerwünschte Nebengeräu
sehe mitbekommt, die im Räume des Sprechenden auf
treten, wie z. B. in Maschinenhallen od. dgl.
Dadurch, daß lediglich auf die mit der Sprechkapsel in Verbindung stehende Kontaktzunge im Apparategehäuse eine verschiebliche Unterbrecherplatte gelagert
6s ist, ist ein nachträglicher Einbau in bereits vorhandene
Handapparate ohne großen Aufwand möglich.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 einen Fernsprechhandapparat in einer schaubildlichen Ansicht,
F i g. 2 das Schaltbild für die Sprechkapsel und die
Hörkapsel im Apparategehäuse,
F i g. 3 die auf der Kontakt?unge für die Sprechkapsei
angeordnete Unterbrecherplatte in einer schaubildlichen Ansicht,
F i g. 4 einen senkrechten Schnitt gemäP Linie IV-IV
in F i g. 3 und
F j g. 5 eine weitere Ausführungsform der Ausbildung und Anordnung der Unterbrecherplatte auf der
Kontaktzunge in einem senkrechten Schnitt gemäß Linie V-V in F i g. 3.
In F i g. 1 ist ein in an sich bekannter Weise ausgebildeter
Fernsprechhandapparat dargestellt, dessen Apparategehäuse mit 10 bezeichnet ist. Das etwa hanteiförmig ausgebildete Gehäuse weist in seinen Endbereichen
eine Sprechkapsel 20 und eine Hörkapsel 30 auf. Die Stromzuführung zur Sprechkapsel 20 in dem Apparategehäuse
erfolgt über eine in dem Gehäuse 10 angeordnete auskragend ausgebildete Kontaktzunge 21,
auf deren freiem Ende 21a die Sprechkapsel 20 mit einem bei 22 angedeuteten Kontaktpunkt zur Anlage
kommt. Über die Kontaktzunge 21 wird die Stromverbindung zu der Sprechkapsel 20, wie in F i g. 2 dargestellt,
hergestellt
Zwischen der Stromzuführungsleitung, d. h. zwischen der Kontaktzunge 21 zur Sprechkapsel 20, ist eine Unterbrechereinrichtung
40 angeordnet Diese Unterbrechereinrichtung
40 besteht aus einer Kontaktplatte
41 aus isolierendem Werkstoff, die auf dem freien auskragenden Ende der Kontaktzunge 21 in Pfeilrichtung
X verschieblich gehalten ist Um die Verschieblichkeit und gleichzeitige Führung der Unterbrecherplatte 41
zu gewährleisten, kann die Unterbrecherplatte gemäß der in F1 g. 3 gezeigten Ausführungsform schuh- oder
hüllenartig ausgebildet sein.
Diese ausgebildete Unterbrecherplatte ist dann auf das freie Ende der Kontaktzunge 21 aufgeschoben. Im
Bereich des Kontaktpunktes 22 der Sprechkapsel 20 weist die Unterbrecherplatte 41 eine Durchbrechung
42 auf, so daß bei einer Stellung der Unterbrecherplatte
41 auf der Kontaktzunge 21, bei der der Kontaktpunkt 22 in der Durchbrechung 42 der Unterbrecherplatte 41
zu liegen kommt, ein Stromfluß durch die Kontaktzunge über den Kontaktpunkt 22 zur Sprechkapsel erfolgen
kann. Das dem freien Ende der Kontaktzunge 21 abgekehrte Ende der Unterbrecherplatte 41 stent mit
einem Stab 43 in Verbindung, der durch eine im Apparategehäuse 10 ausgebildete Durchbrechung 44 einseitig
hindurchgeführt ist und mit einem auf der Außenseite des Apparategehäuses 10 geführten Beiätigungsschieber
45 verbunden ist. Be; Betätigung des Schiebers 45 wird die Unterbrecherplatte 41 auf de.· Kontaktz'jnge
21 in Pfeilrichtung X verschoben, so daß in einer der Endstellungen des Betätigungsschiebers 45 der Kontakt
zwischen der Sprechkapsel 20 und der Kontaktzunge 21 hergestellt wird, während in der anderen Endstellung
des Betätigungsschiebers die Unterbrecherplatte 41 zwischen dem Kontaktpunkt 22 und der Kontaktzunge
21 zu liegen kommt, so daß die Stromzufuhr über die Kontaktzunge 21 zur Sprechkapsel unterbrochen
ist.
Bei einer weiteren in F i g. 5 gezeigten Ausführungsform sind die Längsränder 216 und 21c der Kontaktzunge
21 so abgewickelt ausgebildet daß U-förmige Führungsschienen bzw. Halterungen 25, 26 erhalten
werden. Auf der Kontaktzunge 21 ist dann eine etwa rechteckförmig ausgebildete Unterbrecherplatte 41a
angeordnet, die mit ihren seitlichen Rändern innerhalb der Führungen 25, 26 der Kontaktzunge 21 gehalten
und geführt ist. Auch diese Unterbrecherplatte 41a ist mit einer entsprechenden Durchbrechung 42 wie bei
der Unterbrecherplatte 41 versehen. Über den Stab 43 ist auch diese Unterbrecherplatte 41a mit dem Betätigungsschieber
45 verbunden.
Es besteht ferner die Möglichkeit, den Betätigungsschieber an einer anderen Stelle des Apparategehäuses
anzubringen, als wie dies in F i g. 1 gezeigt ist. Die Unterbrecherplatte kann auch kreisförmig und exzentrisch
um einen Drehpunkt im Apparategehäuse im Bereich der Sprechkapsel 20 angeordnet sein, so daß durch
Verdrehen der Unterbrecherplatte die Stromzufuhr von der Kontaktzunge 21 zur Sprechkapsel 20 unterbrochen
werden kann oder nicht Dadurch, daß die Kontaktzunge 21 bei den an sich bekannten Fernsprechhandapparaten
lösbar in dem Apparategehäuse angeordnet ist, besteht die Möglichkeit, mühelos die
vorangehend beschriebene Unterbrechereinrichtung anzubringen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Fernsprechhandapparat mit einer mittels einer am Apparategehäuse vorgesehenen Betätigungseinrichtung betätigbaren Unterbrechereinrichtung
zum Ein- und Ausschalten der Sprechkapsel, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen
dem Kontaktpunkt (22) der Sprechkapsel (20) und der im Apparategehäuse (10) angeordneten Kontaktzunge (2t) angeordnete Unterbrechereinrichtung (40) aus einem auf der Kontaktzunge (21) geführten Unterbrecherplatte (41) aus isolierendem
Werkstoff besteht, die über einen Steuerstab (43) mit einem auf der Außenseite des Apparategehäuses (10) angeordneten Betätigungsschieber (45) verbunden ist.
2. Fernsprechhandapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrecherplatte
(41) schuhartig ausgebildet und auf der Kontaktzunge (21) verschieblich gehalten ist.
3. Fernsprechhandapparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrecherplatte (41a) zwischen den seitlich umgebördelten
Längsrändern (25, 216) der Kontaktzunge (21) geführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742430480 DE2430480C2 (de) | 1974-06-25 | Fernsprechhandapparat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742430480 DE2430480C2 (de) | 1974-06-25 | Fernsprechhandapparat |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2430480B1 DE2430480B1 (de) | 1975-08-14 |
| DE2430480A1 DE2430480A1 (de) | 1975-08-14 |
| DE2430480C2 true DE2430480C2 (de) | 1976-03-25 |
Family
ID=
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