DE2425674B2 - Nullstellenfilter - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein aus einem überbrückten T-Glied bestehendes Nullstellenfilter mit einer auf eine
Nullstellenfrequenz abgestimmten, eine Serienresonanzcharakteristik aufweisenden Impedanzanordnung
im Querzweig, je einer untereinander nicht gekoppelten Induktivität in jedem der beiden Längszweige und
mit einem über die beiden Längszweige geschalteten Überbrückungszweig, dessen Elemente auf eine maximale
Absenkung der Durchlaßkurve des Filters an der Nullstellenfrequenz eingestellt und bemessen sind und
einen Serienresonanzkreis aufweisen. Ein derartiges Filter ist aus der Zeitschrift »Cables et Transmission«
Juli 1956. S. 199 und 205 bekannt.
Ein Nullstellenfilter ist eine als ein Vierpol ausgebildete Filterschaltung, deren von der Frequenz abhängige
Durchlaßkurve bei wenigstens einer bestimmten Frequenz in einem schmalen, steilen trichterförmigen
Einbruch auf Null absinkt. Ein Signal mit der Frequenz der Einbruchstelle der Durchlaßkurve wird somit vom
Nullstellenfilter nicht übertragen.
' Ein bekanntes Nullstellenfilter ist in F i g. 1 dargestellt. Er ist als überbrücktes T-Filter ausgebildet (TeIefunken-Taschenbuch: Röhren-Halbleiter-Bauteile, Ausgäbe 1970, Technicher Anhang S. 57 bis 59) und enthält in den beiden Längszweigen 1 und 2 je eine Induktivität L1 und L 2 und im Querzweig 3 einen aus einem Kondensator C und einer Induktivität L bestehenden Serienresonanzkreis, der auf die Störfrequenz /b abgestimmt ist. Ein den Überbrückungszweig bildender ohmscher Widerstand R ist so bemessen, daß er die Verluste im Serienresonanzkreis kompensiert und dadurch den Durchlaßgrad des bekannten Filters bei der abgestimmten Frequenz auf Null absenkt. 6s
' Ein bekanntes Nullstellenfilter ist in F i g. 1 dargestellt. Er ist als überbrücktes T-Filter ausgebildet (TeIefunken-Taschenbuch: Röhren-Halbleiter-Bauteile, Ausgäbe 1970, Technicher Anhang S. 57 bis 59) und enthält in den beiden Längszweigen 1 und 2 je eine Induktivität L1 und L 2 und im Querzweig 3 einen aus einem Kondensator C und einer Induktivität L bestehenden Serienresonanzkreis, der auf die Störfrequenz /b abgestimmt ist. Ein den Überbrückungszweig bildender ohmscher Widerstand R ist so bemessen, daß er die Verluste im Serienresonanzkreis kompensiert und dadurch den Durchlaßgrad des bekannten Filters bei der abgestimmten Frequenz auf Null absenkt. 6s
Das bekannte Nullstellenfilter hat zwar an der Nullstelle
eine hohe Sperrdämpfung und eine hohe Flankensteilheit an der Einbruchstelle der Durchlaßkurve,
die in Fig.3 durch die gestrichelte Kurve 23 dargestellt
ist Die Einbruchstelle geht jedoch beidseitig allmählich mit stetig geringer werdender Flankensteilheit
in den waagerechten Verlauf der Durchlaßkurve des T-Filters über. Soll das vom Filter übertragene Nutzfrequenzband
ohne wesentliche Beeinträchtigung duich die Nullstelle des Filters übertragen werden, muß
es verhältnismäßig weit von der Nullstellenfrequenz entfernt liegen. In vielen Fällen liegt jedoch eine zu
dämpfende Störfrequenz unmittelbar vor oder hinter dem Nutzfrequenzband, so daß das bekannte Filter,
wenn dessen Nullstelle auf die Störfrequenz abgestimmt ist, auch zumindest ein Teil des Nutzfrequenzbandes
erheblich störend dämpft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Nullstellenfilter anzugeben, bei dem für eine in unmittelbarer
Nähe einer Nutzfrequenz oder eines Nutzfrequenzbandes liegende Störfrequenz eine hohe Sperrdämpfung
erreicht wird, ohne die in unmittelbarer Nähe liegende Nutzfrequenz wesentlich zu dämpfen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Nullstellenfilter der eingangs angegebenen Art gelöst,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Serienresonanzkreis im Überbrückungszweig derart bemessen
und/oder abgestimmt ist daß dessen Resonanzfrequenz außerhalb der Nullstellenfrequenz auf der bezüglich
der Nullstellenfrequenz zum zu übertragenden Nutzfrequenzband weisenden Seite des Übertragungsbereiches
des T-Filters liegt.
Durch die immer dichter werdende Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Frequenzen insbesondere im
Bereich der UKW-Rundfunkbänder entstehen störende Beeinflussungen dieser UKW-Rundfunkbänder durch
Funkdienste, deren Frequenzen unmittelbar zu diesen Rundfunk-Frequenzbändern benachbart sind. Viele
Rundfunkempfangsgeräte weisen im Eingangskreis für die AM-Empfangsbereiche eine Amennenabstimmanordnung
mit e;nem Kondensator auf. der auf einen kleinen Kapazitätswert eingestellt sein kann. Diese Abstimmung
soll durch ein vor dem Eingangskreis des FM-Bereiches (UKW-Bereiches) angeordnetes Nullstellenfilter
nicht wesentlich beeinflußt werden.
Bei einer vorteilhaften Ausbildung des Nullstellenfilters gemäß der Erfindung besteht die Impedanzanordnung
im Querzweig aus der Serienschaltung eines Kondensators und einer Induktivität und aus einem der Induktivität
parallelgeschalteten weiteren Kondensator. Mit einer derartigen Impedanzanordnung im Querzweig
des T-Filters kann in einfacher Weise eine nur geringfügige Beeinflussung der Antennenabstimmung
erreicht werden, auch bei Verwendung kleiner Induktivitäten.
Die Durchlaßkurve weist an der eingestellten Nullstellenfrequenz des abgeglichenen erfindungsgemäßen
Nullstellenfilters eine Einbruchstelle auf, deren Verlauf unsymmetrisch ist und deren eine Flanke in vorteilhafter
Weise bis nahe an den normalen, waagerechten Verlauf der Durchlaßkurve des T-Filters eine hohe
Steilheit hat. Dadurch schließt der unbeeinflußte Durchlaßbereich an der steilflankigen Seite der Nullstelle
wesentlich dichter an die Nullstelle an als bei den bekannten Nullstellenfiltern.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den zugehörigen
Zeichnungen zeigt
F ί g. 1 ein bekanntes Nullstellenfilter in der Art eines überbrückten T-Filters,
F i g. 2 ein Nullstellenfilter gemäß der Erfindung, das
zwischen die Antenne und den Eingang eines Rundfunkempfangsgerätes
geschaltet ist und
F i g. 3 ein Diagramm mit der Durchlaßkurve der in den F i g. 1 und 2 dargestellten Kulisteilenfilter.
In F i g. 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Nullstellenfilters
nach der Erfindung dargestellt. Dieses Nui1-stellenfilter
ist in der Art eines überbrückten T-Filters ausgefünrt mit zwei Längszweigen 1 und 2, einem an
den Verbindungspunkt der Längszweige angeschlossenen Querzweig 3 und einem parallel zur Serienschaltung
der Längszweige angeordneten Überbrückungszweig 4. Die beiden Längszweige bestehen je aus einer
Induktivität Ll und L 2. Der Querzweig 3 enthält in
einer Serienschaltung einen Kondensator C3 und eine Induktivität L3, der ein Kondensator C3t parallel geschaltet
ist Im Überbrückungszweig i ist ein Serienresonanzkreis
angeordnet, der aus einem Kondensator C 4 und einer Induktivität L 4 gebildet ist und außerdem
ein Widerstand /?4 zur Dämpfung des Serienresonanzkreises.
Im dargestellten Beispiel ist das Nullstellenfilter mit seinen Anschlüssen 5 bis 8 zwischen eine Antenne 9
und eine Erdleitung 10 einerseits und die Eingangsbuchsen 11 und 12 eines Rundfunkempfangsgerätes 13
andererseits geschaltet In dem Rundfunkempfangsgerät
ist beispielsweise eine abstimmbare FM-Empfangsschaltung 14 und eine abstimmbare AM-Empfangschaltung
15 über ein Netzwerk 16 mit der Antennenbuchse 11 des Empfangsgerätes verbunden. Außerdem wirkt
auf die Antennenbuchse ein für den AM-Empfang vorgesehener Antennen-Abstimmkondensator 17.
Am Eingang 5, 6 des Nullstellenfilters liegt die von der Antenne 9 erzeugte Eingangsspannung Vl, die von
dem Nullstellenfilter an dessen Ausgang 7, 8 übertragen wird und dort die Eingangsspannung V 2 für den
Eingang 11, 12 des Rundfunkempfangsgerätes bildet. Das Verhältnis a= V2/ Vl dieser beiden HF-Spannungen
in Abhängigkeit von der Frequenz ist in F i g. 3 als Durchlaßkurve 18 des Nullstellenfilters in einem Diagramm
dargestellt. Die Durchlaßkurve 18 verläuft im Durchlaßbereich knapp unterhalb der Linie 19 mit dem
Verhältniswert »eins«, was einer geringen Durchgangsdämpfung des Nullstellenfilters für die Signale eines zu
übertragenden Nutzfrequenzbandes entspricht. In F i g. 3 ist ein zu übertragendes Nutzfrequenzband als
dick gezeichnete Strecke 20 auf der Frequenzachse 21 des Diagramms dargestellt.
Im Bereich der Nullstellenfrequenz fr, auf die die Impedanzanordnung
im Querzweig 3 des Nullstellenfilters abgstimmt ist, weist die Durchlaßkurve 18 eine Einbruchstelle
22 auf, die durch eine entsprechende Bemessung und/oder Abstimmung des Serienresonanzkreises
L 4/C4 im Überbrückungszweig 4 an der Nullstellenfrequenz /b bis zum Wert Null reicht. Die Absenkung
der Durchlaßkurve 18 an der eingestellten Nullstellenfrequenz auf den Wert Null (oder nahezu Null)
ist bei zwei Einstellungen des Serienresonanzkreises Z.4/C4 im Überbrückungszweig 4 möglich, denen je
eine Resonanzfrequenz des Serienresonanzkreises L4/C4 entspricht, nämlich eine Resonanzfrequenz fm
oberhalb der Nullstellenfrequenz /b und eine Resonanzfrequenz fm unterhalb der Nullstellenfrequenz. Die
Flanke 22a der Einbruchstelle 22, auf deren Seite der Durchlaßkurve die Resonanzfrequenz liegt, steigt sehr
steil an und geht am oberen Ende der Einbruchstelle schnell in den waagerechten Verlauf der Durchlaßkurve
über. Dadurch kann die nullsteJlenseitige Grenzfrequenz
fN des Nutzfrequenzbandes 20 dicht bei der Nullstellenfrequenz
/ι» liegen. Die andere Flanke 226 der
Einbruchstelle verläuft wesentlich weniger steil und geht in großem Bogen allmählich in den waagerechten
Verlauf der Duchlaßkurve über. Das hat den Vorteil, daß an dieser Flanke 226 liegende Störfrequenzen
ebenfalls noch ausreichend gedämpft werden.
Vergleichsweise ist im Diagramm in F i g. 3 die Durchlaßkurve 23 des in F i g. 1 dargestellten bekannten
Nullstellenfilters gestrichelt dargestellt, dessen Nullstelle auf die gleiche Nullstellenfrequenz /b abgestimmt
ist. Die Flanken der Einbruchstelle dieser Durchlaßkurve 23 verlaufen symmetrisch zur Nullstelle.
Bei der gleichen zulässigen, durch die unterbrochene Linie 24 gekennzeichnete Dämpfung der Signale des
Nutzfrequenzbandes kann letzteres erst bei der Grenzfrequenz Fn beginnen, die wesentlich weiter ab von der
Nullstellenfrequenz A liegt wie die Grenzfrequenz fs
bei einem erfindungsgemäßen Nullstellenfilter. Außerdem werden von der dem Nutzfrequenzband gegenüber
liegenden Flanke der Einbruchstelle der Durchlaßkurve 23 Störfrequenzen weniger gedämpft wie z. B.
von dem in F i g. 2 dargestellten Nullstellenfilter.
Damit die Einstellung des Antennen-Abstimmkondensators 17 im Rundfunkempfangsgerät 13 nicht wesentlich
beeinflußt wird, ist der Kapazitätswert des Kondensators C3 im Querzweig 3 des in Γ i g. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiels eines Nullstellenfilters klein gewählt. Durch eine geeignete Bemessung des zur
Induktivität L 3 im Querzweig parallel geschalteten Kondensators C31 wird auch diese Induktivität verhältnismäßig
klein gehalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Aus einem überbrückten T-Glied bestehendes Nullstellenfilter mit einer auf eine Nullstellenfrequenz
abgestimmten, eine Serienresonanzcharakteristik aufweisenden Impedanzanordnung im Querzweig
je einer untereinander nicht gekoppelten Induktivität in jedem der beiden Längszweige und mit
einem über die beiden Längszweige geschalteten ίο
Überbrückungszweig, dessen Elemente auf eine maximale
Absenkung der Durchlaßkurve des Filters an der Nullstellenfrequenz eingestellt oder bemessen
sind und einen Serienresonanzkreis uufweisen, d a d-jrch
gekennzeichnet, daß der Serienresonanzkreis (L 4, C 4) im Überbrückungszweig (4)
derart bemessen und/oder abgestimmt ist, daß dessen Resonanzfrequenz (/«1) außerhalb der Nullstellenfrequenz
(A) auf der bezüglich der Nullstellenfrequenz zum zu übertragenden Nutzfrequenzband
(20) weisenden Seite des Übertragungsbereiches des T-Filters liegt
2. Nullstellenfilter nach Anspruch U dadurch gekennzeichnet,
daß die Impedanzanordnung im Querzweig (3) aus der Serienschaltung eines Kondensators
(C3) und einer Induktivität (L 3) und einem der Induktivität (L 3) parallelgeschalteten
Kondensator (C31) besteht.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19742425674 DE2425674B2 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Nullstellenfilter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425674 DE2425674B2 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Nullstellenfilter |
Publications (2)
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|---|---|
| DE2425674A1 DE2425674A1 (de) | 1975-12-04 |
| DE2425674B2 true DE2425674B2 (de) | 1976-06-10 |
Family
ID=5916627
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742425674 Granted DE2425674B2 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Nullstellenfilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2425674B2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2733316A1 (de) * | 1977-07-23 | 1979-02-08 | Blaupunkt Werke Gmbh | Elektrisches filter |
| EP0109795A3 (de) * | 1982-11-22 | 1984-08-08 | Pico Products, Inc. | Ein Filter zur Verwendung in einem Kabelfernsehsystem |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1980001633A1 (en) * | 1979-01-29 | 1980-08-07 | Anaconda Co | Modified vestigial side band transmission system |
| US5157362A (en) * | 1988-06-14 | 1992-10-20 | Andrew F. Tresness | Narrow band notch filter with extended passband |
| US5030934A (en) * | 1989-07-05 | 1991-07-09 | Motorola, Inc. | Crystal notch filter comprising discrete quartz crystals coupled to a trimmable RC bridging network |
| FI91337C (fi) * | 1990-04-27 | 1994-06-10 | Nokia Mobile Phones Ltd | Kytkentäjärjestely harhatoiston eliminoimiseksi radiopuhelimen vastaanottimessa |
-
1974
- 1974-05-28 DE DE19742425674 patent/DE2425674B2/de active Granted
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2733316A1 (de) * | 1977-07-23 | 1979-02-08 | Blaupunkt Werke Gmbh | Elektrisches filter |
| EP0109795A3 (de) * | 1982-11-22 | 1984-08-08 | Pico Products, Inc. | Ein Filter zur Verwendung in einem Kabelfernsehsystem |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2425674A1 (de) | 1975-12-04 |
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