DE242525C - - Google Patents

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DE242525C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/30Regulating or controlling the blowing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
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REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
-JVl 242525 -KLASSE 18 b. GRUPPE
und Thomasbirnen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1911 ab.
Alle Konverterprozesse beruhen darauf, daß Gebläseluft entweder über oder durch das Metallbad geblasen wird. So werden in der Bessemer- oder Thomasbirne Flußeisen oder Flußstahl für Preß-, Schmiede- oder Walzwerke erblasen, im Kleinkonverter mit seitlicher Luftzuführung die zur Herstellung von Stahlformguß erforderlichen harten oder weichen Stahlqualitäten und im Kupferkonverter
ίο metallisches Kupfer aus dem hauptsächlich aus Schwefelkupfer, Schwefeleisen und anderen Schwefelverbindungen bestehenden Konglomerat erblasen.
Diese Konverterblaseprozesse haben alle den Zweck, die in einem drehbaren topfartigen Gefäß in flüssigem Zustande befindlichen Legierungen, wie Roheisen oder Roheisen verbindungen, Kupfersulfide oder Kupferschlacken derart mit einem Preßluftstrom zu bearbeiten, daß möglichst reines Flußeisen oder möglichst reines Kupfer entsteht. Ersteres Erzeugnis, das Flußeisen, kann nach Belieben in seiner chemischen Zusammensetzung erblasen oder durch spätere Zusätze umgeändert werden.
Dieses bekannte Verfahren hat nun. einen großen Nachteil:
Die zum richtigen Erblasen einer Charge erforderliche Luftmenge kann zwar theoretisch berechnet, praktisch aber nicht eingehalten werden.
Aus diesem Grunde wird in der Praxis stets mit einem Luftüberschuß gearbeitet, durch welchen unnötige Nebenreaktionen erzeugt werden, die sowohl den Abbrand vergrößern als auch die Qualität benachteiligen, indem sie den Sauerstoffgehalt des Fertigproduktes erhöhen.
Der Zweck des vorliegenden Verfahrens ist nun, diese Nachteile zu beseitigen und den Vorteil zu schaffen, den Abbrand wesentlich zu verringern und ein reineres, also besseres Endprodukt zu erzeugen. Erreicht wird der Zweck durch Beseitigung des überflüssigen Luftüberschusses, indem während der ganzen Konvertercharge dem Metallbade die dem Gange des Frischprozesses genau entsprechende Luftmenge in gleichmäßigem, stoßfreiem Strome und unter gleichbleibendem Drucke zugeführt wird. Die Regelung der zugeführten Luftmenge geschieht durch eine iri der Saugleitung angeordnete Ventil- oder Schiebereinrichtung.
Der Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Blaseverfahren besteht in der Verschiedenartigkeit der Regelung der Luftzufuhr.
Zur Ausführung des alten Verfahrens, bei welchem Kapsel- oder Kolbengebläse verwendet wurden, konnten dafür zwei Wege eingeschlagen werden. Entweder wurde der Windstrom durch Veränderung der Umdrehungszahl oder der Hubzahl des Gebläses geregelt oder das Gebläse wurde so eingestellt, daß eine für das Erblasen der Charge zu große Luftmenge angesaugt wurde und die überschüssige Luft durch eine Regulierventileinrichtung in der Druckleitung zwischen Gebläse und Konverter ausströmte. In beiden Fällen konnte die Luftmenge nicht genau genug geregelt werden, so
daß mit einem schädlichen Luftüberschuß gearbeitet werden mußte; außerdem änderte sich der Druck beim jedesmaligen Regeln. Ferner wurde der an sich schon unregelmäßig fließende Windstrom durch das Abblasen, durch die Reguliervorrichtung noch mehr beunruhigt.
Zur Ausführung des neuen Verfahrens werden am besten Turbinengebläse verwendet, . welche einen ruhigen, gleichmäßig .fließenden
ίο Luftstrom erzeugen. Das Gebläse macht für eine bestimmte Chargengröße eine feststehende Anzahl Umdrehungen, so daß also ein ganz gleichmäßig dichter, ruhig fließender Windstrom erzeugt wird. Die Windmenge wird durch eine Ventil- oder Schiebereinrichtung in der Saugleitung so geregelt, daß jeder schädliche Luftüberschuß vermieden wird, während Druck und Umdrehungszahl dieselben bleiben. Es wird also die anzusaugende Luftmenge geändert und geregelt, während bei dem bekannten Verfahren die angesaugte Luftmenge stets dieselbe blieb und die aus der Druckleitung ausströmende Druckluftmenge geregelt wurde oder im anderen Falle die Umdrehungszahl geändert wurde. In beiden Fällen än-■ derte sich aber der Druck.
Zur Regelung der anzusaugenden Luft wird bei dem neuen Verfahren das Saugrohr mit einer Schieber- oder Ventileinrichtung ausgestattet, welche von dem die Blaseoperation leitenden Arbeiter derart eingestellt und während des Blasens nach Bedarf geändert wird, daß im. Konverter stets eine ruhige Reaktion stattfindet und ein das Endprodukt schlecht beeinflussender Luftüberschuß vermieden wird.
Hierdurch wird der oben genannte Vorteil erreicht:
Geringster Verlust an Metall und, da letzteres nicht überoxydiert (verbrannt) wird, eine bessere Qualitä\

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    . Verfahren zum Verblasen von Konverterchargen aller Art, besonders in Bessemer- und Thomasbirnen, dadurch gekennzeichnet; daß bei gleichbleibender Umdrehungszahl des Gebläses und bei gleichbleibendem Druck die Luftmenge, welche angesaugt werden soll, durch eine Reguliervorrichtung in der Saugleitung geregelt wird.
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