DE240975C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B23/00—Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
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- Astronomy & Astrophysics (AREA)
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- Optics & Photonics (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 240975 KLASSE 42 Ji. GRUPPE
EMIL BUSCH AKT-GES. in RATHENOW.
Brennweite.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. März 1909 ab.
In dem 1830 erschienenen Werk »Dioptrik«
beschreibt der Wiener Astronom Littrow Seite 274 ein Galileisches Fernrohr, dessen
Okular aus einer dem Objektiv zugewandten Sammel- und einer davon getrennten, dem
Auge nahestehenden Zerstreuungslinse zusammengesetzt ist. Littrow erkannte die durch
ein solches Okular hervorgerufene Vergrößerung des Gesichtsfeldes und nannte die Konvexlinse
— offenbar in Anlehnung an das Huygensche Okular »Kollektivo. Über eine praktische
Ausführung dieser Konstruktion ist indessen nichts. bekannt geworden.
Wahrscheinlich hat Littrow und ebenso auch wohl mehrere andere, die später das gleiche
Okular wiedererfanden, sich durch die schlechte Qualität der Bilder abschrecken lassen. Diese
schlechten Bilder sind unvermeidlich, wenn man das Okular aus zwei einfachen Linsen
bildet und dabei nicht das Objektiv sphärisch und chromatisch sehr stark überkorrigiert.
Die Objektive der gewöhnlichen Galileischen Fernrohre sind aber gerade in beiden Beziehungen
unterkorrigiert, damit sie die Aberrationen des einfachen Augenglases etwas heben.
Allerdings läßt sich bei dieser Anordnung nicht eine gleiche Größe verschiedenfarbiger Bilder
und Übereinstimmung der von verschiedenen Zonen des Instrumentes gelieferten Bilder derselben
Farbe dadurch erzielen, daß man die Aberrationen der Augenlinse durch das Objektiv
zu heben versucht, indessen treten die Fehler bei dem sehr beschränkten Gesichtsfeld
weniger hervor. Vergrößert man aber durch Einschalten einer Konvexlinse das Gesichtsfeld
und erhöht gleichzeitig die sphärische Aberration der Augenlinse durch Verkürzen
der Brennweite (um den Einfluß der Konvexlinse zu kompensieren), so verschlechtern
sich die Bilder nach dem Rande hin rapide, sie bekommen Farbensäume, und die Bilder von hellen Punkten auf dunklem
Grunde zeigen eine unzulässige Coma.
Es gibt nun viele Möglichkeiten, ein dreigliedriges System in bezug auf sphärische Abweichung
zu korrigieren, je nachdem man entweder jedes Glied für sich korrigiert oder die Fehler der einzelnen Elemente so wählt,
daß das Gesamtsystem aberrationsfrei wird. Bezeichnet man den Fehler eines unterkorrigierten
Gliedes mit -f, den eines überkorrigierten mit — und den eines korrigierten
Gliedes — wie selbstverständlich — mit 0, so lassen sich 13 Kombinationen bilden, bei
denen die sphärische Abweichung im Gesamtsystem beseitigt sein kann. Eine gleiche
Anzahl Fälle ergeben sich auch für die Möglichkeit der Achromatisierung des Systems,
so daß es also bei einem dreigliedrigen System stets 13 Möglichkeiten gibt, bei denen sowohl
sphärische wie chromatische Abweichung gehoben sind.
Unsere Untersuchung hat nun ergeben, daß von diesen 13 Möglichkeiten aber nur 3 geeignet
sind, auch die Beseitigung der Coma
und der Größendifferenz der verschiedenfarbigen
Bilder zu erzielen. Scheidet man aus den drei ermittelten Fällen denjenigen aus, bei welchem
jedes Glied für sich korrigiert ist und bei welchem demzufolge eine völlige Korrektion
von vornherein als wahrscheinlich angenommen werden konnte, so bleiben nur noch zwei Möglichkeiten. Es sind dies die Fälle, wo
H — + 54,140
»2 = — 54,140
?z — — 54,140
n = + 406,5
r5 — + 55,500
r6=— 67,459
r7 = — 12,069
r8 = + 12,069
äx — ίο
(Ln ~—* 2
^4 = 74 ^b= 7,5
ie I= 16,64
d7 = ι
Bei diesem Fernrohr ist das angulare Gesichtsfeld
um etwa 50 Prozent gegenüber älteren Konstruktionen vergrößert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Sphärisch und chromatisch ganz oder nahezu korrigiertes Galileisches Fernrohr das Kollektiv den entgegengesetzten Korrektionszustand aufweist wie das erste und letzte Glied; ist also das Kollektiv unterkorrigiert, so muß sowohl das Objektiv wie die Augenlinse überkompensiert sein und umgekehrt.Der erstere Fall, der seiner Einfachheit wegen die meiste Bedeutung hat, ist in nachstehendem Beispiel verwirklicht:= 1,5141= 1,6245= i,591,527V1 = 64,135,7LuftV5 = Luft= 59.3·mit einem aus Kollektiv und davon getrennter Augenlinse bestehenden Okular negativer Brennweite, dadurch gekennzeichnet, daß das Kollektiv den entgegengesetzten Korrektionszustand wie das Objektiv und die Augenlinse aufweist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240975C true DE240975C (de) |
Family
ID=500304
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT240975D Active DE240975C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE240975C (de) |
-
0
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