DE2409443B2 - Justiereinrichtung zum ausrichten von relaisbestandteile darstellenden, streifenfoermigen blechen, insbesondere polblechen und kontaktfedern von relais - Google Patents

Justiereinrichtung zum ausrichten von relaisbestandteile darstellenden, streifenfoermigen blechen, insbesondere polblechen und kontaktfedern von relais

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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H49/00Apparatus or processes specially adapted to the manufacture of relays or parts thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

Aus der DT-OS 20 17 424 ist eine Justiereinrichtung für eingespannte Kontaktfedern, insbesondere Kontaktfedern elektrischer Schalter und Relais, bekannt, die ein in fortwährende öffnungs- und Schließungsbewegungen versetztes zangenartiges Hebelsystem aufweist, in das die Kontaktfedern einführbar sind. An den beiden die Zange bildenden Hebeln ist dabei je ein durch eine Abtasteinrichtung gesteuerter verschiebbarer Biegenocken und jeweils ein weiterer ortsfest angeordneter Biegenocken angebracht. Die verschiebbaren Biegenocken sind auf spiegelbildlich angeordneten zweistufigen Konturen in zwei Stellungen verschiebbar, und zwar eine Stellung am offenen Ende der Zange (Grundstellung) und eine Stellung in der Mitte zwischen dieser und der festen Biegenocke (Arbeitsstellung). Das Hebelsystem besteht aus zwei zangenartigen Hebevorrichtungen, wobei die freien Arme der einen zangenartigen Vorrichtung an den freien Hebelenden der anderen Hebelvorrichtung angreifen; die Größe der Öffnungsbewegung der zweiten Hebevorrichtung ist durch ein zwischen die erste Hebelvorrichtung eingeführtes Konturstück, vorzugsweise auf drei verschiedene Werte, einstellbar. Bei dieser Ausführungsform sind damit also durch drei Verstellmöglichkeiten des ersten Hebelsystems und zwei Stellungen der Biegenocken des zweiten Hebelsystems für jede Biegerichtung jeweils sechs (2 χ 3) unterschiedliche Biegehübe einstellbar.
Die Erfindung geht aus von einer derartigen Justiereinrichtung, mit einer Spanneinrichtung, in der die Blechstreifen in definierter Lage sowohl bezüglich einer Lageabtasteinrichtung als auch eines Biegehebels gehalten sind, der mittels einer umlaufenden Welle zyklisch in Eingriff mit den Blechstreifen gebracht wird.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine große Anzahl unterschiedlicher Biegehübe mit geringem konstruktiven Aufwand, insbesondere mit einer verringerten Anzahl eigenständiger Antriebe, zu erzielen, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das der Spanneinrichtung abgewandte Ende des Biegehebels an einem auf der umlaufenden Welle angeordneten konischen Führungskörper anliegt, der während des Justiervorganges im Sinne der Erzielung ansteigender Biegehübe am Ort der Spanneinrichtung längsverschiebbar ist und derartige Abweichungen von der Rotationssymmetrie aufweist, daß der Biegehebel während jeder Umdrehung der Welle zeitweise in eine keine Biegung der Blechstreifen verursachende neutrale Lage eingeschwenkt ist.
Jeder Justiervorj,ang beginnt also mit verhältnismäßig kleinen Biegehüben, die mit fortschreitender Längsverschiebung des konischen Führungskörpers immer weiter anwachsen. Da während jeder Umdrehung der Welle der Biegehebel in eine neutrale Lage gebracht wird, kann in diesem Zeitpunkt die Lageabtasteinrichtung den momentanen Zustand des justierten Blechstreifens messen und entsprechende Steuerbefehle ausgeben, die entweder zu einer weiteren Längsverschiebung des Führungskörpers oder zu einer Beendigung
der Biegezyklen fuhren.
Die Beendigung der Biegezyklen erfolgt dabei gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung durch eine Steuervorrichtung, die an dem der Spannvorrichtung abgewandten Hebelarm des Biegehebels s angreift. Gemäß weiterei Ausbildung der Erfindung kann die Steuervorrichtung eine Hubvorrichtung bzw. zwei Hubvorrichtungen aufweisen, die zweckmäßigerweise als Druckluftzylinder ausgebildet sind. Das Vorsahen von zwei Hubvorrichtungen ist im Zusammenhang mit einer anderen Weiterbildung der Erfindung zu sehen, gemäß der jedem Biegehebel ein weiterer auf einer' parallel zur umlaufenden Welle angeordneten Welle befestigter konischer Führungskörper zugeordne« ist Durch Ansteuern einer der beiden Hubvorrichtungen wird dabei der konische Führungskörper bestimmt, an dem der Biegehebel während des Justiervorganges anliegen soll. Jede der beiden Wellen ist damit für eine der beiden möglichen Biegerichtungen zuständig; das gleiche gilt für die beiden Hubvorrichtungen.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Spanneinrichtung der Aufnahme mehrerer Blechstreifen dient und eine dieser Anzahl von Blechstreifen entsprechende Zahl konischer Führungskörper auf der umlaufenden Welle bzw. den umlaufenden WeI-len nebeneinander angeordnet ist. In diesem Zusammenhang erweist sich das Vorsehen der Steuervorrichtungen als Mittel zur definierten Beendigung des Justiervorganges insofern von Vorteil, ab die Führungskörper, die auf einer Welle gemeinsam angeordnet sind, gemeinsam verschoben werden und die unterschiedlichen Zeitpunkte der Beendigung des Justiervorganges jeweils durch Einschalten bzw. Ausschalten des dem jeweiligen Biegehebel zugeordneten Druckluftzylinders erzielt werden.
Die Parallelverschiebung der konischen Führungskörper erfolgt also vorteilhafterweise durch Längsverschiebung der umlaufenden Wellen, was konstruktiv besonders vorteilhaft derart realisiert werden kann, daß die umlaufenden Wellen mit einer antreibbaren Schubstange in einem gemeinsamen Lagerblock gelagert sind. In die Schubstange greift dann ein entsprechendes Antriebsritzel ein.
Mit der erfindungsgemäßen Justiereinrichtung können praktisch nur von der Genauigkeit der Lageabtasteinrichtung abhängige Toleranzen im Justiervorgang erzielt werden, sofern die Längsverschiebung der konischen Führungskörper bzw. die Längsverschiebung der die Führungskörper tragenden Welle derart erfolgt, daß die Differenz zweier aufeinanderfolgender Biegehübe entsprechend klein gewählt wird. Um dies zu erreichen, wird die Geschwindigkeit der Längsverschiebung und die Steigung des konischen Führungskörpers entsprechend klein gemacht. Für die Praxis ausreichende Resultate ergeben sich dabei bei einer Drehzahl der umlaufenden Welle von etwa 1000 U/min mit etwa 2 see Justierdauer. Die Justiervorrichtung arbeitet also außerordentlich schnell und ist auf Grund ihrer Erweiterung im Sinne einer gleichzeitigen Mehrfachjustierung sehr gut für die Einfügung in einen automatischen Fertigungsprozeß geeignet. Als besonders wesentlich für die Erreichung solch kurzer Justierzeiten ist anzusehen, daß auf Grund des ständigen Anliegens des Biegehebels am konischen Führungskörper hohe Umlaufgeschwindigkeiten der Welle vorgesehen werden können.
Die für das Einschwenken des Biegehebels in eine bezüglich der Biegung der Blechstreifen neutrale Lage anzustrebende Kontur des konischen Führungskörpers wird gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Er findung dadurch erzielt, daß der Führungskörper als Teilzylinder ausgebildet ist; dieser Teilzylinder wird durch die Fläche geschlossen, die als Schnittfläche beim achsschrägen Schnitt eines entsprechenden ganzen Zylinders mit einem rotationssymmetrischen Körper, vorzugsweise einem weiteren Zylinder, entsteht. Eine derartige Kontur läßt sich fertigungstechnisch auf Fräsmaschinen mit verhältnismäßig geringem Aufwand herstellen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von zwei Figuren erläutert, von denen die F i g. 1 eine perspektivische Schemaskizze der Justiereinrichtung zeigt, während in der F i g. 2 ein Weg-Zeit-Diagramm für die Biegehebelbewegung am Ort der Spanneinrichtung dargestellt ist.
Die in der F i g. 1 dargestellte Justiereinrichtung dient der Justierung von Polblechen PB, die in definierter Lage in den Spanntisch STeingespannt sind. Sofern die Justiereinrichtung im Zuge eines automatischen Fertigungsprozesses eingesetzt ist, kann die Zuführung von Polblechen PB zum Spanntisch 57 und die Festlegung der Polbleche PB am Spanntisch ST durch bekannte Einrichtungen automatisch erfolgen. Die Lage des Polbleches PB im zu justierenden Bereich wird durch den induktiven Aufnehmer IA, der lediglich schematisch angedeutet ist, erfaßt.
Der Biegehebel BH ist auf der Hebelachse HA gelagert und umfaßt mit seinem dem Spanntisch STzugewandten zangenförmigen Endbereich das Polblech PB. Der dem Spanntisch ST abgewandte Bereich läuft in die Hebelrolle HR aus, die je nach Schaltstellung der beiden Druckluftzylinder DZl und DZ 2 an einen der beiden Führungskörper FK1 bzw. FK 2 angedrückt wird.
Die beiden Führungskörper FK 1 bzw. FK 2 sind jeweils auf einer umlaufenden Welle Wl bzw. W2 befestigt, die in dem Doppelrahmen R geführt sind und eine Lagerstelle in dem Lagerblock LB aufweisen.
Der Antrieb der beiden umlaufenden Wellen Wl und W 2 erfolgt über die beiden Zahnräder ZR 1 bzw. ZR 2, die unmittelbar bzw. mittelbar von dem Ritzel Ru des für die umlaufenden Wellen Wl, W2 eingesetzten Motors Mu angetrieben sind. Die Längsverschiebung der Wellen Wl, W2 erfolgt über die ebenfalls in dem Lagerblock LB gelagerte Schubstange S5, die von dem Ritzel Rv des als Vorschubantrieb dienenden Motors Mv angetrieben wird.
Die Justierung des Polbleches PB beginnt mit kleinen Biegehüben und setzt sich fortlaufend mit ständig anwachsenden Biegehüben fort. Während jeder Umdrehung wird einmal eine Phase der biegeneutralen Stellung des Biegehebels BH erzielt, in der der induktive Aufnehmer IA eine Messung vornimmt. Stellt der Weg-Aufnehmer IA die einwandfreie Ausrichtung des PoI-blechcs PB fest, so wird durch eine nicht dargestellte Anschlußschaltung ein entsprechender Befehl an den während des Justiervorganges eingeschalteten Druckluftzylinder DZl bzw. DZ 2 abgegeben, der daraufhin schaltet und den Biegehebel BHdamit aus dem Eingriff mit einem der beiden Führungskörper FK 1 bzw. FK herausschwenkt.
Der F i g. 2 ist zu entnehmen, in welcher Weise der Biegehub anwächst. Der mit AS bezeichnete Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Amplituden der Auslenkung entspricht dabei der Zustellung je Biegezyklus, wobei dieser Abstand AS kleiner als das geforderte Toleranzfeld gewählt ist. Die Zeit 11 zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Amplituden entspricht der Zeit für einen Biegezyklus. In einer weiteren zeitlichen Darstellung ist angedeutet, daß in der jeweils biegeneutralen Stellung des Biegehebels die Meßwertabfrage durch einen Weg-Aufnehmer erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Justiereinrichtung zum Ausrichten von Relaisbestandteile, beispielsweise Polbleche und Kontaktfedern, darstellenden streifenförmigen Blechen, nut einer Spanneinrichtung, in der die Blechstreifen in definierter Lage sowohl bezüglich einer Lageabtasteinrichtung als auch eines Biegehebels gehalten sind, der mittels einer umlaufenden Welle zyklisch |0 in Eingriff mit dem Blechstreifen gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß das der Spanneinrichtung (ST) abgewandte Ende des Biegehebels (BH) an einem auf der umlaufenden Welle (Wi) angeordneten konischen Führungskörper (FK \) anliegt, der während des Justiervorganges im Sinne der Erzielung ansteigender Biegehübe am Ort der Spanneinrichtung (ST) längsverschiebbar ist und derartige Abweichungen von der Rotationssymmetrie aufweist, daß der Biegehebel (BH) wäh- jo rend jeder Umdrehung der Welle (W i) zeitweise in eine keine Biegung der Blechstreifen (PB) verursachende neutrale Lage eingeschwenkt ist.
2. Justiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsverschiebung derart erfolgt, daß die Differenz zweier aufeinanderfolgender Biegehübe kleiner als die geforderte Justiertoleranz ist.
3. Justiereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (FKi, FK 2) als Teilzylinder ausgebildet ist, der durch die beim achsschrägen Schnitt eines entsprechenden ganzen Zylinders mit einem rotationssymmetrischen Körper, vorzugsweise einem weiteren Zylinder, entstehende Schnittfläche geschlossen ist.
4. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Biegehebel (BH) ein weiterer auf einer parallel zur umlaufenden Welle (WX) angeordneten Welle (W2) befestigter Führungskörper (FK 2) zugeordnet ist und daß der Biegehebel (BH) durch eine von der Lageabtasteinrichtung (IA) beeinflußbare Steuervorrichtung (DZl, DZ2)im Sinne der Erzielung entgegengesetzter Biegerichtungen an einen der beiden Führungskörper (FK \,FK2)andrückbar ist.
5. Justiereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (DZl, DZ2)an dem an einem der Führungskörper (FK 1, FK 2) anliegenden Hebelarm des Biegehebels (BH) angreift.
6. Justiereinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (DZi, DZ2) zwei einander gegenüberliegende und einen Hebelarm des Biegehebels (BH) einschließende Hubvorrichtunger aufweist.
7. Justiereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtungen (DZi, DZ2) als Druckluftzylinder ausgebildet sind.
8. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung (ST) der Aufnahme mehrerer Blechstreifen dient und eine deren Anzahl entsprechende Zahl von Führungskörpern auf der umlaufenden Welle nebeneinander angeordnet ist.
9. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Welle (WX, W2) während des Justiervorganges in Richtung ihrer Achse verschiebbar ist.
10. Justiereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Weile (W \, W2) mit einer antreibbaren Schubstange (SS) in einem gemeinsamen Lagerblock (LB) gelagert ist.
DE19742409443 1974-02-27 Justiereinrichtung zum Ausrichten von Relaisbestandteile darstellenden, streifenförmigen Blechen, insbesondere Polblechen und Kontaktfedern von Relais Expired DE2409443C3 (de)

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Publication Number Publication Date
DE2409443A1 DE2409443A1 (de) 1975-09-04
DE2409443B2 true DE2409443B2 (de) 1976-01-15
DE2409443C3 DE2409443C3 (de) 1976-09-02

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