DE236591C - - Google Patents

Info

Publication number
DE236591C
DE236591C DENDAT236591D DE236591DA DE236591C DE 236591 C DE236591 C DE 236591C DE NDAT236591 D DENDAT236591 D DE NDAT236591D DE 236591D A DE236591D A DE 236591DA DE 236591 C DE236591 C DE 236591C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohol
percent
ethyl alcohol
dehydrating
lime
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT236591D
Other languages
English (en)
Publication of DE236591C publication Critical patent/DE236591C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 236591 KLASSE 6d. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von absolutem Äthylalkohol.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1909 ab.
Während man bekanntlich andere Alkohole leicht durch fraktionierte Destillation in 100-prozentige Ware verwandeln kann, ist es mit den besten Kolonnenapparaten nur möglich, Äthylalkohol auf einen Gehalt von 96 Prozent zu bringen (W illiam A. Noyes und R. R. W a r f e 1, Chemisches Centralblatt, 1901, II, S. 621). Es sind nun zur Entfernung der letzten Wassermengen viele wasserentziehende Substanzen vorgeschlagen worden, die auch bei längerer Einwirkung ihren Zweck erfüllen.
Als praktischstes Mittel ist schon im Jahre 1865 von D. Mendelejeff (Jahresbericht über die Fortschritte der Chemie 1865, S. 468) Ätzkalk empfohlen worden, den man am besten während mehrerer Tage bei 50° C. oder nach einer späteren Vorschrift von E. Erlenmeyer (Liebigs Annalen der Chemie, 160, 1871, S. 249) nur wenige Stunden beim Siedepunkte einwirken läßt.
Diese scheinbar billige Konzentrationsmethode wird aber dadurch sehr verteuert, daß dabei erhebliche Verluste an Alkohol eintreten.
Führt man nämlich die Entwässerung nach den Angaben von Anton Kailan (Monatshefte f. Chemie, 28, S. 927) durch, so erhält man, wenn die Destillation sofort nach dem Kalkzusatz begonnen wird, nur 67 Prozent des angewendeten Alkohols mit einem Gehalt von 99 bis 99,1 Prozent; läßt man dagegen den Kalk erst 24 Stunden lang wirken, sogar nur 61 Prozent von etwa 99,5 bis 100 Prozent Reingehalt.
Auch ist es aus Märker-Delbrücks »Handbuch der Spiritusfabrikation«, 9. Aufl., 1908,. S. 71, bekannt, das Entwässern des Alkohols mit Hilfe von metallischem Natrium, metallischem Kalzium, Bariumoxyd, geschmolzenem Chlorkalzium oder wasserfreiem Kupfervitriol zu bewirken.
Bei Anwendung der vier ersten dieser Stoffe ergeben sich aber dieselben Nachteile wie bei der Benutzung von Ätzkalk; sie bilden mit dem Alkohol Alkoholate und bedingen dadurch große Verluste an Alkohol. Der entwässerte Kupfervitriol aber wirkt nur in großem Überschuß und bei sehr langer Einwirkungszeit wasserentziehend auf den Alkohol ein und ergibt selbst dann noch Verluste an Alkohol.
Es ist nun gefunden worden, daß alle diese Mißstände vermieden werden, wenn man an Stelle jener Stoffe entwässertes Schwefelnatrium für das Entwässern von Alkohol verwendet.
Die mit der Verwendung des Schwefelnatriums verbundenen Vorteile sind folgende :
1. es ist indifferent gegen Äthylalkohol; es entstehen bei seiner Einwirkung keine neuen Verbindungen;
2. es kann daher der gesamte Alkohol in. j einer Operation als 100 prozentige Ware wieder zurückgewonnen werden;
3. es entwässert den Alkohol vollständig innerhalb kurzer Zeit;
4. der nach dem Abdestillieren \^erbleibende Rückstand kann durch einfaches Erhitzen wieder in die wasserfreie Form übergeführt werden, so daß er von neuem zur Entwässerung von Alkohol benutzbar ist.
Ausführungsbeispiel.
1,2 kg. Äthylalkohol von 93,8 Prozent werden mit 450 g trockenem Schwefelnatrium versetzt, wobei Erwärmung bis zu 57 ° C. eintritt,
70
Das Gemisch wird alsdann x/2 Stunde am Rückflußkühler gekocht und darauf abdestilliert. Zurückgewonnen werden i,n kg absoluter Alkohol, so daß nur ein Verlust von 1,4 Prozent entsteht.
Ein geringer Gehalt an Schwefelverbindungen, der durch eine schwach saure Reaktion des Alkohols leicht veranlaßt wird, kann in bekannter Weise z. B. durch Behandeln mit Kaliumpermanganat beseitigt werden. Der so gewonnene Alkohol ist dann völlig rein und aldel^dfrei.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von absolutem Äthylalkohol, dadurch gekennzeichnet, daß Spiritus von über 90 Prozent Alkoholgehalt mit entwässertem Schwefelnatrium behandelt wird.
DENDAT236591D Active DE236591C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE236591C true DE236591C (de)

Family

ID=496269

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT236591D Active DE236591C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE236591C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US12259360B2 (en) 2018-12-18 2025-03-25 Forschungszentrum Juelich Gmbh Device and method for determining the volume and porosity of objects and bulk materials

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US12259360B2 (en) 2018-12-18 2025-03-25 Forschungszentrum Juelich Gmbh Device and method for determining the volume and porosity of objects and bulk materials

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE236591C (de)
DE2013222A1 (de)
DE1180748B (de) Stabilisierung von organischen Distannoxanen
DE1283823B (de) Verfahren zur Gewinnung von Adipinsaeuredinitril
DE1815336A1 (de) Verfahren zur Entfernung von in 1,2-Dichloraethan vorhandenem Trichloraethylen
DE725035C (de) Verfahren zur Abtrennung nicht saurer Stoffe von Phenolen
DE1189975B (de) Verfahren zur Herstellung von beta, beta'-Dicyandiaethylaether
DE959456C (de) Verfahren zum Entfernen von reduzierend wirkenden Verunreinigungen aus dampffoermiger Roh-Essigsaeure
DE502547C (de) Verfahren zur Klaerung von Alkohol
DE543365C (de) Verfahren zur Herstellung von Benzoylchlorid oder o- oder p-Chlorbenzoylchlorid
DE869948C (de) Verfahren zum Regenerieren der zur Herstellung von Vinylacetylen aus Acetylen benutzten Cuprochlorid-Kontaktfluessigkeiten
DE1593405C (de)
AT118234B (de) Verfahren zur Verkohlung von roher oder entzuckerter dünner Sulfitablauge.
DE392090C (de) Verfahren zur Gewinnung von harzartigen Polymerisationsprodukten aus Rohbenzolen
DE906692C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Cyanwasserstoff
DE1418074A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Trialkyladipinsaeuren
DE2225443A1 (de) Verfahren zur herstellung von thiophenen
DE727050C (de) Verfahren zur Affination von Rohzucker
DE625324C (de) Verfahren zur Reinigung von synthetischem Methanol
DE929552C (de) Verfahren zur Reinigung von technischen Polychlorphenoxyfettsaeuren
DE965237C (de) Verfahren zum Reinigen von Acrylsaeureestergemischen
DE314364C (de)
DE2817563C2 (de)
DE214950C (de)
AT94306B (de) Verfahren zur Trennung von o- und p-Toluolsulfamid.