DE236367C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
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- G01N27/00—Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 236367 KLASSE 74 b. GRUPPE
ANTON ABEL in FRANKFURT a. M.
Die Erfindung bezweckt, das Vorhandensein von Gasansammlungen in Bergwerken oder an
anderen Orten.rasch festzustellen, um dadurch den verderblichen Folgen von Gasexplosionen
5 oder diesen selbst durch geeignete Maßnahmen vorzubeugen.
Dem diesem Zwecke dienenden Apparate liegt die Tatsache zugrunde, daß bei hohen
elektrischen Spannungen die Schlagweite eines
ίο Entladungsfunkens zunimmt, wenn das poltrennende
Dielektrikum stark erwärmte Luft ist.
In Fig. ι der Zeichnung ist eine Grubenlampe mit Funkenstrecke, in Fig. 2 und 3 die
ganze Signalanlage schematisch dargestellt.
In einer Grubenlampe 2 werden zwei isoliert eingeführte Metallspitzen in einiger Entfernung
über der Flamme einander gegenübergestellt. Die eine steht mit einem Pol der Sekundärspule
eines Induktors, die andere mit der Erde in leitender Verbindung. Ihr Abstand voneinander
ist so gewählt, daß eine Funkenentladung bei normaler Flamme und mäßiger Spannung
nicht stattfinden kann. Treten nun Grubengase in die Lampe ein, so entzünden sich diese
erfahrungsgemäß, wodurch das Dielektrikum zwischen den Metallspitzen stark erhitzt wird.
Infolgedessen wird die Schlagweite des Entladungsfunkens vergrößert, so daß sich jetzt
eine Funkenentladung vollzieht.
Die einzelnen Stollen eines Bergwerks werden mit derartig eingerichteten Lampen 2 (Fig. 2
und 3) versehen. Die eine Metallspitze jeder Lampe ist durch einen Draht mit einer Schalttafel
3 in der Zentralstation über der Erde verbunden, während die andere Metallspitze
geerdet ist. In der Zentralstation können sämtliche Lampen einzeln mit einem Pol eines
Induktors 4 durch Stöpselung usw. leitend verbunden werden. Von ,dem zweiten Pol desselben
Induktors führt ein Draht 5 zur Erde.
Dieser Apparat bildet, wenn in einer. Lampe
sich eine Oszillation vollzieht, ein Schwingungssystem. In der Zentralstation wird diesem
System durch galvanische, direkte Kopplung (Fig. 2) oder durch induktive Kopplung (Fig. 3)
ein zweites System angeschlossen. Diese ganze Anordnung ist jedoch eine einfachere als bei
der drahtlosen Telegraphic, da hier keine Fernwirkungen ohne Benutzung eines Leiters erzeugt
werden sollen. Es ist wohl aus diesem Grunde kaum nötig, zur Erhöhung der Kapazität
Kondensatoren in den Erregerkreis einzubauen, wie auch die Übereinstimmung der Schwingungsverhältnisse nicht so peinlich genau
zu sein braucht. Es ist vielmehr zweckdienlicher, die Abstimmung zwischen den beiden Systemen,
welche durch direkte Kopplung miteinander verbunden sind (Fig. 2), nicht zur reinen Resonanz
auszubilden. Wenn nämlich der Induktor in Tätigkeit tritt, ohne daß ein oszillatorischer
Ausgleich in den Lampen erfolgt, so wird auch in diesem Falle das zweite System etwas erregt.
Bei vollkommener Resonanz würde der Kohärer auch dann schon reagieren, was nur bei oszillatorischen Wirkungen beabsichtigt ist.
Die erste Anordnung (Fig. 2) stellt zwei Schwingungssysteme dar. Das geschlossene
Erregersystem steht bei 6 mit dem anderen offenen System durch direkte Kopplung in
leitender Verbindung. Dieses zweite System besteht aus einem geraden, möglichst dünnen
und langen, isolierten Draht 7 mit einem Kohärer 8, der in einen isolierten Stromkreis
eingebaut ist. Findet nun in einer Lampe ein oszillierender Ausgleich statt, so wird auch
bekanntlich das zweite System angeregt, und der Kohärer schließt schon bei geringer Resonanz
den Stromkreis, und die angeschlossene Schelle ertönt.
Die zweite Anordnung (Fig. 3) besteht ebenfalls aus zwei Schwingungssystemen. Das Erregersystem
steht mit dem zweiten System durch induktive Kopplung bei 9 in Verbindung. Dies wird am einfachsten dadurch erreicht,
daß man zwei blanke, isolierte Drähte, von denen Draht 10 dem ersten, Draht 11 dem
zweiten System angehört, in einiger Entfernung parallel aneinander vorbeiführt. In den ersten
Schwingungskreis sind zur Erhöhung der Kapazität Leydener Flaschen 12 eingebaut, welche
auch fortbleiben können. Die Anregung des zweiten offenen Schwingungskreises geschieht
in der bekannten ähnlichen Weise wie bei der ersten Anordnung (Fig. 2).
Will man also einen Stollen des Bergwerkes auf die Anwesenheit von Gasen prüfen, so setzt
man zunächst das Induktorium in Tätigkeit und bringt die entsprechende Lampe, deren
Kontakt an der Schaltungstafel durch eine Nummer leicht ersichtlich ist, in leitende Verbindung.
Ertönt die Schelle, so läßt dies auf explosive1 Gase in dem betreffenden Stollen
schließen.
Durch diesen Apparat, kann also nicht nur der Ort, sondern auch ungefähr die Menge
einer Gasansammlung in einem Bergwerk oder an anderen Orten festgestellt werden, wodurch
eine rechtzeitige Räumung der Grube wegen drohender schlagender Wetter ermöglicht wird
oder sonstige zweckentsprechende Maßnahmen getroffen werden können, welche einer Gasexplosion
vorbeugen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Vorrichtung zum Anzeigen des Vorhandenseins entzündbarer Gase in der Luft, dadurch gekennzeichnet, daß über einer Flamme die Funkenstrecke eines Hochspannungsstromkreises angebracht ist, die beim Verbrennen der entzündbaren Gase infolge der Temperaturerhöhung des Gasgemisches durch einen Entladestrom überbrückt wird, der eine Signalvorrichtung in Tätigkeit setzt.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE236367C true DE236367C (de) |
Family
ID=496055
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT236367D Active DE236367C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE236367C (de) |
-
0
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