DE233080C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
- A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
- A01J5/10—Pulsators arranged otherwise than on teat-cups
- A01J5/12—Pulsators arranged otherwise than on teat-cups with membranes
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Massaging Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 233080 KLASSE 45 g. GRUPPE
Verfahren zum Steuern von Melkpulsatoren. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. März 1910 ab.
Die Steuerung von Melkpulsatorventilen geschieht in der Regel mittels einer Membran,
eines Kolbens o. dgl., in dessen Arbeitsraum abwechselnd zwei Druckzustände, z. B. Vakuum
und Luftdruck, hervorgerufen werden. Diese abwechselnde Herstellung der . beiden
Druckzustände ist bisher in der Weise bewerkstelligt worden, daß ein Schieber in der einen
Periode z. B. die Verbindung der Vakuumleitung
ίο mit dem Arbeitsraum aufhebt und gleichzeitig
z. B. die Verbindung des Arbeitsraumes mit der äußeren Luft herstellt, während er in
der anderen Periode die Verbindung der Vakuumleitung mit dem Arbeitsraum herstellt
und die Verbindung des letzteren mit der äußeren Luft unterbricht.
Auf der Zeichnung ist in den Fig. 1 und 2 diese bekannte Art der Steuerung schematisch
veranschaulicht worden.
In der einen Periode (Fig. 1) ist durch den Hohlraum 1 des Schiebers der Arbeitsraum 2
mit der Saugleitung 3 verbunden. Der Arbeitsraum wird daher evakuiert (vgl. den punktierten
Pfeil 4) und die Membran 5 gehoben. In der anderen Periode (Fig. 2) wird die Saugleitung 3
abgesperrt und gleichzeitig der Hohlraum 1 mit dem in der ersten Periode abgesperrten,
in die äußere Luft mündenden Stutzen bzw. einer anderen beliebigen Luftöffnung . 6 verbunden.
Der Arbeitsraum wird daher mit Luft vom atmosphärischen Druck (vgl. Pfeil 7) gefüllt, welche die Membran herunterdrückt.
Obgleich nun diese Art der Steuerung als theoretisch brauchbar angesehen werden kann,
machen sich jedoch bei der praktischen Ausführung verschiedene Übelstände bemerkbar,
und zwar besonders in der Wirkung des infolge gleichzeitiger Regelung zweier Druckzustände
schief beeinflußten Schiebers. In dem in erster Linie in Betracht kommenden Falle der Verwendung
einerseits von Luft gewöhnlichen Druckes, andererseits von Luft niedrigeren Druckes (Vakuum) als Arbeitsmittel ist diese
schiefe Beeinflussung und die dadurch bedingte Abnutzung bzw. Undichtigkeit besonders
ungünstig, weil hierdurch die "in der ersten Periode verfügbare Kraft nach und nach vermindert
und der Gang des Pulsators völlig zerstört wird.
Ferner ist bei den genannten Steuerungen die gegenseitige Regelung der Geschwindigkeiten
des Arbeitsorgans bzw. des Ventils in der einen und in der anderen Richtung durch gegenseitige
Regelung der beiden Arbeitsmittel, d. h. durch Steigerung der Saugwirkung im Arbeitsraum
bei Verminderung der Druckwirkung oder umgekehrt, entweder gar nicht oder nur in umständlicher
Weise möglich. Vor allem läßt sie sich nicht durch einfache Verengerung oder Erweiterung einer einzigen Öffnung oder eines
Kanals erreichen. Bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Steuerung ist eine für beide Arbeitsmittel
gemeinschaftliche Verbindungsöffnung (Kanal 8) vorhanden, durch den die Luft abwechselnd in der einen und in der anderen
Richtung strömt; durch Verengerung oder Erweiterung dieses Kanals werden die beiden
Perioden in einem und demselben Maße verlängert oder verkürzt, nicht aber gegenseitig
geregelt.
Durch die Erfindung soll das Arbeitsverfahren dadurch vereinfacht und die Betriebssicherheit
70
bzw. die Wirkung dadurch erhöht werden, daß dem einen der beiden Arbeitsmittel (Luft unter
niedrigem, gewöhnlichem oder höherem Druck) fortwährend freier Zutritt zum Arbeitsraum
gestattet wird, während die Zutrittsöffnung für das andere Arbeitsmittel geregelt, d. h. abwechselnd
geöffnet und geschlossen wird. In den Fig. 3 und 4 ist der Arbeitsraum 2 in ständiger
Verbindung mit der Saugleitung 3, während die Lufteintrittsöffnung abwechselnd abgesperrt
und geöffnet wird. Die Fig. 5 und 6 zeigen den umgekehrten Fall. In der einen Periode Fig. 3 und 6 herrscht im Arbeitsraum 2
ein Druck, der durch das nicht abgesperrte Arbeitsmittel sowie durch die Größe der Eintrittsöffnung
8 bzw. 9 bedingt ist. In der anderen Periode Fig.4 und 5 herrscht im Arbeitsraum derselbe
Druck, vermehrt oder vermindert um den Druck des zweiten, in den Arbeitsraum tretenden
Arbeitsmittels. Ist das erstgenannte Arbeitsmittel ein Vakuum, welches dem Druck
einer Quecksilbersäule von etwa 36 cm Höhe entspricht, so sinkt in der ersten Periode (Fig. 3),
und zwar gegen Ende dieser Periode der Druck im Arbeitsraum ungefähr auf den genannten
Druck. Wird als zweites Arbeitsmittel Außenluft gewählt, d. h. Luft, deren Druck einer
Quecksilbersäule von etwa 76 cm das Gleichgewicht hält, so wird, wenn diese Luft in den
Arbeitsraum 2 strömt (Fig. 4), in diesem der Druck steigen. Dabei kann durch die Wahl
der Größe der Zutrittsöffnung 9 im Verhältnis zur Größe des Vakuumzutrittskanals 8 leicht
erreicht werden, daß ein relativer Überdruck zur Wirkung gelangt, der groß genug ist, um
allein oder gegebenenfalls in bekannter Weise vom Gewicht des Arbeitsorganes 5 unterstützt,
letzteres nach abwärts, d. h. in einer Richtung zu bewegen, welche der Richtung der in der
ersten Periode ausgeführten Bewegung entgegengesetzt ist. Durch Regelung der Größe
einer der Öffnungen 8,9, zweckmäßig der ständig offenen, kann die Bewegung der Membran
während der beiden Perioden beliebig verschieden gemacht werden.
Die Aufgabe des Schiebers wird bei der Arbeitsweise gemäß der Erfindung einfacher und
die Wirkung der Steuerung sicherer. Der Schieber übt dieselbe Funktion wie ein einfacher
Hahn bzw. ein einfaches Ventil aus, so daß er gegebenenfalls durch einen Hahn oder ein Ventil
ersetzt werden kann, welches vom Arbeitsorgan oder vom Pulsatorventilkörper aus gesteuert
wird, oder aber man kann Schieber bekannter Art verwenden, die nur dem Druck des einen
Arbeitsmittels ausgesetzt sind.
Claims (1)
- Patent-AnsPRuCH :Verfahren zum Steuern von Melkpulsatoren, bei denen zwei pneumatische Arbeitsmittel von verschiedenem Druck abwechselnd auf einer mit dem Pulsatorventil verbundenen Membran o. dgl. zur Wirkung gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß nur das eine Arbeitsmittel zwängläufig gesteuert wird, während das andere Arbeitsmittel ständig freien Zutritt zum Arbeitsraum hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE233080C true DE233080C (de) |
Family
ID=493047
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT233080D Active DE233080C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE233080C (de) |
-
0
- DE DENDAT233080D patent/DE233080C/de active Active
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