DE2322017C3 - Optisches Visier - Google Patents
Optisches VisierInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein optisches Visier, mit einem Hauptstrahlengang für sichtbares Licht, das auf das
Auge des Schützen fällt, mit einem Strahlengang für Infrarot-Strahlung, die von außen auf einen Infrarot-Detektor
fällt, und mit einem neben dem infrarot-Detektor angeordneten Zielmarkenprojektor, der eine
Zielmarke in den Hauptstrahlengang eins;piegelt.
Mit einem aus der DT-OS 17 72312 bekannten Visier
dieser Art soll der Standort eines möglichen Gegners weitgehend passiv festgestellt werden Aus diesem
Grunde ist hier ein Nachtzielgerät mit einem Wärmebildgerät kombiniert worden, dessen Strahlung über
einen Strahlteiler in den Strahlengang eines Zielmarkenprojektors und von hier über einen weiteren Strahlteiler
in den Hauptstrahlengf ng bzw. in das Nachtzielgerät eingespiegelt wird, wobei die optische Achse des
Zielmarkenprojektors zu derjenigen des Hauptstrahlenganges senkrecht steht. ...
Demgegenüber wird die Aufgabe der Erfindung in ., S-haffW" einer Möglichkeit gesehen, die WahrscheinHchkei'tOeiner
Verwindung des optischen Visiers gegenüber dem lnfrarot-Gon.ometer so gering wie
mö-glich zu halten und im Falle einer Verwindung dem
Schützen trotzdem noch eine optimale Treffsicherheit zu gewährleisten. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der Zielmarkenprojektor mit dem infrarot-Detektor und den zu letzterem gehörenden
oötischen Einrichtungen sowie einem Modulator für die vom Infrarot-Detektor erzeugten Ablagesignale
auf einer gemeinsamen Grundplatte montiert ist und daß der Zielmarkenprojektor mit einer einen sichtbaren
und einen Infrarot-Anteil enthaltenden Lichtquelle ausgestattet ist, deren Strahlung über eine Lochblende,
einen nur den sichtbaren Anteil durchlassenden ausklappbaren Filter und einen Strahlenteiler in Richtung
auf ein vor dem Infrarot-Detektor befindliches optisches Sammelsystem und von dort durch Reflexion in
der Hauptstrahiengang gerichtet ist. Bei dem erfindungsgemäßen optischen Visier ist - abgesehen von
der kompakten Bauweise - von Vorteil, daß die Temperaturdifferenzen auf ein Mindestmaß reduziert und
Justiervorgänge sowohl innerhalb der IR-empfindlichen
Baueinheit selbst als auch gegenüber dem optischen Visier erleichtert werden. Bei einer Verwindung
des lR-empfindlichen Gerätes gegenüber dem optischen
Visier kann sich die Zielmarke lediglich aus der Mitte des Gesichtsfeldes heraus verschieben. Wird sie
daraufhin mit dem Ziel zur Deckung gebracht, ist auch jetzt noch ein Treffer mit großer Wahrscheinlichkeit
möglich. Was das Zusammenspiel von Lichtquelle, Lochblende und Filter des Zielmarkenprojektors anbetrifft,
so gelangt das aus Strahlungsanteilen im visuellen Bereich bestehende Abbild der Blende bei im Strahlengang
vorgesehenem Filter in den Sichtkanal des optischen Visiers, während der Infrarot-Anteil herausgefiltert
wird. Bei herausgenommenem Filter dagegen gelangt zunächst das Abbild der Blende aus dem sichtbaren
und dem Infrarot-Bereich auf das Sammelsystem, jedoch nur der Infrarot-Anteil auf den Detektor, so daß
sich jetzt die Ablagespannungen überprüfen lassen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen optischen Visiers besteht darin, daß das optische
Sammelsystem vor dem Infrarot-Detektor aus einer im Infrarot-Bereich vergüteten Feldlinse besteht, auf deren
dem Infrarot-Detektor abgewandten Seite ein dem Durchmesser des Abbildes der Lochblende angepaßter,
sichtbare Strahlung reflektierender und Infrarot-Strahlung auf den Infrarot-Detektor durchlassender kleiner
Spiegel befestigt ist. In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, wenn der dem Sammelsystem optisch
vorgeschaltete Strahlenteiler als ein im Infrarot- voll- und im sichtbaren Bereich halbdurchlässiger Spiegel
ausgebildet ist. Dadurch wird in relativ einfacher Weise eine Überprüfung des IR-empfindlichen Gerätes möglich:
Wenn die Achsen des optischen Visiers und des IR-empfindlichen Gerätes genau parallel justiert und
keine Verwindungen vorhanden sind, müssen die Ablagespannungen gleich Null sein und die der Zielmarke
entsprechende Abbildung der Lochblende muß im Gesichtsfeld-Mittelpunkt des Schützen erscheinen. Bei
einer Verwindung hingegen wandert die Zielmarke aus dem Gesichtsfeld-Mittelpunkt aus.
Weitere Merkmale der Erfindung sehen vor, daß bei wahlweise im Strahlengang des Zielmarkenprojektors
befindlichem oder herausgeklapptem Filter der sichtbare Anteil der Strahlung von dem kleinen Spiegel jeweils
über ein Infrarot-Objektiv, einen Umlenkspiegel und ein Einspiegeiungsprisma in den Haupistrahlengar.g
des optischen Visiers gelangt.
In der nachfolgenden Beschreibung ist ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes näher erläutert und in einer Schema-Zeichnung dargestellt: Mit 1
ist das Auge bzw. Gesichtsfeld eines Beobachters, bezeichne!,
auf das über ein optisches Visier 2 nur der sichtbare Anteil des in Pfeilrichtung 3 einfallenden
Strahlungspektrums direkt auftrifft. Das optische Visier besteht im wesentlichen — dem Verlauf des Strahlenganges
folgerd — aus einem Ausblickspiegel 4, einem mit einem Einspiegeiungsprisma 5 kombinierten Spektralteiler
6, einem Umlenkspiegel 7 und einer Visieroptik 8.
Neben dem optischen Visier 2 beinhalter die Anordnung ein IR-empfindJiches Gerät 10 das beispielsweise
ein 1R-Tracker doer IR-Goniometer sein kann. Dieses IR-empfindliche Gerät setzt sich zusammen aus einem
Zielmarkenprojektor 11, einem IR-Detektor 12, einem Sammelsystem 13, 14, einem in der Zeichnung nicht
dargestellten mechanischen Modulator sowie einem halbdurchlässigen Spiegel 15 und einem IR-Objektiv
16. Um keinen Temperaturgang zu erzeugen, ist der IR-Detektor 12 in unmittelbarer Nähe des Zielmarkenprojektors
11 angeordnet, der seinerseits — wiederum dem Verlauf des Strahlenganges folgend — aus einer
sichtbaren und IR-Anteile enthaltenden Lichtquelle 17,
einem Kondensor 18, einer Lochblende 19, einem nur den sichtbaren Anteil durchlassenden und herausklappbar
angeordneten Filter 20 sowie einem Objektiv 21 besteht. Der Zielmarkenprojektor 11 und der IR-Detektor
12 sind zusammen mit dem halbdurchlässigen Spiegel 15, dem mechanischen Modulator sowie dem
Sammelsysiem 13,14 in zeichnerisch nicht dargestellter
Weise auf einer gemeinsamen Grundplatte montiert.
Zur Überprüfung des IR-empfindlichen Gerätes 10 muß das Filter 20 aus dem Strahlengang des Zielmarkenprojektors
11 herausgenommen werden, so daß das Abbild der Lochblende 19 aus dem sichtbaren und dem
IR-Bereich auf das im wesentlichen aus einer im IR-Bereich vergüteten Feidlinse bestehende Sammelsystem
13, 14 gelangt. Auf der dem haibdurchlässigen Spiegel 15 zugewandten Seite dieser Feldlinse ist ein dem
Durchmesser des Abbildes der Lochblende 19 angepaßtes, den sichtbaren Anteil reflektierendes und den
IR-Anteil auf den IR-Detektor 12 durchlassendes Spiegelchen
14 beispeilsweise durch Aufkleben befestigt. Wenn nun die Achsen des optischen Visiers 2 und des
IR-empfindlichen Gerätes 10 genau parallel justiert sind und keine Verwindungen zwischen diesen Systemen
bestehen, so müssen jetzt die Ablagespannungen des IR-empfindlichen Gerätes 10 gleich Null sein und
die Zielmarke (Abbildung der Lochblende) im Miitelpunkt des Gesichtsfeldes des Beobachters erscheinen.
Tritt aus irgendwelchen Gründen eine Verwindung der beiden optischen Achsen ein, wobei die kompakte
Bauweise von Zielmarkenprojektor 11, halbdurchlässigem Spiegel 15, mechanischem Modulator, Sammelsystem
13, 14 und Detektor 12 sich nicht ändert, so wandert die Zielmarke auss dem Mittelpunkt des Gesichtsfeldes.
Bleibt die Zielmarke innerhalb des Gesichtsfeldes, so ist auch weiterhin gewährleistet, daß der Nullpunkt
des IR-empfindlichen Gerätes mit der Zielmarke übereinstimmt.
Ist der Prüfvorgang beendet, so wird dieselbe Zielmarke in das optische Visier 2 abgebildet. Hierfür wird
das Filter 20 wieder in den Strahlengang des Zielmarkenprcjektors 11 zurückgeklappt, so daß jetzt nurmehr
der sichtbare Anteil des Abbildes der Lochblende 19 über den halbdurchlässigen Spiegel 15 auf das Sammelsystem
13. 14 gelangt. Nach Abbildung auf der Bildebene 22 wird dieser sichtbare Anteil, der von dem Sammelsystem
13, 14 nicht durchgelassen wird, von dem Spiegelchen 14 rückwärts in das optische Visier 2 bzw.
den Sichtkanal desselben eingeblendet. Der halbdurchlässige Spiegel 15 ist für den IR-Bereich voll und für
den sichtbaren Bereich zu 50% durchlässig, so daß der durchgelassene sichtbare Anteil über ein IR-Objektiv
16, einen Umlenkspiegel 23 und das Einspiegeiungsprisma 5 in das optische Visier 2 gelangt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Optisches Visier, mit einem Hauptstrahlengang für sichtbares Licht, das auf das Auge des Schützen
fällt, mit einem Strahlengang für Infrarot-Strahlung,
die von außen auf einen Infrarot-Detektor fällt, und mit einem neben dem Infrarot-Detektor angeordneten
Zielmarkenprojektor, der eine Zielmarke in den Hauptstrahlengang einspiegelt, dadurch ge- «ο
kennzeichnet, daß der Zielmarkenprojektor
(11) mit dem Infrarot-Detektor (12) und den zu letzterem
gehörenden optischen Einrichtungen sowie einem Modulator für die vom Infrarot-Detektor
(12) erzeugten Ablagesignale auf einer gcmeinsainen
Grundplatte montiert ist und daß der Zielmarkenprojektor (11) mit einer einen sichtbaren und
einen Infrarot-Anteil enthaltenden Lichtquelle (17) ausgestattet ist, deren Strahlung über eine Lochblende
(19), einen nur den sichtbaren Anteil durchlassenden ausklappbaren Filter (20) und einen
Strahlenteiler (15) in Richtung auf ein vor dem Infrarot-Detektor (12) befindliches optisches Sammelsystem
(13) und von dort durch Refiektion in den Hauptstrahlengang gerichtet ist.
2. Optisches Visier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das optische Sammelsystem (13,
14) vor dem Infrarot-Detektor (12) aus einer im Infrarot-Bereich vergüteten Feldlinse (13) besteht, auf
deren dem Infrarot-Detek'or abgewandten Seite ein dem Durchmesser des Abbildes der Lochblende
(19) angepaßter, sichtbare Strahlung reflektierenden und Infrarot-Strahlung auf den Infrarot-Detektor
(12) durchlassender kleiner Spiegel (14) befestigt ist.
3. Optisches Visier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahlenteiler (15)
als ein im Infrarot- voll- und im sichtbaren Bereich halbdurchlässiger Spiegel ausgebildet ist.
4. Optisches Visier nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei wahlweise im Strahlengang
des Zielmarkenprojektors (11) befindlichem oder herausgeklapptem Filter (20) der sichtbare
Anteil der Strahlung von dem kleinen Spiegel (14) jeweils über ein Infrarot-Objektiv (16), einen
Umlenkspiegel (23) und ein Einspiegelungsprisma (5) in den Hauptstrahlengang des optischen Visiers
(2) gelangt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732322017 DE2322017C3 (de) | 1973-05-02 | Optisches Visier | |
| FR7413538A FR2228233B1 (de) | 1973-05-02 | 1974-04-18 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732322017 DE2322017C3 (de) | 1973-05-02 | Optisches Visier |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2322017A1 DE2322017A1 (de) | 1974-11-28 |
| DE2322017B2 DE2322017B2 (de) | 1975-07-03 |
| DE2322017C3 true DE2322017C3 (de) | 1976-02-19 |
Family
ID=
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