DE232040C - - Google Patents

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DE232040C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D1/00Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines
    • F01D1/30Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines characterised by having a single rotor operable in either direction of rotation, e.g. by reversing of blades

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 232040 KLASSE 14 c. GRUPPE
HERMANN PETERS in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juli 1909 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Dampfturbine, die bei Verwendung eines einzigen Gehäuses und eines einzigen Turbinenkörpers in zwei Drehrichtungen, also vorwärts und rückwärts, arbeiten kann.
In den Zeichnungen ist die Turbine in einer beispielsweisen Ausführungsform in Fig. ι im Vertikallängsschnitt, in den Fig. 2, 3 und 4 in nach x, y bzw. ζ durch Fig. 1 gelegten Querschnitten dargestellt. Fig. 5 ist eine Endansicht, Fig. 6 eine Draufsicht auf den Turbinenkörper nach Entfernung des Gehäuseoberteiles.
Der Turbinenkörper ist mit einem zweiteiligen, auf einer Grundplatte 1 ruhenden Gehäusemantel 2 umgeben, der an den Stirnseiten durch Deckel 3 verschlossen ist. Diese tragen nach innen ragende, ringförmig gestaltete Stulpen 4, die ebenfalls einen Teil des Turbinenkörpers, und zwar innen ummanteln.
Der Turbinenkörper besteht aus einem zylindrischen Stahlrohrmantel 5, der von entsprechend gestalteten Körpern 6 getragen wird. Diese sind auf der Turbinen welle 7 festgekeilt.
Der Turbinenkörper ist nicht nur auf seiner äußeren Mantelfläche, sondern auch auf einem Teil seiner inneren Mantelfläche mit zellenartig schaufeiförmigen, durch Ausfräsung erzeugten Vertiefungen 8 bzw. 9 versehen. Die Zellen 8 stehen mit eigenartig wellenförmig gestalteten, zur Umleitung des Dampfes nötigen Kanälen 10 in Verbindung, die auf der Innenfläche des Gehäusemantels 2 in mehreren, bei dem Ausführungsbeispiel in fünf Gruppen angeordnet sind. Diese Kanäle io sind in den Gehäusemantel eingefräst und alsdann durch Einschieben schwalbenschwanzförmig abgekanteter Fassonleisten nach oben hin teilweise wieder abgedeckt, um so den Kanälen die nötige Form zu geben. Von der Einströmungsdüse aus bis zur Ausströmung nach dem Kondensator zu erweitern sich die Kanäle 10 in jeder der einzelnen Gruppen, und zwar in einem ganz bestimmten Verhältnis, das sich nach den Expandierungsverhältnissen des Dampfes richtet. Jede dieser Einzelgruppen steht mit dem Zuleitungsrohr 11 als auch mit dem Ableitungsrohr 12 in Verbindung. Der Zutritt des Dampfes zu den einzelnen Zellen 8 des Turbinenkörpers erfolgt durch radiale Du- · sen 13, und so findet hier durch die Umleitungskanäle 10 eine fünfmal wiederholte Expandierung des Dampfes statt, bis er aus den Austrittsrohren 12 (Fig. 3) mit etwa einer halben Atmosphäre Überdruck in den Kondensator gelangt.
Der auf die gesamten Schaufeln der äußeren Mantelfläche des Turbinenkörpers wirkende volle Dampfdruck veranlaßt den Vorwärtsgang der Turbine. Die entgegengesetzte, d. h. die Rückwärtsbewegung der Turbine wird dadurch hervorgerufen, wenn der Dampf auf die Schaufeln der inneren Mantelfläche des Turbinenkörpers wirkt, und sind hier die zellenartig schaufeiförmigen Vertiefungen im entgegengesetzten Sinne eingefräst. Hierfür kommt allerdings nur ein Teil, in der Praxis etwa 2/5 bis 1J2 der Mantelfläche, in Frage, die
Turbine läuft demnach rückwärts nur mit entsprechend geringerer Leistung, die aber für die Zwecke, wobei sie zur Anwendung gelangt, vollkommen ausreicht.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, findet bei Rückwärtsgang sowohl die Zuführung des Dampfes durch die Kanäle 14 als auch die Abführung durch die Kanäle 17 ganz wie beim Vorwärtsgang statt. Demgemäß sind auch radiale Zuführungsdüsen 15 vorgesehen, ebenso die eigenartig wellenförmig gestalteten, mit den Zellen des Turbinenkörpers kommunizierenden Umleitungskanäle 16. Der Dampf wird also durch die Rohre 14 und die Düsen 15 in die Turbine geleitet, expandiert, durch die zu Gruppen zusammengefaßten Umleitungskanäle 16 gegeführt, bis seine Triebkraft völlig ausgenutzt ist, und gelangt mit etwa einer halben Atmosphäre Überdruck durch die Rohre 17 in denselben Kondensator wie beim Vorwärtsgang.
Da der Dampf seine Energie fast völlig an die Turbine abgibt und mit nur geringem Überdruck durch die sehr weiten Abzugsrohre 17 in den Kondensator geleitet wird, bedarf die Achse 7 keiner besonderen drucksicheren Packung. Im allgemeinen genügt vollkommen die Anwendung der ganz gebräuchlichen Stopfbuchsenpackung, um eine vollständige Dichtung der Turbinenachse in dem Gehäuse herbeizuführen.
Die Zuleitung des Dampfes entweder auf die äußere oder auf die innere Mantelfläche des Turbinenkörpers zur Einleitung der Vorwärts- oder Rückwärtsdrehung der Turbine nach Bedarf erfolgt durch entsprechende Verstellung der Abstellvorrichtungen in der Dampfleitung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Dampfturbine mit Vorwärts- und Rückwärtsgang bei Verwendung nur eines Turbinenkörpers in einem Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß der Turbinenkörper aus einem hohlen Stahlmantel besteht, auf dessen äußerer Mantelfläche für den Vorwärtsgang und auf dessen innerer Mantelfläche für den Rückwärtsgang zellenartig schaufeiförmige Aussparungen angeordnet sind, die mit gebogenen bzw. wellenförmig gestalteten Umleitungskanälen kommunizieren.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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