DE229454C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01C—RESISTORS
- H01C10/00—Adjustable resistors
- H01C10/02—Liquid resistors
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
- Adjustable Resistors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 229454 KLASSE 21 c. GRUPPE
aus Gestein besteht.
Die Herstellung elektrischer Widerstandsapparate für hochgespannte Ströme, wie sie
namentlich zum Belasten von Hochspannungszentralen als Vorschaltwiderstände für Über-Spannungsicherungen
und für ähnliche Zwecke verlangt werden, bereitet bekanntlich besondere Schwierigkeiten, da der erforderliche absolute
Betrag des Widerstandes meist sehr hoch ist und eine genügend große abkühlende
ίο Oberfläche vorhanden sein muß. Metallwiderstände
für die gedachten Zwecke stellen sich immer sehr teuer; Kohlestäbe haben noch
einen zu niedrigen spezifischen Widerstand, so daß sie sich ebenfalls nicht billig genug
herstellen lassen, und auch Flüssigkeitswiderstände der bekannten Art zeigen außer anderen
Nachteilen den Übelstand zu hoher Herstellungskosten. Man hat deshalb unter anderem
versucht, billige Widerstandsapparate mit hohem Widerstände und großer abkühlender
Oberfläche herzustellen unter Benutzung von Mauerwerk als Widerstandskörper. Derartige
Widerstandskörper in Block- oder Säulenform genügen in der ersten Zeit nach ihrer
Herstellung auch einigermaßen den Anforderungen ; ihr spezifischer Widerstand schwankt
aber sehr, wird allmählich immer größer und steigt unter Umständen auf das Mehrtausendfache
des ursprünglichen Wertes. Diese Umstände machen natürlich derartige Widerstandskörper
für dauernde Benutzung unbrauchbar.
Es hat sich nun gezeigt, daß die Änderung des Widerstandes von Körpern aus Mauerwerk
von dem Feuchtigkeitszustande abhängt und das allmähliche Steigen des mittleren
Widerstandswertes eine Folge des allmählich fortschreitenden Austrocknens ist, daß man
dagegen einen Widerstandskörper von praktisch vollständig genügender Zuverlässigkeit
erhält, wenn man die Blöcke oder Säulen in bestimmtem Maße zeitlich gleichmäßig berieselt.
Es hat sich ferner gezeigt, daß man aus Gesteinen überhaupt, und zwar aus natürliehen
wie künstlichen, unter Anwendung von Berieselung, oder überhaupt durch Aufrechterhalten
eines bestimmten Benetzungszustandes, praktisch sehr brauchbare Widerstandskörper
herstellen kann.
Art und Form der für den gedachten Zweck geeigneten Gesteine richtet sich nach den Umständen.
Man kann sie entweder als massive Blöcke oder mehr in Säulen- und Röhrenform verwenden oder mit einem Bindemittel als
regelmäßiges Mauerwerk oder als Beton zu einem größeren Körper zusammensetzen. Vielfach
werden aber auch geschüttete Steine, die in geeigneter Weise zu einem Körper von bestimmter
Form zusammengehalten werden, unter Berieselung zweckmäßige Widerstände darstellen.
Je nach der Art des Gesteines und der besonderen Zusammensetzung des Widerstandskörpers
wird eine gleichmäßige Berieselung in engerem Sinne von oben her angezeigt sein,
oder ein gleichmäßiges Feuchthalten des Widerstandskörpers unter Benutzung der Kapillar-
kraft durch unten oder an sonst geeigneten Stellen angeordnete Wasserschalen oder Wasserrinnen.
Widerstandskörper der beschriebenen Art vertragen infolge ihres derben Gefüges, wie
Versuche zeigten, sehr hohe Beanspruchung. Diese folgt zum Teile aus der Möglichkeit,
das zum Berieseln oder zum Feuchthalten be nutzte Wasser ganz oder teilweise zum Verdampfen
kommen zu lassen, so daß die zugeführte elektrische Energie ihr Äquivalent in
der hohen Verdampfungswärme des Wassers findet.
Man kann in dieser Weise erreichen, daß bei gleichmäßigem Widerstände alles zugeführte
Wasser verdampft wird. Man kann auf demselben Wege den Widerstand aber auch selbsttätig veränderlich machen und so
besondere Wirkungen erreichen. Wenn man nämlich die gleichmäßige Benetzung so einstellt,
daß der eingeleitete Strom, der sich zunächst in dem gleichmäßig durchnäßten Widerstandskörper herstellt, mehr Wasser in
der Zeiteinheit verdampfen würde, als zugeführt wird, so werden sich, wenn man sich
das Wasser von oben zugeführt denkt, nach unten hin immer wasserärmere Schichten in
dem Widerstandskörper herstellen, die unten schließlich ganz wasserfrei werden, so daß
dort der spezifische Widerstand auf ein Vielfaches steigt und den Strom in demselben
Maße herabsetzt. Man hat so in der Hand, den zuerst in bestimmter Stärke einsetzenden
Strom durch seine eigene Wirkung allmählich auf ein beliebiges Maß zu vermindern.
Wenn für die beschriebenen Widerstandskörper auch im allgemeinen gewöhnliches
Wasser zum Berieseln oder allgemein zum Benetzen verwendet werden wird, so können
doch unter Umständen auch andere Flüssigkeiten, namentlich wäßrige Lösungen, Anwendung
finden.
Es sind auf dem gleichen Grundgedanken beruhende Widerstände für elektrische Ströme
bekannt geworden, deren Widerstandsmaterial aber aus Faden- oder Dochtinasse besteht.
Widerstände dieser Art sind jedoch nur für sehr geringe Stromstärken verwendbar, weil
sie bei höheren Stromstärken und Spannungen verbrennen, sobald der Wasserzufluß aufhört.
Von diesen bekannten Widerstandseinrichtungen unterscheidet sich die vorliegende durch
ihren Baustoff, der unverbrennlich ist. Widerstände dieser Art können daher für jede beliebige
Stromstärke und Spannung gebaut werden.
Claims (5)
1. Widerstandseinrichtung für elektrische . Ströme, bei welcher der Widerstandskörper
aus Gestein besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstandskörper zufolge fortdauernder gleichmäßiger Berieselung
oder Benetzung dünne stromleitende Flüssigkeitsschichten
besitzt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Widerstandskörper aus
einem Stücke in Block-, Säulen- oder Röhrenform.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Widerstandskörper aus
regelmäßigen oder unregelmäßigen, durch Bindemittel zusammengehaltenen Stücken (Mauerwerk oder Beton).
4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch Widerstandskörper aus geschütteten, in bestimmter Form zusammengehaltenen Gesteinsbrocken.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Berieselung oder Benetzung derartig geregelt wird, daß der in den anfangs gleichmäßig
benetzten Widerstandskörper eingeleitete Strom in bekannter Weise in der Zeiteinheit mehr als die zugeführte Flüssigkeit
verdampft, so daß unter Wirkung des Stromes infolge Ausbildung trockener Schichten der Widerstand sich allmählich
erhöht.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE229454C true DE229454C (de) |
Family
ID=489757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT229454D Active DE229454C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE229454C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082967B (de) * | 1955-06-09 | 1960-06-09 | Siemens Ag | Veraenderbarer Widerstand |
-
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- DE DENDAT229454D patent/DE229454C/de active Active
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|---|---|---|---|---|
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