DE229454C - - Google Patents

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DE229454C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01CRESISTORS
    • H01C10/00Adjustable resistors
    • H01C10/02Liquid resistors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Adjustable Resistors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 229454 KLASSE 21 c. GRUPPE
aus Gestein besteht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. April 1908 ab.
Die Herstellung elektrischer Widerstandsapparate für hochgespannte Ströme, wie sie namentlich zum Belasten von Hochspannungszentralen als Vorschaltwiderstände für Über-Spannungsicherungen und für ähnliche Zwecke verlangt werden, bereitet bekanntlich besondere Schwierigkeiten, da der erforderliche absolute Betrag des Widerstandes meist sehr hoch ist und eine genügend große abkühlende
ίο Oberfläche vorhanden sein muß. Metallwiderstände für die gedachten Zwecke stellen sich immer sehr teuer; Kohlestäbe haben noch einen zu niedrigen spezifischen Widerstand, so daß sie sich ebenfalls nicht billig genug herstellen lassen, und auch Flüssigkeitswiderstände der bekannten Art zeigen außer anderen Nachteilen den Übelstand zu hoher Herstellungskosten. Man hat deshalb unter anderem versucht, billige Widerstandsapparate mit hohem Widerstände und großer abkühlender Oberfläche herzustellen unter Benutzung von Mauerwerk als Widerstandskörper. Derartige Widerstandskörper in Block- oder Säulenform genügen in der ersten Zeit nach ihrer Herstellung auch einigermaßen den Anforderungen ; ihr spezifischer Widerstand schwankt aber sehr, wird allmählich immer größer und steigt unter Umständen auf das Mehrtausendfache des ursprünglichen Wertes. Diese Umstände machen natürlich derartige Widerstandskörper für dauernde Benutzung unbrauchbar.
Es hat sich nun gezeigt, daß die Änderung des Widerstandes von Körpern aus Mauerwerk von dem Feuchtigkeitszustande abhängt und das allmähliche Steigen des mittleren Widerstandswertes eine Folge des allmählich fortschreitenden Austrocknens ist, daß man dagegen einen Widerstandskörper von praktisch vollständig genügender Zuverlässigkeit erhält, wenn man die Blöcke oder Säulen in bestimmtem Maße zeitlich gleichmäßig berieselt.
Es hat sich ferner gezeigt, daß man aus Gesteinen überhaupt, und zwar aus natürliehen wie künstlichen, unter Anwendung von Berieselung, oder überhaupt durch Aufrechterhalten eines bestimmten Benetzungszustandes, praktisch sehr brauchbare Widerstandskörper herstellen kann.
Art und Form der für den gedachten Zweck geeigneten Gesteine richtet sich nach den Umständen. Man kann sie entweder als massive Blöcke oder mehr in Säulen- und Röhrenform verwenden oder mit einem Bindemittel als regelmäßiges Mauerwerk oder als Beton zu einem größeren Körper zusammensetzen. Vielfach werden aber auch geschüttete Steine, die in geeigneter Weise zu einem Körper von bestimmter Form zusammengehalten werden, unter Berieselung zweckmäßige Widerstände darstellen.
Je nach der Art des Gesteines und der besonderen Zusammensetzung des Widerstandskörpers wird eine gleichmäßige Berieselung in engerem Sinne von oben her angezeigt sein, oder ein gleichmäßiges Feuchthalten des Widerstandskörpers unter Benutzung der Kapillar-
kraft durch unten oder an sonst geeigneten Stellen angeordnete Wasserschalen oder Wasserrinnen.
Widerstandskörper der beschriebenen Art vertragen infolge ihres derben Gefüges, wie Versuche zeigten, sehr hohe Beanspruchung. Diese folgt zum Teile aus der Möglichkeit, das zum Berieseln oder zum Feuchthalten be nutzte Wasser ganz oder teilweise zum Verdampfen kommen zu lassen, so daß die zugeführte elektrische Energie ihr Äquivalent in der hohen Verdampfungswärme des Wassers findet.
Man kann in dieser Weise erreichen, daß bei gleichmäßigem Widerstände alles zugeführte Wasser verdampft wird. Man kann auf demselben Wege den Widerstand aber auch selbsttätig veränderlich machen und so besondere Wirkungen erreichen. Wenn man nämlich die gleichmäßige Benetzung so einstellt, daß der eingeleitete Strom, der sich zunächst in dem gleichmäßig durchnäßten Widerstandskörper herstellt, mehr Wasser in der Zeiteinheit verdampfen würde, als zugeführt wird, so werden sich, wenn man sich das Wasser von oben zugeführt denkt, nach unten hin immer wasserärmere Schichten in dem Widerstandskörper herstellen, die unten schließlich ganz wasserfrei werden, so daß dort der spezifische Widerstand auf ein Vielfaches steigt und den Strom in demselben Maße herabsetzt. Man hat so in der Hand, den zuerst in bestimmter Stärke einsetzenden Strom durch seine eigene Wirkung allmählich auf ein beliebiges Maß zu vermindern.
Wenn für die beschriebenen Widerstandskörper auch im allgemeinen gewöhnliches Wasser zum Berieseln oder allgemein zum Benetzen verwendet werden wird, so können doch unter Umständen auch andere Flüssigkeiten, namentlich wäßrige Lösungen, Anwendung finden.
Es sind auf dem gleichen Grundgedanken beruhende Widerstände für elektrische Ströme bekannt geworden, deren Widerstandsmaterial aber aus Faden- oder Dochtinasse besteht. Widerstände dieser Art sind jedoch nur für sehr geringe Stromstärken verwendbar, weil sie bei höheren Stromstärken und Spannungen verbrennen, sobald der Wasserzufluß aufhört.
Von diesen bekannten Widerstandseinrichtungen unterscheidet sich die vorliegende durch ihren Baustoff, der unverbrennlich ist. Widerstände dieser Art können daher für jede beliebige Stromstärke und Spannung gebaut werden.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Widerstandseinrichtung für elektrische . Ströme, bei welcher der Widerstandskörper aus Gestein besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstandskörper zufolge fortdauernder gleichmäßiger Berieselung oder Benetzung dünne stromleitende Flüssigkeitsschichten besitzt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Widerstandskörper aus einem Stücke in Block-, Säulen- oder Röhrenform.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Widerstandskörper aus regelmäßigen oder unregelmäßigen, durch Bindemittel zusammengehaltenen Stücken (Mauerwerk oder Beton).
4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Widerstandskörper aus geschütteten, in bestimmter Form zusammengehaltenen Gesteinsbrocken.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Berieselung oder Benetzung derartig geregelt wird, daß der in den anfangs gleichmäßig benetzten Widerstandskörper eingeleitete Strom in bekannter Weise in der Zeiteinheit mehr als die zugeführte Flüssigkeit verdampft, so daß unter Wirkung des Stromes infolge Ausbildung trockener Schichten der Widerstand sich allmählich erhöht.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1082967B (de) * 1955-06-09 1960-06-09 Siemens Ag Veraenderbarer Widerstand

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