DE22739C - Neuerungen an Seilklemmen - Google Patents

Neuerungen an Seilklemmen

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DE22739C
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C. KORTÜM in Berlin C, Stralauerstrafse 21 I
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
C. KORTÜM in BERLIN. Neuerungen an Seilklemmen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. September 1882 ab.
Die Seilklemme dient zur Befestigung und Verbindung von Seilen jeglicher Gattung und Art. .
Die Fig. 1 bis 4 stellen eine Klemme für weiche Bastseile dar. Die Befestigung erfolgt dadurch, dafs das Seilende zwischen die Keile k gelegt und in das Futter / hineingeprefst wird. Um für das Futter eine praktisch zulässige Länge und eine geringe Wandstärke zu ermöglichen, sind die Keile starr kegelförmig gestaltet. Lange, auf der Innenseite der Keile angebrachte Zähne, welche zur Verhütung des Zerschneiden der Fasern stumpf und von elliptischem Querschnitt sind, bewirken, dafs bei der Belastung des Seiles trotz einer solchen Kegelform ein Gleiten der Keile und nicht ein Herausziehen des Seiles stattfindet. Um ein Abkneifen des eingeklemmten Seilendes zu verhindern, sind die Keile derartig geformt, dafs die Pressung an der Eingangsstelle eine äufserst schwache ist und dann proportional der Entfernung schnell wächst; dementsprechend nimmt auch die Länge der Zähne zu. Ein Splint s verhindert das Zurückfallen der Keile. Das Futter trägt am oberen Ende einen Bügel oder Haken.
Die Seilklemme wird in der Regel aus schmiedbarem Gufs hergestellt; für harte Stahldrahtseile indefs müssen die Keile aus gehärtetem Stahl bestehen, wenn nicht die durch Fig. 5 bis 7 gezeigte Construction angewendet wird.
Man löst das Seilende auf (der Ring r, welcher im rothwarmen Zustande auf das Seil hinaufgestreift war, verhindert die Verunstaltung des Seiles), legt die einzelnen Drähte zwischen die Keilhälften k und kx und wickelt und befestigt dieselben dann unterhalb der Keile um das Seil. Das Gleiten der äufseren Keilhälften k wird durch die untere Nase und durch den Ring r erzwungen.
Die Fig. 8 und 9 geben an, wie Bastseilenden, und Fig. 10 bis 12, wie Transmissionsseilenden in ähnlicher Weise verbunden werden können. Für Transmissionsseile wird dem Futter zweckmäfsig ein Querschnitt von cylindrischer Form gegeben. Um das Einsetzen von drei oder mehreren Keilen zu ermöglichen, ist der obere Theil, das Kugelgelenk, abschraubbar. Für Flachseile wird die Seilklemme dem Seilquerschnitt entsprechend gestaltet.
Die Fig. 13 und 14 stellen eine Verbindung für stehende Rundseile, Fig. 15 und 16 eine Verbindung von Flachseilen und Fig. 17 und 18 eine solche von Pferdesträngen dar. Bei dieser Art der Verbindung kommt nur je ein Keil k zur Verwendung; dieselbe bietet für altes Tauwerk bezw. für Seile, auch Transmissions-Rundseile, welche eine verhältnifsmäfsig geringe Belastung erfahren, noch eine hinreichend grofse Sicherheit der Befestigung dar.
Da das Futter der Seilklemme, wenn dieselbe für Zwecke der Kraftübertragung, für Pferdestränge u. dergl. benutzt werden soll, möglichst leicht und somit die Wandstärke eine geringe sein mufs, so ist bei Verwendung von Tempergufs der Widerstand gegen Durchbiegung, d. i. gegen eine Verunstaltung des Futterquerschnitts, eine nur geringe; es ist das Bestreben vorhanden, das Verhältnifs der kleinen zur grofsen Ellipsenachse zu verändern, oder mit anderen Worten, es treten bei den durch Fig. 19 dar-
gestellten Keilen der früheren Construction durch Pfeile η angedeutete Normalspannungen auf, welche das Gleiten der Keile, also die Befestigung verhindern können. Der Erfinder verändert deswegen den Keilquerschnitt und die Eckzähne derartig, dafs seitlich bei a, Fig. 20, wesentliche Spielräume zwischen den Keilen k und dem Futter f bleiben und die Richtung der Eckzähne nach innen von der Druckrichtung abweicht. Dadurch wird erreicht, dafs das Seil in die Lücken α hineingeprefst wird, so dafs die nützlichen Reibungswiderstände vermehrt werden und (was die Hauptsache ist) das eingeprefste Seilende den schädlichen Normalspannungen entgegenwirkt, mithin das P'estklemmen der Keile verhindert. Aufserdem werden durch diese Form der Keile die nach unten entstehenden scharfen Kanten vermieden, auch wird dadurch ein kleineres Gewicht erzielt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Aus Eisen oder aus einem anderen harten Stoff hergestellte ganze oder getheilte und mit Zähnen versehene Keile, welche durch Hineingleiten in ein kegelförmiges Futter die Befestigung und Verbindung von aus Metall, Faserstoff u. dergl. angefertigten Rund- und Flachseilen bewirken, und zwar derartig, dafs die Zähne in die Seilmasse eindringen und das eingeklemmte Seilende nach oben hin eine stärkere Pressung erfährt, entweder dadurch, dafs der Winkel des Keiles gröfser als der des Futters ist, oder dafs ein Dorn oder Hülfskeil in Anwendung kommt, oder dafs (bei gleichen Keilwinkeln) das Seilende oben vorher umwickelt wird, wobei der Keil querschnitt und die Eckzähne (s. Fig. 19 und 20) so gestaltet werden können, dafs seitlich bei α wesentliche Spielräume bleiben.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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