DE2265508C2 - Schaltungsanordnung für ein Vielspur-Magnetbandgerät - Google Patents
Schaltungsanordnung für ein Vielspur-MagnetbandgerätInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordiung
für ein Vielspur-Magnetbandgerät zum selektiven schalten von den Aufzeichnungsspuren zugeordneten
Programm.signal-1-eitungen an einen Ausgang, mit einem
Spurwahlschalter als Schaltvorrichtung, mittels dem ein Teil der Programmsignal-Lciiungen an den
Ausgang schaltbar und die übrigen von diesem abschaltbar sind, und mit einem Pmgrammsignalendc-Detektor,
der bei einem Ausbleiben definierter Dauer eines Pmgrammsignals auf einer angeschalteten Programmsignal-Lcitung
einen Umschaltvorgang des Spurwahl
schalters auslöst.
Eine derartige Schaltungsanordnung ist aus der BE-PS 7 17 108 bekannt. Bei der bekannten Anordnung
wird von einer Steuervorrichtung gleichzeitig die Laufrichtung des Bandantriebes zusammen mit der Spurauswahl
umgeschaltet. Das Einschalten erfolgt durch Rücksetzen eines RS-Flipflops. Auf den beiden gleichzeitig
wiedergegebenen Spuren ist dann, wenn eine Umschaltung bewirkt werden soll, beispielsweise am Bandende,
to ein Hilfssignal aufgezeichnet und zwar in den beiden Kanälen um 180° phasenverschoben, damit es am Ausgang
nicht dem Tonsignal überlagert hörbar wird.
Ein Umschaltvorgang wird dann durchgeführt, wenn einerseits das Hilfssignal vorhanden ist und andererseits
das Tonsignal schwach ist oder fehlt. Sind diese beiden Signale gleichzeitig vorhanden, dann wird über ein
UND-Glied sowie ein ODER-Glied das RS-Flipflop gekippt
und dadurch die Laufrichtung des Antriebsmotors und der Spurwahlschalter umgeschaltet. Das RS-Flipflop
ist lediglich als selbsthaltender Schalter geschaltet. Es schaltet nämlich nicht bei Erhalt eines Signals in die
Einstellung und bei Erhalt des nächsten Signals in die andere Stellung sondern seine Stellung ist nach Erhalt
irgend eines der vom Band abgeleiteten Signale stets die selbe, unabhängig davon, wie oft diese Signale ankommen.
Die bekannte Anordnung kann daher allein dazu dienen, um nach der Inbetriebnahme in Vorwärtsrichtung
selbsttätig an einer vorbezeichneten Stelle des Bandes die Drehrichtung umzukehren und die Spurköpfc
umzuschalten.
Aus dem DE-GM 17 55 162 ist es ferner bekannt, bei
einem Magnetbandgerät mehrere Tonköpfe verschiedenen Spuren zuzuordnen und nach Bedarf beliebige
von ihnen einzuschalten.
ij Dasselbe gilt noch für die DE-AS Il 15 964, in der
eine Schaltungsanordnung beschrieben ist, bei der von einer Magnettrommel über mehrere Magnetköpfe
längs d;s Umfanges verteilte Spurensegmente abgelesen
werden können. Durch auf der Magnettrommel gespeicherte Signale werden Zähler gesteuert, die jeweils
TorschaUungcn ansteuern, die in Abhängigkeit von der momentanen, durch die gezählten Impulse wiedergegebenen
Magnettrommelposition die verschiedenen Magnetköpfe zum Abtasten der Spur verschiedenen Ausgangen
so zuschalten, daß unabhängig von der Drehposition der Magnettrommel am jeweils gleichen Ausgang
immer der gleiche Informationssektor ansteht. Durch diese bekannte Anordnung lassen sich die Zugriffszeiten
zu auf Magnettrommel gespeicherten Daten auf einen Bruchteil der Umlaufszeit verkürzen. Diese bekannte
Anordnung gibt aber keinen Hinweis darauf, wie ein Vielspur-Magnetbandgerät zweckmäßig gesteuert werden
könnte, bei dem es nicht darauf ankommt, verschiedene Informationen am jeweils gleichen Ausgang bereitzuhaltcn,
sondern bei dem es darauf ankommt, jeweils eine von mehreren Informationen abzuspielen und
die Informationen manuell oder sequentiell auszuwählen.
Schließlich ist es aus der US-Z Electronics, 14. Novembcr
1966, Seite 163 bis 165 bekannt, einen Programmsignalende-Detektor
vorzusehen, der bei seinem Ansprechen den Bandtransport umschaltet.
Die bekannten Anordnungen, soweit sie sich auf Vielspur-Magnetbandgeräte
beziehen, haben jedoch nur eib> ncn begrenzten Anwendungsbereich, der einen universellen
Einsatz, beispielsweise in Rundfunkstationen, bei dem ein möglichst automatischer Programmablauf gewünscht
ist. nicht zulassen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird demgegenüber darin gesehen, eine Schaltungsanordnung
der im Oberbegriff des Patentanspruchs genannten Art zu schaffen, die es ermöglicht, den Anwendungsbereich
von Vielspur-Magnetbandgeräten, be'' denen bei gleieher
Laufrichtung eine Vielzahl von Spuren wahlweise abtastbar ist, zu erweitern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Spurwahlschalter mehrere Halbleiterschalter
umfaßt, daß iin Zähler und von dem Zähler angesteuerte, den Halbleiterschaltern zugeordnete, Gatter vorgesehen
sind, welche die Halbleiterschalter sequentiell steuern und damit jeweils eine Aufzeichnungsspur auswählen,
und daß der Zähler mittels eines Hand-Spurwählers einstellbar ist und von einem Spurwahl-Impulserzeuger
angesteuert wird, dessen Zählimpulse von dem Programmsignalende-Detektor und einem Spurweiterschalter
auslösbar sind.
Von Vorteil ist bei einem mit einer erfindungsgemäßen Steuerung versehenen Vielspur-Magetbandgerät,
daß es programmiert oder ferngesteuert so betrieben werden kann, daß verschiedene Aufzeichnungen wahlweise
wiedergegeben werden können.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung, bei der ein Magnetbandgerät zur Aufnahme und Wiedergabe mindestens
vierspuriger magnetischer Aufzeichnungen verwendet wird, besteht der Zähler aus einer Anzahl Flipflops. Diese Ausführungsform hat den Vorteil besonderer
Einfachheit und Modularität, so daß ein Übergehen auch auf eine andere Anzahl von Aufnahmespu~en
leicht möglich ist.
In weiterer Ausgestaltung dieser Ausführungsform ist
bevorzugt vorgesehen, daß die Flipflops rückstellbar sind und die Anordnung der Flipflops eine Anzahl von
Schaltzuständen aufweist, die der Anzahl von Anschalt-
und Abschahkombinationen der Signalleitungen an den Geräteausgang entspricht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Programnisignalende-Deiektor ein Zeitglied
mit einem Kondensator auf, der bei Fehlen eines Programmsignals am Eingang des Programmsignalende-Detektors
aufgeladen und bei Vorhandensein eines Programmsignals entladen wird, wobei Transistoren
vorgesehen sind, die auf einen vorbestimmten Ladungszustand des Kondensators entsprechend einer vorbestimmten
Zeitdauer zwischen zwei Signalen ansprechen. Auch diese Ausführungsform hat den Vorteil besonderer
Einfachheit, insbesondere kann die Zeitdauer, nach deren Ablauf der Programmsignalende-Detektor
anspricht und ein Weiterschalten der Spur bewirkt. durch einfaches Umschalten an unterschiedliche Anwendungsfälle
angepaßt werden.
Es versteht sich, daß die vorliegende Erfindung nicht
auf Aufnahme- oder Wiedergabegeräte mit bandförmigem
Aufzeichnungsträger beschränkt ist. sondern ohne weiteres auch auf Geräte mit plattenförmigen! oder
scheibenförmigem Aufzeichnungsträger abwendbar ist. Auch ist der Begriff »Programmsignal« keineswegs einschränkend
mit »Musik« oder »Sprache« gleichzusetzen, dieser Begriff umfaßt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung vielmehr auch Hilfssignale aller Art, wie sie /um Kennzeichnen von bestimmten Sendungen oder
Stellungen auf dem Aufzeichnungsträger allgemein bekannt
sind.
Weitere Einzelheiten und Ausgestallungen der vorliegendeii
Erfindung ergeben sich au:· der nachfolgenden
Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausfiihruni-'sbeispiele.
Es zeig'
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen
Magnetaufzeichnungsgerätes,
F i g. 2 ein schematisiertes Schaltbild mit Einzelheiten einer Signalpfadschaltvorrichtung des Gerätes nach
Fig.l,
F i g. 3A und 3B Funktionsdiagramme, die die Wirkungsweise eines Teiles der Anordnung nach F i g. 2 illustrieren,
F i g. 4 ein Schaltbild eines geeigneten Programm-Ende-Detektors
zum Gebrauch in der Anordnung gemäß Fig.l.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Magnetaufzeichnungsgerät handelt es sich um eine Vierspur-Abspieleinheit
für monophonen Betrieb, die außerdem die Wiedergabe von einer Hilfsquelle bezogener Signale
gestattet.
In Fig.l werden die Signale von dem Band durch
gesonderte oder kombinierte Wiedergabeköpfe oder Hörköpfe abgenommen, die so angeordnet sind, daß sie
auf die Signale der vier Spuren ansprechen; sie sind in der Zeichnung schematisch dargestellt und mit 1 bezeichnet.
Die Signale des Kopfes werden bezüglich jeder Aufnahmespur einem zugeordneten Vorverstärker
2 zugeführt, worauf die verstärkten Signale sowohl einer Signalpfadschaltvorrichtung, die einen Spurwahlschalter
3 bildet, als auch einem Programmende-Detektor 4 zugeführt werden. Der Spurwahlschalter 3 umfaßt
eine halbleitende Stromsteueranordnung. die denm Signalpfad bezüglich jeder Aufnahmespur zugeordnet ist,
der zwischen einer zugehörigen Eingangsklemme und einer gemeinsamen Ausgangsklemme durchschaltbar
ist. Jeder halbleitenden Stromsteueranordnung ist ein Steuerpotential zugeordnet, das über eine schematisch
dargestelle Steucrspannungsleitung 5 zugeführt wird.
Jede halbleitende Stromsteueranordnung kann zweckmäßigerweise den Senke-Quelle-Strompfad eines
von mehreren effekttransistor umfassen, die in einer komplementären integrierten Schaltung (MOSFET,
Mctall-Oxid-Silizium-Feldcffektiransistoren) enthalten
sind, wie /.. B. der Type CD4016 der Firma RCA. Die Steucrpotcntiale werden durch eine Spurwahlsteuerung
erzeugt, die eine Gruppe bistabiler Multivibratoren umfassen
kann. Diese können zweckmäßigerweise eine logische Schaltung vom Typ RC \ COSMOS enthalten,
die hinsichtlich ihres geringen Strombedarfs bemerkenswert ist. Es versteht sich, daß andere logische Systeme
anstelle der hier benutzten eingesetzt werden können und daß die integrierte Schaltung vom Typ CD4016
durch entsprechende P-Kanalanordnungcn ersetzt werden kann, wenn die Logik umgekehrt wird. In der beschriebenen
Anordnung ist die logische »1« die positive Spannung (Vnn) und die logische »0« ist die negative
Spannung (Ws)- Letztere kann sowohl eine negative Versorgungsspannung als auch die Masseleitung der
Anordnung sein. Wird eine negative Spannungsquelle für die logische »0« verwendet, so können Signale größerer
Amplitude geschaltet werden.
Der jeweilige Eingang, der durch den Spurwahlschalter 3 ausgewählt wird, ist durch die Spurwahlsteuerung
6 bestimmt. Diese kann in irgendeiner von einer Vielzahl möglicher Arten programmiert sein, von denen einig··
anschließend im einzelnen beschrieben werden. Zusätzlich kann sie so ausgebildet sein, daß die ständige
Auswahl irgendeines Einganges mittels eines zugehörigen Hand-Spurwahlschalters 7 möglich ist. Bei einer
Betriebsart wählt die Spurwahlsteuerung 6 einen von einer Vielzahl von Eingängen /um Spurwahlschalter 3
in vorgegebener Folge in Abhängigkeit von aufeinan-
derfolgenden Schahsignalen, die ihr von einem Spurwahl-Impulserzeuger
zugeführt werden, der seinerseits Steuersignale von dem Programmende-Detektor ableitet.
Der Programmende-Detektor kann auf zusätzliche Signale ansprechen, die an den verschiedenen Eingängen
zum Spurwahlsehalter 3 anstehen, wie z. B. Tonimpulse mit einer Frequenz, die außerhalb des Bereiches
liegt, den die auf dem magnetischen Aufzeichnungsträger enthaltenen Hauptsignale einnehmen. Um die Spurwahlfolge
jederzeit während ihres automatischen Zyklus weiterzuschalten ist ein Spurweiterschalter 9 vorgesehen,
dessen Betätigung den Spurwahl-Impulserzeuger 8 veranlaßt, einen Impuls für die Spurwahlsteuerung
6 zu erzeugen, unabhängig von deren momentanen Betriebsbedingungen. Ferner ist ein weiterer Schalter 10
vorgesehen, durch der. der Betrieb des Spurwahl-Impt'lserzeugers
8 gesperrt werden kann. Unter diesen Bedingungen bleibt, unabhängig davon, welcher Eingang
durch den Spurwahlschalier 3 ausgewählt ist, in dem Augenblick, in dem der Umschalter 10 betätigt ist,
diese Auswahl erhalten, bis entweder der Umschalter 10 wieder rückgeschaltet oder der Spurweiterschalter 9
betätigt wird.
Das durch den Spurwahlsehalter 3 ausgewählte Signal kann einem Entzerr-Verstärker 11 zum Verformen
des Signals zugeführt werden, um den erforderlichen Frequenzverlauf bei einer geeigneten Amplitude zu erzielen;
dem Entzerr-Verstärker 11 ist ein Lautstärkeregler 12 nachgeschaltet. Falls erwünscht können Entzerrung
und Lautstärkeregelung zwischen den Wiedergabeköpfen 1 und dem Spurwahlsehalter 3 vorgenommen
werden. Außerdem kann alternativ das Eingangssignal für den Programmende-Detektor 4 vom Ausgang des
Spurwahlschalters 3 anstelle von jeweils einem seiner vielen Einzüge abgeleitet werden.
Schließlich kann auch eine getrennte Aufnahmespur vorgesehen sein, die Signale für den Programmende-Detektor
4 trägt; in diesem Fall ist für die getrennte Spur ein zugeordneter Lesekopf und, falls erforderlich,
ein eigener Vorverstärker vorgesehen. Bei einer solchen Anordnung ermöglichen die Signale der Steuerspur
nach Belieben während des Betriebes die Auswahl einer zu wechselnden Informationsspur. Das erlaubt beispielsweise
das wiederholte Abspielen einer gewünschten Signalfolge, die aus variablen Bestandteilen besteht,
die auf verschiedenen Spuren des Bestandes aufgenommen sind. Außerdem kann die Spurauswahlfolge sowohl
manuell als auch selbsttätig gesteuert sein, beispielsweise mittels einer Lochkarte, wobei die Steuersignale der
getrennten Steuerspur als Synchronisiersignale dienen und die jeweilige Spurwahl zu verschiedenen Zeiten
durch die erwähnten selbsttätigen oder manuellen Einstellmittel bestimmt isi.
Das an dem Lautstärkeregler 12 anstehende Signal wird einem Funktiorcswahlschalter 13 zugeführt, der
ähnlich aufgebaut sein kann wie der Spurwahlsehalter 3. Der Funktionswahlschalter 13 führt entweder den Eingangsklemmen
eines Leistungsverstärkers 14 Signale vom Lautstärkeregler 12 zu; oder er führt den Eingangsklemmen des Leistungsverstärkers 14 wahlweise eines
von einer Vielzahl von Hilfseingangssignalen zu, von denen jedes ggf. zuvor über einen entsprechenden Vorverstärker
15 und einen zugehörigen Abschwächer oder Stärkeregler 16 geführt worden ist. Die Wirkungsweise
des Funktionswahlschalters 13 wird durch eine Funktionswahlsteuerung 17 gesteuert, die der Spurwahlsteuerung
6 ähnelt und der eine manuelle Wahl- und Sperrsteuerung 18 zugeordnet ist.
Die Signalpfadschallvorrichtung ist in F i g. 2 näher dargestellt. Die Eingangssignale von den vier Bandspuren
werden Eingangsklemmen 19 zugeführt, von wo sie zu dem Spurwahlsehalter 3 geführt werden, von dem ein
Ausgangssignal an Klemmen 20 abgeleitet werden kann. Die jeweils ausgewählte Spur ist durch das Eingeben
einer einen logischen »1« entsprechenden Spannung auf die entsprechende Leitung der Steuerleitungen
21, 22, 23, 24, bestimmt, wogegen den übrigen Leitungen dieser Gruppe eine einer logischen »0« entsprechende
Spannung zugeführt wird. Die den Steuerleitungen zugeführten Spannungen stammen von zugeordneten
logischen NOR-Gattern 25, 26, 27, 28, von denen jedes drei Eingänge aufweist. Zwei dieser drei Eingänge
sind mit Zähler» 29, 30 verbunden, wogegen der dritte
Eingang mit einer Stillsetzsteuerung 31 verbunden ist. Die Zähler 29 und 30 umfassen je einen zweistufigen
Binärzähler, die gesetzt und rückgesetzt werden können und vier Signalzustände abgeben. Es sind also die folgenden
Kombinationen von zwei logischen »0« erzielbar:
Qi
Ql
Ql
Ql
Ql.
Diese vier Zustände werden durch die vier NOR-Gatter 25 bis 28 erfaßt, von denen jedes an seiner Ausgangsleitung
eine einer logischen »1« entsprechende Spannung liefert, wenn alle ihre Eingänge eine logische »0«
haben. Es kann also jederzeit nur ein Gatter eine logische »i« am Ausgang haben. In der gezeigten Anordnung
sind die Gatter 25 bis 28 so geschaltet, daß beim Zählen der Zähler 29 und 30 die Gatter den Spurwahlsehalter
3 in der Weise betätigen, daß die Aufnahmespuren in der Reihenfolge Spur 1. Spur 2, Spur 3, Spur 4,
Spur 1 usw. ausgewählt werden.
Zur Vereinfachung wird statt des Ausdrucks »eine einer logischen »1« entsprechende Spannung« nur noch
die Bezeichnung »1« benutzt.
Wird eine »1« an den Setzeingang 5 der Zähler 29,30
angelegt, dann ist der (J-Ausgang »0«, wogegen der (p-Ausgang »0« ist. wenn eine »1« dem Rückstelleingang
R zugeführt wird. Es ist möglich, durch Wahl verschiedener Schaltkombinationen der Verbindung dieser
Anschlüsse der beiden Zähler 29 und 30 mit einem logischen Pegel »1«, den Zähler in eine bestimmte Schaltstellung
zu zwingen; wird die Schaltverbindung aufrechterhalten, so wird die Zählerstellung durch SpurwecnseüiMpülse
an dem Anschluß 32 nicht verändert. Um eine falsche Betriebsweise für den Fall zu verhindern,
daß zwei der Handwahlschalter 33, 34, 35, 36 gleichzeitig betätigt werden, werden die Rückstellanschlüsse
R von den Handwahlschaltern über entsprechende Inverter 37, 38 gespeist, deren Eingänge jeweils
mit dem entsprechenden Setzanschluß S verbunden sind. Es ist daher nicht möglich, eine »1« sowohl an dem
Setz- als auch an dem Rücksetzanschluß desselben Zählers 29, 30 zu haben, da dann, wenn der Setzeingang S
eine »1« hat, der Ausgang des zugeordneten Inverters 37 bzw. 38 eine »0« haben muß.
Wenn automatische Betriebsweise eingestellt ist, sind
alle Setz- und Rücksetzanschlüsse der als Flipflop ausgebildeten Zähler 29, 30 mit »0« gespeist und ihre Arbeitsweise
ist allein durch die der Klemme 32 zugeführten Impulse gesteuert. Um jedoch sicherzustellen, daß
der Spurwahlschalter 3 beim ersten Einschalten des Ge-
rates die für die Spur 1 erforderliche Position einnimmt
werden die beiden Setz oder Stelleingänge S der Zähler 29, 30 kurzzeitig mit einer »1« gespeist, wodurch die
Zähler in die Stellung zwangsweise gesetzt werden, in der die Spur 1 gewählt wird. In der speziellen Ausführungsform
dieses Schaltkreises werden komplementäre MOSFET für die logischen Schaltkreise verwendet, weil
sie sehr wenig Strom ziehen und es gestatten, das Gerät tatsächlich mit einem eingebauten Speicher zu versehen.
Die Versorgung für die logische Schaltung ist von einem Speicherkondensator gespeist, der von den übrigen
Stromversorgungseinheiten durch eine Diode getrennt ist, die bei normalem Betrieb in Durchlaßrichtung
beansprucht ist und die verhindert, daß sich der Kondensator über diese Stromversorgungseinheiten entlädt,
wenn die Einheit abgeschaltet wird. Die Zeitspanne, während der der Kondensator seine Ladung behält, ist
durch die verschiedenen Leckströme bestimmt. Ein Zeitraum von drei Tagen ist bei einem erfindungsgemäß
aufgebauten Gerät erreicht worden. Während dieser Zeit bleibt die logische Schaltung in dem Schaltzustand,
den sie beim Ausschalten der Einheit einnahm, so daß beim Wiedereinschalten der Abspieleinheit während
dieser Zeitspanne die gewählte Spur wieder diejenige ist, die abgespielt wurde, als das Gerät ausgeschaltet
wurde. Wird die Einheit während einer längeren Zeitspanne als diese Speicherperiode ausgeschaltet, so
schaltet sie beim Wiedereinschalten auf die Spur 1. Die Speicherzeitspanne kann durch Verändern der Kapazität
des Kondensators oder des Leckstromes variiert werden. Die Ausgangsspannungen der Gatter 25 bis 28
stehen zur Signalgabe und zu anderen Zwecken zur Verfügung. Die benutzten Schaltanordnungen sind vorzugsweise
so ausgelegt, daß sie keinen nennenswerten Strom ziehen, wenn die Einheit abgeschaltet ist, weil
dieser Strom die zuvor beschriebene Speicherzeit beeinflußt.
Werden die Ausgänge der Gatter 25 und 27, die den Spuren 1 und 3 entsprechen, und die Ausgänge der Gatter
26 und 28, die den Spuren 2 und 4 entsprechen, jeweils miteinander verbunden, wie es in F i g. 2 mit gestrichelten
Linien gezeigt ist, dann können zwei Stereoprogramme in der Folge 1 und 3, 2 und 4,1 und 3, usw.
geschaltet werden.
Der dritte Eingang der Gatter 25 bis 28 kann als Sperrsteuerung verwendet werden, die es ermöglicht,
die Signale der magnetischen Aufzeichnung stillzuetzen. Wird an die Stillsetzsteuerung 3t eine »1« gelegt, so sind
die Gatterausgänge »0« und die zugehörigen Schalter sind ausgeschaltet. Eine alternative Methode des Stillsetzens
wird in Zusammenhang mit den Fig.4 und 5
beschrieben werden; sie kann zum Stillsetzen von Signalen benutzt werden, die von einzelnen Spuren oder
Spurengruppen der magnetischen Aufzeichnung stammen, abhängig von den Verbindungen dieser Eingänge.
Die F i g. 3A und 3B zeigen schematisch die tatsächliche Funktion des Spurwahlschalters 3.InFi g. 3A ist der
Schalter so angeordnet, daß er wie vier einpolige Einschalter
39, 40, 41 und 42 arbeitet, die irgendeinen der Eingänge, die zu einer der vier Spuren der magnetischen
Aufzeichnung gehören, mit einer gemeinsamen Ausgangsleitung verbindet. Für stereophonen Betrieb ist
die Anordnung nach F i g. 3B ausgelegt, in der der Schalter wie zwei zweipolige Einschalter 43 und 44 wirkt,
durch die in der einen Schaltstellung die Spur 1 mit einer Ausgangsleitung für Rechts-Signale und die Spur 3 mit
einer anderen Ausgangsleitung für Links-Signale verbunden sind, wogegen in der anderen Schaltstellung die
Spur 2 mit der Leitung für Rechts-Signale und die Spur 4 mit der Leitung für Links-Signale verbunden ist.
Einen geeigneten Programmende-Detektor zeigt Fig. 4. Dieser Detektor stellt das Fehlen jeglichen Signals
während einer vorgegebenen Zeitspanne fest, die langer ist als die Intervalle zwischen verschiedenen wiedergegebenen
Titeln und die kürzer ist als die Pause zwischen Programmende und Wiederbeginn des Programmes
von Endlosschleifen-Kassetten. Bei Betrieb von Spule zu Spule sollte die Mindestlänge unbespielten
Bandes nach dem Programmende einer Zeit entsprechen, die gleich der vorbestimmten Zeitdauer ist, wobei
Steuerspannungen vom Spurwahlschalter 3 die Richtung der Bandbewegung kontrollieren.
Das Eingangssignal für den Programmende-Detektor 4 wird entweder von einer einzelnen Spur, die zum
Spurwahlschalter 3 geführt ist oder von dem Ausgang des Spurwahlschalters 3 abgenommen. Dieses Signal
wird dem Eingang an R 1 von Fig.41 eingespeist. Das
Signal wird durch zwei gleichstromgekoppelte Emitterverstärkerstufen
77? 1 und TR 2 auf einen Pegel verstärkt, der sicherstellt, daß Signalen, die 20 db unter dem
Spitzenaufzeichnungspegel liegen, eine Amplitude aufweisen, die ausreicht, um einen Transistor 77? 3 mit einer
Basis-Emitter-Spannung zu speisen, die ihn in den leitenden Zustand versetzt. Steht kein Signal an, dann ist
dieser Transistor gesperrt und das Kollektorpotential des Transistors 77? 3 entspricht dem der Speisespannung.
In diesem Zustand wird ein Kondensator C5 über einen Widerstand R 11 bis zu diesem Potential aufgeladen.
Wenn jedoch das Eingangssignal wieder ansteht wird der Transistor 77? 3 leitend und verursacht die Entladung
des Kondensators C5 über eine Diode DI. Während der ladung des Kondensators C5 erreicht
nach einer Zeitspanne, die durch die Zeitkonstante des Widerstandes RL und des Kondensators C5 gegeben
ist, dessen Potential einen Wert, der gleich dem Schwellwert der Trigger-Spannung einer Schmitt-Schaltung
aus den Transistoren TR 4 und TR 5 zuzüglich der Durchlaßspannung einer Diode D 2 ist. Sobald dieser
Wert erreicht ist schaltet die Schmitt-Schaltung um, wodurch der Emitter eines Transistors TR 6 in seinem Potential
angehoben wird und so den Spurwechselimpuls für den Spurwahlschalter 3 abgibt. Der Schaltzustand
der Schaltung ändert sich nicht bis ein Eingangssignal zugeführt wird, worauf die Schaltung in ihre Ausgangslage
zurückfällt.
Eine manuelle Spurweiterschaltung wird durch einen Schalter SIA vorgenommen, der den Eingang der
Schmitt-Schaltung (Schmitt-Trigger) ein solches Potential zuführt, das diese umschaltet Durch den Schalter
SIB ist ausschließlicher manueller Betrieb erzielbar.
Der Schalter S1B verhindert ein Aufladen des Kondensators
CS.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung für ein Vielspur-Magnetbandgerät
zum selektiven Schalten von den Aufzeichnungsspuren zugeordneten Programmsignal-Leitungen
(19) an einen Ausgang (20),
mit einem Spurwahlschalter (3) als Schaltvorrichtung, mittels dem ein Teil der Programmsignal-Leitungen
(19) an den Ausgang (20) schaltbar und die übrigen von diesem abschaltbar sind und
mit einem Programmsignalende-Detektor (4; C5, R 11), der bei einem Ausbleiben definierter Dauer
eines Programmsignales auf einer angeschalteten Programmsignal-Leitung (19) einen Umschaltvorgang
des Spurwahlschalters (3) auslöst, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Spurwahlschalter (3) mehrere Halbleiterschalter umfaßt,
daß ein Zähler (29, 30) und von dem Zähler (29, 30) angesteuerte, den Halbleiierschaltern zugeordnete
Gatter (25 bis 28) vorgesehen sind, welche die Halbleiterschalter sequentiell steuern und damit jeweils
eine Aufzeichnungsspur auswählen, und daß der Zähler (29,30) mittels eines Hand-Spurwählers
(7; 33 bis 36) einstellbar ist und von einem Spurwahl-lmpulscrzcuger
(8; TR4. TR5) angesteuert
wird, dessen Zählimpulse von dem Programmsignalendc-Detckior
(4; C5, R 11) und einem Spurweiterschaltcr
(9; S 1//^ auslösbar sind.
2. Anordnung nach Anspruch I, zur Aufnahme und Wiedergabe mindestens vierspuriger magnetischer
Aufzeichnungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Zähler aus einer Anzahl Flipflops (29, 30) besteht.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flipflops (29, 30) rückstellbar sind
und die Anordnung der Flipflops (29,30) eine Anzahl
von Schaltzuständen aufweist, die der Anzahl Anschalt- und Abschallkombinationcn der Programm-Signallcitungen
(19) an den Geräteausgang (20) entspricht.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Programmsignalende-Detektor (4)
ein Zeitglied mit einem Kondensator (C5) aufweist, der bei Fehlen eines Programmsignals am Eingang
des Programmsignalendc-Detektors (4) aufgeladen und bei Vorhandensein eines Programmsignals entladen
wird, wobei Transistoren (TR 4, TR 5) vorgesehen sind, die auf einen vorbestimmten Ladungszustand
des Kondensators (C5), entsprechend einer vorbestimmten Zeitdauer zwischen zwei Signalen,
ansprechen.
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