DE2264640C2 - 2,2'-Cyclocytidin-Derivate - Google Patents

2,2'-Cyclocytidin-Derivate

Info

Publication number
DE2264640C2
DE2264640C2 DE19722264640 DE2264640A DE2264640C2 DE 2264640 C2 DE2264640 C2 DE 2264640C2 DE 19722264640 DE19722264640 DE 19722264640 DE 2264640 A DE2264640 A DE 2264640A DE 2264640 C2 DE2264640 C2 DE 2264640C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cyclocytidine
acid
water
phosphoric acid
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19722264640
Other languages
English (en)
Other versions
DE2264640A1 (de
Inventor
Mitsue Saiki Oita Adachi
Motonobu Ichino
Tadashi Kanai
Takashi Kojima
Tokuro Nakamura
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kohjin Holdings Co Ltd
Original Assignee
Kohjin Holdings Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kohjin Holdings Co Ltd filed Critical Kohjin Holdings Co Ltd
Priority to DE19722264640 priority Critical patent/DE2264640C2/de
Publication of DE2264640A1 publication Critical patent/DE2264640A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2264640C2 publication Critical patent/DE2264640C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H19/00Compounds containing a hetero ring sharing one ring hetero atom with a saccharide radical; Nucleosides; Mononucleotides; Anhydro-derivatives thereof
    • C07H19/02Compounds containing a hetero ring sharing one ring hetero atom with a saccharide radical; Nucleosides; Mononucleotides; Anhydro-derivatives thereof sharing nitrogen
    • C07H19/04Heterocyclic radicals containing only nitrogen atoms as ring hetero atom
    • C07H19/06Pyrimidine radicals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

OH
in der R ein Wasserstoffatom oder eine -H2POj-Gruppe, Y ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxygruppe und X ein Wasserstoff- oder Fluoratom bedeuten und mindestens einer der Reste R, Y und X verschieden von Wasserstoff ist, und ihre Salze mit pharmazeutisch geeigneten Säuren.
2. Verfahren zur Herstellung von 2,2'-Cyclocytidin-Derivaten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 2,2'-Cytidinderivate der Formel
ROH2C
OH OH
40
in der Y, X und R die vorstehend gegebene Definition haben, in an sich bekannter Weise mit einer Chlorphosphorsäure in Gegenwart eines Esters einer Carbonsäure erhitzt.
Die Erfindung betrifft neue Derivate des 2,2'-Cyclocytidins.
2,2'-Cyclocytidin selbst ist eine bekannte Verbindung, deren Herstellung durch Umsetzung von Cytidin mit einem aus Dimethylformamid und Phosphoroxychlorid erhaltenen Vilsmeier-Haack-Reagenz beschrieben wurde. Diese Verbindung ist ein carcinostatisch wirksames Mittel (J. Org. Chem. Vol. 37, Nr. 2, 1972, Seiten 284 bis 288).
Ein Verfahren zur Herstellung von 2,2'-Cyclocytidin durch Erhitzen am Rückfluß von Cytidin mit partiell hydrolysiertem Phosphoroxychlorid in Äthylacetat ist aus Chem. Pharm. Bull. 18 (1970), Seiten 2569 bis 2571 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Derivate des 2,2'-Cyclocytidins mit besonders guter pharmakologischer Wirksamkeit zur Verfügung zu stellen.
60
b5 NY
O O
ROH2C / \
4 in der R ein Wasserstoffatom oder eine — H2PO3-Gruppe, Y ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxygruppe und X ein Wasserstoff- oder Fluoratom bedeuten und mindestens einer der Reste R, Y und X verschieden von Wasserstoff ist, und ihre Salze mit pharmazeutisch geeigneten Säuren.
Die hier angegebenen Formeln für die erfindungsgemäßen 2,2'-Cyclocytidinderivate geben die Verbindungen in Form der freien Base an; da jedoch die meisten Verbindungen dieser Gruppe in Form der freien Base instabil sind, wird bevorzugt, die Produkte in Form von Salzen mit pharmazeutisch geeigneten Säuren herzustellen. Diese können frei in Abhängigkeit davon ausgewählt werden, welche Säure für den Einzelfall geeignet ist. Die Erfindung bezieht sich daher sowohl auf die Verbindungen in Form der freien Base als auch in Salzform. Beispiele für pharmazeutisch geeignete Säuren sind anorganische Säuren, wie Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure oder organische Säuren, wie Ameisensäure. Zu geeigneten Salzen gehören auch intramolekulare Salze.
Die erfindungsgemäßen Derivate des 2,2'-Cyclocytidins haben pharmakologische Eigenschaften, die sie als Antivirusmittel, Antitumormittel und Antikrebsmittel geeignet machen. Sie eignen sich nicht nur als therapeutische Mittel, sondern auch als Zwischenprodukte für therapeutische Verbindungen.
Vergleichsversuch
Die Antitumoraktivität von erfindungsgemäßen Verbindungen, die im einzelnen in der nachstehenden Tabelle angegeben sind, wurde geprüft und mit der Wirksamkeit der bekannten Verbindungen 2,2'-Cyclocytidin und 1-0-D-Arabinofuranosylcytosin verglichen. Zur Prüfung der Wirksamkeit wurden Tumorzellen der Typen L-1210und NFS herangezogen.
Die Prüfung der Antitumoraktivität erfolgte im einzelnen in der nachstehend beschriebenen Weise. Als Versuchstiere wurden Gruppen von sechs männlichen und weiblichen BDFi-Mäusen mit einem Gewicht von 20 ±2 g verwendet. Den Mäusen wurden 20 bzw. 40 mg Tumorfragmente von manifesten Tumoren des Nakahara-Fukuoka-Sarkoms (abgekürzt NFS) im Bereich zwischen den Schulterblättern subkutan implantiert. Andererseits wurden 1-1210 Leukämiezellen den Mäusen in einer Menge von IxIO5 Zellen intraperitoneal implantiert. Die zu prüfende Verbindung wurde in Mengen von 30, 50 bzw. 100 mg/kg/Tag einmal täglich während 5 Tagen intraperitoneal injiziert, womit 24 Stunden nach der Transplantation begonnen wurde. Die Antitumoraktivität wurde anhand des Tumor-Gewichts-
Verhältnisses (T/C%) am 10. Tag nach der Implantation im Fall von NFS und durch die Erhöhung der Lebenszeit (ILS %) im Fall der Leukämiezellen bewertet
Das Tumor-Gewichtsverhältnis (T/C %) wurde durch folgende Gleichung errechnet:
T/C % = 100 ■
Tumorgewicht in der behandelten Gruppe
Tumorgewicht in der nichtbehandelten Gruppe
Der Wert ILS % wurde nach folgender Gleichung errechnet:
(Durchschnittliche Überlebenszeit _ (Durchschnittliche Überlebenszeit
ILS V = 100 · der behandelten Gruppe, Tage) der nichtbehandelten Gruppe, Tage)
Durchschnittliche Überlebenszeit der nichtbehandelten Gruppe, Tage
Dabei wurden die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Ergebnisse erzielt Wie aus dieser Tabelle ersichtlich ist, wird durch die erfindungsgemäßen Verbindungen im Vergleich mit den bekannten Verbindungen eine längere prozentuale Überlebenszeit und ein geringeres Verhältnis von Tumorgewicht in der Testgruppe zu dem Tumorgewicht in der Vergleichsgruppe erreicht. Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben daher bessere tumorhemmende Aktivität als die Vergleichsverbindungen.
Tabelle 2
Aktivität gegenüber Tumorzellen bei der Maus
Erfindungsgemäße Verbindungen 4-Stellung Dosis Typ der Tumorzellen NFS
5'-Slellung 5-StelIung (mg/kg/Tag) L-1210 (T/C %)
H 100 (ILS %) _
-H2PO, H U 30 74 61
H F 100 56 38
OH 100 95 -
H H H 30 82 -
-H2PO1 F 100 61 -
92
Vergleichsverbindungen 30 87
2,2'-Cyclocytidin 100 40 50
50 70 -
l-jS-D-Arabinofuranosylcytosin 100 50
70
Die erfindungsgemäßen N4-Hydroxy-2,2'-cyclocytidin-Verbindungen sind als Arzneimittel wertvoll, da sie die gleiche Antitumorwirksamkeit wie 2,2'-Cyclocytidin zeigen, jedoch den weiteren Vorteil haben, daß sie im alkalischen Medium beständig sind, während die Verbindung 2,2'-Cyclocytidin darin instabil ist.
Die erfindungsgemäßen 2,2'-Cyclocytidin-Derivate der allgemeinen Formel I können durch Erhitzen der entsprechenden Cytidinderivate der allgemeinen For-
NHY
ROH2C
(Π)
OH OH
worin R, Y und X die vorstehend angegebene Definition haben, mit einer Chlorphosphorsäure und einem Ester einer Carbonsäure hergestellt werden. Beispiele für Carbonsäureester für die oben angegebene Umsetzung sind Äthylformiat, Äthylacetat, Äthylpropionat, Melhylacetat, Methylpropionat. Es kann jeder beliebige Ester verwendet werden, der die Reaktion nicht stört. Vom
so Standpunkt der Ausbeute und der leichten Handhabbarkeit wird Äthylacetat bevorzugt.
Chlorphosphorsäuren für die oben genannte Reaktion sind die Verbindungen, die gebildet werden, indem in Phosphorsäure oder Pyrophosphorsäure eine oder mehrere Hydroxylgruppen durch Chlor ersetzt werden. Beispiele hierfür sind ^chlorphosphorsäure, Pyrophosphorylchlorid, Ester der genannten Verbindungen sowie deren Gemische. Besonders vom Standpunkt der Einfachheit ist es zweckmäßig, ein Hydrolysat oder ein
bo Alkoholysat zu verwenden, das durch Zusatz von 0,5 bis 2,0 Mol Wasser, eines niedrigen aliphatischen Alkohols mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen wie Butanol, terL Butanol oder Phenol zu 1 Mol Phosphoroxychlorid oder Pyrophosphorylchlorid hergestellt wird. Bei dem Verfahren der Erfindung ist es nicht immer notwendig, die so erhaltenen Chlorphosphorsäuren zu reinigen. Diese können auch in Form des eine Chlorphosphorsäure enthaltenden Reaktionsgemisches verwendet werden.
Die oben genannte Reaktion wird im allgemeinen in der Weise durchgeführt, daß man in Gegenwart des oben genannten Esters der Carbonsäure auf eine Temperatur im Bereich von 60 bis 100° C erhitzt In diesem Falle ist es vom Standpunkt der Ausbeuts vorteilhaft, die Chlorphosphorsäure in der 5- bis 20fachen molaren Menge, vorzugsweise etwa lOfschen molaren Menge, des als Ausgangsmaterial eingesetzten Cytidin-Derivats zu verwenden. Es ist vorzuziehen, einen Ester der Carbonsäure in der 1- bis lOfachen molaren Menge im VerhSUnis zu der Chlorphosphorsäure zu verwenden. Vom Standpunkt der Löslichkeit des Cytidin-Derivats und der Ausbeute der angestrebten Verbindungen ist es am zweckmäßigsten, die 1- bis 4fache molare Menge einzusetzen.
Da die Ausgangsverbindungen in der Natur vorkommen oder ohne weiteres aus Naturprodukten erhalten werden können, ist dieses Verfahren vom Standpunkt der Verfügbarkeit der Ausgangsmaterialien günstig.
Zur Herstellung der erfindungsgemdßen 2,2'-Cyclocytidin-5'-phosphorsäure-Verbindungen wird die entsprechende Cytidin-5'-phosphorsäure in einem Ester einer Carbonsäure mit einer Chlorphosphorsäure während einer Dauer von 1 bis 24 Stunden erhitzt
Das erfindungsgemäße Verfahren ist deshalb vorteilhaft, weil die Herstellung des gleichen Phosphcrsäurederivats nicht möglich ist, wenn man vom entsprechenden 2,2'-Cyclocytidin ausgeht und versucht, die Phosphorsäuregruppe einzuführen.
Zur Gewinnung der 2,2'-Cyclocytidin-5'-phosphorsäure aus dem so erhaltenen Reaktionsgemisch ist es möglich, das gereinigte angestrebte Produkt zu erhalten, indem man in das konzentrierte Reaktionsgemisch Eiswasser eingießt. Salze durch Behandlung mit Aktivkohle entfernt und mit einem Anionenaustauscher-Harz eine geringe Menge von nicht, umgesetzter Cytidin-5'-phosphorsäure entfernt.
Zur Herstellung der N4-Hydroxy-2,2'-cycloeytidine und der 5-Fluor-2,2'-cyclocytidine wird das entsprechende substituierte Cytidin während 1 bis 10 Stunden, vorzugsweise 3 bis 4 Stunden, in Gegenwart cirv '"sters einer Carbonsäure mit einer Chlorphosphoi v*' > erhitzt.
Zur Gewinnung dieser substituierten 2,2'-Cyclocytidine aus dem so erhaltenen Reaktionsgemisch wird in das konzentrierte Reaktionsgemisch Eiswasser eingegossen. Sodann werden die Produkte auf einem Kationenaustauscher-Harz (H + -Form) adsorbiert. Nach genügendem Waschen mit Wasser werden die Produkte mit einer Ameisensäure-Pufferlösung, die Pyridin enthält, eluiert. Durch Einengung der die angestrebte Verbindung enthaltenden Fraktionen zur Trockene ist es möglich, das substituierte 2,2'-Cyclocytidin zu erhalten. Das Salz des substituierten 2,2'-Cyclocytidins kann nach einem Ionenaustausch-Verfahren unter Verwendung eines Ionenaustauscher-Harzes in jede andere geeignete Salzform überführt werden.
N4-Hydroxycytidin kann nach bekannten Verfahren aus Cytidin oder Uridin, die in der Natur verbreitet vorkommen, erhalten werden.
Die direkte Fluorierung des 2,2'-Cyclocytidins ist nicht möglich.
Die Erfindung wird nun durch die nachstehenden Beispiele erläutert.
Beispiel t
47.9 ml Äthylacetat wurden zu einem flüssigen Gemisch aus 45 ml P'iosphoroxychlorid und 8,9 ml Wasser gegeben und damit vermischt Hierzu wurden ferner 10 g Cytidin-5'-phosphorsäure gegeben und 1 Stunde bei 60° C umgesetzt Die resultierende Reaktionslösung wurde konzentriert Zu dem Rückstand wurden 400 ml Eiswasser gegeben. Sodann wurde die resultierende Lösung durch eine Säule geleitet, die mit 400 g Aktivkohle gefüllt war. Nach gründlichem Waschen der Aktivkohle mit Wasser wurde die Aktivkohle mit 61 eines Lösungsgemisches von
ίο Methanol-Salzsäure-Wasser (4:1:2) eluiert Das Eluat wurde konzentriert und zur Trockene eingedampft Der Rückstand wurde in einer geringen Wassermenge wieder aufgelöst Überschüssiges Aceton wurde zu der resultierenden Lösung gegeben. Nach gründlicher Entfernung des Acetons von dem Niederschlag wurde der Niederschlag in 400 ml Wasser aufgelöst Die resultierende Lösung wurde durch eine Säule strömen gelassen, die mit 600 ml eines Ionenaustauschers in der Ameisensäureform gefüllt war. Das Ionenaustauscher- Harz wurde sodann mit Wasser gewaschen. Die auf dem Harz nicht absorbierten Fraktionen wurden gesammelt und konzentriert. Der resultierende Rückstand wurde in einer geringen Menge Wasser aufgelöst Zu der erhaltenen Lösung wurde überschüssiges Aceton gegeben. Die Lösung wurde über Nacht in einem Kühlschrank stehengelassen. Der abgeschiedene Niederschlag wurde abfiltriert. Auf diese Weise wurden 6,5 g 2,2'-Cyclocytidin-5'-phosphorsäure (68, 85%) erhalten.
il! Ultraviolett-Absorption:
/■^231,5 ma 262 πΐμ
(AM: 8.500; 9.520)
J> Optische Drehung:
[ά\ϊ -14° (C= 1,0; H2O)
Bei der Entwicklung des resultierenden Pulvers durch ein Mischlösungsmittel aus Isopropylalkohol-Salzsäure-Wasser (34 : 8,2 : 7,8) bei der Papierchromatographie wurde ein RrWert von 0,49 erhalten. Die nachstehend angegebenen Ergebnisse der Elementar-Analyse entsprechend den errechneten Werten:
Berechnet
,„ (3IsC9H12O7NjP)
gefunden
35,41 3,96
35,64 4,11
13,76 14,10
Auf die im Beispiel 1 angegebene Weise wurden folgende Verbindungen hergestellt:
" N4-Hydroxy-2,2'-cyclocytidin-5'-phosphorsäure,
5-Fluor-2,2'-cyclocytidin-5'-phosphorsäure.
Als Ausgangsmateriaiien wurden von folgenden Verbindungen ausgegangen:
W1 N4-Hydroxycitidin-5'-phosphorsäure,
5-Fluorcytidin-5'-phosphorsäure.
Beispiel 2
η-3 5.97 ml Äthylacetat wurden zu einem flüssigen Gemisch aus 3,78 ml Phosphoroxychlorid und 3,03 g tert.-Butanol gegeben und damit vermischt. Hierzu wurden ferner 1 g Cytidin-S'-phosphorsäure gegeben
und 20 Stunden bei 60cC umgesetzt. Die erhaltene Reaklionslösung wurde wie in Beispiel 1 behandelt. Auf diese Weise wurden 0,31 g 2,2'-Cyclocytidin-5'-phosphorsäure erhalten (Ausbeute: 32,84%).
Beispiel 3
5,97 ml Äthylacetat wurden zu Dichlorphosphorsäure gegeben, welche erhalten worden war, indem 0,72 ml Wasser zu 10 g Pyrophosphorylchlorid bei --700C gegeben worden waren und das Gemisch für eine Stunde gerührt worden war. Das ganze wurde miteinander vermischt. Sodann wurden hierzu 1 g Cytidin-5'-phosphorsäure gegeben und 1,5 Stunden bei 6O0C umgesetzt. Die erhaltene Reaktionslösung wurde wie in Beispiel 1 behandelt, wodurch 0,62 g 2,2'-Cyclocytidin-5'-phosphorsäure erhalten wurden (Ausbeute: 65,67%).
Beispiel 4
1 g Cytidin wurde in 40 ml Wasser aufgelöst. Die erhaltene Lösung wurde mit 2 g Hydroxylamin-hydrochlorid vermischt. Die Lösung wurde 5 Tage bei 40 bis 500C umgesetzt, wobei der pH-Wert der Lösung durch Eisessig bei 4,1 gehalten wurde. Die Reaktionslösung wurde konzentriert und der erhaltene Rückstand wurde zu 20 ml einer wäßrigen Lösung aufgelöst. Die wäßrige Lösung wurde durch eine Säule geleitet, die mit 60 ml eines Ionenaustauschers des Borat-Typs gefüllt war. Nach dem Waschen wurde aus der Säule mit einer 10%igen wäßrigen Essigsäurelösung eine Fraktion eluiert, welche konzentriert und sodann neutralisiert wurde. Durch Kristallisation des Rückstandes in Methanol wurden 0,41 g N4-Hydroxycytidin erhalten. Die Papierchromatographie der auf diese Weise erhaltenen Verbindung (Lösungsmittel: n-Butanol: Wasser = 86 :14) zeigte, daß der RrWert 0.15 betrug. Bei der Papierchromatographie mit Wasser mit einem pH von 10 als Lösungsmittel wurde ein Rf-Wert von 0,79 erhalten. Ferner betrug die Ultraviolett-Absorption AJJ·«· 233; 275 ιτιμ und λ'π\^ 281 ιημ. Diese Verbindung ist mit dem authentischen Präparat identisch. Die Elementaranalyse zeigte, daß der gefundene Wert mit dem berechneten für das N4-Hydroxycytidin identisch ist.
Eine Lösung von 15,1 ml Phosphoroxychlorid, teilweise mit 2,96 ml Wasser hydrolysiert, wurde zu einer Suspension von 4 g N4-Hydroxycytidin in 24 ml Äthylacetat gegeben und 2 Stunden am Rückfluß gekocht Die resultierende Lösung wurde konzentriert Der Rückstand wurde in Eiswasser aufgelöst. Die Lösung wurde durch eine Säule geleitet, die mit 230 ml eines Ionenaustauschers gefüllt war. Nach dem Waschen wurde das Harz mit einer 03 η Pyridin-Ameisensäure-Pufferlösung pH (4,5) eluiert Die angestrebte Fraktion wurde konzentriert und zur Trockene eingedampft Der resultierende Rückstand wurde in Wasser aufgelöst Die erhaltene wäßrige Lösung wurde durch eine Säule geleitet die mit 200 ml eines Ionenaustauschers in der Cl--Form gefüllt war. Eine durch Wasser eluierte Fraktion wurde konzentriert Auf diese Weise wurden 1,15 g N4-Hydroxy-2^'-cyclocytidin-hydrochlorid erhalten.
Schmelzpunkt (Zersetzungspunkt): 184° C.
Die auf diese Weise erhaltene Verbindung hatte folgende Eigenschaften:
Ultraviolett-Absorption:
λ,',!;,? 253 m,x
λ !,'Jx 242; 273 τημ
Papierchromatographie (Lösungsmittelsystem: n-Butanol : Essigsäure : Wasser = 5:1:2):
Rr-Wert 0,34.
Die Elementar-Analyse zeigte, daß die gefundenen Werte den errechneten Werten entsprachen, wie es aus der folgenden Zusammenstellung hervorgeht:
1") Errechnet Cl) C <%) Il (%) N (%)
(als C11H23N1O5 38,93 4,36 15,13
JH gefunden
38,72 4,41 15,08
Beispiel 5
1,05 g 5-Fluorcytidin (5 m Mol) wurden in einem Gemisch aus partiell hydrolysiertem Phosphoroxychlorid (3,80 ml POCI3 und 0,74 ml H2O) und 5,97 ml Äthylacetat gelöst und unter Rühren bei 700C erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde eingedampft und der ölige Rückstand wurde in 50 ml Eiswasser gelöst. Ein Cyclisierungsprodukt wurde an einem Ionenaustauscher in der Säureform (70 ml) isoliert, indem zunächst mit Wasser gewaschen wurde, bis dieses frei von UV-absorbierendem Material war und danach stufenweise mit 0,1 m und 0,3 m Pyridinformiatpuffer (pH 4,5) eluiert wurde. Die Anfangseluate (2,8 1) wurden verworfen, 3,1 1 der anschließend erhaltenen Eluate wurden zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wurde in 25 ml Wasser gelöst und durch eine Ionenaustauscher-Säule in der Chlorid-Form (10 ml) geleitet, wonach mit Wasser gewaschen wurde. Das Eluat und die Waschflüssigkeiten wurden kombiniert und zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wurde mit Äthanol digeriert, wobei Kristallisation stattfand. Es wurden farblose Nadeln von 5-Fluor-2,2'-cyclocytidin-chlorid erhalten (0,61 g, 54,55%).
Schmelzpunkt: über 260° C (Zersetzung, unkorrigiert).
Ultraviolett-Absorption:
-ISi? 230, 269 ιημ
/Ci!0 230, 269 ηΐμ
Die Eiementar-Anaiyse zeigt die nachstehenden Werte im Vergleich mit den berechneten Werten:
Berechnet 38,65 3,97 15,03
3IsC9H11N3O4FCl
gefunden 3842 4.05 15,17
Beispiele 6bis 11
Unter Verwendung der in Tabelle 1 gezeigten verschiedenen Chorphosphorsäuren wurde nach der Arbeitsweise des Beispiels 1 ^'-CycIocytidin-S'-phosphorsäure aus Cytidin-5'-phosphorsäure hergestellt
9 Ausbeute 22 64 640 10
Tabelle 1 Cytidin-5'-phos-
Beispiel phorsäure 6,0 g (64%) Chlorphosphorsäure Mittel /ur leilw. Hydrolyse
(g) 5,7 g (60%) Reagenz
10 0,58 g (61%) CII1OII 15,2 g
6 10 POCI., 75 g Phenol 46 g
7 1 0.58 g (61%) POCl., 75 g CH1OII 1,3 g
8 Pyrophosphoryl-
1 0,60 g (64%) chlorid 10 g tert.-Butanol 3,0 g ■'
9 Pyrophosphoryl-
1 0,31 g(33%) chlorid 10 g Phenol 3,7 g
10 Pyrophosphoryl-
1 chlorid 10 g keine
11 Pyrophosphoryl-
chlorid 10 g
Bejspiel ]3 UV;.»;," (c- 10 ')230nm(9,D, 269 nm (11,2)
Unter Verwendung von 10 g S-Fluorcytidin-S'-phos- Papierchromatographie phorsäure als Ausgangsmaterial wurde die in Beispiel 1 (Lösungsmittel
beschriebene Verfahrensweise durchgeführt. Dabei >j Isopropanol : HCI : H:O = 34 : 8 : 8,2 : 7,8) wurden 5,68 g 5-Fluor-2,2'-cyclocytidin-5'-phosphorsäüre (Ausbeute 60%) erhalten. Rf-Wert 0,51.
Klemenlaranalyse C (%) Il (%) N (X)
Berechnet 33,45 3,43 13.00 (CH11O7N1FP)
Gefunden 33,28 3,51 12,9.5

Claims (1)

Patentansprüche:
1. 2,2'-Cyclocytidin-Derivate der allgemeinen Formel
NY
O O
ROH2C / \
Gegenstand der Erfindung sind 2,2'-Cyclocytidin-Derivate der allgemeine Formel
DE19722264640 1972-09-08 1972-09-08 2,2'-Cyclocytidin-Derivate Expired DE2264640C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19722264640 DE2264640C2 (de) 1972-09-08 1972-09-08 2,2'-Cyclocytidin-Derivate

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19722264640 DE2264640C2 (de) 1972-09-08 1972-09-08 2,2'-Cyclocytidin-Derivate

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2264640A1 DE2264640A1 (de) 1974-05-22
DE2264640C2 true DE2264640C2 (de) 1982-05-19

Family

ID=5866014

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19722264640 Expired DE2264640C2 (de) 1972-09-08 1972-09-08 2,2'-Cyclocytidin-Derivate

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2264640C2 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE2264640A1 (de) 1974-05-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3686002T2 (de) 9-(phosphonylmethoxyalkyl)-adenine, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung.
DE1795763A1 (de) Verfahren zur herstellung von desacylierten vielkernigen indolverbindungen sowie deren estern
DE2112724A1 (de) Arabinofuranosylverbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung
DE3406061A1 (de) Hydrophile und lipophile organogermaniumverbindungen und verfahren zum erzeugen derselben
DE2225694B2 (de) Cephalosporinverbindungen und Verfahren zu deren Herstellung
DE2264640C2 (de) 2,2&#39;-Cyclocytidin-Derivate
DE2365719A1 (de) Arabinofuranosyl-6-azacytosine und verfahren zu ihrer herstellung
DE1962757B2 (de) Evomonosid-Derivate, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltende Arzneimittel
DE1445451C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2 Mercaptoinosinen
DE69600958T2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Beta-D-Arabinofuranosylcytosine
DE2166270C3 (de) Nicotinoylaminoäthansulfonyl-2amino-thiazol
DE2843136C3 (de) 6-O-Mono- und 1,6-O-Di-acylierte 2-[3-(2-Chloräthyl)-3-nitroscureido]-2-desoxy-D-glukopyranosen sowie Gemische aus 1,3,6-O-Tri und 1,4,6-O-Tri-acylierten 2-[3-(2-Chloräthyl)-3-nitrosoureido]-2-desoxy-D-glukopyranosen
DE2614946C2 (de) Neue Nucleosidderivate
DE2626792A1 (de) Acylderivate von adenosin-5&#39;-monophosphorsaeure, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende pharmazeutische zusammensetzung
DE2264639C2 (de) 5- Fluor-2,2&#39;-cyclocytidin-3&#39;,5&#39;-diphosphorsäure und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE941193C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, bisquaternaeren Phosphoniumverbindungen
DE2648239C3 (de) Di-(trialkylstannyl)-pyrimidinderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verfahren zu ihrer Weiterverarbeitung zu nucleosidartigen Pyrimidinderivaten
DE1467980C3 (de) Verfahren zur Herstellung von injizierbaren, haltbaren Eisen(lll)-hydroxyd-Polymaltose-Komplexen und diese enthaltende pharmazeutische Präparate
DE2264638C2 (de) 5&#39;-Acetyl-2,2&#39;-cyclocytidin-Derivate
DE3102984A1 (de) Verfahren zur herstellung von cysteamin-s-substituierten verbindungen und deren derivaten
DE2334402A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphornitrilatpolymerisaten
DE2065698A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2isopropyl-6-methyl-4(3h)-pyrimidon
CH397628A (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch verwendbaren Eisen-(III)-hydroxyd-Polymaltose-Komplexen
DE1670599C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 7-a-Thienylacetamido-3-pyridinomethyl- 3-cephem-4carbonsäure
AT355046B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 5-fluor- dihydrouracilen

Legal Events

Date Code Title Description
D2 Grant after examination
8328 Change in the person/name/address of the agent

Free format text: STREHL, P., DIPL.-ING. DIPL.-WIRTSCH.-ING. SCHUEBEL-HOPF, U., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN

8339 Ceased/non-payment of the annual fee