DE2255154B2 - Zeitgeber mittels granulatfluss, insbesondere sanduhr - Google Patents

Zeitgeber mittels granulatfluss, insbesondere sanduhr

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DE2255154B2 DE19722255154 DE2255154A DE2255154B2 DE 2255154 B2 DE2255154 B2 DE 2255154B2 DE 19722255154 DE19722255154 DE 19722255154 DE 2255154 A DE2255154 A DE 2255154A DE 2255154 B2 DE2255154 B2 DE 2255154B2
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Spivak, David, New York, N.Y. (V.StA.)
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F1/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers
    • G04F1/04Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity
    • G04F1/06Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity by flowing-away of a prefixed quantity of fine-granular or liquid materials, e.g. sand-glass, water-clock
    • G04F1/066Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity by flowing-away of a prefixed quantity of fine-granular or liquid materials, e.g. sand-glass, water-clock using electrical contact device

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Description

Die Erfindung betrifft einen Zeitgeber mittels Granulatfluß gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Sanduhren, Stundengläser oder dergleichen dieser Art sind weitgehend außer Mode gekommen. Sie werden jedoch in letzter Zeit wieder häufiger und zunehmend mit größerer Beliebtheit in der Küche sowie im Büro als einfache Zeitgeber verwendet. So werdei-Sanduhren häufig in der Küche beim Eierkochen verwendet, um hierdurch den erwünschten Kochgrad eines weichzukochenden Eies erzielen zu können. Sanduhren dieser Art sind sehr beliebt, da sie eine sehr genaue Zeitmeßvorrichtung darstellen und darüber hinaus wirtschaftlich und billig sind sowie wenig Raum beanspruchen.
Sanduhren dieser Art weisen jedoch den Nachteil auf, daß häufig mit ihnen über einen kurzen Zeitraum hinweg eine genaue Zeit nicht gemessen werden kann. Im Sinne einer sicheren Anwendung ist es daher erforderlich, die Sanduhr stetig zu beobachten, wenn sie läuft. Wird die in Betrieb befindliche Sanduhr dagegen nicht stetig beobachtet, so kann der erwünschte Zeitpunkt eines verstrichenen Zeitraums häufig übersehen werden.
Dieses Erfordernis, eine Sanduhr beobachten /u müssen, während sie läuft, schränkt daher deren Wert erheblich ein.
Zur Vermeidung dieses Nachteils isi bei einer bekannten Sanduhr der eingangs genannten Art (DTPS 8 18 480) vorgesehen, nach Ablauf einer durch den Durchlauf des Granulats vorgegebenen bestimmten Zeit mittels einer Kontaktvorrichtung mechanisch oder elektrisch eine Alarmvorrichtung zu betätigen, um dadurch dem Benutzer der Sanduhr auch akustisch deutlich zu machen, daß der eingestellte Zeitraum abgelaufen ist. Dies wird dadurch erreicht, daß die Sanduhr kippbar auf einer Halteplattc angeordnet ist und dann, wenn das Granulat von dem einen Behälter in den anderen durchgelaufen ist, sich zwangläufig um ihren Drehpunkt in einem großen Schwenkkreis verdreht, wobei die Sanduhr am Ende der Schwenkbewegung aul das eine Ende eines Kipphebels auftrifft, der an seinem anderen Ende mittels eines Hakens entweder ein mechanisches Läutewerk sperrt oder aber die beiden Kontakte eines Stromkreises in voneinander getrenntem Zustand hält. Wenn die Sanduhr dann auf das eine Ende des Kipphebels auftrifft, wird der Haken des Kipphebels, so weit es die elektrische Alarmvorrichtung der bekannten Sanduhr betrifft, zwischen den beiden Kontakten herausbewegt, so daß diese miteinander verbunden werden und den Stromkreis zur Betätigung der elektrischen Alarmvorrichtung schließen.
Wenn diese Sanduhr wieder erneut betriebsbereit gemacht wird, d. h. wiederum über einen bestimmten Zeitraum laufen soll, ist es erforderlich, sowohl die Sanduhr über den großen Schwenkkreis in ihre obere Stellung zurückzuverdrehen als auch mittels des Kipphebels bzw. des hieran angeordneten Hakens die Alarmvorrichtung wieder zu sperren.
Die bekannte Sanduhr weist nun nicht nur den Nachteil auf, daß zum erneuten Einstellen die genannten beiden Arbeitsgänge erforderlich sind, sondern daß auch zur Betätigung der Sanduhr ein großer Raum erforderlich ist, was sich zudem wegen der zusätzlich erforderlichen Einzelteile nachteilig auf den Herstellungspreis niederschlägt.
Hiervon ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Sanduhr der eingangs genannten Art derart auszugestalten, daß trotz vorgesehener, durch die Sanduhr betätigbarer Alarmvorrichtung weder die Größe noch der Preis einer solchen Sanduhr nachteilig verändert werden und daß die Sanduhr ohne einen
über den üblichen Arbeitsaufwand hinausgehenden Aufwand in ihre erneute Beroi'.schaflsstcllung verbracht werden kann.
Die Merkmale der zur Lösung dieser Aufgabe geschaffenen Erfindung ergeben sich aus Anspruch 1. s Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind in den weiteren Ansprüchen aufgeführt.
Auf Grund des Umstandes, daß beim erfindungsgemäßen Zeitgeber im Innern jedes Granulalbehälters die zwei im Abstand voneinander an einer bestimmten Stelle angeordneten Elektroden des Stromkreises der Alarmvorrichtung sowie ebenfalls im Innern jedes Granulatbehällers ein als Kontaktvorrichtung dienendes elektrisch leitendes Teil vorgesehen sind, ist der erfindungsgemäße Zeitgeber in seiner Größe nicht nachteilig gegenüber den üblichen bekannten Sanduhren, die keine Alarmvorrichtung aufweisen, verändert.
Weiterhin ist es auch lediglich erforderlich, die erfindungsgemäße Sanduhr in einfacher Weise — genau wie die klassische Sanduhr — umzudrehen, wenn sie in eine neue Betricbsstellung verbracht werden soll. Es ist demnach hierzu nur der normale einzige Arbeitsvorgang des Umdrehens erforderlich.
Die Erfindung wird im folgenden in Form zweier bevorzugter Ausführungsbeispiclc an Hand der Zeichnung erläutert. Diese zeigt in
F i g. 1 im Längsschnitt die Sanduhr und
F i g. 2 eine abgewandelte Ausführungsform hiervon,
F i g. 3 ein Schaltbild des bei der Sanduhr verwendeten Stromkreises, wobei das elektrisch verbindende Teil eine Kugel und das betätigbare Signal ein Summer ist, und
F i g. 4 ein weiteres Schaltbild, wobei das betätigbare Signal eine Glühbirne ist.
Die in F i g. 1 dargestellte Sanduhr 10 weist einen ersten sowie einen zweiten Granulalbehälter 12, 13 auf. Die beiden Granulatbehälter 12, 13 sind mittels eines Halses 14 verbunden, der eine Durchgangsöffnung 15 aufweist, durch welche Sand 16 oder anderes Granulat hindurchlaufen kann. Beide Granulatbehälter 12, 13 sind transparent und bestehen beispielsweise aus Glas, häufig jedoch auch aus durchsichtigem Kunststoff. P.ine Führung 17, beispielsweise in Form einer dünnen Stange, erstreckt sich von der Oberseite des ersten transparenten Granulatbehäliers 12 bis zur entsprechenden Stelle, d. h. bis zur Unterseite des zweiten transparenten Granulatbehälters 13, wobei die Führung 17 die Durchgangsöffnung 15 des Halses 14 durchsetzt.
Die Granulalbehälter 12, 13 sind über die Länge weitgehend mit gleichbleibendem Durchmesser ausgebildet, d. h. in der dargestellten Ausführungsform als Zylinder vorgesehen. Jeder Granulatbehälter 12, 13 weist ein elektrisch leitendes Teil in Form eines verschieblichen Deckels oder einer Kappe 18 bzw. 19 auf. Der Durchmesser jeder verschieblichen Kappe 18 bzw. 19 entspricht etwa dem Innendurchmesser jedes Granulatbehälters 12, 13, obwohl selbstverständlich die Ausbildung auch anders getroffen werden kann. Die Größe der Kappen 18. 19 ist derart, daß kein Sand 16 oder Granulat über die Kappen 18, 19 hinausfließen kann. Die verschieblichen Kappen 18,19 weisen jeweils eine öffnung 20 bzw. 21 auf, durch welche die Führung 17, wie aus F i g. 1 ersichtlich, hindurchgeführt ist. Die Führung 17 führt zusammen mit den öffnungen 20, 21 bzw. mit den an diese angeformten Hülsen 22, 23 die verschieblichen Kappen 18, 19, wenn der Sand 16 vom oberen Granulatbehälter 12 in den unteren Granulatbehälter 13 läuft.
Im Ruhezustand der Sanduhr 10 befindet sich das in bestimmter Menge vorgesehene Granulat 16 im unteren Behälter. Zur Inbetriebnahme der Sanduhr 10 wird diese umgedreht, so daß der Sand 16 von dem nunmehr oberen Granulatbehälter in den unteren Behälter läuft. Wie aus F i g. 1 ersichtlich, folgt die Kappe 18 dem Sand 16 bzw. dessen Oberfläche nach unten, wobei sie durch die Führung 17 und durch die Wände des Granulatbehälters 12 geführt ist. Während des Durchlaufs des Sandes 16 durch den die beiden Granulatbchälter 12,13 miteinander verbindenden Hals 14 senkt sich die Sandoberfläche — und mit ihr die Kappe 18 — ab, bis die Kappe 18 art zwei Elektroden 24, 25 zur Anlage kommt, die diametral einander gegenüberliegen und aus der Wand des Granulatbehäliers 12 heraus ein kurzes Stück nach innen ragen. In diesem Augenblick wird aul Grund der elektrischen Leitfähigkeit der die beiden Elektroden 24, 25 miteinander verbindenden Kappe 18 ein Stromkreis 11 geschlossen, wenn die Schalter 26 geschlossen ist, und ein Summer 27 betätigt, der anzeigt, daß die Sanduhr 10 abgelaufen ist. Eine kleine Batterie 28 versorgt den Stromkreis mit dem erforderlichen Strom.
In gleicher Weise wie beim Granulalbehälter 12 wirkt die im Granulatbehälter 13 verschieblich angeordnete Kappe 19 mit zwei entsprechend den Elektroden 24, 25 angeordneten weiteren Elektroden 29, 30 zusammen, die parallel zu den Elektroden 24, 25 in den Stromkreis 11 geschaltet sind.
Der Stromkreis 11 und die Batterie 28 können so angeordnet werden, daß sie wenig Raum beanspruchen. Hierdurch weist die mit der Signalanzeige versehene Sanduhr 10 geringe Abmessungen auf und ist darüber hinaus äußerst billig.
Bei der aus F i g. 2 ersichtlichen abgewandelten Ausführungsform einer Sanduhr 40 sind ein Oberteil 41 sowie ein Unterteil 42 vorgesehen, wobei das Unterteil 42 die Sanduhr 40 in ihrer in F i g. 2 dargestellten Lage trägt und außerdem die Batterie 28 sowie die sonstigen zugehörigen elektrischen Teile aufnimmt. Die beiden Granulalbehälter 43,44, die beispielsweise ebenfalls aus Glas bestehen und konisch sich verjüngend ausgebildet sind, sind mittels eines Halses 45 miteinander verbunden, durch den der Sand 16 vom oberen Granulatbchälter 43 in den unteren Granulatbehälter 44 laufen kann.
Über die gesamte Höhe der Sanduhr 40 erstreckt sich in deren Längsachse die Führung 17. Die in den Granulathehältern 43, 44 verschieblich angeordneten elektrisch leitenden Teile sind als Kugeln 46, 47 ausgebildet, die von der Führung 17 verschieblich geführt werden. Jeder Granulatbehälter 43, 44 weist an einer bestimmten vorgewählten Stelle ein Elektrodenpaar 48 bzw. 49 auf, das jeweils beidseits nahe der Führung 17 angeordnet ist. Wenn sich die Oberfläche des Sandes 16 beim Durchlauf von dem oberen in den unteren Behälter absenkt, kommt die entsprechende elektrisch leitende Kugel 46 bzw. 47 mit dem zugehörigen Elektrodenpaar 48 bzw. 49 in Berührung, wodurch der in gleicher Weise wie bei der Ausführungsform gemäß F i g. 1 ausgebildete Stromkreis geschlossen wird, sofern ein Schalter 50 geschlossen ist. Dieser Schalter 50 ist im Bodenteil 42 der Sanduhr 40 angeordnet.
Bei dem aus F i g. 3 ersichtlichen Schaltbild des Stromkreises für die Sanduhr 40 ist als betätigbares Signal ein Summer 27 vorgesehen, während bei dem ansonsten gleich ausgebildeten Stromkreis gemäß Fi g. 4 eine Glühbirne verwendet wird.
Selbstverständlich ist es beispielsweise möglich, die
;n verschieblich auszubilden, um hierdurch η bestimmten Zeitraum charakterisierenden zwischen den Elektroden und dem in seiner η Stellung befindlichen elektrisch leitenden ndern zu können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
j-"

Claims (8)

Palentansprüche:
1. Zeitgeber mittels Granulatfluß, insbesondere Sanduhr, mit zwei durch einen eine Durchgangsöffnung aufweisenden Hals verbundenen Granulatbehältern, die eine bestimmte Menge an fließfähigem Granulat enthalten, wobei nach dem Durchlauf des Granulats von dem einen in den anderen Behälter mittels einer Kontaktvorrichtung ein Stromkreis zum Betätigen einer Alarmvorrichtung schließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Granulatbehälter (12, 13; 43, 44) in seinem Innern zwei im Abstand voneinander an einer bestimmten Stelle ungeordnete Elektroden (24, 25 bzw. 29, 30: 48, 49) des Stromkreises (11) der Alarmvorrichtung sowie ein elektrisch leitendes Teil (18, 19:46,47) als Kontaktvorrichtung aufweist, das auf der Granulatoberfläche ruht und zusammen mit dieser bei von dem oberen in den unteren Behälter abfließendem w> Granulat (16) so weit absenkbar ist. bis es gleich/eilig an den beiden Elektroden, diese miteinander verbindend, zur Anlage kommt und ein Signal (27) entsprechend einer bestimmten abgeflossenen Granulatmenge auslöst.
2. Zeitgeber nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitende Teil (18. 19; 46. 47) jedes Granulatbehälters (12, 13; 43, 44) an einer mittigen Führung (17) längsverschieblich geführt ist. die sich durch beide Behälter hindurch in deren Längsachse erstreckt.
3. Zeitgeber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitende Teil (18. 19) kappenförmig ausgebildet ist.
4. Zeitgeber nach Anspruch 3, wobei jeder Granulatbehälter einen über seine Länge weitgehend gleichbleibenden Durchmesser aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Kappe (18, 19) etwa dem Innendurchmesser jedes Granulatbehälters (12,13) entspricht.
5. Zeitgeber nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Kappe (18, 19) miteinander verbindbaren Elektroden (24,25; 29.30) an diametral einander gegenüberliegenden Stellen ein kurzes Stück aus der Wand der Granulatbchälter (12,13) nach innen ragen.
6. Zeitgeber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitende Teil eine Kugel (46,47) ist.
7. Zeitgeber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Kugel (46,47) miteinander verbindbaren Elektroden (48,49) aus der Wand der Granulalbehälter (43. 44) heraus nach innen bis beidseits nahe der mittigpn Führung (17) ragen.
8. Zeitgeber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das durch das elektrisch leitende Teil (18,19; 46,47) betätigbare Signal ein Summer (27) und/oder eine Glühbirne ist.
60
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DE2255154A1 DE2255154A1 (de) 1974-05-16
DE2255154B2 true DE2255154B2 (de) 1976-05-06
DE2255154C3 DE2255154C3 (de) 1976-12-16

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