DE2254572A1 - Azodiisobuttersaeureester - Google Patents

Azodiisobuttersaeureester

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DE2254572A1 DE19722254572 DE2254572A DE2254572A1 DE 2254572 A1 DE2254572 A1 DE 2254572A1 DE 19722254572 DE19722254572 DE 19722254572 DE 2254572 A DE2254572 A DE 2254572A DE 2254572 A1 DE2254572 A1 DE 2254572A1
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Description

  • Azodiisobuttersäureester Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Azodiisobuttersäureestern.
  • Aus Liebigs Annalen der Chemie 290, Seiten 7, 14, 32 - 36 ist es bekannt, Azodiisobuttersäuremethyl- bzw. äthylester durch Umsetzung von AzodiiBobuttersäurenitril in Methanol bzw. Äthanol mit. Chlorwasserstoff in einer ersten Stufe zum Azodiisobuttersäure-iminoester-hydrochlorid und dessen Hydrolyse mit Wasser zu dem entsprechenden Azodiisobuttersäureester in der zweiten Stufe herzustellen..
  • Dieses Verfahren hat jedoch für die technische Herstellung von Azodiisobuttersäureestern erhebliche Nachteile wegen der Instabilitåt;des Azodiisobuttersäure-iminoester-hydrochlorids und der Azodiisobuttersäureester und ist daher im größeren Meßstab bislang nicht ausgeübt worden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Azodiisobutter.äureester mit niederen aliphatischen Alkoholen einfach und mit sehr guter Ausbeute durch Umsetzung von Azodiisobuttersäurenitril, Alkohol und Chlorwasserstoff zum entsprechenden Iminoeeterhydrochlorid und anschließende--.Hydrolyse erhält, wenn man die Umsetzung in Gegenwart eines wasserlöslichen wasserlöslichen, cyclischen ethers und/oder eines wasserlöslichen niedermolekularen Diols und/oder eines wasserlöslichen linearen Dioläthers bzw.
  • -polyäthers mit einem Molekulargewicht bis etwa 1800 durchführt.
  • Im allgemeinen werden die wasserlöslichen cyclischen Äther, niedermolekularen Diole, linearen Diläther bzw. -polyäther in einer Menge von 0,01 bis 11,0 Gewichtsprozent, bevorzugt von 0,4 bis 6,0 Gewichtsprozent bezogen auf den niederen aliphatischen Alkohol verwendet.
  • Als solche wasserlöslichen Äther, Diole und Diolätber und -polyäther seien beispielsweise genannt: cyclische Äther mit bevorzugt 5 und 6 Ringgliedemn, z.B.
  • Tetrahydrofuran, 2 ,5-Dimethyltetrahydrofuran, Dihydro-2 H-Pyran, Hydroxymethyloxolan, 1 , 4Dioxan , 4, 4-Diiethyl-1,3-Dioxan, Trioxan; lineare niedermolekulare Diole mit bis zu 8, bevorzugt 4 C-Atomen z.B. Äthylenglykol, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol; lineare Dioläther mit bis zu 8, bevorzugt bis zu 4, insbesondere mit 2 C-Atomen in der Kohlenstoffkette des Diols, z.B.
  • Äthylen-glykol-mono-methyläther, Diäthylenglykol, Diäthylenglykoldimethyläther, Diäthylenglykolmonoäthylather, Triäthylenglykol, Tetraäthylenglykol, Dipropylenglykol; Polyäthylenglykole mit einem Molekulargewicht bis etwa 1800, bevorzugt mit einem Molekulargewicht von etwa 400 und etwa 1700.
  • Für das erfindungsgemäße Verfahren können als Ausgangs stoffe niedere aliphatische Alkohole mit 1 bis 6, bevorzugt 1 bis 4 C-Atomen Verwendung finden; beispielsweise seien genannt:Methanol, äthanol, PropanOl, Isopropanol, Butanol, Isobutanol, t.-Butanol, Amylalkohol und Isoamylalkoholc Methanol und Äthanol werden als Ausgangsmaterial besonders bevorzugt.
  • Im allgemeinen wird das erfindungsgemäße Verfahren in folgender Weise durchgeführt: Zu der Suspension des Azodiisobuttersäurenitrils in Alkohol wird die gewählte Menge des cyclischen Äthers, Diols bzw.
  • Dioläthers zugefügt und in an sich bekannter Weise in das Reaktionsgemisch im Temperaturbereich von etwa -5 bis etwa +30°C die entsprechende Menge Chlorwasserstoff eingeleitet.
  • Dabei ist es zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens im allgemeinen zweekmäßig, den Alkohol in einem Uberschuß über die theoretisch für die Bildung des Azodiisobuttersäureesters benötigte Menge einzusetzen.
  • Im allgemeinen verwendet man dabei das 3,8 bis 4,5fache der theeretisch für die Bildung des Azodiisobuttersäureesters benötigten Menge Alkohol.
  • Im allgemeinen wird das etwa zwei- bis fünffache der theoretisch benötigten Menge Chlorwasserstoff verwendete Ein größerer Uberschuß schadet zwar nicht, edoch ist es unzweckmäßig, einen größeren Überschuß über die Menge Chlorwasserstoff zu nehmen, die in der Reaktion verbraucht wird und im Reaktionsgemisch gelöst bleibt. Das Verfahren kann sowohl drucklos als auch unter Druck durchgeführt werden. Selbsttrerständlich wird der beim Arbeiten unter Druck zu wählende Überschuß Chlorwasserstoff höher sein, da unter höherem Chlorwasserstoffdruck auch entsprechend mehr Chlor-Wasserstoff im Reaktionsgemisch gelöst wird.
  • Nach beendeter Umsetzung des Aeodiisobuttersäurenitrile zum entspreohe'ndn Iiinoester-hydrochlorid, die in an sich bekannter Weise aufgrund des Chlorwasserstoffverbrauchs bzw. analytisch ermittelt werden kann und beispielsweise bei einem 500 kg-Ansatz etwa 6 Stunden in Anspruch nimmt, wird das gesamte Reaktionsgemisch zur Hydrolyse des Iminoesters im allgemeinen langsam in ein gut gerührten Eis-Wasser-aemisch gegeben, wobei gegebenenfalls durch Außenkühlung oder Zugabe von weiterem Eis dafür gesorgt wird, daß die Temperatur nicht über 300C, bevorzugt 22°C steigt. Die Hydrolyse des AzodiisobuttereäureiminoesterPhydrochlorids erfolgt exotherm in kurzer Zeit, beispielsweise bei dem vorerwähnten Ansatz in etwa 2 Stunden, wobei die Zeit wesentlich durch die Abmessungen der Apparatur und die Forderung, die vorerwähnten Temperaturen nicht zu überschreiten, gegeben ist.
  • Wenn das gesamte Reaktionsgemisch dem Eis-Wasser-Gemiech zugefügt ist, wird mit Rühren aufgehört und das Gemisch bis zur vollständigen Phasentrennung stehehgelassen.
  • Nach erfolgter Phasentrennung wird die wässrige Phase abgezogen und verworfen, die organische Phase, die aus Azodiisobuttersäureesterund wenig Alkohol besteht, wird mehrmals mit Waeser bzw. wässriger Bicarbonatrcoder Sodalösung gewaschen, um sie von gelöetem Alkohol und Chlorwasserstoff zu befreien.
  • Wenn sie bzw. das Waschwasser nicht mehr sauer reagiert, wird sie mit einem geeignten Trockenmittel, z.B. wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.
  • Der erfindungegemäße Zusatz von cyclischem Äther, Diol, Diol äther und/oder iiolpolyäther beträgt wie bereits erwähnt im allgemeinen 0,01 bis 11,0 Gew.-% des eingesetzten Alkohols.
  • Im allgemeinen ist ein geringerer Zusatz nicht mehr von Vorteil, während ein größerer Zusatz die Rührbarkeit der Reaktionenischung, insbesondere im Prall der Polyäther, durch Viskositätasteigerazig oder auch bei der späteren Trennung der organischen von der wässrigen Phase die Phasentrennung ungünstig beeinflussen kann.
  • Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens liegen in einer wesentlichen Ausbeuteerhöhung, wobei gleichzeitig die Reaktionszeit gegenüber der Durchführung der Umsetzung ohne Zusatz der erfindungsgemäßen cyclischen äther, Diole oder Dioläther erheblich verkürzt wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß überraschenderweise eine wesentlich bessere und schnellere Phasentrennung zwischen Azodiisobuttersäureester und wässriger Phase erreicht wird. Dadurch ergibt sich eine weitere, vorteilhafte Verkürzung der für die Geamtdurchführung benötigten Zeit. Außerdem fällt ein lediglich Alkohol enthaltendes Abwasser an; das für eine biologische Klärung besonders vorteilhaft ist.
  • Azodtiisobuttersäureester sind gute Radikalbildner und können als solche zur Initiierung von Polymerisationen verwendet werden.
  • Beispiel 1 In einem Rundkolben mit Rührer und Thermometer werden 630g Äthanol (13,7 mol) durch Außenkühlung mit Eis-Wasser gut gekühlt und portionsweise mit 280g (1,7 mol) Azodiisobuttersäurenitril versetzt. Nach Zugabe von 0,64g Dioxan werden in die Suspension im Temperaturbereich 8 bis 150C unter Rühren 500g (13,7mol) Chlorwasserstoff eingeleitet.
  • Nach vierstündigem RUhren bei 15 0C läßt man das Reaktionsgemisch auf RSumtemperatur erwärmen' und weitere 12 Stunden stehen. Anschließemd wird das Reaktionsgemisch unter Rühren in 1,5 1 Eis-Wasser gegossen, wobei durch Außenkühlung bzw. Zugabe von weiterem Eis dafür gesorgt wird, daß eine Temperatur von 30°C nicht überschritten wird. Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch zur Phasentrennung stehengelassen und nach erfolgter Phasentrennung der Azodiisobuttersäureäthylester als organische Phase von der wässrigen Phase getrennt. Die organische Phase wird mit mehreren Portionen kalter Natriumbicarbonat neutral gewaschen und anschließend über einem Gemisch von wasserfreien Natriumsulfat und Soda getrocknet. Man erhält 369,5g Azodiisobuttersäureäthylester (=83,7% der Theorie) als gelbe, niedrigviskose Flüssigkeit von angenehmem Geruch und20: 1,4298.
  • Nach dünnschichtchromatographischer Analvse entht der Azodiisobuttersäureäthylester noch etwa 0,2% Azodiisobuttersäurenitril.
  • Beispiel 2 Man arbeitet wie im Beispiel 1 beschrieben, Jedoch unter Zugabe von 6,4g Dioxan anstelle von 0,64g und erhält 374g Azodiisobuttersäureäthylester (=85,0% der Theorie) mit 20 weniger als 0,5% Azodiisobuttersäurenitril; nD =1,4297. Beispiel 3 Man arbeitet wie in Beispiel 1 beschrieben, Jedoch unter Zusatz von 64,0 g Dioxan anstelle von 0,64 g und erhält 381 g Azodiisobuttersäureäthylester (= 86,6 % der Theorie) mit einem Gehalt von etwa 0,3 % Azodiisobuttersäurenitril; und20= 1,4299 Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel) Man arbeitet wie in Beispiel 1 beschrieben, Jedoch ohne Zugabe von Dioxan. Man erhält bei mehrfacher, gleicher Ausführung bei den einzelnen Versuchen 310 bis 340 g Azodiisobuttersäureäthylester (= 70,5 bis 77,5 % der Theorie); und20= 1,4296 bis 1,4299.
  • Im arithmetischen Mittel aus den Versuchen wurde eine mittlere Ausbeute von 333 g Azodiisobuttersäureäthylester ( = 75,5 % der Theorie) erhalten, der ebenfalls im Mittel noch etwa 0,5 % Azodiisobuttersäurenitril enthielt.
  • Beispiel 5 In einem Rundkolben mit Rührer und Thermometer werden630 g Äthanol durch Außenkühlung durch Eis-Wasser gut gekühlt und portionsweise mit 280 g Azodiisobuttersäurenitril versetzt.
  • Nach Zugabe von 0,063 g Tetrahydrofuran werden in die Suspension im Temperaturbereich 8 - 15°C unter Rühren 500 g Chlorwasserstoff eingeleitet. Nach vierstündigem Rühren bei 15°C läßt man das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen und weitere 12 Stunden stehen. Anschließend wird das Reaktionsgemisch unter Rühren in 1,5 1 Eis-Wasser gegossen, wobei durch Außenkühlung bzw. Zugabe von weiterem Eis dafür gesorgt wird, daß eine Temperatur von 30 °C nicht überschritten wird. Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch zur Phasentrennung stehengelassen und nach erfolgter Phasentrennung der Azodiisobuttersäureäthylester als organische Phase von der wässrigen Phase getrennt. Die organische Phase wird mit mehreren Portionen kalter Natriumbicarbonat-Lösung neutral gewaschen und anschließend über einem Gemisch von wasserfreiem Natriumsulfat und Soda geArocknet. Man erhält 356 g Azodiisobuttersäureäthylester ( = 81,0 % der Theorie) als gelbe., niedrigviskose Flüssigkeit von angenehmen Geruch; und20 : 1,4297.
  • Beispiele 6 - 8 Man arbeitet wie im Beipiel 5 beschrieben, Jedoch unter Zugabe einer Jeweils zehnfach größeren Menge von Tetrahydrofuran (Siehe nachstehende Tabelle). Die Aufarbeitung erfolgt ebenso wie im Beispiel 5 beschrieben. In der nachstehenden Tabelle I sind für die Beispiele 6 - 8 die zugesetzten Mengen Tetrahydrofuran, die erhaltenen Ausbeuten in absoluter Menge und bezogen auf die theoretisch zu erwartende Ausbeute sowie die n20- Werte angegeben.
  • D Tabelle I
    Beispiel Gew.-% Tetrahydrofuran Ausbeute
    Nr. bezogen auf Athanol g % der Theorie nD20
    6 0,10 361 82,0 1,4298
    7 1,0 376 85,5 1,4298
    8 10,0 356 81,0 142Q
    Beispiel 9 In einem stahlemaillierten Rührwerkskessel von 3 m³ Inhalt werden 615 kg Äthanol unter Rühren mit 250 kg Azodiisobuttersäurenitril und 6,0 kg Tetrahydrofuran versetzt und anschliessend unter Kühlung im Temperaturbereich von 9 - 140C während 6 Stunden etwa 450 kg Chlorwasserstoff eingeleitet. Beim Nachrühren wird über 20 Stunden die Temperatur-bei 150C gehalten, dann wird die Reaktionsmischung in einen zweiten Kessel gedrückt, der eine Mischung aus 1000 1 Wasser und 400 kg Eis enthält, und wird kräftig gerührt. Nach Zufügen der gesamten Reaktionsmischung wird kurze Zeit weitergerührt und dann etwa 8 Stunden zum Absetzen stehengelassen. Anschließend wird die wässrige Phase abgetrennt und verworfen, der Azodiisobuttersäureäthylester (organische Phase) zuerst mit Wasser, dann mit Natriumbicarbonat-Lösung neutral gewaschen, über festem Natriumsulfat-Sodagemisch getrocknet und filtriert. Es werden 348 kg (= 88,5 % der Theorie) Azodiisobuttersäureäthylester als wasserklare Flüssigkeit mit nD20 =1,4298 erhalten; nach dünnschichtchromatographischer Analyse enthält sie weniger als 0,2 % nicht umgesetztes Azodiisobuttersäurenitril.
  • Beispiel 10 (Vergleichebeispiel) Es wurde wie in Beispiel 9 beschrieben gearbeitet, jedoch ohne Zusatz von Tetrahydrofuran. Bei 18maligner Ausführung wurden im Mittel 303,5 kg (= 77,2 % der Theorie) Azodiisobuttersäureäthylester erhalten; die n20 ° Werte schwankten zwischen 1,4296 bis 1,4299; nach dUnnschichtchromatographischer Analyse enthielt der jeweils erhaltene Azodiisobuttersäureäthylester zwischen 0,4 bis 0,9 % Azodiisobuttersäurenitril.
  • Beispiele 11 bis 13 In einem Rundkolben mit Rührer und Thermometer werden 630 g Äthanol durch Außenkühlung mit Eis-Wasser gut gekühlt und portionsweise mit 280 g Azodiisobuttersäurenitril versetzt.
  • Nach Zugabe der in nachstehender Tabelle II angegebenen Menge Diäthylenglykol werden in die Suspension im Temperaturbereich 8 - 15°C unter Rühren 500 g Chlorwasserstoff eingeleitet. Nach vierstündigem Rühren bei 150C läßt man das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen und weitere 12 Stunden stehen. Anschließend wird das Reaktionsgemisch unter Rühren in 1,5 1 Eis-Wasser gegossen, wobei durch Außenkühlung bzw. Zugabe von weiterem Eis dafür gesorgt wird, daß eine Temperatur von 300C nicht überschritten wird.
  • Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch zur Phasentrennung stehengelassen und nach erfolgter Phasentrennung der Azodiisobuttersäureäthylester als organische Phase von der wässrigen Phase getrennt. Die organische Phase wird mit mehreren Portionen kalter Natriumesrbonat-Lösung neutral gewaschen und anschließend über einem Gemisch von wasserfreiem Natriumsulfat und Soda getrocknet. Man erhält die in nachstehender Tabelle II Wufgefthrte Ausbeute an Azodiisobuttersäureäthylester.
  • Der in nachstehender Tabelle II angegebene Restgehalt Azodiisobuttersäurenitril wurde durch dünnschichtchromatographische Analyse bestimmt.
  • Tabelle II
    20
    Beisp. Diäthylenglycol Ausbeute nD20 % Restgeh.
    Nr. bez. a. Äthanol g % der Theorie Azodiiso-
    buttersEuw
    Gew.% g renitril
    0,10 0,63 366 83,2 1,4298 = 0,1
    11 0,10 0,63 366 83,2 1,4298 = 0,1
    a,50 3,15 371 84,5 1,4298 = 0,2
    13 1,00 6,3 362 82,3 1,4295 = 0,4
    Beispiele 14 bis 16 In einem Rundkolben mit RUhrer und Thermometer werden 630 g Äthanol durch Außenkühlung durch Eis-Wasser güt gekühlt und portionsweise mit 280 g Azodiisobuttersäurenitril versetzt.
  • Nach Zugabe von der in nachstehender Tabelle III genannten Menge Triäthylenglykol werden in die Suspension im Temperaturbenich 8 bis 150C unter Rühren 500 g Chlorwasserstoff eingeleitet. Nach vierstündigem Rühren bei 15°C läßt man das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen unS weitere 12 Stunden stehen. Anschließend wird das Reaktionsgemisch unter Rühren in 1,5 1 Eiswasser gegossen, wobei durch Aussenkühlung bzw. Zugabe von weiterem Eis dafür gesorgt wird, daß eine Temperatur von 30°C nicht überschritten wird. Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch zur Phasentrennung stehengelassen und nach erfolgter Phasentrennung der Azodiisobuttersäureäthylester als organische Phase von der wässrigen Phase getrennt. Die organische Phase wird mit mehreren Portionen kalter Natriumbicarbonat-Lösung neutral gewaschen und anschließend über einem Gemisch von wasserfreiem Natriumsulfat und Soda getrocknet. Man erhält die in nachstehender Tabelle aufgeführte Menge an Azodiisobuttersäureäthylester.
  • Der in nachstehender Tabelle angegebene Restgehalt Azodiisobuttersäurenitril wurde durch dünnschichtchromatographische Analyse bestimmt.
  • Tabelle III
    eisp. Triäthylenglykol Ausbeute % Restgehalt
    Nr. Gew.% bezogen % der Theo- n20 Azodlisobut-
    D
    auf Äthanol g g rie tersäurenitril
    14 0,10 0,6 365 83.0 1,4297
    15 1,00 6,3 374 85,0 1,4295 --
    16 - 10,0 63,0 334 76.0 1,4299 0,1
    Beispiele 17 und 18 In einem Rundkolben mit Rührer und Thermometer werden 630 g äthanol durch Außenkühlung abgekühlt und portionsweise mit 280 g Azodiisobuttersäurenitril versetzt. Nach Zugabe von der in nachstehender Tabelle IV genannten Menge höhermolekulearer Poläthylenglykoläther werden in die Suspension im Temperaturbereich 8 - 150C unter Rühren 500 g Chlorwasserstoff in 4 Stunden eingeleitet. Nach vierstündigem Rühren bei 150C läßt man das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur -erwErmen und weitere 12 Stunden stehen. Anschließend wird das Reaktionsgemisch unter RUhren in 1,5 1 Eis-Wasser gegossen. Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch zur Phasentrennung stehengelassen; die organische Phase, der rohe Azodiisobuttersäureäthylester, wird dann von der wässrigen Phase getrennt, mit Wasser und Kalter Natriumbicarbonatlösung neutral gewaschen und anschli eßend mit wasserfreiem Natriumsulfat-Spdagemisch getrocknet. Man erhält die in Tabelle IV aufgeführten Mengen an Azodiisobuttersäurediäthylester.
  • Tabelle IV
    Gewichtsprozent
    Beispiel Polyäthylengly-
    Nr. koläther bezogen
    auf Xthanol,vom Ausbeute nD20 -Werte
    Molgewicht g % der Theorie
    18 0,10 % MG 1700 370 84,2 1,4296
    Beispiele 19 - 21 In einem Rundkolben mit Rührer und Thermometer wird Jeweils die in Tabelle V genannte Menge Alkohol (Methanol, Isopropanol bzw. Isobutanol) durch Eis-Wasser-Rühlung gekühlt und mit 280 g Azodiisobuttersäurenitril versetzt. Nach Zugabe der gleichfalls in Tabelle V genannten Menge Tetrahydrofuran wird die Suspension im Temperaturbereich 8 bis 150 unter Rühren mit 500 g Chlorwasserstoff in 4 Stunden gesättigt, dann 4 Stunden bei 150C gerührt und über Nacht stehengelassen. Anschließend wird das Reaktionsgemisch in 1,5 1 Eis-Wasser eingetragen. Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch zur Phasentrennung stehengelassen. Die organische Phase wird dann von der wässrigen Phase getrennt, der rohe Azodiisobuttersäureester wird mit Wasser, schließlich mit kalter Natriumbicarbonatlösung neutral gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat-Sodagemisch getrocknet.
  • Man erhält die in Tabelle V genannten Mengen Azodiisobutter säureester.
  • Tabelle V
    isp Alkohol Tetrahy- Ausbeute
    20
    drofuran % d. Theori -Werte
    19' 435 g Methanol 4,5 g 323 82,6 1,4345
    20 820 g Isopropanol, 8,5 g 398 82,0 1,4232
    21 1010 g Isobutanol 10,5 g 475 ruß9,1 1,4336

Claims (1)

  1. Patentansprüche Verfahren zur Herstellung von Azodiisobuttersäureestern mit niederen aliphatischen Alkoholen durch Umsetzung von Azodiisobuttersäurenitril, Alkohol und Chlorwasserstoff zum entsprechenden Iminoester-hydrochlorie und anschließende Hydrolyse, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines wasserlöslichen cyclischen Äthers und / oder eines wasserlöslichen niedermolekularen Diols und / oder eines wasserlöslichen linearen Dioläthers bzw.-polyäthers mit einem Molekulargewicht bis etwa 1800 durchführt 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von 0,01 bis 11,0 Gewichtsprozent, bezogen auf den Alkohol, Wasserlöslichem cyclischen Äther und /:oder wasserlöslichen niedermolekularen Diol und /oder wasserlöslichem, linearen Diol.äther bzw. -polyäther arbeitet.
    3) Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von 0,4 bis 6,0 Gewichtprozent, bezogen auf den Alkohol, wasserlöslichem cyclischen Äther und / oder wasserlöslichem niedermolekularen Diol and / oder wasserlöslichem linearen~Dioläther bzw. -polyäther arbeitet.
    4) Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den niederen aliphatischen Alkohol in einer Menge einsetzt, die das etwa 3,8 bis etwa 4,5fache der theoretisch für die Bildung des Azodiisobuttersäureesters benötigten Menge ausmacht.
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