DE22523C - - Google Patents

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DE22523C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/04Bacteriological retting

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Textile Engineering (AREA)
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  • Woven Fabrics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTA
KLASSE 29: Gespinnstfasern.
Die Erfindung bezweckt die Bearbeitung der bisher in der Industrie unverwendeten Ginsterpfianze behufs Ausnutzung derselben zu Erzeugnissen der Spinnerei, Weberei und für andere industrielle Zwecke, insbesondere auch zur Erzeugung von Seilerwaaren, von Papier und Papierstoffen u. dergl.
Die Ginsterpflanze findet sich im natürlichen Zustande fast in allen Zonen der Erde vor. Wenn man diese Pflanze nach erlangter vollständiger Reife am Rande der Wurzel abschneidet , so treibt der zurückgebliebene Stengel schon nach einem Jahre viele kleine Zweige aus. Auf solche Weise treibt ein einziger ursprünglicher Stengel bis 25 kleinere Stengel, und bei jährlicher Beschneidung vertieft sich die Wurzel nach Verlauf von etwa 7 Jahren bis zu
6 m, erhält dabei stets mehr Kraft, so dafs sie
7 bis 8 cm dick wird. Die Nebenstengel werden immer saftiger und entfalten immer mehr Spinnfasern, welche nach, der nachstehend beschriebenen chemischen Behandlungsweise sehr leicht loslösbar sind.
Man giebt nämlich die Pflanze am besten in kleinen Büscheln in einen mit Wasser gefüllten Kessel, bringt das Wasser zum Kochen, giebt dazu auf etwa 400 kg der Pflanze 20 bis 25 kg Lauge, läfst die Masse etwa 5 bis 6 Stunden kochen, löscht das Feuer aus, läfst die Pflanze im Kessel kalt werden und nimmt sie dann heraus.
Dann behandelt man die Pflanze wie Hanf und Flachs, d. h. man rottet, röstet, bricht und hechelt sie, worauf sie für alle Erzeugnisse der Spinnerei, Weberei und für andere industrielle Zwecke, auch zur Erzeugung von Seilerwaaren geeignet ist.
Aus den Abfällen der Pflanze kann man festes und geschmeidiges Packpapier, ferner Stricke, Bindfaden und Zwirne auf gewöhnliche Art erzeugen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Bearbeitung der Ginsterpflanze zum Zwecke der Verwendung derselben zu Erzeugnissen der Spinnerei, Weberei und für andere industrielle Zwecke, insbesondere auch zur Erzeugung von Seilerwaaren, von Papier und Papierstoffen u. dergl., welches Verfahren im wesentlichen darin besteht, dafs die Pflanze zuerst in Wasser, welchem man Lauge zusetzt, gekocht und nach dem Trocknen so behandelt wird, wie Hanf und Flachs, nämlich gerottet, geröstet, gebrochen und gehechelt.
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