DE224309C - - Google Patents

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DE224309C
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chlorine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 224309 -KLASSE 40 0. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1908 ab.
Das Verfahren bezweckt, den pulverigen Teil von Erzen in Stückform zu bringen, um ihn dadurch für den Verhüttungsprozeß geeigneter zu machen, und die gleichzeitige Gewinnung von Chlor oder Chlorprodukten, um die Kosten des Brikettierens auf ein Minimum herabzudriicken.
Es gibt viele Verfahren zum Brikettieren von Erzpulvern u. dgl. Bei einigen derselben
ίο soll durch Zement, Magnesiazement u. dgl. eine hydraulische Bindung der Teilchen herbeigeführt werden, bei anderen sollen durch Mischen verschiedener Salzlösungen Niederschläge in den Pulvern erzeugt und alsBindemittel benutzt werden. Etliche Verfahren beruhen auf einem Fritten in hoher Temperatur, welches herbeigeführt wird durch Bildung von Eisenoxydulsilicat oder durch Bildung von Alkali-Erdalkalisilicaten. Auch zur Gewinnung von Zinkchlorid ist ein Verfahren beschrieben, nach welchem die Erzteilchen mit Alkali oder Erdalkalichloriden gemischt und in Stückform gepreßt werden, und aus den Briketts, deren Teilchen nur durch Druck aneinander haften, durch entsprechendes Erhitzen Chlorzink gewonnen wird. Abweichend von diesem Verfahren besteht das Wesen des Erfindungsgegenstandes in der Bindung der einzelnen Teilchen durch Kristallisation einer Chlormagnesiumlösung mit nachfolgender Spaltung des Salzes in Magnesia und Salzsäure, zum Zweck, die Briketts gegen Nässe widerstandsfähig zu machen und die Salzsäure bzw. die aus der Salzsäure und Teilen der Brikettmasse entstehenden Chlorprodukte zu gewinnen. Es gewährt dies Verfahren allen anderen gegenüber den Vorteil, daß man gleichzeitig zwei Produkte erhält, nämlich Briketts und Chlorprodukte. Um die aus Erzen durch Absieben oder sonstige Separation erhaltenen Pulver zu brikettieren, werden sie, wenn sie trocken sind, mit einer Chlormagnesiumlösung, sogen. Endlauge, so weit angefeuchtet, daß die Masse unter dem Preßdruck schwitzt. Nasse Pulver werden mit Chlormagnesiumsalz gemischt und nach Aufsaugung des leicht löslichen Salzes brikettiert. Die Konzentration der Lösung und deren Menge richtet sich nach den zu brikettierenden Stoffen. Bei dichten Materialien genügen schon 5 Prozent einer 60 prozentigen Chlormagnesiumlösung oder bei nassen Pulvern die entsprechende Menge des Salzes. Je nach den zu brikettierenden Stoffen empfiehlt sich, die Lösung mit Salzsäure anzusäuren oder mit Eisenchlorid-Chlorürlösung, Abfallbeize, zu versetzen.
Die in Stückform gebrachte Masse wird künstlich getrocknet, wodurch das Chlormagnesium kristallisiert und die Teilchen der Masse so fest aneinander bindet, daß sie Drucken von mehr als 40 kg pro Quadratcentimeter widerstehen. Die so hergestellten Briketts sind nicht wetterbeständig, weil sich das Bindemittel auflösen läßt. Um sie wetterbeständig zu machen, werden sie erhitzt. Das Chlormagnesium spaltet sich dadurch in Magnesia

Claims (1)

  1. und Salzsäure, welche als solche entweicht oder mit der Substanz der Briketts in Reaktion tritt und als Chlorverbindung gewonnen werden kann. Der durch die Kristallisation herbeigeführte Zusammenhang der einzelnen Teilchen wird durch die durch Erhitzen bewirkte Spaltung des Chlormagnesiums nicht aufgehoben, so daß neben Chlorprodukten wetterbeständige Briketts erzeugt werden.
    Paten τ-Anspruch :
    Verfahren zum Brikettieren von pulverigen Erzen mit Gewinnung von Chlorverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Salz oder Lösung von Chlormagnesium brikettierten Stücke zunächst getrocknet und darauf bis zur Zersetzung des Bindemittels erhitzt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
LT3759B (en) 1987-05-30 1996-03-25 Sorg Gmbh & Co Kg Method for glass manufacture in the melting furnace

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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LT3759B (en) 1987-05-30 1996-03-25 Sorg Gmbh & Co Kg Method for glass manufacture in the melting furnace

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