DE223459C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B17/00—Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
- F01B17/02—Engines
- F01B17/04—Steam engines
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- Ja 223459 KLASSE 14g·. GRUPPE
KURT MÖBUS in DUSSELDORF.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. September 1909 ab.
Bei Dampfmaschinen mit Auslaßschlitzen wird die Vorausströmung des Dampfes dadurch
bewirkt, daß der Kolben in der Nähe seiner Endlage über Schlitze gleitet, durch die der Dampf aus dem Zylinder entweicht.
Naturgemäß wird der Kolben bei seinem Rückgang genau an derselben Stelle, wo der
Voraustritt begann, anfangen, den Dampf zu komprimieren, und es ergibt sich somit ein
ίο großer Kompressionsweg und hieraus eine
^ hohe Kompressionsendspannung. Letztere kann schon bei Kondensationsmaschinen mit schlechtem
Vakuum unangenehm hohe Werte annehmen, die ganz unzulässige Größen bei Auspuffmaschinen
und bei Hochdruckzylindern von Verbundmaschinen erreichen; auch wird
durch die hohe Kompression die Eigenreibung der Maschine erhöht.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun diese hohen Kompressionsspannungen zu
vermeiden, jedoch unter Beibehaltung der Auslaßschlitze und der mit diesen verbundenen
einfachen Bauart der Maschine und der Gleichstrombewegung des Dampfes vom Einlaßorgan
nach den Schlitzen zu. Die Lösung der Aufgabe ist im Prinzip die folgende: Während
der Kompressionsperiöde wird ein zusätzlicher schädlicher Raum zur Maschine automatisch
zugeschaltet und während der Dampfeinströmung und Expansion automatisch wieder abgeschaltet,
und zwar so, daß beim Eintritt der heiße Dampf mit den schädlichen kühlenden Flächen des zusätzlichen Raumes nicht
in Verbindung tritt.
Die Zuschaltung von schädlichen Räumen ist nicht neu; sie ist aber immer mit Vergrößerung
der schädlichen Flächen verbunden und daher nachteilig. Bei vorliegender Erfindung
kann der zusätzliche schädliche Raum sowohl in den Zylinderdeckel (Fig. 1) als auch
in den Kolben verlegt werden (Fig. 2). Der Mechanismus soll in Fig. 1 in folgender Weise
wirken: Nähert sich während der Kompressionsperiode der Kolben α seiner Endlage, so drückt
er mit Hilfe von Vorsprüngen b, die auch federnd- angeordnet sein können, den Ventilring
c, der durch Federn f offen gehalten wird, auf seine Sitzfläche und schaltet den
zusätzlichen Raum e ab; β kann beliebig vergrößert werden durch nochmaliges Zuschalten
von einzelnen Räumen g durch Ventile h. Tritt jetzt der Dampf in den Zylinder, so
findet er nur einen kleinen schädlichen Raum mit kleinen schädlichen Flächen vor und wird
sich nur wenig abkühlen. Nachdem der Dampf eine Expansionsspannung erreicht hat gleich
der Kompressionsspannung, die natürlich auch in dem zusätzlichen Raum herrscht, wird sich
der Ventilring c öffnen, und es wird ein Druckausgleich stattfinden, bis schließlich der Dampf
durch die Schlitze entweicht und sämtliche Räume Auspuffspannung annehmen; hierauf
beginnt das Spiel von neuem. Wird der zusätzliche schädliche Raum in den Kolben ver-
legt, so ist der Vorgang derselbe: Der Ventilring
c wird von den Vorsprüngen b am Deckel auf seinen Sitz gedrückt und bleibt auf demselben,
bis die Kompressionsspannung, die im Kolben herrscht, größer wird als die Expansionsspannung
des Dampfes, worauf ein öffnen stattfindet und der Vorgang sich abspielt
genau wie bei Fig. i. Die konstruktive Lösung kann verschieden sein, z. B. können an
ίο Stelle der Ventilringe c einzelne Ventile, die
im Zylinderdeckel oder Kolben um die Kolbenstange herum angeordnet sind, treten, oder es
können auch andere Absperrorgane angewandt werden; prinzipiell soll die Kompressionsspannung
dadurch in zulässigen Grenzen gehalten werden, daß ein zusätzlicher schädlicher Raum,
der entweder in den Zylinderdeckel oder Kolben verlegt wird, während der Kompression
automatisch zugeschaltet und während der Einströmung und Expansion automatisch abgeschaltet
wird.
Claims (2)
1. Steuerung für zusätzliche schädliche Räume von Dampfmaschinen mit Auslaß-Schlitzsteuerung
(Gleichstromdampfmaschinen), dadurch . gekennzeichnet, daß Ventile
(c) vorgesehen sind, welche bei Druckausgleich zwischen dem Zylinder und dem
schädlichen Raum (e) durch Federn (f) offen gehalten und durch Vorsprünge (b)
des Arbeitskolbens am Hubende geschlossen werden bzw. so lange geschlossen bleiben,
bis die Federn (f) bei Druckausgleich infolge der Expansion des Dampfes im Zylinder
in Tätigkeit treten und das öffnen der Ventile bewirken.
2. Steuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (c) und
die zusätzlichen schädlichen Räume (e) in den Kolben und die Vorsprünge (b) in die
Zylinderdeckel verlegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE223459C true DE223459C (de) |
Family
ID=484277
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT223459D Active DE223459C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE223459C (de) |
-
0
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