DE2222672B2 - Vorrichtung zum Bestreichen und/ oder Spachteln der Kanten von Platten oder Leisten - Google Patents
Vorrichtung zum Bestreichen und/ oder Spachteln der Kanten von Platten oder LeistenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine zum Bestreichen und/oder Spachteln der Kanten von Platten
oder von Leisten, wie Holzspanplatten oder Sperrholzplatten, geeignete Vorrichtung, die einen der Aufnahme
und der Bereitstellung des Streichmittels oder der Spachtelmasse dienenden Behälter sowie eine das
Mitu! ,/J*r die Masse auf die betreffende Kante auftragende
Einrichtung aufweist.
Durch die US-PS 23 59 015 ist eine zum Bestreichen der Kanten von in horizontaler Richtung zugeführter
Leisten mit Leim vorgesehene Vorrichtung bekanntgeworden, in deren der Aufnahme des Leims dienende &>
Behälter ein um eine vertikale Achse umlaufendes Rad gelagert ist, dessen Rand einseitig durch einen in der
Behälterwand befindlichen Schlitz hindurchragt und den Leim auf die ihm zugekehrte Leistenkante aufträgt.
Diese bekannte Vorrichtung ist dabei gegenüber der 6S
ihr zugeführten Leiste schwenkbar gelagert und muß somit bei jedem Arbeitsvorgang besonders an die mit
Leim zu bestreichende Leistenkante herangeführt werden. Auch ist die Arbeitsfläche dieses Auftragrades
zahnradartig ausgebildet und somit allein zum Auftrag einer Leimschicht, nicht jedoch zum Auftrag einer
Streich- oder Spachtelmasse geeignet. Außerdem aber ist auch noch eine besondere Bahn zum Abstützen und
Vorschieben der betreffenden Leiste erforderlich.
Weiterhin sind durch die beiden DT-AS 12 64 303 und 12 79 327 Vorrichtungen bekanntgeworden, mittels
denen sich ebenfalls in horizontaler Richtung zugeführte Leisten mit einem aus schmelzflüssigen Kunststoff
bestehenden Mantel umgeben lassen. Davon abgesehen, daß auch bei diesen Vorrichtungen eine besondere
Vorschubbahn erforderlich ist, so sind auch diese Vorrichtungen überhaupt nicht zum Bestreichen und/oder
Spachteln der Kanten von Platten oder Leisten geeignet
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nunmehr eine Vorrichtung der obenerwähnten Art zu schaffen,
die eine einfache und zügige Behandlung derartiger Platten und Leisten in horizontaler Richtung ermög
licht, ohne daß es hierzu besonderer Führungsmittel bedarf. Auch soll das Streichmittel oder die Spachtelmasse
in einer vorher bestimmbaren Stärke allein auf die betreffenden Kanten aufgebracht werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge löst, daß an der einen Seite des Behälters ein durchgehender
Schlitz zur Aufnahme des zu bestreichenden oder zu bespachtelnden Randes einer im wesentlichen
in horizontaler Richtung zugeführten Platte vorgesehen ist, wobei dieser Schlitz von einer oberen Platte
und einer unteren Platte begrenzt ist. von denen mindestens eine in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert
ist und unter Federwirkung an der längs ihrer Kante zu beschichtenden Platte anliegt und ferner eine
schwenkbare und feststellbare, an der Plattenkante anliegende Zunge vorgesehen ist, durch deren Stellung
gegenüber der Plattenkante der Abstand einer am auslaufenden Ende des Schlitzes am Behälter vorgesehenen
Profilschiene von der Plattenkanle und somit die Stärke dor aufzutragenden Schicht bestimmbar ist.
Diese besondere erfindungsgemäße Gestaltung entspricht nicht nur den zuvor schon behandelten, an eine
solche Vorrichtung zu stellenden Anforderungen, sondern gewährleistet auch, daß das Streichmittel oder die
Spachtelmasse nur auf die betreffende Plattenkante aufgebracht wird, aber nicht auf die benachbarte Unterseite
oder Oberseite dieser Platte übertreten kann.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Zunge auf einer Achse angeordnet,
über die sie mittels zweier Stellschrauben und einem dazwischen angeordneten Hebel auf einer Einstellskala
in einem wählbaren Winkel zum Plattenrand feststellbar ist. Ferner kann die den Plattenaustritt begrenzende
Profilschiene gegenüber der zu beschichtenden Plattenkante einstellbar angeordnet sein.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung, die eine teilweise perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zeigt, näher erläutert.
Die Vorrichmung besteht aus einem Behälter 1, dessen eine Längsseite 2 mit einem Schlitz 3 versehen ist.
Dieser Schlitz 3 wird oben durch eine Platte 4 begrenzt, die an jeder der Stirnwände 7 des Behälters 1 durch in
einer Konsole 6 angeordnete Zapfen 5 getragen wird. Oberhalb der Konsole 6 ist eine Schraubenmutter 8
vorhanden, die die Bewegung der Platte 4 nach unten begrenzi, wobei die Platte 4 durch eine um den Zapfen
5 angebrachte Feder 9 nach unten gepreßt wird.
Auch unten kann der Schlitz 3 durch eine federbela-
stete Platte t begrenzt sein. In dieser Weise wird die iur Behandlung vorgesehene Platte 10 zwischen zwei
gegen die Platte anliegende Preßplatten 4 und 11 geführt, wodurch jegliches Austreten der iia Behälter 1
vorhandenen Streichmasse 12 vermieten wird.
Auf der Oberseite ist der Behälter 1 mit einem Bügel 13 versehen, der das obere Ende einer drehbar gelagerten
Achse 14 trägt, die an ihrem unteren Ende eine Zunge 15 und am oberen Ende eine hebelartige Einstellzunge
Ib aufweist Die Einstellzunge 16 kann durch zwei seitliche Stellschrauben 17, 18 zweckmäßig gegen
eine am Bügel 13 vorhandene Skala 19 eingestellt werden. Diese Skala 19 kann beispielsweise die auf die
Kante 20 der Platte 10 aufgebrachten Schichtdicke dadurch anzeigen, daß die Anlagezunge die Plattenkante
20 in einer gewissen Bahn gegenüber einer in der Stirnwand 7 des Behälters 1 angeordneten Profilschiene
steuert. Die Profilplatte 21 ist zweckmäßig in der Stirnwand 7 einstellbar befestigt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist die folgende: Die gezeigte Vorrichtung kann beispielsweise
einer Plattenförderanlage nachgeschaltet werden und die obere, federbelastete Platte 4 wird in
Übereinstimmung mit der Dicke der zu behandelnden Platte 10 eingestellt. Hierbei ist wichtig, daß die Feder
9 frei arbeiten kann. Die Platte 10 wird danach in den Schlitz 3 zwischen den Preßplatten 4 und 11 eingeführt
und die Zunge 15 wird mit Hilfe der Stellschrauben 17, 18 auf den gewünschten Wert eingestellt. Danach wird
der Behälter 1 mit Farbe oder Spachtelmasse gefüllt und die Vorrichtung ist dann betriebsfertig. Die Durchgangsgeschwindigkeit
der zu behandelnden Platte soli zweckmäßig der Viskosität der Streichmasse angepaßt
werden und als Beispiel kann hierfür angegeben werden, daß man bei einem schwerflüssigen Material eine
Durchgangsgeschwindigkeit von etwa 1500 m/h und bei einem pastenförmigen Material etwa 1000 m/h
wählen kann.
Durch Einstellung der Anpreßzunge 15 kann somit die aufgebrachte Schichtdicke geregelt werden und diese
Zunge 15 dient gleichzeitig zum Einpressen des Materials in Hohlräume in der Plattenkante 20. wobei das
Streichmittel komprimiert wird. Die Vorrichtung kann so eingestellt werden, daß man auch einen Oberzug der
Plattenseiten erzielen kann, was vorteilhaft ist, wenn die Plattenecken beschädigt sind. In derartigen Fällen
muß die Profilschiene 21 besonders ausgebildet werden und die Ecken der Platten umschließen. Falls nur eine
Bestreichung der Plattenkanten 20 vorgesehen ist, muß die Profilschiene 21 eine gerade Abstreichkame aufweisen.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich vorteilhafte Bestreichresultate erzielen. Die aufgebrachte
Schichtdicke kann genau eingestellt werden und bei Bestreichung, beispielsweise von Spanholzplatten
mit unebener Kantenstruktur, kann man schon bei einem einzigen Durchgang einen gleichmäßigen und
dünnen Auftrag erzielen und durch die Zunge 15 werden sämtliche Hohlräume gut ausgefüllt und das in diesen
Hohlräumen eingeführte Streichmaterial wird hierbei gut komprimiert. Die Praxis hat dabei gezeigt, daß
eine Nachbehandlung der aufgetragenen Schicht nicht mehr erforderlich ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Vorrichtung wird die Gefahr für ein Auslecken der Bestreichmasse
12 bei eingeführter Platte 10 zwischen den Preßplatten 4 und 11 ausgeschaltet und falls erwünscht,
kann eine Abdichtungsscheibe zwischen diesen beiden Preßplatten 4 und 11 angeodnet werden,
wenn eine Platte fertigbehandelt ist und aus der Vorrichtung entfernt ist.
Abschließend ist noch hervorzuheben, daß eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung an beiden Seiten
des Behälters 1 angeordnet werden kann, so daß eine zur Bestreichung vorgesehene Platte gleichzeitig
an ihren beiden Längskanten bestrichen werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch beispielsweise
für die Kantspachtelung von Leistwerken, wie Rahmen oder Bauleisten verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Bestreichen und/oder Spachteln der Kanten von Platten oder Leisten, wie Holzspanplatten
oder Sperrholzplatten, die einen der Aufnahme und der Bereitstellung des Streichmittels
oder der Spachtelmasse dienenden Behälter sowie eine das Mittel oder die Masse auf die Kante auftragende
Einrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß an der einen Seite des Behälters (1) ein durchgehender Schlitz (3) zur Aufnahme des
zu bestreichenden oder zu bespachtelnden Randes einer im wesentlichen in horizontaler Richtung zugeführten
Platte (10) vorgesehen ist, wobei dieser Schlitz (3) vos einer oberen Platte (4) und einer unteren
blatte (11) begrenzt ist, von denen mindestens
eine in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert ist und unter Druck an der längs ihrer Kante (20) zu
beschichtenden Platte (10) anliegt, und ferner eine schwenkbare und feststellbare, an der Plattenkante
(10) anliegende Zunge (15) vorgesehen ist. durch deren Stellung gegenüber der Plattenkante (20) der
Abstand einer am auslaufenden Ende des Schlitzes (3) am Behälter (1) vorgesehenen Profilschiene (21)
von der Plattenkante (20) und somit die Stärke der aufzutragenden Schicht bestimmbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (15) auf einer Achse (14)
angeordnet ist, über welche Achse sie mit Hilfe zweier Stellschrauben (17, 18) und einem dazwischen
angeordneten Hebel (16) auf einer Einstellskala (19) in einem wählbaren Winkel zum Plattenrand
festlegbar ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der den
Schlitz (3) begrenzenden Preßplatten (4, 11) unter Federdruck an der längs ihrer Kante zu beschichtende
Platte (10) anliegt.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Plattenaustritt
begrenzende Profilschiene (21) gegenüber der zu beschichtenden Seitenkante der Platte (10) einstellbar
angeordnet ist.
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Applications Claiming Priority (2)
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Publications (3)
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| DE2222672C3 DE2222672C3 (de) | 1976-04-15 |
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Also Published As
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| AT323988B (de) | 1975-08-11 |
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