DE221626C - - Google Patents

Info

Publication number
DE221626C
DE221626C DENDAT221626D DE221626DA DE221626C DE 221626 C DE221626 C DE 221626C DE NDAT221626 D DENDAT221626 D DE NDAT221626D DE 221626D A DE221626D A DE 221626DA DE 221626 C DE221626 C DE 221626C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melting zone
steam
cupola
coke
gases
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT221626D
Other languages
English (en)
Publication of DE221626C publication Critical patent/DE221626C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/24Cooling arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3t a. GRUPPE
ALEXANDER ZENZES in BERLIN-WESTEND.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Januar 1909 ab.
Es ist bekannt, bei Kupolöfen und Hochöfen in die Schmelzzone oder unterhalb dieser Wasserdampf einzuleiten, um durch die Zerlegung des Wasserdampfes in der hohen Temperatur der
. 5 Schmelzzone die Bestandteile des Dampfes, also Wasserstoff und Sauerstoff, zu gewinnen· und sie als Wärmespender nutzbar zu machen. Es ist ferner in Gießereien vielfach die Erfah-' . rung gemacht worden, daß Schmelzkoks, weleher zufällig oder auch absichtlich stark angefeuchtet war, im Kupolofen einen besonders guten Erfolg ergibt, d. h. mit niedrigerem Koksverbrauch ein heißeres Eisen erzeugt, als es mit trockenem Koks der Fall ist. Versuche, Feuchtigkeitin Form von Wasserdampf mit dem Gebläsewind in den Kupolofen zu leiten, sind erfolglos geblieben, weil zur Zerlegung von Dampf in seine Bestandteile ebenso viele Wärmeeinheiten verbraucht werden, wie nachher durch die Wiederverbrennung der Bestandteile an . Wärme gewonnen wird. . .
; Es ist nun erkannt worden, daß in einem Kupolofen dadurch an Brennstoff gespart werden kann, daß die Verbrenmmgsgase sofort beim Verlassen der Schmelzzone so abgekühlt werden, daß sie den über der Schmelzzone . lagernden Koksgichten keinen Kohlenstoff mehr entziehen können. Bei den jetzt üblichen Kupolöfen gehen die in der Schmelzzone durch vollständige Verbrennung entstandenen Kohlensäuregase durch die darüber lagernden heißen Gichten und werden durch den Kohlenstoff des Kokses, teilweise zu Kohlenoxyd reduziert, wodurch ein großer Verlust an Brennstoff und die bei Kupolöfen so unangenehme Gichtflamme entsteht. ' ■
Nach der Erfindung soll nun an Brennstoff dadurch gespart werden, daß die Verbrennungsgase nach Verlassen der Schmelzzone abgekühlt werden, indem oberhalb der letzteren '40 Wasserdampf in den Ofen geblasen wird und . hier durch den aufsteigenden Luftstrom mitgerissen und zur Abkühlung der Beschickung verwendet wird. Hierdurch wird die Bildung von Kohlenoxydgas verhindert, und an der Einwurföffnung erscheinen nur unverbrennbare Gase und keinerlei Gichtflamme. , Durch die Anwendung dieses Verfahrens ist es möglich, die Höhe eines Kupolofens wesent- ; lieh niedriger zu halten, als es bis jetzt üblich war, da die Schmelzzone auf einen schmalen Raum beschränkt werden kann und die Ver- ■ brennungsgase unmittelbar über ihr abgekühlt und dann abgesaugt werden können.
In besonderen Fällen kann der zum Abkühlen erforderliche Dampf in bekannter Weise durch die Verbrennungsgase selbst erzeugt wer- .;■■.'.. den, indem sie durch einen Kessel oder eine .' Rohrenleitung geleitet werden und dort, wie bekannt, Wasser verdampfen. 60'
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsformen von Kupolöfen für das neue Verfahren dar, und zwar zeigt Fig. 1 einen gewöhnlichen Kupol- ■ ofen, bei welchem sich über dem Windkasten ein diesem ähnlicher Sammelraum befindet, in welchen von einer beliebigen Dampf quelle
Wasserdampf geleitet wird, welcher durch ' Kanäle oberhalb der Schmelzzone in den Ofen eintritt und hier sowohl die Gase als auch die Beschickung abkühlt. Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform, wobei in bekannter Weise. durch die.Abhitze der Gase Wasserdampf erzeugt und in ähnlicher Weise, wie oben angegeben, verwendet wird. '■ ■ - :

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Koksersparnis bei Kupolöfen durch Abkühlen der über der Schmelzzone liegenden Gichten und der aus der Schmelzzone kommenden Verbrennungsgase, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Schmelzzone Wasserdampf in die Beschickung geleitet wird. ' .
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT221626D Active DE221626C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE221626C true DE221626C (de)

Family

ID=482586

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT221626D Active DE221626C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE221626C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073692B (de) * 1960-01-21 Ing Magnus Ger hard Henriksson Karhula Dipl (Finnland) Verfahren zum Vorwarmen der Geblaseluft fur Kupol und Hochofen mit Hilfe von Ofenab gasen
DE1147960B (de) * 1953-11-12 1963-05-02 Strico Ges Fuer Metallurg Verfahren zur Eisengewinnung aus Eisenerzen in einem mit Heisswind betriebenen Schachtofen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073692B (de) * 1960-01-21 Ing Magnus Ger hard Henriksson Karhula Dipl (Finnland) Verfahren zum Vorwarmen der Geblaseluft fur Kupol und Hochofen mit Hilfe von Ofenab gasen
DE1147960B (de) * 1953-11-12 1963-05-02 Strico Ges Fuer Metallurg Verfahren zur Eisengewinnung aus Eisenerzen in einem mit Heisswind betriebenen Schachtofen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3216019C2 (de)
DE1926629C3 (de) Verfahren zur Beseitigung des aus Koksofengasen und ihren Kondensaten abgetrennten Ammoniaks
DE4301322C2 (de) Verfahren und Einrichtung zum Schmelzen von eisenmetallischen Werkstoffen
DE221626C (de)
DE3133575A1 (de) Verfahren zur gaserzeugung
DE586866C (de) Verfahren zur magnetisierenden Roestung von oxydischen Eisenerzen
DE4216891A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Erhitzen und Schmelzen von stückigem Eisenschwamm
DE1938061A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Eisen aus Eisenerz
DE313619C (de)
DE561845C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von mit Kohlestaub, Gas oder OEl betriebenen Schachtoefen
DE181191C (de)
DE4338985C2 (de) Kokslos betriebener Herd-Schacht-Ofen
DE545354C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reduzieren von Erzen, insbesondere Eisenerzen
DE607009C (de) Verfahren zur restlosen Vergasung in stetig betriebenen Vertikalkammeroefen
DE864000C (de) Verfahren zur Behandlung von Brennstoff-Erz-Gemischen
DE532008C (de) Verfahren zur Beheizung von Siemens-Martinoefen mit Koksofengas
AT79946B (de) Verfahren und Hochofen zum Reduzieren und SchmelzeVerfahren und Hochofen zum Reduzieren und Schmelzen von Erzen. n von Erzen.
DE2150682C2 (de) Verfahren für den Betrieb eines Hochofens
DE524538C (de) Verfahren zur Erhoehung der Temperatur der die Regeneratoren verlassenden Abgase
DE366472C (de) Retortenofen fuer die Destillation von Brennstoffen in zwei Zeitstufen
DE673829C (de) Verfahren zum Betriebe von Flammoefen, insbesondere von Siemens-Martin-OEfen, mit reichen Gasen
AT205754B (de) Verfahren zur Herstellung von kohlenstoffhaltigen Aluminium-Silizium-Eisen-Legierungen
DE566040C (de) Verfahren zum Betrieb von Schacht-Schmelzoefen
DE401599C (de) Entschwefelung von Zinkerzen
DE302537C (de)