DE2215849B2 - Unterwasser-Schallwandler - Google Patents
Unterwasser-SchallwandlerInfo
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Description
Druckausgleich zwischen einer Flüssigkeit in einem
Tank, in welchem der Unterwasser-Schallschwinger angeordnet ist, und dem Außenwasser außerhalb
eines Schiffes mit Hilfe eines Gummibalges, der eine 40 Ausdehnung zuläßt, vorgenommen wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaf-
Die Erfindung betrifft einen Unterwasser-Schall- fung eines Unterwasser-Schallwandlers, bei dem die
wandler mit einem Resonator, dessen offene Vorder- von der Rückseite des Resonators abgestrahlte Enerfläche
dem Wasser ausgesetzt ist und dessen Rück- gie mit einfachen Mitteln weggedämpft wird und der
fläche durch ein Gehäuse unter Bildung einer Schall- 45 sich auch in großen Wassertiefen, also bei hohem
kammer abgeschlossen ist, welche über mindestens Wasserdruck, betriebssicher verwenden läßt. Inseinen
Kanal mit einer Resonanzkammer in Verbin- besondere soll er in seinem Aufbau wesentlich eindung
steht. fächer und robuster als die bekannten Unterwasser-
Derartige Schallwandler werden in der Tiefsee- Schallwandler für derartige Wassertiefen sein,
forschung benutzt und haben zumeist einen kerami- 5° Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 ansehen piezoelektrischen Resonator. Von diesem Re- gegebenen Merkmale gelöst.
forschung benutzt und haben zumeist einen kerami- 5° Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 ansehen piezoelektrischen Resonator. Von diesem Re- gegebenen Merkmale gelöst.
sonator wird jedoch nur eine Abstrahlfläche benötigt, Durch den Abschluß der Rückseite des Resonators
nämlich die Vorderseite, während die von der rück- durch eine Schallkammer, durch die Verbindung des
wärtigen Fläche abgestrahlte Energie, wenn keine Inneren der Schallkammer durch einen ersten Kanal
besonderen Maßnahmen getroffen werden, die von 55 mit dem Umgebungsmedium, durch Vorsehen einer
der Vorderseite abgestrahlte Energie teilweise wieder Resonanzkammer und durch Verbindung dieser Reauslöscht,
so daß der Wirkungsgrad verschlechtert sonanzkammer durch mindestens einen zweiten Kawird.
nal mit dem ersten Kanal läßt sich eine Weg-
Bei einem bekannten zylindrischen keramischen dämpfung der von der Rückseite des Resonators abResonator
ist die nicht benötigte Abstrahlfläche, die 60 gestrahlten Schallenergie erreichen, so daß diese
Innenfläche des Zylinders, mit Schaum- oder Kork- nicht die von der Vorderseite abgestrahlte Energie
gummi, in den eine Anzahl von einzelnen Schaum- teilweise wieder auslöscht: Dadurch wird der Wirstoffteilchen
als akustisches Dämpfungsmaterial ein- kungsgrad erhöht. Die Dimensionierung und Realigebaut
sind, bedeckt, und der Resonator ist in einem sierung der Resonanzkammer ist relativ unkritisch
mit Rizinus gefüllten Gummigehäuse untergebracht. 65 und führt in der Praxis zu einer besseren Wirkungs-Zwar
erhöht sich durch diese Auskleidung der In- gradsteigerung für die Betriebsfrequenz, als es bei
nenfläche und Wegdämpfung der von dieser abgc- den bekannten Schallwandlern der Fall ist. Der von
strahlten Energie der Wirkungsgrad dieses Reso- der Resonator-Rückseite abgestrahlte Teil der Ener-
gie wird durch die Wirkung der Resonanzkammer und ihre erfindungsgemäße akustische Ankopplung
an die Schallkammer unabhängig vom jeweiligen Wasserdruck wirkungsvoll weggedämpft.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Uuteransprüchen
gekennzeichnet.
Nachstehend wird an Hand der Zeichnung eine spezielle Ausführungsform der Erfindung beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 (A) eine Horizontalschnittdarstellung, entlang
der Schnittlinie A-A in Fig. 1 (B), eines Schallwandlers gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 1 (B) eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht des Schallwandlers nach F i g. 1 (A) und
F i g. 2 ein Empfindlichkeitsdiagramm des erfindungsgemäßen Schallwandlers.
Der in Fig.l(A) und (B) gezeigte Schallwandler
besteht aus einer statischen Wasserdruckkammer 10 und einem Resonanzhohlraum 20, die gleichachsig
miteinander angeordnet sind und als Schalldämpfer für die Innenfläche des Resonators oder Schwingers
1 wirken. Die statische Wasserdruckkammer 10 besteht aus dem hohlzylindrischen keramischen Resonator
1, der an seinen beiden Enden durch je eine Rundplatte 2 bzw. 3 abgeschlossen ist. Die obere
Platte 2 ist in ihrer Mitte von einer Bohrung S durchsetzt, die mit der Innenwand eines an die Platte 2
angeschlossenen Rohres 4 fluchtet. Auf der oberen Platte 2 ist konzentrisch zum Rohr 4 ein zylindrischer
Resonanzhohlraum 20 vorgesehen, der durch einen zylindrischen Mantel 6 und eine Dachplatte 7 abgeschlossen
ist. Das Innere des Rohres 4 steht über mehrere kleine Bohrungen 8 in der Rohrwandung
mit dem Resonanzhohlraum 20 in Verbindung.
Da der Wasserdruck die Außenseite und die Innenseite
der statischen Wasserdruckkammer, d. h., auf Grund des Vorhandenseins der Verbindungsbohrung
5 die beiden Stirnseiten des keramischen Resonators 1 in gleichem Maße baufschlagt, kann der vorliegende
Schallwandler einem Wasserdruck standhalten, der erheblich oberhalb der mechanischen
Druckfestigkeit des keramischen Resonators selbst liegt, die ungefähr 800 kg/cm2 beträgt und dem Wasserdruck
in einer Tiefe von 8000 Metern entspricht. Bekanntlich ist die Dämpfung LR des Resonanzhohlraums
20 durch die folgende Gleichung gegeben:
Darin sind:
/ = Schallfrequenz
/ = Schallfrequenz
ίο /r = Resonanzfrequenz = ^G\V
In
V = Volumen des Resonanzhohlraums 20 5 = innere Querschnittsfläche des Rohres 4
C = Schallgeschwindigkeit
G= ηπβ'-/(ί+τ2
a
η
η
Wanddicke des Rohres 4 Radius der kleinen Bohrungen 8 Anzahl der kleinen Bohrungen 8.
Diese Gleichung ist in F i g. 2 graphisch dargestellt, indem f/fr auf der Abszisse und LR auf der Ordinate,
bezogen auf VUV/2S als Parameter, aufgetragen sind.
as Wie sich aus den Kennlinien des Diagramms deutlich
ergibt, erhöht sich die Dämpfung beträchtlich, wenn / gleich fr wird oder der Resonanzhohlraum ;n Resonanz
mit dem Schall ist. Daraus ergibt sich, daß durch entsprechende Wahl der Form und Abmessun-
gen der verschiedenen Teile des Schalldämpfers eine starke Verbesserung der Empfangsempfindlichkeit in
einem speziellen Frequenzband, d. h., ein sogenannter Filtereffekt, erhalten werden kann.
Da der Resonator erfindungsgemäß bei einem hohen Wasserdruck ohne Verringerung der Empfindlichkeit
betrieben werden kann, erhält man auf diese Weise einen Ultraschallwandler, der sich außerordentlich
gut für Tiefseeforschungszwecke eignet. Während vorstehend die Erfindung in Anwendung
auf einen zylindrischen Resonator beschrieben wurde, lassen sich erfindungsgemäß auch bei andersartigen
Resonatoren mit Lateralschwingung die Oberflächen mit Ausnahme der Abstrahlfläche akustisch abschirmen
und ein Druckausgleich zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Abschirmgehäuses herstellen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Unterwasser-Schallwandler mit einem Reso- 5 Ferner ist aus der britischen Patentschrift 148 428
nator, dessen offene Vorderfläche dem Wasser ein Unterwasser-Resonator bekannt, bei dem auf eier
ausgesetzt ist und dessen Rückfläche durch ein Rückseite der Membrane eine Schallkamraer vorGehäuse
unter Bildung einer Schallkammer ab- gesehen ist, die über einen Kanal mit einer Resogeschlossen
ist, welche über mindestens einen nanzkammer verbunden ist. Jedoch befindet sich das
Kanal mit einer Resonanzkammer in Verbindung io Wasser nur außerhalb dieser Kammern in Berührung
steht, dadurch.gekennzeichnet, daß die mit der äußeren Membranseite, während sich in der
Schallkammer (Wasserdruckkammer 10) über Schallkammer und der Resonanzkammer nur Luft
einen ersten Kanal (5) unmittelbar mit dem Was- befindet. Ebenso sind bei den aus der französischen
ser in Verbindung steht und daß von dem ersten Patentschrift 1 462 869 und der deutschen Auslege-Kanal
(5) mindestens ein zweiter Kanal (8) zu der 15 schrift 1 101 831 die auf der Rückseite der Resona-Resonanzkammer
führt. toren vorgesehenen Hohlräume gegen die auf der
2. Schallwandler nach Anspruch 1, dadurch ge- anderen Seite des Resonators befindliche Flüssigkeit
kennzeichnet, daß der erste Kanal (5) durch abgedichtet.
einen an die Schallkammer (10) angesetzten Ein für größere Wassertiefen geeigneter Resonator
Stutzen (4) gebildet wird, der die ihn umgebende 20 ist weiterhin aus der USA.-Patentschrift 3 018 466
Resonanzkammer (20) durchsetzt und mehrere, bekannt, der zum Druckausgleich ein Tiefenkompreszweite
Kanäle (8) bildende Bohrungen aufweist. sionsreservoir hat, welches über eine Drosselöffnung
3. Schallwandler nach Anspruch 1 und 2, da- und gegebenenfalls ein Kapillarrohr mit einem Hohldurch
gekennzeichnet, daß der Resonator (1) als raum in Verbindung steht, der eine kompressible
Hohlzylinder ausgebildet ist, der zusammen mit 35 Flüssigkeit enthält, welche Druckunterschiede in verzwei
runden Abschlußplatten (2, 3) die schiedenen Wasscrtiefen kompensiert. Durch diese
Schallkammer (10) bildet, und daß außen an die Drosselöffnungsverbindung läßt sich zwar theoretisch
eine Abschlußplatte (2) der über eine Bohrung die Empfindlichkeit im gesamten Frequenzgebiet ermit
dem Inneren der Schallkammer (10) verbun- höhen, in der Praxis treten jedoch erhebliche Schwiedene
Stutzen (4) und die Resonanzkammer (20) 30 rigkeiten hinsichtlich der genauen Bemessung und
in konzentrischer Anordnung angesetzt sind. geometrischen Gestaltung dieser Verbindung auf,
welche die Erreichung der theoretisch zu erwartenden Ergebnisse verhindern. Mit dem Druckausgleich
befaßt sich auch ein in der deutschen Auslegeschrift 35 1 284 332 beschriebener Resonator, bei welchem der
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