DE218328C - - Google Patents

Info

Publication number
DE218328C
DE218328C DENDAT218328D DE218328DA DE218328C DE 218328 C DE218328 C DE 218328C DE NDAT218328 D DENDAT218328 D DE NDAT218328D DE 218328D A DE218328D A DE 218328DA DE 218328 C DE218328 C DE 218328C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
template
guide
sample table
disc
table according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT218328D
Other languages
English (en)
Publication of DE218328C publication Critical patent/DE218328C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B3/00Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
    • B44B3/06Accessories, e.g. tool or work holders
    • B44B3/066Master copy holders

Landscapes

  • Drilling And Boring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 218328 -KLASSE 75«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1907 ab.
Die Erfindung betrifft Maschinen zum Schneiden der Stempel, die zur Herstellung von Matrizen für den Guß von Buchdrucklettern gebraucht werden. Bei den bekannten Maschinen dieser Art wird eine die Umrisse des verlangten Schriftzeichens vorschreibende Vorlage 'mit dem Arm eines Pantographen umfahren, und der Träger des Werkstückes wird dadurch in geometrisch ähnlichen, aber
ίο nach einem bestimmten Verhältnis verkleinerten Bahnen an dem feststehenden Werkzeug entlang geführt. Da nur die Oberfläche des Stempels, die der Druckfläche der Letter entspricht, die Umrisse des Schriftzeichens genau wiedergeben soll, während die das Schriftzeichen auf dem Stempel darstellenden Ausfräsungen sich mit zunehmender Tiefe verringern sollen, so wird zur. Herstellung eines Stempels die Vorlage nicht nur einmal umso fahren, sondern die Ausfräsungen werden ihrer Tiefe nach in eine Anzahl von Zonen eingeteilt. Für jede Zone erhält das Werkzeug eine andere Tiefeneinstellung, und für jede Tiefeneinstellung des Werkzeuges wird auf den P.antographenarm ein Scheibchen von abnehmendem Durchmesser aufgesetzt. Beim
• Umfahren muß alsdann die Achse des Pantographenarmes beständig um den Halbmesser des jeweilig benutzten Scheibchens von dem Umriß der Vorlage entfernt bleiben und die Achse des Werkzeuges um einen im vorgeschriebenen Verhältnis verkleinerten Abstand von dem Umriß des Schriftzeichens.
Die Vorlage muß dabei derart eingespannt werden, daß ihre Ebene parallel zu der Ebene liegt, in der das Werkstück verschoben wird, und zu diesem Zweck sind die bekannten Ausführungsformen derartiger Stempelschneidmaschinen mit einem solchen mit entsprechenden Spannvorrichtungen versehenen Tisch ausgestattet.
Gegenstand der Erfindung ist ein solcher Mustertisch, durch dessen Einrichtung die Aufgabe gelöst wird, einerseits die Spannvorrichtungen möglichst verschiedenen Schriftgroßen und Schriftarten anzupassen und andererseits den Verlauf des Arbeitsganges soweit wie möglich von der Aufmerksamkeit des bedienenden Arbeiters unabhängig zu machen, indem er gezwungen wird, die vorgeschriebene Reihenfolge derFührungsscheibchen einzuhalten.
In der Zeichnung ist
Fig. ι eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht und
Fig. 3 eine Oberansicht der Grundplatte einer Stempelschneidmaschine, auf der ein Mustertisch nach der Erfindung angebracht ist.
Fig. 4 ist eine Oberansicht und
Fig. 5 eine Seitenansicht der beim Umfahren der Vorlage benutzten Führungsschiene.
Fig. 6 ist eine Ansicht des unteren Endes des Pantographenarmes. a
Fig. 7 ist eine Oberansicht von einem der* Führungsscheibchen und
Fig. 8 ein senkrechter Schnitt durch das- ■ selbe Scheibchen. .
Fig. 9 ist ein Schnitt durch das kleinste ' Scheibchen, das verwendet wird, und
Fig. io ein senkrechter Schnitt durch den Scheibentisch. ·
In einer von vorn nach hinten verlaufenden Aussparung der Grundplatte ist ein Tisch C (Fig. ι und 3) durch zwei Schrauben C1 festgespannt. Die Schraubenlöcher in der Grundplatte sind zu Schlitzen C2 erweitert, so daß der Tisch C um die Länge der Schlitze verschieden eingestellt werden kann. Ein Nonius C3 g'estattet, das Maß der Verstellung aus der normalen Lage abzulesen.
Im Mittelpunkt des Tisches ist eine Aus-Senkung C1 vorgesehen, in welche das Ende des Stiftes B1 des Pantographenarmes B eingesetzt werden kann.
Die Vorlage D, nach welcher der Stempel geschnitten werden soll, wird in der Mitte des Tisches eingespannt (Fig. 3),. und zu ihrer genauen Einstellung sind drei Meßplatten vorgesehen ; die eine Meßplatte C5 befindet sich vor der Vorlage, während die beiden anderen Meßplatten C an beiden Seiten der Vorlage angeordnet sind. An der der Vorlage zugekehrten Seite der Platte C5 ist eine Schwalbenschwanznut zur Aufnahme einer Meßplatte C, welche mit einer Schneide C8 versehen ist, die in eine entsprechend gestaltete Nut der Vorlage D eingreift und dadurch die Stellung der Vorlage auf dem Tisch vorschreibt.
Durch Einsetzen einer anderen Platte C7, deren Schneide C8 o eine andere Stellung hat,
kann die Einstellung der Vorlage verschiedenen Schriftarten angepaßt werden.
In die Platte C5 ist von unten ein Auge C11 eingeschraubt, durch das ein drehbar im Tisch gelagerter Bolzen C9 gesteckt ist, der einen exzentrischen Teil C'10 hat. Die Platte C5 wird von Hand in ihre Arbeitsstellung vorgerückt und durch Drehung des Bolzens C0 fest-. gespannt.
Die Platten C0 werden von beiden Seiten an die Vorlage D herangeschoben und mit Hilfe der Stellschrauben C12 festgespannt, welche die Schlitze C13 durchsetzen. An einer Seite des Tisches ist in der Grundplatte A eine Nut C14 eingefräst, die das Ende D5 einer T-Schiene Ds aufnimmt, welche mit einer Handhabe Z)4 versehen ist und in bekannter Weise zur Führung des Pantographen in
• ' winkelrechten und parallelen Linien benutzt wird (Fig. 3, 4 und S). .
An die Grundplatte A ist hinter dem beschriebenen Schablonentisch ein Ansatz angers gössen (Fig. 2), in dem mit seinem Zapfen EB
■'■:■'■ ein Tischchen E1 drehbar gelagert ist. In einer Versenkung auf der Oberfläche des Tischchens liegt eine kreisförmige Platte E11, die um die Nabe des Tischchens drehbar ist.
Über der Platte ist mit Hilfe einer durch die Nabe gesteckten Schraube E0 ein Deckel E8 befestigt. Auf einem nabenartigen Ansatz der Platte E1}' liegt . eine, zweite dünne Platte E10. Diese ist mit radialen Schlitzen E12 versehen (Fig. 3), um die Naben Es (Fig; 7 und 8) der Scheibchen E einzuführen. Die Scheibchen liegen zwischen den Platten E11 und E10 (Fig. 10), In der Deckplatte E8 ist ein Ausschnitt E14 vorgesehen, so daß der Arbeiter den Stift B1 des Pantographen in die Öffnung E5 der unter diesem Ausschnitt befindlichen Scheibe einsetzen und diese aus dem Tischchen herausführen kann. Nach dem Gebrauch wird das Scheibchen wieder in das Tischchen zurückgeführt und die Platten E10 und E11 in der Ansicht nach Fig. 3 nach rechts gedreht, bis die nächstfolgende Scheibe unter dem Ausschnitt erscheint. Ein Seitenrand des. Ausschnittes ist vorzugsweise als Schneide E13 ausgebildet, unter welche die 'Scheibchen £15 geschoben werden, um sie von dem Stift B1 abzustreifen.
Der Tisch E1 ist möglichst dicht an dem Pantographen angeordnet (Fig. 3), und es wäre daher für die größeren Scheibchen nicht Raum genug, um an der Tischseite an der Vorlage entlang zu gehen. Deshalb ist der Tisch mit einem Ausschnitt E2 versehen, der bei Verwendung größerer Scheiben mit Hilfe der Handhaben E7 gegen die Vorlage gedreht werden kann.
Eine der Scheibchen ist in den Fig. 7 und 8 herausgezeichnet.
In die konische Versenkung E5 der Nabe E3 wird das kugelige Ende des Stiftes B1 (Fig. 6) eingesetzt, und der Scheibenrand E4 wird an der Vorlage entlang geführt. Die konischen Öffnungen der Scheibchen sind so abgemessen, daß der Mittelpunkt der Kugel am Pantographenstift B1 mit den Oberflächen der Scheibe in einer Ebene liegt. Die kleinste Scheibe hat die in Fig. 9 im Schnitt dargestellte Form. Ihre Nabe E15 ist größer als ihr Durchmesser und erhält daher eine Bohrung E5, in die der kegelförmige Teil des Stiftes B1 paßt.. Das Zäpfchen E4, das an dem Musterumriß entlang geführt wird, endigt in einer Kugel mit abgeflachtem Boden, die so geführt wird, daß ihr Mittelpunkt in einer Ebene mit dem oberen Rand der Vorlage liegt.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Mustertisch für Maschinen zum Schneiden von Matrizenstempeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorlage (D) auf dem Tisch in einer geradlinigen Führung von drei Spannplatten (C5, Ca) gehalten wird, von denen eine (C5)- mit einer Schneide (C%) in eine entsprechende Nut
    an der Vorlage (D) derart eingreift, daß sie die Stellung der Vorlage in ihrer Führung bestimmt, während die beiden anderen (C6) die Vorlage in der so bestimmten Stellung festhalten.
  2. 2. Mustertisch nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide (Cs) an einem auswechselbaren Schieber (C) angebracht ist.
  3. 3. Mustertisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Umfahren der Vorlage dienenden Scheibchen (E) in bestimmter Reihenfolge in radialen Schlitzen (E12) einer drehbaren, am Tisch' gelagerten Scheibe (E10) getragen werden, die durch einen mit einem Ausschnitt 1*) versehenen Deckel (E8) derart verschlossen ist, daß immer nur ein Führungsscheibchen (E) auf einmal entnommen werden kann.
  4. 4. Mustertisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Scheibe (E1") tragende Tisch (E1) mit einem Ausschnitt (E2) versehen ist, welcher gegen die Vorlage (D) gedreht werden kann, zum Zweck, bei Verwendung größerer Führungsscheiben (E) genügenden Raum zu schaffen, um die Führungsscheibe an der Tischseite an der Vorlage (D) entlang zu führen.
  5. 5. Führungsscheibchen für einen Mustertisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe (Es) des Scheibchens (E) mit einer kegelförmigen Aussenkung (E6) versehen ist, in die das kugelförmig gestaltete Ende (B1) des Pantographenarmes (B) derart hineinpaßt, daß der Mittelpunkt der Kugel in einer Ebene mit dem oberen Rand der Vorlage liegt. ·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT218328D Active DE218328C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE218328C true DE218328C (de)

Family

ID=479562

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT218328D Active DE218328C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE218328C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3446161C2 (de)
DE2760355C2 (de)
DE3883731T2 (de) Hobelwerkzeug für eine Holzbearbeitungsmaschine.
EP1155782B1 (de) Halterungsvorrichtung mit einem Trägerkopf zum Halten eines Werkstücks
EP0189095A1 (de) Vorrichtung zum Vorritzen von Werkstücken
EP0106057A2 (de) Flachschleifmaschine für Stanzwerkzeuge
DE218328C (de)
CH665158A5 (de) Wechselpalette zum einspannen und ausrichten von werkstuecken.
DE4129743C1 (de)
DE2153480C3 (de) Graviergerät
DE2625983A1 (de) Bohrwerkzeug mit zwei einzeln verstellbaren schneiden
EP0083678B1 (de) Eckenschere
DE89501C (de)
DE10111894A1 (de) Farbzonendosiereinheit
DE2328439B2 (de) Schwenkbarer Werkstück-Aufspanntisch für Werkzeugmaschinen, Insbesondere für Universal-Fräsmaschlnen
DE2158191C3 (de) Vorrichtung zum Entgraten von geraden Blechbändern
DE744276C (de) Verfahren und Einrichtung zur Mehrfachbenutzung der Schneidunterlagen bei Dreimessermaschinen zum Beschneiden von Papierstapeln o. dgl.
DE202007012172U1 (de) Schneidvorrichtung für Zahnriemen
DE819610C (de) Vorrichtung zur Erzeugung vieleckiger Loecher
DE259018C (de)
DE394607C (de) Vorrichtung zum Schleifen der Zahnruecken von Kreissaegen
DE639371C (de) Vorrichtung zum Aufsetzen von Typen auf die Typentraeger von Schreibmaschinen o. dgl.
DE1907888C (de) Selbstzentrierender Schraubstock zum Spannen von Werkstücken mit auch nicht parallelen Seitenflächen
DE1298860B (de) Vorrichtung zur Erzeugung von kreisbogenfoermigen Bewegungen eines Werkstueckes oder eines Werkzeuges
DE1090843B (de) Geraet zum Einschneiden gleichbeabstandeter Randnuten in Werkstuecke