DE217561C - - Google Patents

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DE217561C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28GCLEANING OF INTERNAL OR EXTERNAL SURFACES OF HEAT-EXCHANGE OR HEAT-TRANSFER CONDUITS, e.g. WATER TUBES OR BOILERS
    • F28G3/00Rotary appliances
    • F28G3/04Rotary appliances having brushes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 217561 -KLASSE 13 e. GRUPPE
in BRÜSSEL.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen des Kesselsteines aus Kesselröhren mit unter Fliehkraftwirkung ausschwingenden Arbeitsscheiben. Gegenüber bekannten Vorrichtungen dieser Art besteht das Wesen der Erfindung darin, daß die Arbeitsscheiben mittels Langlöcher auf ihren Tragbolzen gelagert sind, die in tangential verlaufenden Langlöchern ihrer Lagerscheiben ruhen.
ίο Zweckmäßig sind die einander entsprechenden Langlöcher für jeden Tragboken in den Lagerscheiben' zueinander versetzt angeordnet. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß die Entfernung der Ablagerungen durch das Walzen der Scheiben und nicht durch Stoß vor sich geht. Die tangentiale Anordnung der Langlöcher erleichtert diese Art des Angriffes der Scheiben und verringert dementsprechend deren schädlichen Einfluß auf die Kesselröhren.
Die Antriebsmaschine für den Werkzeugkopf einer derartigen Vorrichtung wird gemäß der Erfindung zweckmäßig mittels eines Gegengewichtes an einer Laufkatze senkrecht beweglich aufgehängt, die auf einer zur Achse der Kesselröhren gleichlaufenden und in wagerechter Richtung verschiebbaren Laufbahn ruht.
Fig. I zeigt eine Einzelansicht des Reinigungswerkzeuges innerhalb des zu reinigenden Rohres mit Führungsvorrichtung im Längsschnitt. Fig. 2 bis 4 sind Querschnitte durch das Reinigungswerkzeug bzw. dessen Führung. Fig. 5 und 6 veranschaulichen die den Antriebsmotor tragende Laufkatze in zwei Ansichten. Fig. 7 zeigt die Führungsbahn für die Laufkatze der Maschine im Grundriß. Fig. 8 und 9 stellen in Seiten- und Vorderansicht die Aufhängevorrichtung für den Elektromotor dar. Fig. 10 und 11 veranschauliehen den Einbau der Reinigungsanlage in einem Kesselhaus.
Bei der neuen Vorrichtung besteht das in die Kesselröhren einzuführende Werkzeug aus zwei Scheiben 1 und 2, von denen die eine Scheibe 1 größeren Durchmesser als die andere Scheibe 2 hat. Beide Scheiben sind mit Langlöchern 3 versehen, die in tangentialer Richtung zum Umfang der Drehungsachse 6 der Vorrichtung verlaufen und zur Aufnahme der Bolzen 4 dienen. Auf diese Bolzen 4 wird vor dem Zusammenbau der Scheiben 1 und 2 eine Anzahl von Scheiben 5 geschoben, die mittels Langlöcher auf den Tragbolzen 4 gelagert sind (Fig. 1 bis 3). Die Scheiben 1 und 2 sitzen fest auf der Drehungsachse 6. Zu diesem Zwecke ist die Scheibe 1 mit einer auf einem Vierkant der Achse 6 sitzenden Scheibe/ durch Schrauben 9 verbunden, während die Scheibe 2 auf einem Vierkant der Achse 6 sitzt
und durch eine auf das Ende der Achse geschraubte, mittels einer Mutter IO gehaltene Platte 8 in ihrer Lage gesichert ist.
Die Achse 6 ist durch Keile 12 mit einer Hohlwelle 11 verbunden. Letztere läuft in Lagern 13, die sich im Innern der hohlen Handhabe 14 befinden, und erhält Antrieb von einem Elektromotor 15, mit dem sie durch eine Kupplung verbunden ist. Mit der hohlen Handhabe 14 sind Bügel verbunden, die Rollen 16 (Fig. 4) tragen, welche zur Führung des Werkzeuges in dem zu reinigenden Kesselrohr dienen. Durch die Anordnung der Arbeitsscheiben 5 mittels Langlöcher auf ihren Trag- bolzen 4 und durch deren Lagerung in zueinander versetzt und tangential zum Umfang der Drehungsachse 6 verlaufenden Langlöchern der Tragscheiben 1 und 2 wird erzielt, daß die Scheiben nicht wie bisher durch Stoß, sondern durch Wälzbewegung auf die Ablagerungen einwirken und gleichzeitig nur die Ablagerungen, aber nicht die Rohrwände angreifen.
Der Elektromotor 15 liegt in einem Bügel 31 (Fig. 8 und 9) und hängt mittels eines Seillaufes oder Flaschenzuges 25 an einer kleinen Laufkatze 24. Letztere ist mit Rollen 26 versehen und hat als Laufbahn zwei durch Zwischenstücke 28 miteinander verbundene Röhren 27 (Fig. 5 und 7). Die Laufbahn 27 liegt mit dem einen Ende zweckmäßig unter Zwischenschaltung eines Winkeleisens oder sonst einer Stütze 29 auf dem Kessel auf, während das andere Ende eine rollenartige oder andere Unterstützung 30 hat (Fig. 10). Die Stützen 29 und 30 nehmen die ganze Breite der Kesselanlage ein. . Die Unterstützung 30 liegt um so viel höher als die Winkelstütze 29, daß die Laufbahn dieselbe Neigung erhält wie die Röhren des Kessels. Bei dieser Anordnung kann die Laufbahn 27 mit der daran hängenden Maschine 15 und dem Werkzeug 1, 2 ohne Schwierigkeit in der Breitenriohtung des Kessels bzw. der Kesselgruppe verschoben werden. Das Heben und Senken der Maschine mit dem Werkzeug erfolgt mit Hilfe des Flaschenzuges 25, so daß alle Kesselröhren bequem erreicht werden können. Zum Gewichtsausgleich dient ein Gegengewicht 32 (Fig. 10), das mit der Laufkatze 24 durch eine Kette oder ein Seil 33 verbunden ist. Das Gegengewicht trägt wesentlich zur leichten Handhabung der Vorrichtung beim Hin- und Herschieben bei. Durch die beschriebene Anordnung wird ermöglicht, die Vorrichtung bei jeder beliebigen Kesselanlage durch einfaches Anbringen von Stützen 29 und 30 zu verwenden, was mit den
■ bisher bekannten Vorrichtungen nicht ohne weiteres ausführbar ist.
Die Wirkungsweise ist folgende: Ehe das Werkzeug in das zu reinigende Kesselrohr eingeführt wird, läßt man in dieses Rohr einen kleinen Wasserstrahl ein, der späterhin zur Kühlung des Werkzeuges und des Rohres sowie ferner zur Wegschaffung des abgestoßenen Kesselsteines dient. Hierauf wird das Werkzeug in das Rohr eingeführt und die Antriebsmaschine in Bewegung gesetzt. Die Welle 11 dreht sich dann sehr rasch mit dem Werkzeug, wobei sich die Tragbolzen 4 mit den Scheiben 5 unter der Einwirkung der Fliehkraft in ihren Langlöchern 3 von der Achse 6 nach dem Umfang der Scheiben 1 und 2 zu verschieben. Die hierbei gleichfalls nach außen bewegten Scheiben 5 wirken nach ihrem Anlegen an die Ablagerungen des Kesselrohres im wesentlichen durch ihre Wälzbewegung und nicht so sehr durch Stoß. Durch die versetzte Anordnung" der Langlöcher 3 in den Lagerscheiben 1, 2 für die Tragbolzen 4 wird ferner verhindert, daß sich die Arbeitsscheiben 5 in den Ablagerungen festsetzen. Mittels des Schaftes 14 kann man das Werkzeug in dem Kesselrohr hin und her schieben, die Einwirkung des Werkzeuges also innerhalb ein und desselben Rohres beliebig oft wiederholen. Für gewöhnlich treibt man das Werkzeug nach Maßgabe der erfolgten Reinigung weiter vor. Diese Verschiebung ist, wie bereits oben erwähnt, infolge der Aufhängung der Maschine an der Laufkatze 24 und infolge der geneigten Lage der Laufbahn 27 sehr leicht, indem die Vorrichtung schon infolge ihres eigenen Gewichtes bestrebt ist, sich abwärts und damit in das Kesselrohr hineinzuschieben. Alle Vor- und Rückbewegungen erfordern wenig Anstrengung, da lediglich der geringe Widerstand des Gegengewichtes 32 zu überwinden ist.
Beim Reinigen verfährt man zweckmäßig in der Weise, ilaß zuerst alle in derselben senkrechten Ebene liegenden Kesselröhren vorgenommen werden, worauf die Vorrichtung durch Verschiebung der Laufbahn 27 auf die senkrechte Ebene der nächsten übereinanderliegenden Röhren eingestellt wird. -

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Reinigen von Kesselröhren mit unter Fliehkraftwirkung ausschwingenden Arbeitsscheiben, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsscheiben (5) mittels Langlöcher auf ihren Tragbolzen (4) gelagert sind, die in tangential zum Umfang der Drehungsachse (6) verlaufenden Langlöchern (3) ihrer Lagerscheiben (1 und 2) ruhen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einander entsprechenden Langlöcher (3) für jeden iao
Tragbolzen (4) in den Lagerscheiben (1 und 2) zueinander versetzt angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmaschine (15) für den Werkzeugkopf mittels eines Gegengewichtes (32) an einer Laufkatze (24) senkrecht beweglich aufgehängt ist, die auf einer zur Achse der Kesselröhren gleichlaufenden und in wagerechter Richtung verschiebbaren Laufbahn (27) ruht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedrückt IN 1>er ReiChsdrüCkereI.
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