DE216463C - - Google Patents

Info

Publication number
DE216463C
DE216463C DENDAT216463D DE216463DA DE216463C DE 216463 C DE216463 C DE 216463C DE NDAT216463 D DENDAT216463 D DE NDAT216463D DE 216463D A DE216463D A DE 216463DA DE 216463 C DE216463 C DE 216463C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amines
metal
metal salts
reaction
hydrogen sulfide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT216463D
Other languages
English (en)
Publication of DE216463C publication Critical patent/DE216463C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/16Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with non-aqueous liquids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

3ίαhctl'icijnι cialci ιI'oinIi.
iointj(j(itg[fc bez iannnl'unq
f
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ216463 KLASSE 26 d. GRUPPE
Dr. MAX MAYER und ADOLF FEHLMANN in KARLSRUHE.
Die bisherigen Verfahren zur Entfernung von Schwefelkohlenstoff aus Gasen leiden an dem Übelstande, daß die Reaktionsgeschwindigkeit des Umsatzes zu gering ist. Die Erfindung bezweckt, die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen; dieses geschieht dadurch, daß das Gas durch eine Aufschlämmung von ~: Metalloxyden in Aminen unter Ausschluß ionisierender oder lösender Verdünnungsmittel behandelt wird. Es ist bereits bekannt, das Gas zwecks Entfernung des Schwefelkohlenstoffes mit Aminen und Metallsalzen· zu behandeln. Bei diesen bekannten Verfahren jedoch soll der bei der Reaktion entstehende Schwefelwasserstoff durch die Metallsalze absorbiert werden, während bei dem neuen Verfahren der Schwefelwasserstoff entweicht. Jene Bedingung der Absorption wird nur erfüllt, wenn Metallsalze in ionisiertem Zustande vorhanden sind, weshalb dort vorzugsweise solche Metallsalze verwendet werden, die in Alkohol oder öl löslich sind. Die' Verwendung von Metalloxyden mit Aminen ist auch schon vorgeschlagen worden; jedoch wird in diesem Falle das Metalloxyd gleichzeitig mit auf chemischem Wege fein verteiltem Schwefel angewandt und dient gewissermaßen nur als Träger des katalytisch wirkenden Schwefels.
Die Reaktion vollzieht sich bei dem neuen Verfahren in der Weise, daß Schwefelkohlenstoff zusammen mit Metalloxyd und Aminen zu alkyldithiokarbaminsauren Salzen zusammentritt, die als Zwischenprodukt sich vor der j Entwicklung des Schwefelwasserstoffes bilden. Die Bildung dieses Zwischenproduktes vollzieht sich so rasch, daß der Schwefelkohlenstoff, der in Gasen mit einem Partialdruck von etwa 0,05 bis 0,1 Atm. vorhanden ist, fast momentan in Form dieses unlöslichen Zwischenproduktes entfernt wird. Dieses Zwischenprodukt hat die Eigenschaft, mit überschüssigem Amin zusammen Thioharnstoffe, Metallsulfid und Schwefelwasserstoff zu ergeben, wobei letzterer quantitativ entweicht. Die gleiche Wirkung wie mit Metalloxyden kann auch mit in Aminen unlöslichen Metallsalzen erreicht werden. Dieses Verfahren ist' jedoch nicht wirtschaftlich, da die Reaktion im allgemeinen langsamer verläuft und außerdem der Verbrauch an Aminen infolge Bindung durch den Säurerest der Metallsalze erheblich größer ist.
Die Endprodukte der Reaktion bestehen im wesentlichen aus Thioharnstoffen und deren Abkömmlingen, z. B. Triphenylguanidin und Metallsulfiden; aus den bis jetzt wertlosen Thioharnstoffen können die Amine wiedergewonnen werden, indem die ausgebrauchte Masse mit solchen Metalloxydhydraten, z. B. Eisenoxydhydrat, erhitzt wird, die die Wieder^ bildung der Amine ermöglichen. Als Amine kommen in Betracht aliphatische und aromatische, z. B. Anilin, Toluidin, Xylidin usw., als Oxyde sämtliche Metalloxyde und Superoxyde, z. B. Quecksilberoxyd, Bleisuperoxyd, Mennige, Bleioxyd, Kupferoxyd, Manganoxyde,
Eisenoxydhydrat. Falls Metallsalze an Stelle der Metalloxyde verwendet werden sollen, kommen hierfür in Betracht die in Aminen unlöslichen Metallsalze der eben genannten Elemente.
Die Reaktion vollzieht sich nach der Gleichung z. B.:
Fe O + 2 C0 H5 N H, + 2 C S2 = Fe (S — C S — N H C6 H-J2 -\- H2 O. I
!
Die alkyldithiokarbaminsauren Salze zer- | setzen sich bei Gegenwart von überschüssigem | Amin in Metallsulfid, Schwefelwasserstoff und ; Thioharnstoffe nach folgender Gleichung, wobei der Schwefelwasserstoff quantitativ entweicht und nach einer der üblichen Methoden entfernt wird.
Pb (S — CS — 7
= 2 CS (NHC1 H7J2
Die Wiedergewinnung der Amine aus der ausgebrauchten Masse durch Eisenoxydhydrat vollzieht sich nach folgender Gleichung:
3 (C6HsN HJ2CS+ 2 Fe (OHJ3 = ^2S3 + 3 C O2 H- 6 C6 H5NH2.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: 2,, H2S+ PbS.
1. Verfahren zur Entfernung von Schwefelkohlenstoff aus Gasen verschiedener Herkunft, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas durch eine Aufschlämmung von Metalloxyden in Aminen unter Ausschluß ionisierender oder lösender Verdünnungsmittel behandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgebrauchte Masse mit Eisenoxydhydrat erhitzt wird, um die Amine zurückzugewinnen.
DENDAT216463D Active DE216463C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE216463C true DE216463C (de)

Family

ID=477875

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT216463D Active DE216463C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE216463C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1251900B (de) Verfahren zur Ent fernung von Stickstoffverbindungen aus Gasen
DE2341650A1 (de) Verfahren zum entfernen von cyanwasserstoff aus gasen
DE3610066C2 (de) Verfahren zum Abbau von Alkylpolysulfiden zu Polysulfiden mit niedrigerem Schwefelgehalt
DE2264097C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Cyanwasserstoff, Schwefelwasserstoff und Ammoniak enthaltendem Gas
DE216463C (de)
DE3239602A1 (de) Verfahren zur entfernung von schwefelwasserstoffen aus gasgemischen
DE1667120A1 (de) Verfahren zur Regeneration fluechtiger Basen und fluechtiger Saeuren aus Salzen,die aus diesen beiden Komponenten hergestellt wurden
DE736975C (de) Verfahren zur Gewinnung von elementarem Schwefel aus Gasen, die Schwefelwasserstoff, Kohlenoxysulfid und Schwefelkohlenstoff enthalten
DE2640429A1 (de) Verfahren zum entfernen von verunreinigungen aus einer kupferschmelze
DE1253686B (de) Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Industrieabgasen
DE2246090A1 (de) Verfahren zur regenerierung von starken basen auf der grundlage von loesungen ihrer sulfide mit gleichzeitiger gewinnung von schwefel
DE3003731C2 (de)
DE3515709C1 (de) Verfahren zum Reinigen von fluessigem Schwefel
DE545368C (de) Verfahren zur Entfernung von Kohlenoxysulfid aus Gasen
DE4201920C2 (de) Verfahren zur Entfernung von sauren Gasen aus Gasgemischen
DE1064479B (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen, wie Kokereigas
DE3688372T2 (de) Entfernung von schwefelwasserstoff.
DE2926107A1 (de) Verfahren zur abscheidung von stickstoffoxiden aus gasen
DE574266C (de) Verfahren zur Schwimmaufbereitung karbonatischer und oxydierter Erze und Mineralien
DE812909C (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoff
DE1253858B (de) Verfahren zum Entfernen von organischen Schwefelverbindungen, die keine oder nur eine sehr geringe Wasserloeslichkeit aufweisen, aus Gasen
DE3446390A1 (de) Verfahren zur verringerung des restschwefelgehaltes von claus-abgasen
DE3735803A1 (de) Verfahren zum entfernen des schwefelgehaltes eines schwefeldioxid enthaltenden schwachgases
DE1259264B (de) Verfahren zur Flotation von Sylvin aus Kali-Rohsalzen
DE1015787B (de) Verfahren zum Entzug von Sauerstoffbeimischungen aus den als Ausgangsmaterial fuer die Harnstoffsynthese dienenden Gasen