DE2163740C2 - Verfahren und Schalung zum Her stellen der Betonauskleidung von Stol len, Tunneln, Schachten od dgl - Google Patents
Verfahren und Schalung zum Her stellen der Betonauskleidung von Stol len, Tunneln, Schachten od dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schalung zum H^ iellen der Betonauskleidung von
Stollen, Tunneln, Schächten od. dgl. bei denen der Beton zwischen einer kontinuierlich oder schrittweise
in Bauwerkslängsrichtung vorwärtsbewegten Innenschalung und dem gewachsenen Erdreich oder gegebenenfalls
einer Außenschaiu.ig eingebracht und die Betortauskleidung innenseitig abgestützt wird, bis der
Beton .-eine Sollfestigkeit erreicht hat.
Die Herstellung der Betonauskleidung von Stollen
Die Herstellung der Betonauskleidung von Stollen
od. dgl., mittels einer kontinuierlich oder schrittweise vorwärtswandernden Innenschalung ist bekannt.
Diese Innenschalung besteht aus einer dem lichten Profil des Stollens entsprechenden Schalhaut, die mit
aussteifenden Querrahmen versehen ist. Diese Innenschalung wird mittels hydraulischer Pressen vorgeschoben,
die gegen Haltekörper abgestützt sind, welch" in der zurückliegenden, bereits die Soilfestigkeit
erreicht habenden Betonauskleidung fistgespannt sind. Der Beton der Betonauskieidung muß,
wenn er das hintere Ende der Innenschalung verläßt, seine Sollfestigkeit bereits erreicht haben, d. h., er
muß bereits in der Lage sein, die äußeren Kräfte aufzunehmen, die beispielsweise aus Erddruck, Verkehrslast,
Wasserdruck usw. auf den Stollen wirken. Dies bedeutet, daß die Innenschaluno entweder sehr
lang sein muß, wenn ein sehne -er Betonierfortschritt
gewünscht wird, oder nur dann (■ /zer sein kann,
wenn ein geringer Betonierfurtschrir.. und damit eine
lange Bauzeit in Kauf genome η
<> ird. Eine lange Innenschalung, die ein·.-;. '-■■ ^h: -i=u Betonierfortschritt
ermöglicht, erfoid." jedoch sehr große Vorschubkräfte
für die inneren Jung und ist nur bei geradlinigem
Verlauf „.- "tollens anwendbar. Bei bogenförmigem
Verlauf des Stollens sind überhaupt nur kurze Innenschalungen und entsprechend langsamer
Bauforkchritt möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und tine Schaiung zum Hersteilen der Betonauskieidung
von Stoiien, Tunneln, Schächten od. dgl. zu schaffen, die bei geradlinigem wie bogenförmigem
Verlauf des Stollens, Schachtes od. dgl. einen schnellen schrittweisen oder auch kontinuierlichen
3auforischritt ermöglichen, wobei die zum Vorschub der Innenschalung erforderlichen Kräfte verhältnismäßig
gering sein sollen. Die Schalung soll von der Einbringung des Ortbetons bis zur Erreichung
der Sollfestigkeit der Betonauskleidung diese einwandfrei abstützen, wobei ein verhältnismäßig geringer
Personalrufwand für die innenseitige Abstützung der Betonauskleidung bis zur Erreichung der
Sollfestigkeit erforderlich sein soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht das Verfahren gemäß der Erfindung vor, daß dieBetomiuskleidungzwischen
der Stelle, wo der Beton so weit abgebunden hat, daß er formbeständig ist (Grünstandfestigkeit),
und der Stelle, wo der Beton seine Sollf "<it>keit erreicht
hat und folglich die äußerer. Leiten, wie etwa Erddruck, aufzunehmen vermag, innenseitig unmittelbar
durch eine unter Überd.uck stehende, vorzugsweise hochviskosen Flüssigkeit abgestützt wird.
Während also die herkömmlichen Bauweisen vorsahen, daß die Betonauskleidung — wie im Betonbau
üblich — solange innenseitig mit einer fest gegen die Innenseite der Betonauskleidung anliegenden und
abgesteiften Schalhaut abgestützt wird, sieht das Verfahren gemäß der Erfindung vor, daß man zwischen
der Stelle der Grünstandfestigkeit der Betonauskleidung unü der Stelle, wo der Beton seine Sollfestigkeit
erreicht hat, die ausreicht, um die äußeren Lasten aufzunehmen, die Innenseite 'Jes Betons mit einer
unter Druck stehenden Flüssigkeit belastet, über weiche die vom Beton noch nicht aufnehmbaren äußeren
Kräfte abgetragen werden. Bei dieser Flüssigkeit handelt es sich zweckmäßig um eine hochviskose
Druckflüssigkeit, bei der einerseits die Abdichtprobleme geringer sind und die andererseits von solcher
Art sein ,kann, daß sie dem Beton nicht nur kein Wasser entzieht, sondern ihra sogar Wasser oder irgendwelche
anderen Zusatzstoffe liefert, die von der Druckflüssigkeit ir- dea Beton übergehen.
Bei einer Sch. Jung gemäß der Erfindung wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß die innenschalung
aus einem starren Formkörper am vorderen Ende besteht, der in Längsrichtung von der Einbringstelle
des Betons bis zu derjenigen Stelle reicht. wo der Beton bis zur Formbeständigkeit (Grünstandfestigkeit)
abgebunden hat, daß die Innenschalung ferner aus einem an den Formkörper dicht und zugfest
angeschlossenen Stützkörper besieht, der wie sin Schlauch oder ein Gliederrohr biegsam ist und eine
ίο fiüssigkeitsdichte, druckfeste, im Abstand von der
Innenseite der Betonauskleidung liegende Außenhaut sowie am hinteren Ende eine den Zwischenraum zwischen
der Außenhaut und der Innenseite der Betonauskleidung abschließende Dichtung aufweist, und
daß der Zwischenraum zwischen der Außenhaut des Stützkörpers und der Innenseite der Betonauskleidung
mit einer unter Überdruck stehenden, vorzugsweise hochviskosen Flüssigkeit gefüllt ist.
Bei der Schalung gemäß der Erfindung braucht aiso der Formkörper nur eine verhältnismäßig geringe
Länge zu haben, dte gerade ausreicht, um den Beton so weit abbinden zu inssen, daß er fonnbeständig
ist (Grünstandfestigkeit), ohne irgendwelche äußeren Lasten aufnehmen zu könnta. Nach Erreichen
dieser Grünstandfestigkeit und bis zum Erreichen der End- oder Sollfestigkeit des Betons wird die
Betonauskieidung durch die Druckflüssigkeit ii.Jenseitig
belastet, so daß die außen auf den Beton wirkenden äußeren Kräfte von der Druckflüssigkeit aufgenommen
werden und von dbser auf den Stützkörper übertragen werden, wobei die Druckflüssigkeit
zugleich als »Gleitmittel« für den Stützkörper dient, der ohne nennenswerte Reibung mit dem Betonierfortschritt
hinter dem Formkörper hergeschleppt wird. Die auftretenden Kräfte zum Vorschub der Innenschalung
sind daher außerordentlich gering, und es bedarf praktisch keines Personaleinsa'zes für die
Innenschalung, da der Stützkörper wie ein Wurm hinter dem Formkörper herläuft. Die geringe Länge
des Formkörpers ermöglicht das Fahren auch enger Kurven bei zügigem Betonierfortschritt, ohne daß
sehr große Vorschubkräfte auftreten. Man kann daher die Schalung gemäß der Erfindung mit Antrieben,
beispielsweise hydraulischer. Pressen, vorwärtsziehen,
die an einem Stützrahmen im Ausbruchbereich des Stollens befestigt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
Schalung gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß der Stützkörper aus mehreren, dicht und zugfest,
aber gelenkig verbundenen Gliedern besteht, die in sich steif sind.
Die Außenhaut des Stützkörpers bzw. seiner Glieder besteht vorzugsweise aus einer elastischen,
zweckmäßig armierten Haut aus Gummi od. dgl., auf deren Innenweite längsverlauiende, im Abstand voneinander
angeordnete Versteifungsträger befestigt sind, die wiederum auf starren Querrahmen gelagert
sind.
Zweckmäßig sieht man auf der Außenseite der Außenhaut des Stützkörpers Abstands-Gleitkörper
zur zentrischen Führung des Stützkörpers in der Betonauskleidung vor Diese Abstands-GleitKörper
können beispielsweise auftreibbare Ringschlauche sein, die dann, falls ein Leck entsteht, zur Notabdichtung
der Druckflüssigkeit benutzt werden können.
Die Dichtung am hinteren Ende des Stützkörpers ist vorzugsweise ein auftreibbarer Ringschlauch.
Zur Notabdichtung kann man aber auch zwischen F i g. 5 in einem Tetllängsschnite einen Schnitt
den den Stützkörper bildenden Gliedern einen auf- durch eine Ausführungsform der Stirnschaiung des
treibbaren Ringschlauch auf einer inneren Abstüfr- Formkörpers und
fläche anordnen. Fig. 6 in einem schematischen Längsschnitt durch
Der Formkörper hat insbesondere für kontinüierli- S den Formkörper eine bevorzugte Äusführungsform
chen Vorschub des Formkörpers zweckmäßig kegel- desselben.
stumpfförmige Gestalt mit an der Vorderseite liegen- In F i g. 1 ist der Ausbruchquerschnitt eines Stol-
der größerer Querschnittsfläche, wobei der Abstand lens mit 10 bezeichnet. Hier ist angenommen, daß
zwischen dem Formkörper^ und dem Außenprofil des rdieser Stollen im Messervortriebsverfahren herge-Ausbruches
bzw. der Außenschalung an derjenigen io stellt wird,"wobei am linken Ende der Fig. I1 die
Stelle gleich der Solldicke der Betonauskleidung ist, Vortriebsmesser 11 mit ihren Verstärkungsiippen 12
wo diese Betonauskleidung ihre Grünstandfestigkeit noch zum Teil angedeutet sind. Die Messerschwänze
erreicht hat. 13, die keine Verstärkungsrippen 12 aufweisen, ra-
Der Formkörper kann wenigstens einen zrr Vor- gen bis in den Bereich der Betonauskleidung 16 hinderseite
breiter werdenden, keilförmigen Wandab- 15 ein. Die V. rtriebsmesser 11 sind mit Stützrahmen 14
schnitt aufweisen, der zur Veränderung des Durch- ausgesteift, wobei diese Stützrahmen 14 mit Längsmessers
des Formköijjers mitteile eines Kraftantrie- streben 15 untereinander verbunden sind,
bes, z. B. einer hydraulischen Presse, in Längsrich- Die Innenschalung gemäß der Erfindung besteht
tung aus- und einfahrbar ist, so daß man nach Unter- im wesentlichen aus zwei Teilen, nämlich dem Form·
Brechungen des Betoniervorganges zur Ablösung des 20 körper 20 und dem allgemein mit 30 bezeichneten
Formkörpers von der Innenseite der Betonausklei- Stützkörper. Der Formkörper 23 ist ein steifes Rohr,
dung diesen kurzzeitig einziehen, d. h. seinen Durch- dessen Außenprofil dem lichten Querschnittsprofil
messer verringern kann. des herzustellenden Tunnels entspricht, wobei vor-
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der zugsweise vorgesehen ist, daß dieser Formkörper 20
Erfindung ist ferner eine die Druckflüssigkeit in dem 25 kegelstumpfförmige Gestalt hat, d. h., daß er an sei-
Zwischenraum zwischen dem Stützkörper und der nem vorderen Ende 21 einen größeren Durchmesser
Betonauskleidung auf gleichbleibendem Druck hai- als an sthem hinteren Er>de 22 hat. Der Durchmes-
tende, gegebenenfalls kontinuierlich die Druckflüs- serunterschied zwischen de·· beiden Enden 21 u;id 22
sigkeit nachfördernde Druckflüssigkeitspumpe vorge- ist verhältnismäßig gering und beträgt nur wenige
sehen, so daß, wenn Druckflüssigkeit aus irgendei- 3° Zentimeter. Der /»,ußendurchmesser des Formkör-
nem Grund entweicht, diese Pumpe den erforderli- pers 2o isi dann an derjenigen Stelle gleich dem lich-
chen Druck der Druckflüssigkeit ständig aufrechter- ten Sollqucrschnitt des Stollens, wo der Beton seine
hält. sogenannte Grünstandfes«:jkeit erreicht hat, d. h. wo
Am hinteren Ende des Stützkörpers sieht man der Beton so weit abgebunden ist, daß er zwar form-
zweckmäßig wenigstens ein Entlüftungs- und Über- 35 beständig ist, aber noch keine äußeren Lasten auf
druckventil vor, durch das beim Baubeginn die Luft nehmen kann.
abgelassen wird und das später a!s Überdruckventil Auf der Innenseite des Formkörpers 20 sind an
anspricht, wenn der Druck der Druckflüssigkeit seine wenigstens drei in gleichmäßigem Abstand voneinan-
zulässige Höchstgrenze überschreitet. der liegenden Stellen Konsolen 23 befestigt, an denen
Bei der Schalung gemäß der Erfindung kann man 4° Zugstangen 24 gelenkig gelagert sind, die mit den
als Slirnschalung des Formkörpers wenigstens eir°n Kolbenstangen von hydraulischen Pressen 25 ver-
auftreibbaren Ringschlauch am vorderen Ende des bunden sind, deren Zylinder wiederum mit Zugstan-
Forrnkörpers vorsehen. In zweckmäßiger Ausgestal- gen 26 am letzten Stützrahmen 14 der Vortriebsmes-
tung dieses Vorschlages kann die Stirnschalung süs ser Π befestigt sind. Diese hydraulischen Pressen 25
einem ringförmigen I-Profil bestehen, in d-m kon- 45 dienen dazu, die aus dem Formkörper 20 und dem
zentrisch zwei auftreibbare Schläuche angeordnet Stützkörper 30 bestehende Schalung schrittweise
sind, von denen der eine gegen den Ausbruchquer- oder kontinuierlich mit dem Betonierfoitschnti . ·>γ
schnitt und der andere gegen die Außenseite des wärtszuziehen.
Formkörpers anliegt, während das I-Profil die Am hinteren Ende 22 weist der Formkörper 20
Verbindung zwischen diesen beiden Schläuchen 50 einen nach innen ragenden Ringstejf. 27 auf, an dcs-
bildet. sen innerem Rand wiederum ein Ring 28 befestigt
Am Formkörper können nach außen schwenkbar ist, dessen Außendurchmesser kleiner als der Außengelagerte,
verriegelbare Stützarme zur Halterung die- durchmesser des Formkörpers 20 ist. Dieser Ring 28
ser Stirnschalung montiert sein. kann mit einem steifen Stützrahmen 29 ausgesteift
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand der 55 sein.
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt Der Stützkörper 30 kann als biegssmer, flüssig-
F i g. 1 schematisch einen Längsschnitt durch eine keitsdichter, druckfester Schlauch fusgebildet sein,
Schalung gemäß der Erfindung bei der Herstellung gemäß der in F i g. 1 dargestellten, t.üvcirynotpn Aus-
cincr Bctonauskleidung in einem Tunnel, führungsform besieht der Stützkörper 30 jedoch aus
F i g. 2 in vergrößertem Teilquerschnitt eine Aus- So mehreren Gliedern 3lf, die in sich starr und steif und
führungsform der Ausbildung der Außenhaut des miteinander gelenkig verbunden sind. Jedes der GHe-
Stül/körpcrs, der 31 weist eine Außenhaut 32 auf, die aus einem
F i g. 3 in einem Tcillängsschnitt durch die Stoß- elastischen, flüssigkeitsdichten Ringband besteht,
stelle zwischen zwei benachbarten Gliedern des beispielsweise aus einem armierten Gummi, wie man
Stüt/korpcrs eine Variante der Schalung gemäß der 65 es für Förderbänder verwendet. Auf dei Innenseite
Erfindung, der Außenhaut 32 sind (s. insbesondere Fig.2) im
I· i μ. 4 in einem Tcillängsschnitt cmc weitere Va- Absland nebeneinander Iängsverlaufende Verstär-
rianic der Schalung gemäß der Erfindung, kungsrippen 33 etwa aus Formstahl befestigt, deren
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Abstand voneinander so groß ist, daß die Außenhaut aus der obigen Beschreibung ihrer Einzelteile. Im
32 dem Innenprofil der Betonatsi-kleidung 16 ent- Bereich des Formkörpers 20 erfolgt die Einbringung
iprechend geformt werden kann, ohne daß die Ver- des Ortbetojis, der bis zum Erreichen des hinteren
•tärkungsrippcn 33 aneinanderstoßen. Die Verstär- Endes 22 des Formkörpers 20 seine Grünstandfestig-
kungsrippen versteifen daher die Außenhaut 32 und 5 keit erreicht hat. Bei kegelstumpfförmiger Ausbil-
»ind selbst wiederum auf Stützrahmen 29 gelagert, dung.des Formkörpers-20 kann die Druckflüssigkeit
die aus einem Rand- oder Ringträger 29' bestehen, noch im hinteren Teil des Eormkörpers 20 die Innen-
"•er erforderlichenfalls noch Aussteifungen aufweist. Seite def Betonauskleidung 16 beaufschlagen. Im Be-
iJie Verslärkungsrippen 33 und die Ringträger 29' reich des Stülzkörpers 30 übt die Druckflüssigkeit
»ind so bemessen, daß sie den Druck der Druckflüs- io auf die Innenseite der Betonauskleidung 16 einen
sigkeit auf die Außenseite des betreffenden Gliedes solchen Druck aus, d,o alle von außen wirkenden
31 reichlich aufnehmen können. Kräfte aufgehoben werden und der Beton daher un-
Der Außendurchmesser der Außenhaut 32 der gestört seine i·ollfcsligkeit erreichen kann. Beim VorGlieder
31 ist kleiner als der Innendurchmesser der schub der Schalung wird der Stützkörper 30 hinter
B':tonauskleidung Ϊ6, so daß zwischen beiden rund- "»5 dem Formkörper 20 hergeschleppt, ohne daß irgendherum
ein Zwischenraum 34 verbleibt, der mit einer ein Personalaufwand diesem Bereich erforderlich
unter Überdruck stehenden Flüssigkeit gefüllt ist. Bei ist. Mit der I -, alung gemäß der Erfindung können
dieser Flüssigkeit handelt es sich vorzugsweise um auch bei schnellem Betonierfortschritt gerade wie bo
eine hochviskose Flüssigkeit, b-Mspielsv-eisc eine um genf:>(mige Stollen, Schächte u.dgl. betoniert wer-Bentonitsuspension.
20 den. Bei Vcrv -ndung von Bentonitsusr-nsion
Die Abstände zwischen den einzelnen Gliedern 31 od. dgl als Druckflüssigkeit kann der Beton der Besind
mit Abdichtungsnngen 35 überbrückt, die an tonauskleidung 16 gegebenenfalls noch erforderliches
den benachbarten Gliedern 31 dicht schließend befe- Wasser aus dieser Druckflüssigkeit aufnehmen, wostigt
und in sich elastisch dnd. Zur Übertragung der bei man das von der Druckflüssigkeit abgegebene
zwischen den einzelnen Gliedern 31 wirkenden Zug- 25 Wasser entsprechend ersetzt. Man kann der Druckkräfte
sind entweder zusätzlich nicht dargestellte flüssigkeit auch irgendwelche Zusatzstoffe zusetzen.
Zugbänder zwischen den Gliedern 31 angeordnet die i der Erhärtung des Betons auf diesen einwir-
oder die Abdichtungsringe 35 sind mit entsprechen- ken, um ihn beispielsweise den jeweiligen Erforderden
Zugeinlagen, beispielsweise mit Stahleinlagcn, nissen entsprechend abzudichten oder zu glätten,
versehen. 30 Sollte in irgendeinem Teil des Zwischenraumes 34
Um den Stützkörper 30 etwa mittig innerhalb der einmal ein Leck auftreten, so kann man größerem
Betonauskleidung 16 zu halten, sind um die Glieder Schaden dadurch begegnen, daß man gemäß F ig.3
31 herum Abstands-Gleitkörper 36 angeordnet, die zwischen den Gliedern 31 einen mit einem Druckmitmöglichst
geringe Reibung mit der Innenseite der Be- tel auftreibbaren Ringschlauch 45 auf einer inneren
tonauskleidung 16 haben, jedoch verhindern, daß die 35 Stützplatte 46 derart anordnet, daß, wenn der Ring-Glieder
31 unter der Wirkung ihres Eigengewichtes schlauch 45 aufgebläht wird, er unter Verformung
»ich mit ihrer Außenhaut 32 auf den Boden der P"- des Dichtringes 35' diesen gegen die Innenseite der
lonauskleidung !6 auflegen. Betonauskleidung 16 anpreßt und folglich die rechts
Das hintere Ende des Stützkörpers 30 ist mit einer und links vom Ringschlauch 45 liegenden Teile des
Dichtung 37 versehen, die den Zwischenraum 34 40 Zwischenraumes 34 voneinander abdichtet,
rückseitig abschließt. Diese Dichtung 37 besteht aus Eine andere Variante sieht vor. daß gemäß der
einem abriebfesten Band, das mittels eines innensei- Darstellung in Fig.4 die Abstands-Gleitkörper als
tig gegen einen Stützkörper 38 abgestützten, mit auftreibbare Äingschläuche 36' ausgebildet sind, die
einem Druckmittel auftreibbaren Schlauches 39 ge- beim Auftreten eines Leckes über eine mit einem
gen die Innenseite der Betonauskleidung 16 gepreßt 45 Ventil 48 versehene Leitung 47 mit Druckmittel betvird.
um den Austritt der Druckflüssigkeit am hinte- aufschlagt und gegen die Innenseite der Betonausren
Ende des Stützkörpers 30 zu verhindern. kleidung 16 aufgetrieben werden können, um den
Nahe dem hinteren Ende des Stützkörpers 30 ist Zwischenraum 34 abzudichten.
im letzten Glied 31 wenigstens an der Oberseite ein Fig. 5 zeigt schematisch eine bevorzugte Ausfüh-
Entlüftungs- und Druckbegrenzungsventil 40 an- 50 rungsform der Stirnschalung 50 am vorderen Ende
feordnet, durch das bei Baubeginn die Luft aus dem 21 des Formkörpers 20. Diese Stirnschalung kann
Zwischenraum 34 abgelassen werden kann und das aus einem einzigen, mit einem Druckmittel auftreib-•egebenenfalls
als Überdruckventil wirkt, falls der baren Ringschlauch bestehen, bei dem in F i g. 5 dar-Diuck
im Zwischenraum 34 zu hoch werden sollte. gestellten Ausführungsbetspiel sind jedoch zwei kon-Die
Druckflüssigkeit wird über Rohre oder 55 zentrische auftreibbare Ringschläuche 49, 49' zwi-Jchläuche
41 in den Zwischenraum 34 eingespeist, sehen zwei Stegen 51, 52 derart angeordnet, daß der
Wobei diese Schläuche 41 an eine Flüssigkeitspumpe äußere Ringschlauch 49 sich gegen den Ausbruch-42
angeschlossen sind. Gemäß einer bevorzugten querschnitt 10 anlegt, während der innere Ring=
Ausführungsform der Erfindung sieht man vor, daß schlauch 49' sich gegen die Außenseite des Formköriiesc
Pumpe 42 derart ausgebildet ist, daß sie eine 60 pers 20 anlegt, wobei der Zwischenraum durch die
tontinuierliche Nachspeisung der Druckflüssigkeit Stege 51, 52 abgedichtet ist. Diese beiden Stege 51,
kewirkt, wenn der Druck im Zwischenraum 34 abfai- 52 sind durch Bolzen 53 verbunden, wobei Federn
len sollte. Wenn also irgendwo eine Leckstelle auf- 54 gegen Köpfe 55 der Bolzen 53 abgestüi Ί gegen
•ritt, sorgt die Pumpe 42 dafür, daß Druckflüssigkeit die Aaßcnscite des Steges 52 anliegen und hierdurch
in dem erforderlichen Maße nachgespeist wird und 65 die bei Jen Stege gegen die Ringschläuche 49, 49'anleine
Schaden an der Betonauskleidung 16 auftreten. pressen. Auf der Innenseite des Steges Sl fcani man
Die Funktionsweise der Schalung gemäß der Er- Vorsprünge 56 anordnen, die entsprechende Ein-Rndung
ergibt sich für den Fachmann ohne weiteres schnitte in der Stirnseite des Betons bilden, so daß
eine Verzahnung der Betonierabschnitte erreicht wird.
Diese Stirnschalung 50 wird mit Stützarmen 57 abgestützt,
welche um Drehzapfen 58 schwenkbar an Konsolen 59 befestigt sind, die auf der Innenseite des
Formkörpers 20 angeodnet sind. Eine nicht darge- »tellie Verriegelungsvorrichtung hält die Stützarme
57 in der in F', g. 5 dargestellten Stützstellung.
Wenn der Betoniervorgang nicht kontinuierlich
abläuft oder einmal unterbrochen worden ist, kann es dazu kommen, daß die Außenseite des Formkörpers
20 an der Innenseite der Betonauskleidung 16 haftet. Um diesem Problem zu begegnen-, kann man
gemäß der Darstellung in Fig.6 im Formkörper 20
wenigstens einen zum vorderen Ende 21 breiter werdenden, keilförmigen Wandabschnitt 60 ausschiebbar
anordnen. An einer den Wandabschnitt 60 überbrükkenden Lasche 61 ist eine hydraulische Pr°.sse 62 be-
festigt, deren Kolbenstange 64 an einer am Wandabschnitt 60 belästigten Konsole 63 befestigt ist Haftet
der Formkörper 20 an der Betonauskleidung 16, dann schiebt man mit der hydraulischen Presse 62 in
F i g. 6 den Wandabschnitt 60 nach links, so daß sich der Außendurchmesser des Pormkörpers 20 verkleinert
und dieser sich von der Betonauskleidung 16 ablöst. Dann wird der Wandabschnitt 60 mit der hydraulischen
Presse 62 wieder zurückgezogen, und der
ίο Betoniervorgang kann fortgesetzt werden.
Diese Ablösung des Formkörpers 20 von der Betonauskleidung
16 kann man aber auch dadurch erreichen, daß man (s.Fig.5) die Ringschläuche 49,
49/ kurze Zeit besonders stark auftreibt. Die Folge
ist, daß durch die Aufweitung der Ringschläuche 49, 49' der Formkörper 20 von der Innenseite der Betonauskleidung
weggedrückt und daher von dieser abgelöst wird.
Hierzu J Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Verfahren zum Herstellen der Betonauskleidung von Stollen, Tunneln, Schächten od. dgl,,
bei dem der Beton zwischen einer kontinuierlich oder schrittweise in Bauwerkslängsrichtung vorwärisbewegtcn
Innenschalung und dem gewachsenen Erdreich oder gegebenenfalls einer Außenschalung
eingebracht und die Betonauskleidung innenseitig abgestützt wird, bis der Beton seine
Sollfestigkeit erreicht hat, dadurch gekennzeichnet, daß die Betor.auskleidüug
zwischen der Stelle, wo der Beton so weit abgebunden hat, daß er formbeständig ist (Grünstandfes:igkeit),
und der Stelle, wo der Beton seine Sollfestigkeit erreich* hat und folglich die äußeren
Lasten etwa aus Erddruck aufzunehmen vermag, innenseitig unmittelbar durch eine unter
Überdruck stehende, vorzugsweise hochviskose Flüssigkeil abgestüzt wird.
2. Schalung zum Herstellen der Betonauskleidung von Stollen, Tunneln, Schächten od. dgl.,
mit einer bis zu der Stelle, wo der Beton seine Sollfestigkeit erlangt hat, reichenden, die Betonauskleidung
innenseitig abstützenden, kontinuierlich oder schrittweise in Beionierrichtung vorzichbaren
Innenschalung, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschalung aus einem starren Formkörper (20) am vorderen Ende besteht, der
in Längsrichtung von der Einbringstelle des Betons bis zu derjenigen Stelle reicht, wo der Beton,
bis zur Formbeständigkeit (iiriinstandfesligkeit) abgebunden hat, daß uie ί inenschalung ferner
aus einem an den Formkörper (20) dicht und zugfest angeschlossenen Stützkörper (30) besteht,
der wie ein Schlauch oder ein Gliederrohr biegsam ist und eine flüssigkeitsdichte, druckfeste, im
Abstand von der Innenseite der Betonauskleidung (16) liegende Außenhaut (32) sowie am
hinteren Ende eine den Zwischenraum (34) /wischen der Außenhaut (32) und der Innenseite der
Betonauskleidung (16) abschließende Dichtung (37) aufweist, und daß der Zwischenraum (34)
zwischen der Außenhaut (32) des Stützkörpers (30) und der Innenseite der Betonauskleidung
(16) mit einer unter Überdruck stehenden, vorzugsweise hocliviskosen Flüssigkeit gefüllt ist.
3. Schalung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützkorper (30) aus mehreren, dicht und zugfest, aber gelenkig verbundenen
Gliedern (31) besteht, die in sich steif sind.
4. Schalung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut (32) des
Stützkörpers (30) bzw. seiner Glieder (31) aus einer elastischen, vorzugsweise armierten Haut
aus Gummi od. dgl. besteht, auf deren Innenseite längsverlaufendc, ii.i Abstand voneinander angeordnete
Versteifungsträger (33) oefestigt sind,
die wiederum auf starren Querrahmen (29, 29') gelagert sind.
5. Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, 'i'adurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite
der Außenhaut (32) des Stützkörpers (30) Abstands-Glcilkörper (36) zur zentrischen Führung
des Stützkörpers in der Bctonausklcidung (16) angeordnet sind.
6. Schalung nach Anspruch 5, dadurch gckenn-
zeichnet, daß die Abstands-Gleitkörper auftreibbare Ringschläuche (36') sind.
7. Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (37)
am hinteren Ende des Stützkörpers (30) ein auftreibbarer Ringschlauch (39) ist
8. Schalung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den den
Stüizkörper (30) bildenden Gliedern (31) ein auftreibender Ringschlauch (45) auf einer inneren
Abstützfiäche (46) angeordnet ist.
9. Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörper
(20) kegelstumpfförmige Gestalt mit an seinem vorderen Ende* (21) liegender größerer Querschnittsfläehe
hat.
10. Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörper
(20) wenigstens einen zur Vorderseite breiter werdenden, keilförmigen Wandabschnitt (60)
aufweist, der zur Veränderung des Durchmessers des Formkörpers (20) mittels eines Kraftantriebes
(62), z.B. einer hydraulischen Presse, in Längsrichtung aus- und einfahrbar ist.
11. Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis
10, gekennzeichnet durch eine die Druckflüssigkeit in dem Z-vischenraum (34) zwischen dem
Stützkörper (30) und der Betonauskleidung (16) auf gleichbleibendem Druck haltende, gegebenenfalls
kontinuierlich die Druckflüssigkeit nachfordernde Druckflüssigkeitspumpe (42).
12. Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis
11, gekennzeichnet durch wenigstens ein Entlüfiungs-
und Überdruckventil (40) am hinteren Ende des Stützkörpers (30).
13. Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis
12, gekennzeichnet durch eine aus wenigstens einem auftreibbaren Ringschlauch (49) bestell
ide Stirnschalung (50) au; Vorderende (21)
des Formkörpers (20).
14. Schalung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnschalung (50) aus
einem ringförmigen I-Profil (51, 52, 53) besteht, in dem konzentrisch zwei auitreibbare Schläuche
(49, 49') angeordnet sind.
15. Schalung nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch am Formkörper (20) nach
außen schwenkbar gelagerte, verriegelbare Stützarme (57) zur Halterung der Stirnschalung (50).
Priority Applications (10)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE792501D BE792501A (fr) | 1971-12-22 | Procede et coffrage pour la realisation du revetement en beton de galeries, tunnels, puits, etc. | |
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| JP47128320A JPS518496B2 (de) | 1971-12-22 | 1972-12-22 | |
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| DE2163740B1 DE2163740B1 (de) | 1973-05-10 |
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Family Applications (1)
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