DE216258C - - Google Patents
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- DE216258C DE216258C DENDAT216258D DE216258DA DE216258C DE 216258 C DE216258 C DE 216258C DE NDAT216258 D DENDAT216258 D DE NDAT216258D DE 216258D A DE216258D A DE 216258DA DE 216258 C DE216258 C DE 216258C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B11/00—Other drilling tools
- E21B11/02—Boring rams
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Mining & Mineral Resources (AREA)
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- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 216258 -KLASSE
5 a. GRUPPE
M. LOEWENTHAL in BUKAREST.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Niederbringen von Bohrlöchern
durch Eintreiben eines Domes mittels in einem Rohre fallenden Bars. Dergleichen Verfahren
sind bekannt; allein man hat bei ihnen den Bär stets von einem Seil gehalten herabfallen
lassen. Dies ist beim Niederbringen nicht tiefer Bohrlöcher, wie z. B. solcher für Pumpen,
die nicht tiefer als io m sein dürfen,
ίο wohl möglich; allein bei größeren Tiefen versagt
das mit einem an einem Seil hängenden Bär arbeitende Verfahi-en; die Anwendung des
Seils, beschränkt nicht nur das Gewicht, sondern auch die Fallhöhe des Bars wesentlich;
denn bei größeren Tiefen und bei größerem Bärgewicht würde das Seil alsbald reißen.
Um nach demselben Grundsatz auch Bohrlöcher von größerer Tiefe niederbringen zu
können, wird nach der Erfindung wie folgt verfahren: .
Es wird ein etwa 2 bis 21Z2 m langer
Dorn α (Fig. 1 und 2) mit zwei Verjüngungen b und c und einer langen Geradführung d versehen,
angewendet. Er besteht aus bestem Meißelstahl und wird so in einen 10 bis 20 m
tiefen Schacht mit der Spitze nach unten eingelassen, daß er genau lotrecht steht. Alsdann
wird ein entsprechend schwerer Bär e (eine Säule von 5 bis 10 m Länge) durch
eine besonders gebaute Bohrkranvorrichtung aus einer Anfangshöhe von mindestens 20 m
auf den Dorn frei herabfallen gelassen. Es wirkt sodann auf den Dorn α, wenn das Gewicht
des Fallbärs 5000 kg beträgt, ein Schlag ein, der einem Drucke von etwa iooooo Skgm.
entspricht. Durch diesen plötzlichen Druck wird der Dorn in derselben Richtung, die er
hat, vorwärts getrieben, indem er das Erdreich nach den Seiten drängt. Nachdem der
Fallbär e seine Arbeit geleistet hat, wird er durch eine Fangvorrichtung erfaßt und wieder
auf den Fallpunkt emporgewunden, von wo er selbsttätig freigelassen wieder herabfällt usf.
Mit jedem Meter, den der Dorn α tiefer dringt, wird die Fallhöhe des Bars e ebenfalls
um einen Meter größer und demzufolge auch der Schlag um je 5000 Skgm. vermehrt usf.
Bei 30 m Tiefe entspricht der Schlag schon einem Drucke von 150000 Skgm., bei 50 m
einem solchen von 250000 Skgm., bei 100 m 5η
5O00OO, bei 200 m 1 Million Skgm. usf. So
starke Schläge sind bisher in der Technik noch nirgends verwendet worden.
Gleichzeitig mit dem Dorn wird die Rohrsäule, die einen kleineren Durchmesser als das
Bohrloch hat, so eingelassen, daß das unterste Rohr auf dem Dorne ruht; diese Rohrsäule
geht nach jedem Schlage auf den Dorn durch ihr eigenes Gewicht nach unten und verhindert
auf diese Weise, daß Nachfall auf die Oberfläche des Domes gelangt.
Wird beim Erbohren von Öl nach dem neuen Verfahren eine Ölschicht angefahren, so
wird der Dorn durch einen oder einige schwache Schläge tiefer getrieben und dem
öle ist alsdann der Zufluß zum Bohrloche freigegeben.
Es ist klar, daß sich bei diesem Bohrverfahren kein Wasser im Bohrloche befinden
darf; dieses muß vielmehr immer ganz trocken
60
sein. Die Wasserabsperrung bietet hier keinerlei Schwierigkeit; sie ist viel einfacher
und sicherer als bei jeder anderen Bohrart. Das Bohrloch ist von Beginn an gleichmäßig
rund, die Wandung ist glatt und durch das eingepreßte Erdreich sehr fest. Da dem Bohrloche
kein Wasser künstlich zugeführt wird, so wird auch nichts von der Loch wandung
weggewaschen. Um aber auch den angebohrten Wasserquellen die Möglichkeit zu nehmen,
das Wasser zur Sohle fließen zu lassen, wird bei der Verrohrung gleich bei Einlassung des
ersten Rohres eine Gummiringvorrichtung angebracht, welche in Verbindung mit Baumwollabfällen
,von vornherein das erste Wasser absperrt. In gewissen Abständen wird die Anbringung
dieser Gummiringe wiederholt, so daß jedes Wasser leicht und gut abgesperrt werden kann. Diese Gummiringe in Verbindung
mit Eisenringen und den Baumwollabfällen dienen gleichzeitig als Stützpunkte für
die Rohre, welche bedeutend kleiner als das Bohrloch sind.
Einer der Hauptvorzüge des beschriebenen Bohrverfahrens ist, daß man beim Bohren auf
öl mit einem Loche von sehr großem Durchmesser in kürzester Zeit bis zum Öle gelangen
kann; ferner, daß man, wie schnell man auch vorwärts gehen mag, das öl nicht unbemerkt
durchbohren kann, weil der Fallbär nach jedem erfolgtem Schlage herausgezogen wird
und Ölspuren sofort an ihm bemerkbar sein würden.. Es werden ferner viel weniger Rohre
gebraucht, da man jedenfalls mit der ersten Rohrsäule bis zum Öle wird gelangen können.
Eine Bohrung auf 300 m auf bekanntem Gelände könnte in 5 Tagen ausgeführt werden;
die Verrohrung hätte in der gleichen Weise wie heute zu erfolgen, nur mit dem Unterschiede,
daß die Rohrsäule auf der Dornoberfläche aufsitzt und mit dem Tieferdringen des Dornes durch das Eigengewicht nachsinkt.
Unglücksfälle, wie Meißelbruch u. dgl., sind ausgeschlossen. Die gesamte Bohrvorrichtung,
Bohrkran usw. sind viel einfacher gebaut und billiger, als für die heutigen Bohrverfahren.
Alle Hilfswerkzeuge und große Werkstätten, die heute mit dem Härten und Schleifen
der Meißel usw. beschäftigt sind, fallen fort, und die große Zahl Bedienungsmannschaft
ist nicht erforderlich. Man gebraucht heute, um ein Bohrloch auf 300 m niederzubringen,
günstigenfalls 3 Monate und dabei würden 3 bis 4 Rohrsäulen verwendet werden,
welche über 24000 Mark kosten; bei der Dornbohrung kommt man mit einer Rohrsäule
aus, die 9000 Mark kostet. Die Löhne für eine Bohrung heutiger Art betragen für 300 m
etwa 6000 Mark. Bei der Dornbohrung würden die Löhne für die gleiche Tiefe etwa 500 Mark betragen; denn die ganze Bohrung
einschließlich Aufstellung der Maschine kann 14 Tage in Anspruch nehmen. Schließlich ist
es in wirtschaftlicher Hinsicht ein Unterschied, ob man ein Bohrloch günstigenfalls in go oder
in 9 Tagen niederbringt, und ob man das Öl nach 90 oder schon nach 5 Tagen hat. Bei
der Dornbohrung wird man ziemlich auf die Stunde genau vorher angeben können, in welcher
Zeit ein Loch von einer gewünschten Tiefe niedergebracht sein wird.
Fig. 5 der Zeichnung veranschaulicht Bär e und Dorn α im Betrieb, f ist der Fangkopf,
an dem das Fangwerkzeug angreift, um den Bär e hochzuziehen, g ist ein Gewinde im
Dorn, das zum Einschrauben des »Rettungsgestänges« dient, wenn der -Dorn hochgezogen
werden soll, h ist das mit dem Dorn niedergehende Futterrohr.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zum Niederbringen von Bohrlöchern durch Eintreiben eines Dornes mittels in einem Rohre fallenden Bars, dadurch gekennzeichnet, daß der Bär, ohne von einem Seil getragen zu sein, frei fallen gelassen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216258C true DE216258C (de) |
Family
ID=477683
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT216258D Active DE216258C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216258C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992010637A3 (en) * | 1990-12-12 | 1992-12-10 | Dalfsen Rotar Equipment B V Va | Tool for making holes in the ground |
| US5797705A (en) * | 1990-12-12 | 1998-08-25 | Willibald Kellner | Method for manufacturing a tubular foundation in the ground |
| US7566384B2 (en) | 2005-07-22 | 2009-07-28 | Praxair Technology, Inc. | System and apparatus for real-time monitoring and control of sputter target erosion |
-
0
- DE DENDAT216258D patent/DE216258C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992010637A3 (en) * | 1990-12-12 | 1992-12-10 | Dalfsen Rotar Equipment B V Va | Tool for making holes in the ground |
| US5797705A (en) * | 1990-12-12 | 1998-08-25 | Willibald Kellner | Method for manufacturing a tubular foundation in the ground |
| US7566384B2 (en) | 2005-07-22 | 2009-07-28 | Praxair Technology, Inc. | System and apparatus for real-time monitoring and control of sputter target erosion |
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