DE216258C - - Google Patents

Info

Publication number
DE216258C
DE216258C DENDAT216258D DE216258DA DE216258C DE 216258 C DE216258 C DE 216258C DE NDAT216258 D DENDAT216258 D DE NDAT216258D DE 216258D A DE216258D A DE 216258DA DE 216258 C DE216258 C DE 216258C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mandrel
drilling
bear
borehole
oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT216258D
Other languages
English (en)
Publication of DE216258C publication Critical patent/DE216258C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B11/00Other drilling tools
    • E21B11/02Boring rams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 216258 -KLASSE 5 a. GRUPPE
M. LOEWENTHAL in BUKAREST.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Oktober 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Niederbringen von Bohrlöchern durch Eintreiben eines Domes mittels in einem Rohre fallenden Bars. Dergleichen Verfahren sind bekannt; allein man hat bei ihnen den Bär stets von einem Seil gehalten herabfallen lassen. Dies ist beim Niederbringen nicht tiefer Bohrlöcher, wie z. B. solcher für Pumpen, die nicht tiefer als io m sein dürfen,
ίο wohl möglich; allein bei größeren Tiefen versagt das mit einem an einem Seil hängenden Bär arbeitende Verfahi-en; die Anwendung des Seils, beschränkt nicht nur das Gewicht, sondern auch die Fallhöhe des Bars wesentlich; denn bei größeren Tiefen und bei größerem Bärgewicht würde das Seil alsbald reißen.
Um nach demselben Grundsatz auch Bohrlöcher von größerer Tiefe niederbringen zu können, wird nach der Erfindung wie folgt verfahren: .
Es wird ein etwa 2 bis 21Z2 m langer Dorn α (Fig. 1 und 2) mit zwei Verjüngungen b und c und einer langen Geradführung d versehen, angewendet. Er besteht aus bestem Meißelstahl und wird so in einen 10 bis 20 m tiefen Schacht mit der Spitze nach unten eingelassen, daß er genau lotrecht steht. Alsdann wird ein entsprechend schwerer Bär e (eine Säule von 5 bis 10 m Länge) durch eine besonders gebaute Bohrkranvorrichtung aus einer Anfangshöhe von mindestens 20 m auf den Dorn frei herabfallen gelassen. Es wirkt sodann auf den Dorn α, wenn das Gewicht des Fallbärs 5000 kg beträgt, ein Schlag ein, der einem Drucke von etwa iooooo Skgm.
entspricht. Durch diesen plötzlichen Druck wird der Dorn in derselben Richtung, die er hat, vorwärts getrieben, indem er das Erdreich nach den Seiten drängt. Nachdem der Fallbär e seine Arbeit geleistet hat, wird er durch eine Fangvorrichtung erfaßt und wieder auf den Fallpunkt emporgewunden, von wo er selbsttätig freigelassen wieder herabfällt usf.
Mit jedem Meter, den der Dorn α tiefer dringt, wird die Fallhöhe des Bars e ebenfalls um einen Meter größer und demzufolge auch der Schlag um je 5000 Skgm. vermehrt usf. Bei 30 m Tiefe entspricht der Schlag schon einem Drucke von 150000 Skgm., bei 50 m einem solchen von 250000 Skgm., bei 100 m 5η 5O00OO, bei 200 m 1 Million Skgm. usf. So starke Schläge sind bisher in der Technik noch nirgends verwendet worden.
Gleichzeitig mit dem Dorn wird die Rohrsäule, die einen kleineren Durchmesser als das Bohrloch hat, so eingelassen, daß das unterste Rohr auf dem Dorne ruht; diese Rohrsäule geht nach jedem Schlage auf den Dorn durch ihr eigenes Gewicht nach unten und verhindert auf diese Weise, daß Nachfall auf die Oberfläche des Domes gelangt.
Wird beim Erbohren von Öl nach dem neuen Verfahren eine Ölschicht angefahren, so wird der Dorn durch einen oder einige schwache Schläge tiefer getrieben und dem öle ist alsdann der Zufluß zum Bohrloche freigegeben.
Es ist klar, daß sich bei diesem Bohrverfahren kein Wasser im Bohrloche befinden darf; dieses muß vielmehr immer ganz trocken
60
sein. Die Wasserabsperrung bietet hier keinerlei Schwierigkeit; sie ist viel einfacher und sicherer als bei jeder anderen Bohrart. Das Bohrloch ist von Beginn an gleichmäßig rund, die Wandung ist glatt und durch das eingepreßte Erdreich sehr fest. Da dem Bohrloche kein Wasser künstlich zugeführt wird, so wird auch nichts von der Loch wandung weggewaschen. Um aber auch den angebohrten Wasserquellen die Möglichkeit zu nehmen, das Wasser zur Sohle fließen zu lassen, wird bei der Verrohrung gleich bei Einlassung des ersten Rohres eine Gummiringvorrichtung angebracht, welche in Verbindung mit Baumwollabfällen ,von vornherein das erste Wasser absperrt. In gewissen Abständen wird die Anbringung dieser Gummiringe wiederholt, so daß jedes Wasser leicht und gut abgesperrt werden kann. Diese Gummiringe in Verbindung mit Eisenringen und den Baumwollabfällen dienen gleichzeitig als Stützpunkte für die Rohre, welche bedeutend kleiner als das Bohrloch sind.
Einer der Hauptvorzüge des beschriebenen Bohrverfahrens ist, daß man beim Bohren auf öl mit einem Loche von sehr großem Durchmesser in kürzester Zeit bis zum Öle gelangen kann; ferner, daß man, wie schnell man auch vorwärts gehen mag, das öl nicht unbemerkt durchbohren kann, weil der Fallbär nach jedem erfolgtem Schlage herausgezogen wird und Ölspuren sofort an ihm bemerkbar sein würden.. Es werden ferner viel weniger Rohre gebraucht, da man jedenfalls mit der ersten Rohrsäule bis zum Öle wird gelangen können. Eine Bohrung auf 300 m auf bekanntem Gelände könnte in 5 Tagen ausgeführt werden; die Verrohrung hätte in der gleichen Weise wie heute zu erfolgen, nur mit dem Unterschiede, daß die Rohrsäule auf der Dornoberfläche aufsitzt und mit dem Tieferdringen des Dornes durch das Eigengewicht nachsinkt. Unglücksfälle, wie Meißelbruch u. dgl., sind ausgeschlossen. Die gesamte Bohrvorrichtung, Bohrkran usw. sind viel einfacher gebaut und billiger, als für die heutigen Bohrverfahren. Alle Hilfswerkzeuge und große Werkstätten, die heute mit dem Härten und Schleifen der Meißel usw. beschäftigt sind, fallen fort, und die große Zahl Bedienungsmannschaft ist nicht erforderlich. Man gebraucht heute, um ein Bohrloch auf 300 m niederzubringen, günstigenfalls 3 Monate und dabei würden 3 bis 4 Rohrsäulen verwendet werden, welche über 24000 Mark kosten; bei der Dornbohrung kommt man mit einer Rohrsäule aus, die 9000 Mark kostet. Die Löhne für eine Bohrung heutiger Art betragen für 300 m etwa 6000 Mark. Bei der Dornbohrung würden die Löhne für die gleiche Tiefe etwa 500 Mark betragen; denn die ganze Bohrung einschließlich Aufstellung der Maschine kann 14 Tage in Anspruch nehmen. Schließlich ist es in wirtschaftlicher Hinsicht ein Unterschied, ob man ein Bohrloch günstigenfalls in go oder in 9 Tagen niederbringt, und ob man das Öl nach 90 oder schon nach 5 Tagen hat. Bei der Dornbohrung wird man ziemlich auf die Stunde genau vorher angeben können, in welcher Zeit ein Loch von einer gewünschten Tiefe niedergebracht sein wird.
Fig. 5 der Zeichnung veranschaulicht Bär e und Dorn α im Betrieb, f ist der Fangkopf, an dem das Fangwerkzeug angreift, um den Bär e hochzuziehen, g ist ein Gewinde im Dorn, das zum Einschrauben des »Rettungsgestänges« dient, wenn der -Dorn hochgezogen werden soll, h ist das mit dem Dorn niedergehende Futterrohr.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Niederbringen von Bohrlöchern durch Eintreiben eines Dornes mittels in einem Rohre fallenden Bars, dadurch gekennzeichnet, daß der Bär, ohne von einem Seil getragen zu sein, frei fallen gelassen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT216258D Active DE216258C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE216258C true DE216258C (de)

Family

ID=477683

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT216258D Active DE216258C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE216258C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1992010637A3 (en) * 1990-12-12 1992-12-10 Dalfsen Rotar Equipment B V Va Tool for making holes in the ground
US5797705A (en) * 1990-12-12 1998-08-25 Willibald Kellner Method for manufacturing a tubular foundation in the ground
US7566384B2 (en) 2005-07-22 2009-07-28 Praxair Technology, Inc. System and apparatus for real-time monitoring and control of sputter target erosion

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1992010637A3 (en) * 1990-12-12 1992-12-10 Dalfsen Rotar Equipment B V Va Tool for making holes in the ground
US5797705A (en) * 1990-12-12 1998-08-25 Willibald Kellner Method for manufacturing a tubular foundation in the ground
US7566384B2 (en) 2005-07-22 2009-07-28 Praxair Technology, Inc. System and apparatus for real-time monitoring and control of sputter target erosion

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3081737B1 (de) Bohrgerät zum erstellen einer verrohrten bohrung und verfahren zum betreiben eines bohrgerätes
DE60110220T2 (de) Vorrichtung zum richtbohren
DE1634233A1 (de) Verfahren zum Verankern von Bauwerken und Bauelementen im Erdboden mit Hilfe von Stabankern
CH628941A5 (de) Verfahren und anlage zum niederbringen einer verrohrten tiefbohrung zur herstellung von pfahlgruendungen.
EP0953723A2 (de) Aufweitvorrichtung
DE2609996B2 (de) Vorrichtung und Schutzverrohrung zum Richtbohren sowie Verfahren zur Installation der Schutzverrohrung
DE216258C (de)
DE2624079C2 (de) Verfahren und Bohrgerät zur Herstellung von Gesteins- und Erdbohrlöchern besonderen Querschnitts
DE1171848B (de) Vorrichtung und Verfahren zum Niederbringen eines Bohrloches
DE2126867A1 (de) Verfahren zum Richtbohren
DE1942857C3 (de) Erdbohrmaschine zum Herstellen von Bodenschlitzen
DE69736380T2 (de) Einrichtung und Verfahren zum Bohleneinrammen
DE2321739A1 (de) Verfahren und geraet zum bohren im boden
DE851488C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung und Foerderung von Mineralien
DE102004042195A1 (de) Erdbohrsystem
DE10336315A1 (de) Vertikalbohrvorrichtung sowie Verfahren zur Erstellung im wesentlichen vertikal ausgerichteter Grossbohrungen in Grundformationen
DE3431233C2 (de)
DE1634529B2 (de) Verfahren zum Herstellen von Bgdenschlitzen für Schlitzwände
DE4036721A1 (de) Verfahren zum einfuehren von stangen oder rohren in boeden oder waende von hoehlen u. dgl. sowie vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE2655541B2 (de) Verfahren und Anordnung für das vertikale Eintreiben von Rohren
DE198494C (de)
DE259483C (de)
DE222548C (de)
DE58126C (de) Vorrichtung zur Entwässerung von zu durchteufendenGebirgsschichten
DE4236209C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von Spundwandkästen in einen Baugrund