DE2161663B2 - Verfahren zum anlassen von bodenplatten - Google Patents

Verfahren zum anlassen von bodenplatten

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/18Hardening; Quenching with or without subsequent tempering
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor

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Description

  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung erfolgt der selektive Anlaßvorgang in einem Anlaßofen bei einer Temperatur von etwa 550 bis 5700 C, währen der Steg in eine von einem Kühlmittel durchströmte Kühlrinne hineinragt.
  • Es ist auch möglich, den selektiven Anlaßvorgang in einem Anlaßofen bei einer Temperatur von etwa 550 bis 5700 C erfolgen zu lassen, während der Steg in ein aus einem geschmolzenen Salz bestehendes Bad hineinragt, das in einem bestimmten Temperaturbereich gehalten wird.
  • Erfindungsgemäß erfolgt der anschließende Anlaßvorgang der Bodenplatte insgesamt in einem Temperaturbereich von etwa 430 bis 4400 C. Hierbei empfiehlt es sich, den anschließenden Anlaßvorgang in einem Salzbad bei einer Verweilzeit von etwa 45 min erfolgen zu lassen. Statt in einem Salzbad kann der anschließende Anlaßvorgang auch in einem Luftumwälzofen bei einer Verweilzeit von etwa 60 min erfolgen.
  • B e i s p i e 1 1 (bekanntes Verfahren) Die Bodenplatte wird bei einer Temperatur von etwa 8500 C austenitisiert und anschließend in Öl abgeschreckt, wobei sich eine Festigkeit von mindestens 170 kp/mm2 einstellt. Anschließend wird die Bodenplatte derart selektiv angelassen, daß der Grundkörper auf eine Temperatur von etwa 550 bis 5700 C er- wärmt wird, während der Steg gekühlt wird, damit der Anlaßvorgang nicht im gleichen Maße auch im Steg stattfindet. Auf diese Weise erhält der Grundkörper eine Festigkeit von 95 bis 115kp/mm2, während der Steg in seinem oberen Bereich eine Festigkeit von 130 bis 170 kp/mm2 aufweist. Die hierbei verbleibenden Restspannungen im Steg führen zu geringen Zähigkeiten und verursachen in der Praxis Brüche.
  • B e is p i e 1 2 (erfindungsgemäßes Verfahren) Die Bodenplatte wird so gehärtet und selektiv angelassen, wie es im Beispiel 1 beschrieben ist. Anschließend wird ein weiterer Anlaßvorgang durchgeführt, bei dem die gesamte Bodenplatte bei einer Temperatur von etwa 4300 C angelassen wird. Da diese Anlaßtemperatur wesentlich unterhalb der beim selektiven Anlassen für den Grundkörper verwendeten Temperatur liegt, erfährt der Grundkörper hierbei keine Festigkeitsänderung, während jedoch der Steg eine Festigkeit von 125 bis 150 kp/rnn12 erhält. Hierdurch werden vorhandene Spannungen so weit abgebaut, daß die Zähigkeit im Steg derart zunimmt, daß die Bruchgefahren so gut wie beseitigt sind.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Anlassen von Bodenplatten mit einem oder mehreren Greifstegen, wobei die vorher in üblicher Weise gehärtete Bodenplatte zunächst selektiv derart angelassen wird, daß sich im Grundkörper der Bodenplatte die mindestgeforderte Festigkeit einstellt, während durch gleichzeitiges Kühlen des Steges der Bodenplatte der Anlaßvorgang im Steg verhindert wird, d a -durch gekennzeichnet, daß anschließend die Bodenplatte derart insgesamt angelassen wird, daß sich im Steg die höchstgeforderte Festigkeit einstellt, während der Grundkörper keiner Festigkeitsänderung unterliegt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der selektive Anlaßvorgang in einem Anlaß ofen bei einer Temperatur von etwa 550 bis 5700 C erfolgt, während der Steg in eine von einem Kühlmittel durchströmte Kühlrinne hineinragt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der selektive Anlaßvorgang in einem Anlaßofen bei einer Temperatur von etwa 550 bis 5700 C erfolgt, während der Steg in ein aus einem geschmolzenen Salz bestehendes Bad hineinragt, das in einem bestimmten Temperaturbereich gehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der anschließende Anlaßvorgang der Bodenplatte insgesamt bei einer Temperatur von etwa 430 bis 4400 C erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der anschließende Anlaßvorgang in einem Salzbad bei einer Verweilzeit von etwa 45 min erfolgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der anschließende Anlaßvorgang in einem Luftumwälzofen bei einer Verweilzeit von etwa 60 min erfolgt.
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anlassen von Bodenplatten mit einem oder mehreren Greifstegen, wobei die vorher in üblicher Weise gehärtete Bodenplatte zunächst selektiv derart angelassen wird, daß sich im Grundkörper der Bodenplatte die mindestgeforderte Festigkeit einstellt, während durch gleichzeitiges Kühlen des Steges der Bodenplatte der Anlaßvorgang im Steg verhindert wird.
    Derartige Bodenplatten werden für Raupenfahrzeuge, insbesondere geländegängige Traktorfahrzeuge, verwendet. Bei solchen Fahrzeugen werden die Bodenplatten sehr unterschiedlich beansprucht, so daß die Bodenplatte über ihren Querschnitt entsprechend unterschiedliche Festigkeitswerte aufweisen muß. Hierbei soll der Grundkörper möglichst zäh sein, während der Steg möglichst verschleißfest, d. h.
    hart sein soll. Das bedeutet, daß der Grundkörper geringere Festigkeitswerte aufweisen muß als der Steg.
    Es sind Verfahren bekannt, nach denen die Bodenplatten einer Art Schalenhärtung unterzogen werden.
    Da hierbei in den Kernzonen keine oder nur eine teilweise Umwandlung eintritt und demzufolge die tech- nologischen Werte des Walzzustandes nicht grundlegend geändert werden, hat man diese Verfahren wieder verlassen.
    Es sind auch schon Verfahren zum selektiven Anlassen von Bodenplatten bekannt. Hierbei wird die Bodenplatte durch einen Induktionsofen mit ihrem Steg nach unten liegend geführt, wodurch sich ein komplizierter Führungsmechanismus für die Bodenplatte ergibt, die mit ihrem Stegkopf auf Rollen läuft, die auf der Unterseite des Induktionsofens angeordnet sind und starken Temperaturbeanspruchungen ausgesetzt sind. Während des Durchlaufens der Bodenplatte durch den Induktionsofen wird eine Flüssigkeit auf den unten liegenden Steg aufgesprüht, um zu verhindern, daß der Anlaßvorgang auch im Steg stattfindet, der wesentlich härter bleiben soll als der Grundkörper der Bodenplatte, bei dem man eine hohe Zähigkeit wünscht. Auch für die Sprühvorrichtung, die das Kühlmittel gegen die Stege richtet, ergibt sich ein relativ großer Aufwand.
    Des weiteren ist es bekannt, die Bodenplatte insgesamt auf die im Steg geforderte Festigkeit durch einen Härtevorgang zu bringen und anschließend unter Beibehaltung der Steghärte den Grundkörper der Bodenplatte anzulassen. Das erfolgt dadurch, daß man die Bodenplatte durch einen Anlaßofen wandern läßt, wobei gleichzeitig der Steg derart gekühlt wird, daß der Anlaßvorgang im Steg nicht stattfindet.
    Mit den bekannten Verfahren läßt es sich nicht verhindern, daß im Steg Restspannungen verbleiben, wodurch der Steg eine zu geringe Zähigkeit aufweist, was in der Praxis Bruchgefahren bedeutet.
    Bei an einem Werkstück nacheinander durchzuführenden Anlaßvorgängen ging man bisher also so vor, daß man zunächst die höchstgeforderte Festigkeit einstellte und anschließend die niedriger geforderten Festigkeiten, und zwar dadurch, daß die nacheinander durchzuführenden Anlaßvorgänge mit steigender Anlaßtemperatur erfolgten.
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Anlassen von Bodenplatten der einleitend genannten Art zu schaffen, dem die vorerwähnten Nachteile nicht anhaften, das vielmehr so ausgebildet ist, daß man dadurch zu Bodenplatten gelangt, die bruchsicher sind und trotzdem eine ausreichende Verschleißfestigkeit des Steges aufweisen.
    Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß anschließend die Bodenplatte derart insgesamt angelassen wird, daß sich im Steg die höchstgeforderte Festigkeit einstellt, während der Grundkörper keiner Festigkeitsänderung unterliegt.
    Auf diese Weise gelangt man zu einem Verfahren zum Anlassen von Bodenplatten der einleitend genannten Art, das die vorgenannte Erfindungsaufgabe voll erfüllt. Hinzu kommt, daß zum abschließenden Anlassen der Bodenplatte keine Vorkehrungen zu treffen sind, um den Grundkörper von irgendwelchen unerwünschten Begleiterscheinungen zu schützen, und zwar deswegen nicht, weil die Anlaßtemperatur für den Steg unterhalb der Anlaßtemperatur liegt, mit der der Grundkörper vorher selektiv behandelt worden ist.
DE19712161663 1971-12-11 Verfahren zum Anlassen von Boden platten Expired DE2161663C (de)

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DE19712161663 DE2161663C (de) 1971-12-11 Verfahren zum Anlassen von Boden platten

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DE2161663A1 DE2161663A1 (de) 1972-10-26
DE2161663B2 true DE2161663B2 (de) 1972-10-26
DE2161663C DE2161663C (de) 1973-05-17

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DE2161663A1 (de) 1972-10-26

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