DE2161663C - Verfahren zum Anlassen von Boden platten - Google Patents

Verfahren zum Anlassen von Boden platten

Info

Publication number
DE2161663C
DE2161663C DE19712161663 DE2161663A DE2161663C DE 2161663 C DE2161663 C DE 2161663C DE 19712161663 DE19712161663 DE 19712161663 DE 2161663 A DE2161663 A DE 2161663A DE 2161663 C DE2161663 C DE 2161663C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
web
tempering
takes place
temperature
base plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712161663
Other languages
English (en)
Other versions
DE2161663A1 (de
DE2161663B2 (de
Inventor
Edgar Dipl Ing 5210Troisdorf Schultz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Werke AG
Original Assignee
Kloeckner Werke AG
Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Werke AG filed Critical Kloeckner Werke AG
Priority to DE19712161663 priority Critical patent/DE2161663C/de
Publication of DE2161663A1 publication Critical patent/DE2161663A1/de
Publication of DE2161663B2 publication Critical patent/DE2161663B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2161663C publication Critical patent/DE2161663C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

45
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anlassen von Bodenplatten mit einem oder mehreren Greifstegen, wobei die vorher in üblicher Weise gehärtete Bodenplatte zunächst selektiv derart angelassen wird, daß sich im Grundkörper der Bodenplatte die mindestgeforderte Festigkeit einstellt, während durch gleichzeitiges Kühlen des Steges der Bodenplatte der Anlaßvorgang im Steg verhindert wird.
Derartige Bodenplatten werden für Raupenfahrzeuge, insbesondere geländegängige Traktorfahrzeuge, verwendet. Bei solchen Fahrzeugen werden die Bodenplatten sehr unterschiedlich beansprucht, so daß die Bodenplatte über ihren Querschnitt entsprechend unterschiedliche Festigkeitswerte aufweisen muß. Hierbei soll der Grundkörper möglichst zäh sein, während der Steg möglichst verschleißfest, ti. h. hart sein soll. Das bedeutet, daß der Grundkörper geringere Festigkeitswerte aufweisen muß als der Steg.
Es sind Verfahren bekannt, nach denen die Bodenplatten einer Art Schalenhärtung unterzogen werden. Da hierbei in den Kernzonen keine oder nur eine teilweise Umwandlung eintritt und demzufolge die technologischen Werte des Walzzustandes nicht grundlegend geändert werden, hat man diese Verfahren neder verlassen.
Es sind auch schon Verfahren zum selektiven Anlassen von Bodenplatten bekannt. Hierbei wird die Bodenplatte durch einen Induktionsofen mit ihrem Steg nach unten liegend geführt, wodurch sich ein komplizierter Führungsmechanismus für die Bodenplatte ergibt, die mit ihrem Stegkopf auf Rollen läuft, die auf der Unterseite des Induktionsofens angeordnet sind und starken Temperaturbeanspruchungen ausgesetzt sind. Während des Durchlaufens der Bodenplatte durch den Induktionsofen wird eine Flüssigkeit auf den unten liegenden Steg aufgesprüht, um zu verhindern, daß der Anlaßvorgang auch im Steg stattfindet, der wesentlich härter bleiben soll als der Grundkörper der Bodenplatte, bei dem man eine hohe 7.\- hiekeit wünscht. Auch für die Sprühvorrichtung, .ie das Kühlmittel gegen die Stege richtet, ergibt sich ein idativ großer Aufwand.
Des weiteren ist es bekannt, die Bodenplatte insgesamt auf die im Steg geforderte Festigkeit durch ein;.·.! Härtevorgang zu bringen und anschließend unic Beibehaltung der Steghärte den Grundkörper der B" denplatte anzulassen. Das erfolgt dadurch, daß nv ; die Bodenplatte durch einen Anlaßofen wandern läl': wobei gleichzeitig der Steg derart gekühlt wird, d.i.: der Anlaßvorgang im Steg nicht stattfindet.
Mit den bekannten Verfahren läßt es sich nicl·· verhindern, daß im Steg Restspannungen verbleibet, wodurch der Steg eine zu geringe Zähigkeit aufweiv was in der Praxis Bruchgefahren bedeutet.
Bei an einem Werkstück nacheinander durchzu führenden Anlaßvorgängen ging man bisher also so vor, daß man zunächst die höchstgeforderte Festigkeit einstellte und anschließend die niedriger geforderten Festigkeiten, und zwar dadurch, daß die nacheinander durchzuführenden Anlaßvorgänge mit steigender An-Iaßtemperatui erfolgten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Anlassen von Bodenplatten der einleitend genannten Art zu schaffen, dem die vorerwähnten Nachteile nicht anhaften, das vielmehr so ausgebildet ist, daß man dadurch zu Bodenplatten gelangt, die bruchsicher sind und trotzdem sine ausreichende Verschleißfestigkeit des Steges aufweisen.
Fiese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß anschließend die Bodenplatte derart insgesamt angelassen wird, daß sich im Steg die höchstgeforderte Festigkeit einstellt, während der Grundkörper keiner Festigkeitsänderung unterliegt.
Auf diese Weise gelangt man zu einem Verfahren zum Anlassen von Bodenplatten der einleitend genannten Art, das die vorgenannte Erfindungsaufgabe volt erfüllt. Hinzu kommt, daß zum abschließenden Anlassen der Bodenplatte keine Vorkehrungen zu treffen sind, um den Grundkörper von irgendwelchen unerwünschten Begleiterscheinungen zu schützen, und zwar deswegen nicht, weil die Anlaßtemperatur für den Steg unterhalb der Anlaßtemperatur liegt, mit der der Grundkörper vorher selektiv behandelt worden ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung erfolgt der selektive Anlaßvergang in einem Aniaßofen bei einer Temperatur von etwa 550 bis 570° C, währen der Steg in eine von einem Kühlmittel durchströmte Kühlrinne hineinragt.
Es ist auch möglich, den selektiven Anlaßvorgang [n einem Anlaßofen bei einer Temperatur von etwa 550 bis 570° C erfolgen zu lassen, während der Steg in ein aus einem geschmolzenen Salz bestehendes Bad hineinragt, das in einem bestimmten Temperaturbereich gehalten wird
Erfindungsgemäß erfolgt der anschließende Anlaßvorgang der Bc nplatte insgesamt in einem Temperaturbereich von etwa 430 bis 440° C. Hierbei empfiehlt es sich, den anschließenden Anlaßvorgang in einem Salzbad bei einer Ver#eilzeit von etwa 45 min erfolgen zu lassen. Statt in einem Salzbad kann der anschließende Anlaßvorgang auch in einem Luftumwälzofen bei einer Verweilzeit von etwa 60 min erfol
Beispiel 1 (bekanntes Verfahren)
Die Bodenplatte wird bei einer Temperatur von etwa 850° C austu itisiert und anschließend in öl abgeschreckt, wobei sich eine Festigkeit von mindestens 170 kp/mm2 einstellt. Anschließend wird die Bodenplatte derart selektiv angelassen, daß der Grundkörper auf eine Temperatur von etwa 550 bis 570° C erwärmt wird, während der Steg gekühlt wird, damit der Anlaßvergang nicht im gleichen Maße auch im Steg stattfindet. Auf diese Weise erhält der Grundkörper eine Festigkeit von 95 bis 115 kp/mm2, während der Steg in seinem oberen Bereich eine Festigkeit von 130 bis 170 kp/mm2 aufweist. Die hierbei verbleibenden Restspannungen im Steg führen zu geringen Zähigkeiten und verursachen in der Praxis Brüche.
Beispiel 2 (erfindungsgemäße^ Verfahren) Die Bodenplatte wird so gehärtet und selektiv angelassen, wie es im Beispiel 1 beschrieben ist. Anschließend wird ein weiterer Anlaßvorgang durchgeführt, bei dem die gesamte Bodenplatte bei einer Tempera-, tür von etwa 430° C angelassen wird. Da diese Anlaßtemperatur wesentlich unterhalb der beim selektiven Anlassen für den Grundkörper verwendeten Temperatur liegt, erfährt der Grundkorper hierbei keine Festigkeitsänderung, während jedoch der Steg eine Feo stigkeit von 125 bis 150 kp/mm2 erhält. Hierdurch werden vorhandene Spannungen so weit abgebaut, daß die Zähigkeit im Steg derart zunimmt, daß die Bruchgefahren so gut wie beseitigt sind.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Anlassen von Bodenpljtten mit einem oder mehreren Gre-fstegen, wobei die vorher in üblicher Weise gehärtete Bodenplatte zunächst selektiv derart angelassen wird, daß sich im Grundkörper der Bodenplatte die mindestgeforderte Festigkeit einstellt, während durch gleichzeitiges Kühlen des Steges der Bodenplatte der Anlaßvorgang im Steg verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend die Bodenplatte derart insgesamt angelassen wird, daß sich im Steg die höchstgeforderte Festigkeit einstellt, während der Grundkörper keiner Festigkeitsänderung unterliegt.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der selektive Anlaßvorgang in einem Anbßofen bei einer Temperatur von etwa 550 bis 570: C erfolgt, während der Steg in eine von einem Kühlmittel durchströmte Kühlrinne hineinragt.
3. Verfahren nach Anspruch !, dadurch gekennzeichnet, daß der selektive Anlaßvorgang in einem Anlaßofen bei einer Temperatur von etwa 550 bis 570° C erfolgt, während der Steg in ein aus einem geschmolzenen Salz bestehendes Bad hineinragt, das in einem bestimmten Temperaturbereich gehalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der anschließende Anlaßvorgang der Bodenplatte insgesamt bei einer Temperatur von etwa 430 bis 440? C erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der anschließende Anlaßvorgang in einem Salzbad bei einer Verweilzeit von etwa 45 min erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der anschließende Anlaßvorgang in einem Luftumwälzofen bei einer Verweilzeit von etwa 60 min erfolgt.
DE19712161663 1971-12-11 Verfahren zum Anlassen von Boden platten Expired DE2161663C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712161663 DE2161663C (de) 1971-12-11 Verfahren zum Anlassen von Boden platten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712161663 DE2161663C (de) 1971-12-11 Verfahren zum Anlassen von Boden platten

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2161663A1 DE2161663A1 (de) 1972-10-26
DE2161663B2 DE2161663B2 (de) 1972-10-26
DE2161663C true DE2161663C (de) 1973-05-17

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3211103A1 (de) Verfahren zur herstellung eines kraftfahrzeugbauteils mit mindestens zwei voneinander verschiedenen festigkeitsbereichen
DE112015004312T5 (de) Verfahren zur herstellung einer strukturellen komponente durch einen thermomagnetischen temperprozess, der lokalisierte zonen ergibt
DE102008055980A1 (de) Verfahren und Durchlaufofen zum Erwärmen von Werkstücken
EP2767599A1 (de) Wärmebehandlungslinie und Verfahren zum Betreiben der Wärmebehandlungslinie
DE2161663C (de) Verfahren zum Anlassen von Boden platten
DE2123687A1 (de) Warmebehandlungsverfahren fur nied nggekohlte Baustahle zur Verbesserung der mechanischen Werkstoffeigenschaften und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Ver fahrens
DE3435376C2 (de) Verfahren zur Wärmebehandlung von Werkstücken
DE2161663B2 (de) Verfahren zum anlassen von bodenplatten
DE3139622A1 (de) Verfahren zur gasaufkohlung von stahl
DE3640325C1 (de) Vorrichtung zur Waermebehandlung metallischer Werkstuecke in einer Kohlungsatmosphaere
DE855348C (de) Verfahren beim Auftragen von insbesondere verschleissfesten Stahlschichten durch Auftragschweissen an gebrauchten und neuen Schienen
DE2204270A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Stahlbeschlagteiles für Schier, insbesondere einer Stahlkante
DE3883214T2 (de) Verfahren zur Wärmebehandlung von Buchsen für Gleisketten von Raupenkettentraktoren.
DE418124C (de) Verfahren zum Verfeinern des Kornes von Stahl
DE1933781A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Teilvergueten von staehlernen Eisenbahnraedern od.dgl.
DE10325986B3 (de) Verfahren zum Randzonenhärten eines einteiligen Werkstücks
EP4015657B1 (de) Thermisches behandeln von bauteilen
DE3048453A1 (de) Verfahren zur herstellung von insbesondere plattenfoermigen stahlerzeugnissen
DE102019118884A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines partiell pressgehärteten und mit einer Zinkbeschichtung versehenen Blechformteils
EP0542951B1 (de) Verfahren zum vergüten eines schienenfahrzeugrades
DE1583386C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Härten und Vergüten von Werkstücken
DE2553051B2 (de) Verfahren zum Feuer-Tauchaluminieren der Erzeugnisse aus Eisenlegierungen
EP0418506A1 (de) Verfahren zum Härten von Stahl mit Hilfe flüssiger Kühlmedien
DE1758672B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Oberflaechenhaerten von strangfoermigen Werkstuecken in einzelnen,sich parallel zur Laengsachse des Werkstueckes erstreckenden Zonen unter Vermeidung des Verzugs
DE2124041A1 (de) Wärmebehandlungsverfahren an untereutektioden Vergütungsstählen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens