DE2147396A1 - Vorrichtung zur bremskraftreglung bei blockiergefahr der fahrzeugraeder, insbesondere bereifter raeder - Google Patents

Vorrichtung zur bremskraftreglung bei blockiergefahr der fahrzeugraeder, insbesondere bereifter raeder

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DE2147396A1 DE19712147396 DE2147396A DE2147396A1 DE 2147396 A1 DE2147396 A1 DE 2147396A1 DE 19712147396 DE19712147396 DE 19712147396 DE 2147396 A DE2147396 A DE 2147396A DE 2147396 A1 DE2147396 A1 DE 2147396A1
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/52Torque sensing, i.e. wherein the braking action is controlled by forces producing or tending to produce a twisting or rotating motion on a braked rotating member

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Bremskraftreglung bei Blockiergefahr der Fahrzeugräder, insbesondere bereifter Räder.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorriohtung zur Verhinderung der Radblockierung, insbesondere bei Strassenfahrzeugen, wobei das Charakteristikum der Erfindung die Auswertung des Wuehtverlustes des Fahrzeugrades, bei Ueberschreitung der Rollgrenze bildet, ua mit Hilfe der dabei frei werdenden Arbeit, einen Bremskraftregler zu betätigen.
  • Mit er vorliegenden Erfindung wird das erstrebte Ziel erreicht, einen hydromechanisch arbeitenden Bremskraftregler zu schaffen, der frei von komplizierten elektronischen Gerten ist und auch andere Vorrichtungen zur messung der Rotationsdifferenz zwischen Fahrzeugrädern vermeidet.
  • Es sind schon mehrere Bremskraftregler bekannt, die den angestrebten hydromechanischen Weg einschlagen, ohne mitrotierende Massen oder mitrotierende Vergleichselemente zu benutzen, indem die Reaktionekräfte während der Bremsung zwischen Fahrgestell und Radachse zur Bremskraftreglung herangezogen werden, doch stösst man dabei durch den unkonstanten Reibwert in der Bremse zufolge Erwärmung oder Verschmutzung, auf entsprechende Sohwierigkeiten.
  • Andre Bremskraftregler bringen die Reaktionskraft des Bremsschildes mit dem Bremsmitteldruck in ein statisches Gleichgewichtsverhältnis, um bei Stbrung dieses Gleiche wichtes eine entsprechende Beeinflussung des Bremskraitreglera zu erzielen. Derartige Druckregler kennen Jedoch nicht dem Zwecke entsprechen, insofern dabei nur die statischen Kräfte berticksichtigt werden, während die Dynamik des rotierenden Fahrzeugrades unberäcksichtigt bleibt. Ein derartiger Blockierregler, der beispielsweise die Reaktionskraft des Bremsschildes als Funktion des Reibwertes zwischen Fahrbahn und Fahrzeugrad Aber einen Wiegekolben mit dem Bremsmitteldruck im Gleichgewicht erhält, wird bei plötzlichem Nachlassen des Reibwertes der Fahrbahn, nicht gleichzeitig ein Nachlassen der Reaktionskraft des Bremsschildes zur Folge haben, weil das durch fehlenden Reibwert mit der Fahrbahn eingebtQste Raddrehmoment, durch Wuchtverlust des dabei noch rotierenden Fahrzeugrades, auf dem urspr(1nglichen Wert erhalten bleibt. Erst wenn das Rad zum Stillstand kommt, wird sich ein statischer Kraftausgleich einstellen, doch wird sich die Bremse daraufhin nicht lösen können, weil die reibenden Bremselemente schon einen Sekundenbruchteil freier, mit dem der Ruhe entsprechenden grösseren Reibungskoeffizient einem grösseren Drehmoment als dem Raddrehmoment gewachsen sein werden.
  • Bei anderen Bremskraftreglern wird dimer Radachse eine in Fahrtrichtung oder entgegengesetzt gerichtete, relativ zum Fahrgestell stattfindende Bewegung schon während der Bremsbetätigung erteilt, um ber entsprechende Hebelftbertragungen auf eine zwischen Hauptbremszylinder und Radbremszylinder eingeschaltete doppelwirkende Kolbenpumpe, den Bremsmitteldruck in Richtung des Radbremszylinders zu verstärken und beim Nachlassen der Reaktionskraft des Fahrzeugrades wieder zu schwächen. Der Arbeitsvorgang fthrt auch in diesem Falle zu keiner Lösung, insofern bei exzentrischer Aufhängung des Fahrzeugrades zwecks Achsverschiebung, der schon im vorgehenden Fall besohriebene Zustand sich einstellt, weil durch Wuchtabnshme im Rotationssinne des Fahrzeugrades eine kurze anhaltende Phasenverschiebung der Reaktionekräfte auftritt und das Fahrzeugrad blockiert wird; was sich allerdings bei diesem System auch mit dabei zentrischer Aufhängung des Fahrzeugrades, allerdings aus anderen Grunde ergeben muss, weil beim Nachlassen der Umfangskraft des Fahrzeugrades zwar die durch diese Umfangskraft erzeugte Bremshilfskraft nachlbsst, dabei der vom Hauptbremszylinder kommende Bremsmitteldruck keinesfalls beeinflusst werden kann und somit das mit dabei zu schwacher Umfangskraft behaftete Had blockiert wird.
  • Bei der vorliegenden Erfindung, bei der alle vorerwähnten Nachteile und Fehlerquellen ausgeschaltet sind, wird zur Betätigung des Druckreglers erfindungsgemäss die mechanische Arbeit eingesetzt, die durch den zusätzlichen Suchtverlust des rotierenden Fahrzeugrades ausgewertet werden kann, wenn der Reibwert zwischen Fahrbahn und Fahrzeugrad dem jeweiligen Drehmoment der Bremse nicht standhalten kann. In solchem Falle wird das durch die zu geringe Umfangskraft unzureichend gewordene Drehmoment des Fahrzeugrades in bezug auf das Drehmoment der Bremse, durch zusätzlichen Wuchtverlust des Fahrzeugrades im Rotationssinne, auf ursprünglichem Wert erhalten, solange das Fahrzeugrad im Rotationssinne Wucht verlieren kann. Die Zeit in der sich dieser Vorgang abspielt, hängt vom Reibwert des Fahrzeugrades auf der Fahrbahn ab und kann im. Extremfall beim Uebergang von einer rauhen auf eine Eisfläche, bei starker Bremsung, auf einen Sekundenbruchteil sinken. Wenn auch die Zeit und somit der Arbeitsweg in solchen Extremfällen kurz ist, so steht dementsprechend eine grosse Kraft dabei zur Verfügung, die Abrigens sogar nur zum Teil eingesetzt zu werden braucht, hingegen der Arbeitsüberschuss von der Bremse als Wärme verbraucht wird. Erfindungsgemäss wird anschliessend erreicht, dass bei Rollgrenzüberschreitung , durch den sich dabei auswirkenden zusätzlichen Wuchtverlust im Rotationssinne des Fahrzeugrades, seine eigene lineare Beschleunigung in Fahrtrichtung relativ zum Fahrgestell stattfindet. Durch di diese vorerwähnte Bewegung, der die Radachse folgt, können angeschlossene Uebertragungselementeseinen Bremskraftregler direkt durch mechanische oder hydraulische Uebertragung der Bewegung, oder indirekt (durch Stromkreisschliessung) betätigen bzw. steuern.
  • An Hand der beigelegten Zeichnung ist die Arbeitsweise des mit dem Erfindungsprinzip arbeitenden Druckreglers eindeutig erläutert, wobei es sich im vorliegenden Fall um eine bevorzugte AusftLhrung handelt, bei der die KraftAbertragung hydromechanisch stattfindet und das Rad eine Schwingachse aufweist. Aus der Fig. 1 kann die schematisch dargestellte Draufsicht der ganzen Vorrichtung entnommen werden, hingegen zeigt die Fig. 2 nur den Schnitt durch den eigentlichen Druckregler (1), der auch in Pig. 1 schematisch dargestellt und mit dem Fahrgestell als fest verbunden zu betrachten ist. Die Schwingachse (2) des Fahrzeugrades (3) kann dank dem Kreuzgelenk (4), dem Fahrzeugrad auch eine Achsverschiebung in Fahrtrichtung (Pfeil) relativ zum Fahrgestell gestatten. Nit dem rechts des Kreuzgelenks verlaufenden Radachsteil, ist eine Bremsscheibe (5) verbunden, auf die eine Bremszange (6) mit üblichen Bremselementen einwirkt. Die Bremszange selbst ist um das feste Mager (7) der Radachse, mittels der Buchse (8) drehbar angeordnet und kann bei Bedarf,der Drehbewegung der Bremsscheibe um einen benötigten Wert folgen. Ihrerseits statt sich die erwähnte Bremszange (6), mittels eines kurzen Hebels (9), auf deA olben (10), der im obern Teil des Zylinders (11) Flttssigkeit unter Druck hält, sobald die Bremstätigkeit einsetzt. Der auf diese reise erhaltene Druck in der Bremsflüssigkeit, überträgt sich durch die Druckmittelleitung (12) in den Druckregler (1) Fig. 1 und Fig.2, in dessen Zylinderraum (13), wodurch der Kolben (14) mittels eines Stössels (15) auf die Schwingachse (2) eine Kraft austtbt, die bei normal verlaufender Bremsung, höchstens den jeweiligen Wert der dabei bestehenden Reaktionskraft der Schwingachse im gleichen Angriff spunkt erreichen darf, was durch entsprechende Wahl der @ylindergrössen erfolgt. Es muss auch berücksichtigt werden, dass bei Verschleiss des Reifenprofils, ungenügendem Luftdruck und Vollbelastung des Fahrzeuges, der Rollradius des Fahrzeugrades kleiner ausfällt, weshalb die Ausgangseinstellung der Vorrichtung günstigst auf einen @ittelwert der beiden als extrem anzunehmenden Rollhalbmesser abgestimmt wird. Der relativen Geringfügigkeit wegen,sind bei der vorliegenden Beschreibung die linearen Beschleunigungskräfte des Fahrzeugrades nicht berücksichtigt worden.
  • Bei der vorliegenden Ausführungsform des bruckreglers ist es zweckmässig, dass schon bei Freilauf und während der Bremsung, das Fahrzeugrad bzw. seine Achse sich entgegen der iahrtrichtung auf einen festen oder mitfedernden,jedoch horizontal unnachgiebigen Anschlag des Pahrgestells sttitzt, wie beispielsweise auf den Stössel (15), der sich seinerseits mit dem @ing (16), auf d horizontal unnachgiebig zu betrachtenden Zylinder des Bremskraftreglergehäuses (1) abstützt.
  • Lässt nun plötzlich die Reaktionskraft der Radachse (2) nach, z.B. zufolge eines zu geringen ;eibwertes auf der Fahrbahn, so wird nicht gleichzeitig auch die Heaktionskraft der Bremse entsprechend nachgeben, weil, wie anfangs erläutert, durch Wuchtverlust im Rotationssinne des dabei zufolge geringer gewordener Um@angskraft sich verstärkt verzbgernden Fahrzeugrades, das ursprüngliche Raddrehmoment noch kurzanhaltend aufrecht erhalten bleibt. Das dabei frei werdende Arbeitspotential, das üblicherweise in anderen Fällen unbeachtet als Wärme in der Bremse unausgenutzt verloren geht, wird erfindungsgemäss zumindest teilweise als mechanische Arbeitsleistung fUr die Bremskraftreglung ausgenutzt. Wie aus der Abbildung 1 zu ersehen und der Beschreibung zu entneinen ist, wird durch den Kolbendruck des Kolbens (10), in der kurzen Zeitspanne, in der durch den zusätzlichen Wuchtverlust des zu gleiten beginnenden Fahrzeugrades, das vorerwähnte Gleichgewicht aufrecht erhalten bleibt, das Druckmittel, ueber die Druck mittelleitung (12) und mittels des Kolbens (t4), dabei die geringer gewordene weaxtionskraft der Radachse Uberwindend, die Nasse des Fahrzeugrades in Fahrtrichtung relativ zum Fahrgestell linear beschleunigen.
  • Auch in extremen Situationen ist eine sichere Arbeitsweise möglich, denn geht z.B. die Fahrbahnadhäsion auf Null und die Reibwirkung der Bremse bleibt aber essig gross, so dass der Bremsbelag mit der Bremsscheibe blockiert wird, dann wird der Wuchtverlust im @otationssinne auf jeden Fall und ohne Verlust an Reibungswärme in der Bremse, zumindest aber den Weg des möglichen Kolbenhubes (10), eine mechanische Arbeitsleistung vollbringen massen bei der eine, für den benötigten Zweck und zufolge des äusserst kurzen Bremsweges im Rotationssinne, übermässig grosse Kraft zur Verfügung stehen würde, die sogar in einem Sekundenbruchteil, das Fahrzeugrad horizontal in Fahrtrichtung relativ zum E'ahrgestell,weit uber den Bedarf beschleunigen könnte.
  • Aus der Fig. 2 ist ersichtlich, dass der Kolben (14) mit einem Stdssel (17) fest verbunden ist, der seinerseits als Tauchkolben in den Druckraum (18) der BremsfltLssigkeit ragt und ausserdem im Ruhezustand oder während normaler Bremsung, als St5ssel wirkend, das Ventil (19) vom Ventilsitz (?0), bei Spannung der Feder (21), abgehoben hält.
  • Dadurch kann die vom Hauptbremszylinder kommende BremsflAssigkeit, durch die Bohrung (22) frei und auch weiter durch die Bohrung (23) durch die Druckmittelleitung (24) zum Hadbremszylinder (25) druckwirkend gelangen.
  • Bewegt sich der Stössel (15) zufolge Ueberdruckes im Zylinderraum (13), nach links, so folgt ihm auch der mit dem Kolben (14) verbundene kleinere Stbssel (17), wodurch das Ventil (19), vom Federdruck (21) unterstützt, sich schliesst und die BremsfltLssigkeitssäule unterbricht. Geht die vorerwähnte Bewegung weiter, dann wirkt der Stössel (17) als Tauchkolben und verringert das Volumen im Druckraum (18), wodurch der Bremsflüssigkeitsdruck sofort absinkt. Die Elastizität des Materiale, insbesonders bei langer Druckmittelleitung (24) wird dazu beitragen, dass die Druckabnahme auch ohne Druckspeicher progressiv wirkt. Jedenfalls wird das iRad mit der Radachse, insbesondere bei grösserem ErGftekontrast, nach vorne in Fahrtrichtung stark beschleunigt und würde erst nach relativ längerem Weg zum Stillstand kommen, weshalb ein elastischer Puffer schon nach kurzem zweckdienlichen Weg wirken muss. Eine ungewtinschte zu rasche Rückführung in die Ausgangsstellung aller beweglichen Teile, wird durch das Flatterventil (26) verhindert, das die Treibflüssigkeit nur in Richtung des Zylinderraumes (13),über die Druckleitung (12) frei durchlesst, während der Rückfluss in den Zylinderraum (11), durch die Drosselöffnung (27) stattfinden muss.
  • Der Tauchkolben (17) hat den Durchmesser des Ventilsitzes (20), wodurch beim Schliessen des Ventils keine Strdmung zwischen Ventil und Ventilsitz einsetzt. Der Ventilhub wird durch Verstellund des Ringes (16) geregelt und wovon die Empfindlichkeit des Druckreglers abhängt, der einen erforderlichen Unempfindlichkeitsgrad bewahren muss, um Druckschwankungen im Radbremszylinder zu vermeinden, wenn beim Ueberspringen eines Loches oder anderer Hindernisse, das Fahrzeugrad kurzanhaltend ohne Adhäsion bleibt und dadurch eine minimal versptrbare Reaktionsbewegung der beiden Kolben (14) und (10), sowie des Ventils (19) ausgelost wird.
  • Es ist durchaus möglich, den druckregelnden Teil, der den Tauchkolben (17) und das Ventil (19) trägt, vom restlichen Teil getrennt, zwischen Bremszange (6) und Kolben (10) an Stelle des Hebels (9) einzubauen, was in der Arbeitsweise gleichwertig wäre.

Claims (5)

  1. P A T E N T A N S P R U C H E .
    9 Vorrichtung zur Bremskraftreglung bei Blockiergefahr er Fahrzeugräder, insbesondere bereifter Räder, dadurch gekennzeichnet, dass dabei während der Bremsung, die durch das Raddrehmoment hervorgerufene Reaktionskraft der Bremse und gleichzeitig auch die in horizontaler Richtung sich auswirkende Reaktionskraft der Radachse, auf direktem oder indirekter Weg, den oder die zur Druckreglung dienenden Teile des Bremskraftreglers oder einet zwischengeschalte ten Hilfsvorrichtung für diesen Zweck, in antagonistischer Wirkungsweise, kraftausgleichend beaufschlagen, so dass bei Rollgrenzüberschreitung und folglichem Nachlassen der Reaktionskraft der Radachse, das dadurch die dabei im Rotationssinne zusätzlich Wucht verlierende Radmasse unverZndort erhaltene Drehmoment der Bremse, eine Gleichgewichtsstörung ii Bremskraftregler oder in seiner Hilf avorrichtung hervorruft und dadurch eine bremsdruckreduktion ermöglicht, bevor die reibenden Elemente der Bremse, in den Reibungs zustand der Ruhe treten können.
  2. 2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dabei das frei werdende Arbeitlpotential, das zufolge des zusätzlichen Wuchtverlustes, eines bei Rollgrenzüberschreitung, mit zugenommener Verzögerung rotierenden Fahrzeugrades, vom Zeitpunkt seiner Rollgrenzüberschreitung an, bis su seiner Blockierung verfügbar ist, gänzlich oder zum Teil als mechanische Arbeitsleistung zum Einsatz gebracht wird, um die eigene Radmasse mit angeschlossenen Teilen, wie s.B. Radachse oder Bremse, in Fahrtrichtung, relativ zum Fahrgestell zu beschleunigen bsw. zu verschieben und Patentansprüche Bl. 2 dadurch gleichzeitig mit der Radachsbewegung, mittels daran angeschlossener Kraftübertragungselemente, den die Bremskraft regelnden Teil der Vorrichtung, direkt oder indirekt zu betätigen bzw. zu steuern, so dass eine erforderliche Abnahme des Bremsmitteldruckes dadurch stattfindet, bevor die Radbremse vom Zustand der gleitenden Reibung, in den Reibungszustand der Ruhe übertreten kann.
  3. 3.) Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dabei die Radachse von einer horizontal unnachgiebigen Radabstätzung aus, während der Bremsung, sich nur bei Ueberschreitung der Rollgrenze seines Rades, relativ zum Fahrgestell mitsamt dem Rad in Fahrtrichtung verschiebt, hingegen eine Horizontalverschiebung der Radachse, unter normalen Bremeverhaltnissen, durch das dabei sich ergebende Kräftespiel nicht stattfinden kann, so dass auch bei wechselnder, oszillierender Bremskraft im Rahmen der Rollreibung des Rades, die Radachse ihren Platz nicht ändert.
  4. 4.) Vorrichtung nach den vorangehenden Ansprttchen, dadurch gekennzeichnet, dass dabei der Stbssel (15) ein elastisches graftabertragungselement (Feder) ist, wodurch sich während der Bremsphase, die Radachse (2) entgegengesetzt der Fahrtrichtung, relativ zum Fahrgestell verschieben und die den Stbssel (15) ersetzende Feder bis zum ftausgleich mit dem Kolben (14) spannen kann, ohne dadurch den im Radbremszylinder wirkenden Bremsdruck zu beeinflussen.
  5. 5.) Vorrichtung nach den vorangehenden Ansprdchen, dadurch Patentansprüche Bl. 3 gekennzeichnet, dass dabei der in das Bremsmittel ragende Kolben (17), sich in Tandemanordnung mit dem Treibflflssigkeitskolben (14) oder (10) befindet und somit gemeinsam mit beiden vorerwähnten Kolben der Radachsbewegung folgt, so dass die in diesem Bremssystem durch die sich verschisbende Radachse ausgeführte Bewegung, zwangweise von allen dabei mitwirkenden beweglichen Teilen gleichzeitig ausgefahrt wird und ein Nachlassen des Bremsmitteldruckes, noch in der Phase der gleitenden Bremsenreibung stattfinden kann.
    L e e r s e i t e
DE19712147396 1971-09-22 1971-09-22 Vorrichtung zur bremskraftreglung bei blockiergefahr der fahrzeugraeder, insbesondere bereifter raeder Pending DE2147396A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3205869A1 (de) * 1981-02-21 1982-09-30 Dunlop Ltd., London Anti-blockier-vorrichtung fuer eine fahrzeugbremse
DE4442355A1 (de) * 1994-11-29 1996-05-30 Teves Gmbh Alfred Verfahren zur Erfassung und Auswertung von fahrdynamischen Zuständen

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